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Unterzuckerungswahrnehmungsgerät
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peter
Rang: Gastam 29.05.2010 23:46:49
hallo joa,
nur mal so nebenbei ich habe rudi geantwortet und nicht dir.
von peter -
Rudi
Rang: Gastam 30.05.2010 01:24:42
Hallo Joa, ich stimme ja zu, dass ein "DM"-Hund (egal ob für 15.000 ¤ ausgebildet oder selbst geschult) ein Variante zur Hypofrüherkennung ist - aber eben nur eine. Als "normal Sterblicher" ist man den täglich wie lange mit dem Hund zusammen und was ist mit den 10%, die er nicht erkennt? Ausserdem war nach einem Gerät (am Körper zu tragend) gefragt und nicht generell nach Methoden der Hypofrüherkennung. Das zu deinem selbst geschriebenen: "... verfehlte Kommentare gibt es genug." - Nothing for ungood... ;-) von Rudi -
xyz
Rang: Gastam 30.05.2010 04:37:07
Ich würde einem Tier mehr vertrauen als so einem Gerät - da hat man selbst bei "unbemerkten Hypoglykämien" noch gute Überlebenschancen!
Ein Tier nimmt über seinen hochempfindlichen Geruchsinn mehr als wir Menschen auf -selbst Spuren von körperlichen Ausdünstungen die auf Stress hindeuten. -
ooo
Rang: Gastam 30.05.2010 05:01:44
Bis zur Markteinführung des rekombinanten Humaninsulins, behandelten die
ÄrztInnen den Diabetes vor allem mit tierischem Insulin. Seither ist das altbewährte
‚natürliche‘ Insulin weitgehend vom Markt verschwunden. Mit einer geschickten
Marketingstrategie ist es den Herstellern gelungen, die ÄrztInnen zu einer Umstellung
zu bewegen. Heute ist das gentechnisch hergestellte Humaninsulin der Marktleader
Eine Erfolgsgeschichte? Der Berner Diabetes-Spezialist
Professor Arthur Teuscher, der das Gentech-Insulin in mehreren Untersuchungen
prüfte (Egger et al., 1992; Egger et al., 1991), kommt zur folgenden Beurteilung: »Das
Gentech-Humaninsulin ist ein Beispiel für ein nicht genügend geprüftes neues
gentechnisches Produkt, das ausser der ökonomisch interessanteren Rentabilität für die
internationalen Hersteller keine Gewinne für die Gesunderhaltung bei Diabetes bringt,
aber mögliche Nebenwirkungen in beträchtlichem Ausmass mit Verlust von Sicherheit
und Wohlbefinden für die Betroffenen.« (Teuscher 1995). Zu Problemen führt vor
allem das Hypoglykämie-Syndrom: Einige DiabetikerInnen, die auf das Gentech-
Insulin gewechselt haben, spüren einen nahenden Blutzuckerabsturz nicht mehr
rechtzeitig. Die Folgen können dramatisch sein, von Ohnmachtsanfällen bis hin zum
Tod. In mehreren Ländern setzen sich die Betroffenen dafür ein, dass das tierische
Insulin nicht vom Markt genommen wird und den Zuckerkranken weiterhin zur Verfügung
steht. -
Joa
Rang: Gastam 30.05.2010 13:47:32
Hallo Rudi,
> Rudi schrieb:
> ich stimme ja zu, dass ein "DM"-Hund ...
> eine Variante zur Hypofrüherkennung
> ist - aber eben nur eine.
Ich wollte nur mal einfach auf _eine_ weitere Variante hingewiesen haben. :-)
> was ist mit den 10%, die er nicht erkennt?
Du billigst einem CGMS 100% Hypo-Erkennung zu? Dem ist nun auch nicht so. :-(
> Ausserdem war nach einem Gerät
> (am Körper zu tragend) gefragt und
> nicht generell nach Methoden
> der Hypofrüherkennung.
Soll ich Dir jetzt immer rückmelden, wenn Du den Wortlaut einer Frage verlässt? :-(((
> verfehlte Kommentare gibt es genug."
> - Nothing for ungood... ;-)
Ist schon in Ordnung. ;.))
Falls Du aber noch den Hinweis erlaubst, dass eine ursächliche Herangehensweise an fehlende Hypowahrnehmung und die Kenntnis der wesentlichen causalen Zusammenhänge meist auch eine deutliche Verbesserung ergibt?
Und nein, das hat jetzt nix mit animalischem Insulin im Sinn.
