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Insulinpumpe und Kernspin
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Kerstin
Rang: Gastam 07.01.2007 14:16:53
Hallo Leute,
ist unter Euch vielleicht auch jemand dabei, der als MTAR arbeitet und eine Insulinpumpe trägt?
Würde nämlich gerne am MR arbeiten doch habe etwas bedenken, ob und wie sich die Arbeit am Kernspin mit der Insulinpumpe verträgt.
Falls jemand eine Idee hat, wer mir bei dieser Frage weiterhelfen kann, wäre ich Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir mailen würdet.
Viele Grüße,
Kerstin -
Heiko
Rang: Gastam 07.01.2007 16:37:02
Bei solchen Fragen solltest du dich an die Hotline deines Pumpenherstellers wenden. Dort werden sie das vielleicht nicht auf Anhieb wissen, aber sie werden es herausfinden. Mir konnten Sie damals sogar sofort sagen, auf was ich achten muss, als ich in ein Salzbergwerk einfahren musste.
Oder du fragst jemanden, der schon dort arbeitet. Die haben ja auch Erfahrung. Vielleicht noch nicht mit einer Insulinpumpe, aber es gibt ja auch andere empfindliche elektronische (und metallische) Geräte, die man bei sich trägt - bei Uhren angefangen.
Mein erster Gedanke bei Kernspin war aber: Wenn das Gerät läuft, bist du doch nicht im Raum, oder? von Heiko -
Frühling
Rang: Gastam 09.01.2007 16:19:00
Hallöchen "Anonym" ?
Du schreibst:
Würde nämlich gerne am MR arbeiten doch habe etwas bedenken, ob und wie sich die Arbeit am Kernspin mit der Insulinpumpe verträgt.
Also ich kann nur aus der Sicht des Patienten schreiben und da kann ich Dir mit Sicherheit sagen, dass Du die Pumpe unbedingt ablegen musst, wenn Du unmittelbar der Kernspinuntersuchung ausgesetzt wirst. Wenn Du aber dort nur "arbeiten" willst, dann befindest Du Dich ja während der Untersuchung nicht unmittelbar in dem Raum und so sagt mir mein logischer Menschenverstand, dass Du da auch keine Probleme mit Deiner Pumpe haben dürftest.
von Frühling -
Kerstin
Rang: Gastam 09.01.2007 23:28:49
Hallo Heiko,
danke für Deinen Rat.
Habe schon einmal versucht, ob ich bei Medtronic nähere Informationen herausbekommen kann. Leider konnten die mir auch nicht wirklich viel dazu sagen, vor allem waren die dort ziemlich unfreundlich.
Grundsätzlich hast Du schon recht: während der Untersuchung bin ich nicht mit im Raum. Aber am Kernspin gibt es ein statisches Magnetfeld von ca 3 Tessla, welches konstant immer da ist, egal ob die Untersuchung gerade läuft oder nicht. Und genau um dieses geht es mir.
Und vor allem muss ich herausbekommen was mit der Pumpe dann geschieht: wird dadurch nur die Basalratenprogrammierung gelöscht (wäre ja wiederherstellbar) oder geht die Pumpe komplett kaputt?
Werde mich wohl nochmal an Medtronic wenden müssen um an weitere Infos zu gelangen.
Gruß,
Kerstin -
Heiko
Rang: Gastam 10.01.2007 00:35:50
Ähm... Ich hoffe doch, dass die Medtronic auf die konkrete Anfrage, ob ein Magnetfeld die Pumpe stören kann, und wenn ja, ab welcher Stärke, nicht behauptet, sie könnten das nicht herausfinden!
Also, das wäre wirklich sehr schwach.
Ich hatte zwar Physik-Leistungskurs... Aber ich habe keine Ahnung mehr, wie stark so 3 Tessla sind... Aber die "Leistungsgrenzen" müssten für die Pumpe festgelegt sein. Man muss nur an der richtigen Stelle nachschlagen. Und das sollten die bei Medtronic doch noch auf die Reihe kriegen!
Mir hat die Frau von Accu-Chek ganz genau beschrieben, von welchem bis zu welchen Druck die Pumpe getestet und abgesegnet wurde (auf hohen Bergen kannst du durchaus außerhalb des garantierten Bereichs landen). von Heiko -
Mathias Spieker
Rang: Gastam 14.01.2007 13:05:22
Ich denke einfach dieses ist nur im selbstversuch
zu prüfen, da wahrscheinlich kein Insulinpumpenhersteller seine Geräte für die
Verwendung in Strahlenexponierten Räumen
vorsieht. Werden hierzu auch keine Untersuchungen
vorliegen, als Patient hat man die Möglichkeit die
Pumpe für die Untersuchnung abzulegen.
Also Pumpe anlegen öfters mal messen
und freuen wenn es gut geht.
