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  • Radboud Oomens

    Rang: Gast
    am 16.01.2007 10:38:09
    Hallo !
    Ich bin der Vater einer 6-jährigen Diabetes-Patientin.
    Wie weit sind die Pumpenhersteller denn, die Glykose-Messdaten aus dem Guardian in die Pumpe zu übertragen, damit dieser selbständig die Insulindosis anpassen kann ? Die Pumpe wäre eine Option, wenn die automatisch reagieren würde auf eine Blutzuckeransteigung.
    Meine Tochter wird noch konventionell therapiert mit Messen & Spritzen. Noch kann sie nicht selbst ausrechnen, wieviel Insulin sie braucht. Sie geht in die erste Klasse der Grundschule und "rechnet mit", muss schon selbst ihr "Schulessen" dosieren. Oder kann sie die Vorteile der Pumpe wirklich erst nutzen, wenn sie 12 ist ?
  • Heiko

    Rang: Gast
    am 16.01.2007 15:59:50
    Noch funktioniert eine automatische Blutzuckerregulierung NICHT.

    Was aber möglich ist: Den Blutzucker messen, den Wert vom Messgerät per Bluetooth in die Pumpe übertragen, und sich von denr Pumpe einen Vorschlag zur Insulinabgabe machen lassen.
    Natürlich müssen BEs bei einer Mahlzeit ebenfalls gewogen/geschätzt und in die Pumpe eingegeben werden. Je nach Tageszeit, Blutzuckerwert, BEs und Restinsulinmenge des letzten Bolus errechnet die Pumpe einen Vorschlag für einen Bolus.

    Sollte der Blutzucker sinken oder steigen, merkt das die Pumpe aber nicht von alleine.

    Das heißt, ein kontinuierliches Messgerat, das zumindest Alarm gebe bei zu niedrigen/zu hohen Werten gäbe es inzwischen und könnte auch in Deutschland gekauft werden. Allerdings übernimmt die Krankenkasse keine Kosten davon. Das Messgerät läge bei über 3000 Euro. Wäre ja eine einmalige Anschaffung. Aber leider kommen die Mess-Sensoren dazu, die die Krankenkasse ebenfalls nicht übernimmt. Den Sensor müsste man mindestens alle 3 Tage wechseln und ein Sensor würde über 50 Euro kosten!
    von Heiko
  • Radboud Oomens

    Rang: Gast
    am 17.01.2007 01:02:04
    Lieber Heiko !
    Danke vielmals für die schnelle Antwort !
    Etwas ernüchternd, diese Preisgestaltung. Mir war schon aufgefallen, dass Diabetes der Krankenversicherung echtes Geld kostet aber ¤ 50 für die Sensoren, tja, ist leider nicht drin. Noch nicht.
    Wir bleiben dran und werden bald möglichst eine Pumpenberatung & -Rezept vom Kinderkrankenhaus holen. Zwei andere Antworten zu meiner Frage waren auch vielversprechend und haben uns Mut gemacht.
    Ich melde mich wieder, wenn es weiter geht...
  • lisa

    Rang: Gast
    am 17.01.2007 10:31:28
    Abgesehen von den Kosten, ist ja auch das Tragen eines hochsensiblen Sensors zum Tragen des Pumpenkatheters nicht gerade komfortabel. Auch sind die ermittelten Werte nicht so sicher wie der BZ Wert aus dem Blut. Was macht dein Kind also, wenn die Pumpe zuviel Insulin berrechnet, weil der Sensor von dem Guardian den falschen Wert ausspuckt, aus welch Gründen auch immer?. Ich stelle mir das ziemlich ungemütlich vor, denn es heisst dann in der Realität, du musst ständig den Sensor kontrollieren. An diesem geschlossenen System wird zwar seit vielen Jahren geforscht aber es liegt kein befriedigendes Ergebnis vor, das man ambulant einsetzen könnte. im Diagnostischen Bereich mag es hilfreich sein, aber im Dauergebrauch würde ich mich nicht unbedingt darauf verlassen. Während die Pumpe allein ein sehr komfortables Hilfsmittel ist, das präziese die einprogrammierte Dosis abgibt und auch von 5-6 jährigen schon bedient werden wie deren Gameboy. Wie Heiko schon sagte, gibt es dazu schon Unterstützung von IT im Berrechnen der BE und Boli. aber wenn das Kind das gleich selber richtig lernt, wird es unabhängiger und lernt mehr über sich und seine Therapie als es lernt wenn es sich auf eine technischen System verlässt. Übrigens veranstaltet AccuChek Pumpen- Workshops für Eltern und Kinder, da sind Kinder jeden Alters, die schon sehr geschickt mit dem Gerät und der Therapie im Beisein von pumpenerfahrenen Kinderärzten und Diabetesberater / innen umgehen lernen. Bei www.diabetes-kids.de oder einfach bei Roche mal anrufen und Termine erfragen. Viel Erfolg wünscht Lisa von lisa
  • Radboud Oomens

    Rang: Gast
    am 17.01.2007 20:39:55
    Vielen Dank für diese Antwort. Das hilft echt gut weiter. Wir werden uns sofort melden für eine Pumpenberatung und anschließend bei der Diabetes-Ambulanz einen Rezept rausholen Und natürlich die Schulung machen. Ich melde mich wieder, wenn es voran geht !
    DANKE ! von Radboud Oomens