Gruß
Joa
-
Rudi
Rang: Gastam 30.05.2010 16:37:51
@Anke: Erzähl uns doch mal, seit wann es Hypohunde gibt und weshalb es die schon gab, als es noch gar kein Humaninsulin gab? Zitat: "Zu Problemen führt vor allem das Hypoglykämie-Syndrom: Einige DiabetikerInnen, die auf das Gentech- Insulin gewechselt haben, spüren einen nahenden Blutzuckerabsturz nicht mehr rechtzeitig." Ja und? Einige haben unter tierischem Insulin die Hypo nicht rechtzeitig gemerkt (siehe MD Lawrence 1941). Das ist ein generelles Insulinproblem und keines von HI!!
@Joa: Zitat: "Du billigst einem CGMS 100% Hypo-Erkennung zu? Dem ist nun auch nicht so." Selbst eine Messabweichung von 20% würde den Wert nur verschieben, aber die Hypo trotzdem erkennen (entsprechend persönlicher Eingabe). Voraussetzung ist logischer Weise ein funktionierendes Gerät (ein "defekter" Hund funktioniert auch bloss nicht! :-) )
Deinen zusätzlichen Hinweis hätte ich fast selbst geschrieben - danke! von Rudi -
zz5eh
Rang: Gastam 30.05.2010 19:25:53
»Das Gentech-Humaninsulin ist ein Beispiel für ein nicht genügend geprüftes neues gentechnisches Produkt, das ausser der ökonomisch interessanteren Rentabilität für die internationalen Hersteller keine Gewinne für die Gesunderhaltung bei DM bringt, aber mögliche Nebenwirkungen in beträchtlichem Ausmass mit Verlust von Sicherheit
und Wohlbefinden für die Betroffenen. (Teuscher 1995)«
ich glaube, 25 jahre sind genug test!! wie lange ist denn vor markteinführung "dein" tierisches I. getestet worden? 10 jahre? ein witz! es hat funktioniert (mit bekannten ausnahmen) GENAU wie gentechnische insuline (mit bekannten ausnahmen) !! millionen menschen beweisen es täglich.
>>Zu Problemen führt vor allem das Hypo- Syndrom: Einige DiabetikerInnen...spüren einen nahenden Blutzuckerabsturz nicht mehr
rechtzeitig. Die Folgen können dramatisch sein, von Ohnmachtsanfällen bis hin zum Tod.<<
das ist (siehe oft genug genannter Artikel von lawrence.) seit 1941 bekannt. was hat sich da geändert?? extra für dich "ungläubigen thomas":
http://insulintruth.wordpress.com/2008/07/22/a-brief-history-of-hypoglycemia-unawareness/ -
Steffen Pammler
Rang: Gastam 30.05.2010 22:10:01
Danke für die vielen wertvollen Ratschläge und Hinweise, war sehr bereichernd, bei euch reinzuschauen, selten so intelligente Leute getroffen! Ciao weiterhin schön süß bleiben! -
kai2
Rang: Gastam 31.05.2010 00:36:07
Ich hatte solch ein BZ-Meßgerät was eine kontinuierliche BZ-Messung macht.
Leider sind die Sensoren, die z.B. 5 Tage unter der Haut liegen, teuer und werden nicht von der KK übernommen.
Das Gerät hat mir sehr geholfen und es hat Spaß gemacht, da es mir eine gewisse Sicherheit bzw. das Gefühl gab, die BZ-Schwankungen besser im Blick zu haben und besser reagieren zu können.
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Joa
Rang: Gastam 31.05.2010 02:48:10
Hallo,
> Ich hatte solch ein BZ-Meßgerät was
> eine kontinuierliche BZ-Messung macht.
Kleine Korrektur dazu. Du hattest wohl kein BZ-Messgerät, sondern ein CGMS, wobei G da zwar für Glucose, aber für IG=interstitielle Glucose steht, deren Höhe und Verlauf allerdings schon recht dicht auf den aktuellen Blutzuckerwert schließen lässt.
> Leider sind die Sensoren, die z.B. 5
> Tage unter der Haut liegen, teuer
> und werden nicht von der KK
> übernommen.
Bei allen drei aktuellen Systemen:
Paradigm-/Guardian-RealTime von Medtronic
FreeStyle Navigator von Abbott
DexCom Seven Plus von DexCom (Nintamed)
können die Sensoren durchaus länger als vom Hersteller vorgegeben und laut Zulassung erlaubt im Unterhautfettgewebe verbleiben und gut werkeln.
Mein aktueller Sensor (Navigator) ist grade den 23. Tag am messen.
> Das Gerät hat mir sehr geholfen und
> es hat Spaß gemacht, da es mir eine
> gewisse Sicherheit bzw. das Gefühl
> gab, die BZ-Schwankungen besser
> im Blick zu haben und besser reagieren
> zu können.
Du hattest den Navigator am Start?
Gruß
Joa