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grundlegende fragen
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danni
Rang: Gastam 18.01.2007 23:15:32
hallo zusammen,
ich nehme an einem wettbewerb teil, für den man einen krimi schreiben muss. bei mir kommt auch ein junge vor, der diabetes typ 1 hat (er ist 9 jahre alt und seit einem jahr erkrankt) und ich habe mich mit dem thema auseinandergesetzt. dabei musste ich feststellen, dass das eine ziemlich große und verwirrende welt ist, die die krankheit mit sich bringt. meine kurzgeschichte soll aber authentisch sein (wer will das nicht...) darum hoffe ich, dass mir jemand über folgende vermutlich äußerst banale fragen auskufnt geben kann: der junge verschwindet morgens gegen 8 uhr und nimmt 2 insulin-spritzen mit (menge des inhalts ???). ist es realistisch, dass er ohne nennenswerte probleme bis zum nächsten morgen um 8 uhr durchhält? (er beschäftigt sich hauptsächlich mit einem fußball, aber alleine, soll heißen ohne allzu großen anstrenungsgrad.) wenn dann probleme auftreten, ist das dann eine hypoglykämie? ihm felt doch nahrung und gleichzeitig insulin, aber laut wiki sind das die entgegengesetzen vorraussetzung dafür. ich hoffe, ihr könnt mir helfen und event. auch allgemeine tipps geben, welche fettnäpfchen ich auslassen könnte, damit sich kein diabetes-patient verarscht oder falsch verstanden fühlt.
gruß
danni -
www.diabetes-in-frage-und-antwort.de
Rang: Gastam 19.01.2007 10:11:45
Hallo Danni :-))
mal was Anderes ;-)
Dass ein diabetischer kleiner Junge 24 Stunden "durchhält" ist möglich, dass es ihm danach noch gut geht, ist unwahrscheinlich.
Man braucht Insulin, damit die Kohlenhydrate der aufgenommenen Nahrung in die Körperzellen gelangen können, die die Kohlenhydrate für ihren Zellstoffwechsel (Energie) brauchen.
Kommt kein Insulin, versucht der Körper die Energie auf anderem Wege zu bekommen, dabei kommt es jedoch schrittweise zu einer Übersäuerung des Organismus. Der Blutzucker ist dabei sehr hoch, weil die Kohlenhydrate nicht in die Zellen aufgenommen werden können und in Form von Glukose im Blut bleiben. Das nennt man Ketoazidose, die Patienten haben dabei einen typischen obstessigartigen Geruch beim Ausatmen. Über Stunden bis Tage stellen sich dabei große Übelkeit, massivste Bauchschmerzen/-krämpfe, Benommenheit, Bewußtlosigkeit und schließlich Tod ein.
Spritzt man Insulin und nimmt dabei aber keine oder nicht genug Kohlenhydrate auf und/oder verausgabt sich auch noch körperlich, sinkt der Blutzucker irgendwann unter einen kritischen Spiegel. Die Bewußtlosigkeit tritt dabei sehr schnell (Minuten) ein. Obwohl es viele Diabetiker gibt, die auch eine länger dauernde Bewußtlosigkeit aufgrung Unterzuckerung folgenlos überstanden haben, ist die Gefahr von bleibenden Schäden (z.B. Hirnorganisches Psychosyndrom) sehr groß, ein Koma bei Unterzucker ist grundsätzlich lebensgefährlich. Es zählt deshalb auch zu den akuten Notfällen, die das sofortige Handeln eines Notarztes (Glukosegabe i.V.) erforderlich machen.
Konkrete weitere Fragen (eMail, s.o.) jederzeit gerne, das macht Spass!
Viel Erfolg beim Schreiben ;-)
Herzliche Grüße Anke von www.diabetes-in-frage-und-antwort.de -
Fuchs
Rang: Gastam 19.01.2007 12:32:32
..zudem ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Junge mit zwei (Einweg-?) Spritzen durch die Gegend läuft.
Kinder haben Pens - besser noch eine Insulinpumpe.
Vor einigen Jahren gab es mal die Sendung "Bitte melde Dich". Da war ein diabetischer Motorradfahrer verschwunden, der wurde gesucht. Im Einspieler war dann zu sehen, wie der Vermisste sich wie ein Junkie den Arm abgebunden hat und auf der Toilette eine Spritze in den Vene setzte. Fehlte nur noch die Kerze und der Löffel...
Total peinlich.
Fuchs
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klausdn
Rang: Gastam 19.01.2007 15:47:27
anzufügen,
da die u100,u40, einwegspritzen vor dem spritzen mit der benötigten anzahl einheiten aufgezogen werden. hätte er dann noch zusätzlich, zwei 10ml
flaschen mit insulin, und ein meßgerät dabei.
und ein paar dextroplättchen. rucksack ?
da kinder mit dm ja allgemein bekannt "weiter" sind als gleichaltrige, reicht das wissen der basis und ein eintsprechender pen "mit" den passenden kanülen, und . etwas glucose zur hypoabsicherung.
in der zeit nix essen-nix bolen. min wasser trinken.
ohne großartigen sport, ist die überlebenschanse nicht geringer als bei einem gleichaltrigen kind ohne dm.
mfg klaus von klausdn -
Marina
Rang: Gastam 20.01.2007 01:02:58
Ein Krimi???
Mir kommen komische Gedanken...
sorry von Marina -
klausdn
Rang: Gastam 20.01.2007 14:03:40
ja maria,
meine frau hat mir von sowas mal erzählt,(im tv)
da haben die leute bei einem mit hypo, nach ner insulinspritze gesucht, seitdem lasse ich außer bei restaurantbesuchen meine pens zuhause.
nicht daß so ein helfer einem noch den rest gibt..
mfg klaus von klausdn -
danni
Rang: Gast