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Glyx und Auswirkung auf BZ-Verlauf

  • Astrid

    Rang: Gast
    am 27.05.2010 00:09:43
    Habe hier im Forum schon des öfteren gelesen, daß ein empfohlener BZ-Verlauf 1h-2h-3h nach dem Essen 140-120-100 ist.
    Das ist bei mir überhaupt nicht der Fall, eher umgekehrt, nach dem Spritzen fällt mein BZ schnell ab und steigt dann über Std. nach dem Essen leicht an.
    Liegt das daran, daß ich hauptsächlich Lebensmittel mit niedrigem glykämischem Index und glykämischer Last esse ( bin nunmal Vegetarier u. ernähre mich schon immer vollwertig )?
    Also in die Praxis umgesetzt:
    Bz vor dem Essen 120, Spritzen, dann esse ich Gemüse und z.B. Buchweizen und das Gemüse bremst erstmal den BZ-Anstieg ab? Und später, wenn das Essensinsulin schon durch ist kommen die KH zum Zuge und lassen den BZ steigen?
    Und ein sea macht ja dann gar keinen Sinn, oder?

    mfg von Astrid
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 28.05.2010 13:26:25
    eine möglichkeit ist eine fett- oder eiweißbetonte ernährung, bei der fett und eiweiß über stunden teilweise in zucker umgewandelt wird. weitere möglichkeit ist eine zu geringe basaldosierung und eine zu hohe bolusdosis. von thomas2002
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 28.05.2010 15:51:14
    Moin Astrid,

    vielleicht passt Dein Bolus vor allem zeitmäßig nicht so recht zu Deinem Futter :-(

    Wir spritzen Bolus-Insulin, um mit seiner BZ-senkenden Wirkung die BZ-anhebende Wirkung des Essens auszugleichen. Das funktioniert um so passender, je besser wir die Wirkung unseres Essens mit der unseres Insulins bei uns abstimmen. Eine IE ist dabei ebenso nur eine Hilfsgröße wie eine BE. Damit werden praktisch allgemein angenommene Durchschnittsgrößen bezeichnet. Wer seinen BZ wirklich steuern will, muss bei sich selbst austesten, welches von seinem normalen Futter in welchen Mengen zu welchen Tageszeiten seinen BZ in welcher Zeit um welchen Wert ansteigen lässt, und um welchen Wert wie viele Einheiten von seinem Bolus Insulin seinen BZ in welcher Zeit bis zu seinem Wirkauslauf senkt. Dann "braucht man nur noch beide Kurven passend auf einander zu legen" und bekommt damit den schönsten gesunden BZ ;-)

    Daumendrück, Jürgen
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 28.05.2010 18:04:30
    zu Thomas,
    also der Basalratentest ist völlig ok, zur Zeit meines Mittagessens ist mein Basal schon am Ende, spritze um 14.00 Uhr 6 IE Levemir und um Mitternacht 6 IE und auf den Tag verteilt ca. diegleiche Menge Bolus.
    Leider muß ich auch immer die Fett-Protein-Einheiten mitberechnen, mein BZ reagiert auf Eiweiß.

    zu Jürgen:
    wenn das so einfach wäre, bis mittags senkt das Bolus-IE meinen BZ wahnsinnig stark, abends hingegen ist es fast wirkungslos und ich nutze das Basal zum Essen, kein Witz.
    Erhöhe ich das Basal nur um eine IE, sind die Werte am nächsten Tag nach dem Essen zwar besser, aber nach 2 Tagen ist dann anscheinend zuviel Insulin im Umlauf und dann stimmt das Verhältnis Bolus-Basal nicht mehr.

    Hab´ schonmal ausprobiert einfach völlig entgegengesetzt dem Essen zu spritzen ( hab´also eine Pumpe "imitiert", praktisch so alle zwei Std. mal eine IE Bolus ), das ging erstaunlich gut, ist aber bei meiner Arbeit nicht unbedingt umsetzbar.
    Eine Pumpe möchte ich aber nicht, obwohl mein Doc sie mir gerne verschreiben würde.

