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von Actrapid auf Humalog umgestiegen - nun Müdigkeit!
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Sarah
Rang: Gastam 12.05.2010 23:52:53
Hallo Ihr!
Ich bin 22 Jahre alt und seit 16 Jahren Typ1 Diabetikerin.
Schon immer benutzte ich Actrapid als Kurzzeitinsulin.
Da meine Blutzuckerwerte allgemein zu hoch waren, bekam ich vor zwei Wochen das Humaloginsulin Lispro. Ich soll es nun zwischendurch testen (mit Actrapid im Wechsel), nun bin ich so weit, dass ich es auch komplett ausprobiere und das Actrapid kaum noch benutze. Als Langzeitinsulin habe ich Levemir.
Seit ein paar Tagen bin ich ungewöhnlich müde und schläfrig, das bin ich sonst eher selten!
Heute bin ich den ganzen Tag kaum wach geworden und könnte nun grad einschlafen - sonst bin ich sehr aktiv und nie sonderlich müde...nun frage ich mich, ob es einfach eine Frühjahrsmüdigkeit ist oder ob es tatsächlich am Humalog liegen kann?
Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht, oder ist Müdigkeit als Nebenwirkung bekannt?
Und wenn ja - ist es nur vorübergehend?
Danke im Voraus für Eure Antworten!
Viele Grüße
Sarah -
Joa
Rang: Gastam 13.05.2010 00:55:30
Hallo Sarah,
das mit den Müdigkeitsattacken geht wohl zur Zeit einigen Menschen so. Irgendwie ist das Wetter ja auch noch merkwürden. :-(
So temporäre Müdigkeitsanfälle kenne ich allerdings auch sowohl im Zusammenhang fallender BZ-Werte, als aber auch bei steigenden. Insbesondere, wenn so ein kleiner grundsätzlicher Schlafmangel auch noch besteht.
Mit Humalog oder einem anderen schnellen Analogon bekommst Du die Werte ja i.d.R. auch schneller/effektiver nach unten bewegt.
Da kann Dein Körper sicher auch einige Anpassungsprobleme zeigen, vor allem wenn Du bislang eher hohe Werte gewöhnt bist.
Etwas vorsichtig mit dem Insulin hantieren und erst mal zusehen, einen steady state mit Humalog zu etablieren, möglichst ein paar Punkte unter dem vorgehenden BZ-Durchschnitt. :-)
Gruß
Joa -
thomas2002
Rang: Gastam 13.05.2010 16:19:27
"frühjahrsmüdigkeit" ist nicht die einzige möglichkeit. wenn die müdigkeit erneut auftaucht, bitte überprüfen. es kann sein, daß die blutzuckerkurve schneller steigt, als die wirkung des insulins.
sea währe auch eine möglichkeit. eine frage der intensiveren testerei. von thomas2002 -
nrigrtrt
Rang: Gastam 13.05.2010 17:19:48
"Die Müdikeit wird sich bis zur Apathie steigern und du entwickelst sensorische Störungen!
Dein Untergang ist vorprogrammiert - wechsel das Insulin - benutz tierisches Insulin, mach regelmäßig Sport und dir geht es blendent!"
keine ahnung, was das mit blendadent zu tun hat, aber blödsinn ist es alle mal - wer 10 jahre lang hi benutzt und keine "probleme" hat, wird durch einen wechsel zu ti auftretende nicht wegbekommen! die müdigkeit kann wie geschrieben viele ursachen haben (die mit dm nichts zu tun haben) und nur weil anke probleme hat, muss das bei anderen nicht sein! ausserdem sind ihre "probleme" anderer natur:
anke am 28.12.2008 07:02:03:
"Ich habe seit 10 Jahren Dm und habe 8 Jahre davon Erfahrung mit HUMANINSULIN. - 8 Jahre meines Lebens wurden mir dadurch gestohlen(ich wäre fast daran verreckt)" und
"Ich habs jahrelang ignoriert...einen immer wiederkehrenden,dumpfen Schmerz im Bereich der Leber/Bauchspeicheldrüse.Teilweise so unangenehm,das ich nichts essen konnte.
Aber Alkohol in Form von Pils habe ich immer weiter und mehr getrunken...bis 1999 meine damalige Hausärztin zu mir gesagt bez. gefragt hatte:'Gibt es bei ihnen in der Familie Diabetiker? Sie haben erhöhte Bz-Werte...' Ich verneinte und ignorierte das was sie gesagt hatte...eine typische "Säuferkonsequenz": Ich suchte diese Ärztin nicht mehr auf...