MFG
M: Spieker von Mathias Spieker -
Lisa
Rang: Gastam 15.01.2007 11:43:04
Wie ein Vorredner schon richtig sagte, sind die pumpen nur bis zu einen bestimmten Bereich getestet. Beim Hersteller zu erfragen. was darüber hinausgeht, darüber gibt es keine Erfahrungswerte, aber d.h.auch ,dass es im Schadensfall auch keine Garantie oder Gewährleistung gibt. D.h. da haben sich die Hersteller auch rechtlich abgesichert. Die Pumpe kann glaube ich nicht richtig kaputt gehen, wenn irgendwas am Programm nicht mehr stimmt, meldet sie einfach eine Elektronikstörung und fällt aus, zumindest ist dies bei der H-Tron und Spirit so. Ob die E 7 störung einfach mit neuen Batterien zu beheben ist oder ob die Pumpe eingesandt werden muss, ist auszutesten, vielleicht nicht gerade mit der neuesten Pumpe, die man gerade trägt, vielleicht hast du irgenwo noch ein fast abgelaufenes Gerät? Wie schützt man sonst Geräte vor Strahlen?? Ich kann mir vorstellen, dass in solchem Arbeitsraum auch andere elektronischen Geräte geschützt werden müssen?? Ich glaube, die Pumpen sind robuster als man denkt, sonst würden die ja pausenlos ausfallen. Alles Gute wünscht Lisa -
Heiko
Rang: Gastam 15.01.2007 15:14:44
Vorsicht mit den Ratschlägen...
Natürlich werden Pumpen auf Störungen durch Strahlung getestet! Jeder (Röhren-) Fernseher und jeder Lautsprecher erzeugt ein elektromagnetisches Feld. Das kann man sogar feststellen, wenn man Videokassetten neben einen Lautsprecher legt. Die Aufnahmen können durch den Magnetismus kaputt gehen!
Daher müssen Pumpen mit Sicherheit auf solche Einwirkungen getestet werden.
Zu sagen, dass (wahrscheinlich) nichts in der Pumpe kaputt gehen kann, ist auch riskant. Schließlich sind Pumpen programmiert. Und das bedeutet, dass irgendwo ein Programm, eine Art Software gespeichert ist. Wird der Speicherchip einer zu hohen Strahlung ausgesetzt, kann sehr wohl ein Defekt auftreten.
Richtig ist aber, dass die Pumpenhersteller gezielt darauf achten, dass ihre Pumpen möglichst störunanfällig sind, sprich, dass die Elektronik in einem abgeschirmten gehäuse untergebracht ist. Ein Metalldetektor am Flughafen zum Beispiel macht denen nichts aus. Und ich könnte mir vorstellen, dass die Strahlung dort vergleichsweise hoch ist.
Um aber den Kunden mit Sicherheit sagen zu können, dass ein Metalldetektor ungefährlich ist, müssen die Pumpen ja gezielt getestet und die Grenzen festgelegt werden.
Übrigens, der Hersteller empfiehlt auch, die Pumpe auf der anderen Seite des Körpers zu tragen als das Handy. von Heiko -
Haschi
Rang: Gastam 15.01.2007 18:45:57
Hallo Kerstin,
wenn du ganz sicher gehen möchtest, stelle eine schrifliche Anfrage an den Hersteller!
Ich bin sicher, dass du eine Antwort erhälst, aber skeptisch, ob das Tragen in diesem Bereich unbedenklich ist.
Accu-Chek gibt für die Spirit
einen Sicherheits- bzw. Warnhinweis, dass im Bereich von Hochspannungsquellen, Röntgenquellen und auch MRT- Anlagen die Insulinpumpe nicht verwendet werden soll. Elektromagnetische felder können zu Fehlfunktionen der Insulinpumpe führen.
Die Pumpe könnte möglicherweise auch gestoppt oder ein Elektronikfehleralarm ausgelöst werden kann.
von Haschi -
Diawolf
Rang: Gastam 23.01.2007 15:31:51
Hallo,
die Frage wäre auch ob es sich um ein statisches oder dynamisches Magnetfeld handelt und, im 2. Fall, mit welcher Frequenz es arbeitet.Egal welcher Art ,treten beim Bewegen der Pumpe im Magnetfeld oder durch ein Wechselfeld Induktionsspannungen in allen Leiterzügen und Drähten , die sich in der Pumpe befinden, auf . Ob die groß genug sind , um Schäden anzurichten, läßt sich nur berechnen oder messen. Das Problem besteht sicher darin, daß die Pumpe keine Abschirmung gegen Magnetfelder hat, denn das ist etwas schwierig und bringt erhebliches Mehrgewicht .
M.f.G. von Diawolf -
Kerstin
Rang: Gastam 28.01.2007 15:16:22
Hallo Leute,
ich danke Euch für die vielen Anregungen.
Werde mal versuchen, ob ich durch eine schriftliche Anfrage bei Medtronic irgendetwas erreichen kann.
Vielleicht erfahre ich noch wissenswerte Informationen.
An Diawolf: es handelt sich beim Kernspin um ein statisches Magnetfeld von ca 3 Tessla Feldstärke. Ansonsten bin ich während der Untersuchung nicht im Raum, so dass ich keiner weiteren Hochfrequenz-Einstrahlung ausgesetzt bin.
Hat noch jemand von Euch eine MiniMed 508?
Habe meine Pumpe jetzt seit ca 5 Jahren und interessiere mich fuer das Nachfolgemodell.
Wie kommt man bei Medtronic an eine neue Insulinpumpe bzw. gibt es die Möglichkeit, auch an ein Zweitgerät zu kommen?
Von Disetronic Pumpenträgern weiss ich, dass die von vornherein ein Ersatzgerät bzw. Zweitgerät bekommen.
Geht so etwas bei Medtronic auch?
Wie funktioniert es, wenn die Pumpe doch mal ausfällt?
Hat jemand damit Erfahrung?
Viele Grüße von Kerstin -
Frank Haller
Rang: Gastam 09.12.2007 01:17:34
Hallo trage eine Minimed Paradigm 712 . Bei minimed gibt es keine Ersatzpumpe ,du kannst bei Defekt die Pumpe einschicken und innerhalb 24 Std bekommst Du Ersatz. von Frank Haller