    Bei mir schwankt es eben zwischen extremer Insulinempfindlichkeit und der Gefahr einer Lipolyse.
    Auch ist meine Leber extrem am gegenregulieren, gerate ich in einen Unterzucker und bin zB. zuhause, mach´ich inzwischen gar nichts mehr, weil meine Leber sofort was ausschüttet und nur 0,25BE Traubenzucker mir sonst einen BZ von über 200 bescheren.

    Aber alles in allem ergeben die ganzen Werte doch einen Hba1c von 5,9

    nur die Schwankungen sind eben für die kleinen Blutgefäße nicht so toll und mir geht´s dabei ja auch nicht gut, bei BZ-Schwankungen ist mir immer schwindlig.
    mfg von Astrid
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 28.05.2010 18:15:57
    Hatte "einfach" extra in Anführungszeichen gesetzt. Hattest Du schon geschrieben, welche Insuline Du in Welchen Mengen nutzt? von Jürgen
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 28.05.2010 20:36:48
    Hallo Jürgen,

    Levemir um 14.00 Uhr 6 IE, wenn ich arbeite, 7 IE wenn ich frei habe, oder mich nicht mehr viel bewegen muß. Nachts um 0.00 Uhr 6 IE, gegebenfalls 7 IE, wenn mich eine Lipolyse erwischt hat, oder ein Infekt oder meine Menstruation...

    Liprolog gegen 8.00 Uhr 1 IE, 12.00 Uhr 4 IE abends 6 IE, wenn ich frei hab´, falls ich arbeite 4 IE

    Den Bolus aufzuteilen, oder 2-3 Std. nach dem Essen noch was nachzuspritzen funktioniert komischerweise nicht. Dann hilft nur einmal um den Block rennen, sonst nichts.
    Diabetes ist wirklich verrückt.

    mfg von Astrid
  • Rudi

    Rang: Gast
    am 28.05.2010 23:39:22
    >>Hab&#180; schonmal ausprobiert einfach völlig entgegengesetzt dem Essen zu spritzen ( hab&#180;also eine Pumpe "imitiert", praktisch so alle zwei Std. mal eine IE Bolus ), das ging erstaunlich gut, ist aber bei meiner Arbeit nicht unbedingt umsetzbar. Eine Pumpe möchte ich aber nicht, obwohl mein Doc sie mir gerne verschreiben würde.<<
    Das muss man jetzt aber nicht verstehen, oder? Anstatt mit einer Pumpe zu arbeiten (was alle, die eine haben, nur bejubeln, selbst die vorherigen Zweifler), versuchst du lieber mit verschiedenen Insulinen und unterschiedlichen Nahrungsmitteln rumzuprobieren, bis es vielleicht irgendwann mal klappt. Da fehlt mir das Verständnis (zumal nicht jeder die Chance auf eine I-Pumpe hat). Übrigens spritzt du mit einer Pumpe nicht entgegengesetzt dem Essen, sondern du passt durch programmierbare Raten den Basalbedarf dem täglichen Gegebenheiten an und bolst nur dem Essen entsprechend (imitierst also eine BSD). Ich würde dir auf jeden Fall eine Pumpe empfehlen....
  • Astrid

    Rang: Gast
    am 29.05.2010 01:05:16
    Der Gedanke an eine Pumpe ist mir total unangenehm, ich kenne zwei Diabetiker mit Pumpen, ein Kind und eine Frau in meinem Alter, ich kann mir das nicht vorstellen, immer die Nadel im Bauch und das Insulin-Behältnis am Hosenbund oder BH geklippt.
    Naja meine Werte sind ja gut, und hab&#180;meinen Diabetes ja erst knapp 2 Jahre, wäre nur eine Option, falls sich der Diabetes verschlechtert.

    mfg von Astrid