Im Jahr 2000 wurde ich dann unter lebensbedrohlichen Umständen in Kh eingeliefert...Dm Typ 2 mit einem Bz-Wert von fast 700mg/dl !!! Selbst im Kh nutzte ich jede Gelegenheit um die Ärzte "hinters Licht zu führen"...um so rausgehen zu können und die nächstgelegene Kneipe aufzusuchen ...das Ganze steigerte sich noch bis 2004 mit ca.22 Pils (a 0,5l) am Tag und dann ,am 16.07.04 ging gar nix mehr bei mir...Entzugserscheinungen in extremster Form ...bewegten mich zur Veränderung in meinem Leben und die Tatsache,das meine Bauchspeicheldrüse sowie Leber lebensbedrohlich geschädigt waren...(lt. Aussage des mich behandelten Arztes/Radiologen der Uniklinik Homburg/Saar)."
wer 4 Jahre lang pro tag bis zu 11 liter bier in sich füllt + dazu noch insulin spritzt, braucht sich über ständige "unbemerkte hypos" und "sensorische störungen" absolut nicht aufzuregen. Und dass leber und BSD (vom gehirn ganz zu schweigen) noch 2 jahre benötigten, um wieder halbwegs zu funktionieren, ist eigentlich auch logisch und kein "verdienst" des schweineinsulins. Ich hoffe nur, dass dies lange genug stehen bleibt, damit genug leute lesen können, was ANKE für blödsinn verbreitet...
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Rudi
Rang: Gastam 13.05.2010 20:33:46
>>Wenn ein Patient glaubt, dass Humaninsulin für den Verlust von [Hypoglykämie-] Warnungen verant-wortlich ist, dann ist es angemessen, auf tierisches Insulin zurückzugehen.<<
Und wenn ein Patient GLAUBT. dass er kein Insulin mehr braucht, dann ist es angemessen, es wegzulassen? Und wenn er nie tierisches Insulin gespritzt hat, wieso geht er dann "zurück"? Ist tier. Insulin so rückständig? Und für diesen Topic ganz wichtig (!!!!): WAS hat der Verlust von Hypowahrnehmungen mit MÜDIGKEIT zu tun?
Erneuter Hinweis (für ungläubige Anken) - Dr.Lawrence wies schon 1941 (unter tier. Insulin) auf "unawareness hypoglycaemia" hin!!!
Anke ist ein hervorragendes Beispiel für Bildungs-Resistenz! von Rudi -
Sarah
Rang: Gastam 13.05.2010 21:45:33
Erstmal vielen Dank an die, die mir hilfreiche Antworten geschrieben haben.
und an die anderen: ich glaube nicht dass das Insulin das falsche ist, mein Arzt ist sehr kompetent und wird wissen was das richtige ist.
Irgendwelche Studien und angstmachende Prognosen, von wegen Apathie etc. nerven hier einfach nur, daher würde ich mich freuen wenn ich ab jetzt auf meine Frage ernst gemeinte Antworten erhalten würde, da es auch eine ernst gemeinte Frage war.
Vielen Dank von Sarah -
kai8
Rang: Gastam 14.05.2010 01:30:15
mal im Ernst:
2 Insuline
2 unterschiedliche Wirkprofile (Wirkungsanstieg/Wirkungsabfall/Zeit)
Humalog greift schneller ein, sozusagen über die "Hirnaktivität", Konzentration kann gesteigert werden, somit kann eine Ermüdung eher erscheinen als unter Actrapid. Das ist eine Überlegung von mir.
Ich selbst nahm Actrapid, dann auf Empfehlung des Arztes Humalog, dann für eine gewisse Zeit wieder Actrapid.
Unter Humalog waren Antriebsschwäche wie Müdigkeit gegeben -
Auch müde
Rang: Gastam 14.05.2010 11:39:37
Liebe Sarah,
ob es am Insulin liegt, wäre doch einfach rauzszukriegen, wenn du für eine Zeit noch mal zurückwechselst?
Was die Müdigkeit angeht.
Also. wenn ich so rundherum gucke, meine Mitarbeiter äußern sich auch derzeit "müdig".
Mir gehts ebenso, was ICH beobachte: Ich habe den Eindruck, dass diese doch starken Temperaturwechsel mich mehr Kraft und Energie kosten. Ich bin also vom Winterschlaf spontan in die Frühjahrsmüdigkeit gefallen..lach.
Manchmal gibt es für Müdigkeit auch einfach andere Erklärungen wie z.B. Eisenmangel, wenn du wieder mal im Labor bist, kannst du ja mal Deine Ärztin fragen, ob man den Eisenstatus mal checkt.
Wenn du den Eindruck hast, du bist übermäßig müde, dann berede es mit deinem Arzt.
Wieviel Stunden schäfst du nachts? Und hast du das Gefühl, gut und ausreichend zu schlafen? Ich fühle mich mit 5h Schlaf z.B. besser als mit 9h. Grund für Tagesmüdigkeit kann auch sein, dass an der Schlafqualität was net stimmt.
Und wie oft und wie lange tagsüber hast du die Möglichkeit, dich an frischer Luft aufzuhalten? von Auch müde -
Sarah
Rang: Gastam 14.05.2010 13:16:57
Hallo Ihr,
Danke für eure Nachrichten.
Habe eben mein Blutbild erhalten und es wurde ein Eisenmangel festgestellt...Ich werde aber auch den Tip mit dem Wechsel zurück zu Actrapid morgen gleich ausprobieren. ich denke dann wird sich das alles klären :-)
Vielen Dank euch!!
Grüße
Sarah -
thomas2002
Rang: Gastam 16.05.2010 01:38:16
in sachen müdigkeit ist mir gerade auch die schlafapnoe-syndrom eingefallen. eine erste grundsätzliche aussage läßt sich mit einem mobilen gerät testen. idr ist die einstellung der beatmung nach 1-3 nächten erledigt. von thomas2002 -
Katja
Rang: Gastam 16.05.2010 17:05:46
Hallo Sarah,
ich messe als erstes(!) meinen BZ, wenn ich plötzlich müde werde, denn Müdigkeit ist eines der wenigen Unterzuckerungssymptome, die ich noch habe! Aber auch früher schon zeigte Müdigkeit öfters eine Hypo an - vor allem, wenn ich in Vorträgen saß und Sauerstoffmangel oder auch ein langweiliger Vortrag als Ursachen in Frage kamen...
Viele Grüße
Katja -
gfhfzr
Rang: Gastam 16.05.2010 17:39:07
>>Ich bin ... seit 16 Jahren Typ1 Diabetikerin....
Seit ein paar Tagen bin ich ungewöhnlich müde und schläfrig... Heute bin ich den ganzen Tag kaum wach geworden ...<< und was kommt als antwort:
"ich messe als erstes(!) meinen BZ, wenn ich plötzlich müde werde, denn Müdigkeit ist eines der wenigen Unterzuckerungssymptome, die ICH noch habe!" und WER wollte das wissen? sarah hat 16j. dm und du meinst, sie sollte als ERSTES ihren bz messen (für wie dumm hältst du sie?) und dann meinst du, sie hätte den ganzen tag lang uz? toll!! -
Katja
Rang: Gastam 16.05.2010 20:12:39
Hallo 193.200.150.152,
ich halte Sarah überhaupt nicht für dumm, aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß sich selbst nach 35 Jahren Diabetesdauer manche Faktoren von einem Tag auf den anderen ändern können! Bei mir war es die Insulinempfindlichkeit, die plötzlich anfing, in Abhängigkeit vom Zyklus zu schwanken...
Schön für Dich, wenn Dir solcheErfahrungen bislang erspart blieben!
In diesem Sinne
Katja -
erfgrg
Rang: Gastam 16.05.2010 21:12:56
und was bitte hat das jetzt mit dem von dir geschriebenem zu tun? wenn sich bei DIR nach 35j. etwas ändert, muss das bei anderen schon nach 16j. (noch dazu, dass sie eisenmangel hat) sein? und was hat insulinempfindlichkeit mit müdigkeit zu tun? und wenn du sie nicht für dumm hältst, dann erklär doch mal, warum nach deinem "erstes" ein ausrufzeichen steht. aber wer ständig schreibt, dass er jahrzehnte lang seinen bz mit harnzuckerteststreifen UNTER KONTROLLE hatte und "unter kontrolle" "fast jeden Monat eine Phase mit mehreren schweren Hypos" bedeutet, dann muss man nicht mehr wissen... -
Katja
Rang: Gastam 17.05.2010 01:43:06
Hallo 193.200.150.152,
die Phasen mit schweren Hypos traten ERST in den letzten vier(!) Jahren unter CT und Harnzuckerkontrollen auf. Obwohl ich zum Schluß sogar abends den BZ maß, änderte das absolut nichts an den Hypos! Um das gesamte Ausmaß deutlich zu machen: ich hatte in 35 Jahren unter derselben Therapie rund 20 schwere Hypos - und in den letzten vier Jahren plötzlich rund 80!!! Ach ja, allen aufgesuchten Diabetologen fiel rund 15 Jahre lang nur ein, mich sofort umzustellen - bis sie dann meinen HbA1c gemessen hatten und feststellten, daß der relativ gut war. Als ich dann schließlich die Pumpe bekam, fiel in der zugehörigen Schulung KEIN EINZIGES WORT über zyklusbedingten Schwankungen - obwohl das bei mir Pumpenindikation war! Und jetzt frage ich Dich: was hätte mir die Umstellung auf ICT und BZ-Messungen gebracht??? Eine drastische Verschlechterung meiner Einstellung, weil ich unter keinen Umständen bereit gewesen wäre, mindestens(!!!) sechsmal am Tag zu spritzen (dreimal Basal und mind. dreimal Boli)! Mein Problem hätte es aber nicht gelöst. Zum Glück weiß ich inzwischen sehr viel mehr als die allermeisten Diabetologen :-) Und ich habe die schweren Hypos seit mehr als acht Jahren im Griff :-) Das verdanke ich aber keineswegs Diabetologen, sondern meiner guten Beobachtungsgabe und meinen analytischen Fähigkeiten. Denn ich mußte ganz alleine ausknobeln, wie ich meine zyklischen Schwankungen in den Griff bekam - und meinen Diabetologen konnte ich erst vor kurzem von meinem Konzept überzeugen.
Ich habe das Ausrufezeichen hinter erstes gemacht, weil ich das tatsächlich immer als erstes mache, wenn ich müde werde - auch wenn die Nacht davor noch so kurz war.
Katja -
Meinung
Rang: Gastam 17.05.2010 10:35:34
Ich hau mich weg..
wirklich Eisenmangel?
Sarah, das habe ich selbst schon am eigenen Leib erlebt. Ich habe nur noch geschlafen, war zu nichts mehr zu bewegen und mein Eisenstatus war fast im Ar.. also an der untersten Grenze.
Ein niedriger Eisentsatus haut einen wirklich richtig um.
ABER: das kannst du in 2-4 Tagen beheben. Kauf dir bei Schlecker ganz stinknormale Eisentabletten für 1 Maaak 20 oder was die kosten..eine am Tag genügt.
Du müsstest in 4 Tagen putzmunter sein. UND: Ich hatte zu der Zeit lange Zeit Zwischenblutungen.
Die Ernährung: Sehr wenig und kaum Wurst gegessen. Erstaunlicherweise ist in der Wurst mehr Eisen als im Spinat z.B. Hätte ich nie gedacht.
Beides wurde als die Ursache für den extrem abgesunkenen Fe-Status gesehen...
Ich würde vor dem Insulinwechsel erst mal die Eisentabletten nehmen, vielleicht reicht das ja aus. Un guck mal bei Onkel Google, in welchen Lebenmitteln Eien rin it.
Alle Liebe und Gute. von Meinung -
hrbfhrg52z4gh
Rang: Gastam 19.05.2010 05:19:11
tja, anke, ist ja alles schön und gut, was du schreibst (bis auf den blödsinn mit den genannten insulinen), aber das alles hat fast 60 jahre lang keinen interessiert, warum sollte es das jetzt? du möchtest allen immer gern weissmachen, dass es unbemerkte hypos erst seit einführung des humaninsulins gibt, obwohl du inzwischen genau weisst, dass das nicht stimmt. "hypoglycemia unawareness" wurden schon zu zeiten deines geliebten tierischen insulins beschrieben. leider wurden diese erst recht nicht erfasst. da hat man es im computerzeitalter viel einfacher. mit anderen worten: unverträglichkeiten, störungen und andere missliebige dinge hat es seit erfindung des insulins gegeben, nur hatte man 60 jahre lang keine möglichkeit, daran etwas zu ändern (noch dazu die entsprechenden kontroll- und reaktionsmöglich-keiten auch erst 30 jahre existieren). im übrigen ist deine krebstheorie nie bewiesen worden! deshalb nimm weiter schön dein tierinsulin, erfreu dich deines grünfutters und lass uns zufrieden...