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Umstieg von Insulin auf Tabletten...
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Melanie
Rang: Gastam 23.11.2006 11:25:41
ist das möglich?
Bin erst seit 7 Wochen Diabetiker..Tabletten wurden gar nicht versucht bei mir, hatte 330 nüchtern..
Ich hab Angst das meine Eigenproduktion die ich noch habe, wegen dem Insulin irgendwann aufhört..daher möchte ich unbedingt auf Tabeltten umgestellt werden. Ich esse sowieso nur 4 BE pro mahlzeit und spritze nie zusätzlich für andere Sachen.
Ich wurde Typ 1 nur zugeordnet weil die Ärtze finden das Insulin praktischer ist..das serh ich aber anders.
Ich hatte keine Antikörper im Blut und keine Acentonkörper im Urin..war leicht übergewichtig und in meiner Familie gibt es keine weiteren Diabetiker..ich soll so ne Art Mischform sein..
Wer hat den Umstieg von Insulin auf Tabletten gemcht..welche Vorraussetzungen braucht man dafür und geht so ein Umstieg überhaupt?
Vielen Dank für eure Antworten von Melanie -
klausdn
Rang: Gastam 23.11.2006 11:32:58
hallo melani,
nach mm fängst du von hinten an.
1. wenn du lada(sog. mischform) bist, hört die eigenproduktion durch extern gespritztes insulin nicht auf , sondern wird verlängert.
(eine eigenproduktion und wenn sie noch so gering ist, erleichtert die fahrweise mit insulin)
2. je mehr du die bsd ausquetschst(mit tabs) desto eher ist sie erschöpft.
3. "ist" noch ausreichende eigenproduktion da,
und das kann durch zweimal c-peptid messen
(nüchtern/nach glucoseaufnahme) festzustellen.
kann mit tabletten gearbeitet werden(wobei die nebenwirkungen von tabletten nicht venachlässigt werden sollten)
4. -- bevor du überlegungen oder therapiewünsche weiter in erwägung ziehst "muß" eine diagnose
"stehen" , denn der doc - sagt /meint/denkt/ - es
könnte ...... xxxxxxx sein ist "keine" diagnose sondern
raten. und dafür ist die gesundheit zu wichtig !!!
mfg klaus von klausdn -
haschi
Rang: Gastam 23.11.2006 18:03:23
Hallo Melanie,
im Prinzip möglich, wenn diadoc die entsprechende Diagnose stellt und das für dich richtige Medikament verordnet.
Es gibt Diabetiker, die im KH nur aufgrund ihres hohen Blutzuckers mit Insulin "runtergespritzt" werden. Im Grunde aber, wenn sie ihren Lebensstil ändern, genügend Eigeninsulin besitzen und weiterhin auf jegliche Medikamente verzichten können. Andere kommen mit Tabletten klar.
Die alleinigeTablettenbehandlung ist jedoch garnicht sinnvoll, wenn in naher Zukunft mit absolutem Insulinmangel oder einem Versagen der B-Zellen zu rechnen ist.
"Zuckertabletten" haben oft schwere Nebenwirkungen, Insulin in der Regel nur eine: Es kann leichter Unterzuckerungen verursachen. von haschi -
Hans
Rang: Gastam 23.11.2006 20:57:18
Hallo Melanie,
mittlerweile sind ja deine Hilferufe in mehreren Foren zu lesen. "Gibt mir Tabletten, ....."
So ganz verstehe ich das alles nicht und es sieht nach einem grossen psychologischem Problem aus.
Du hast irgendwo gelesen das der Typ 2 Diabetes heilbar ist, besser in den Griff zu bekommen sei, das Unterzuckerungsrisiko kleiner wäre und weil Du dir diese Optionen nicht verbauen willst, hast Du halt Typ 2 oder wünscht dir es und die Ärzte gebe Dir keine Chancen.
Jede Form von Diabetes kann typisiert werden. Dafür macht Der Diabetologe ein paar wenige Tests. Dann weisst Du ob Du 1, 2, 3 usw. bist.
Bringt Dich das weiter?
In puncto deines Tablettenwahns bestimmt, alles Probleme sind dann gelöst, dein Selbstwertgefühl gestärkt, der Glaube gefestigt.
Wie sieht die Realität aus?
Pro Jahr müssen 4 % - 6% aller sicher diagnostizierten Typ 2 Diabetiker auf Insulin umgestellt werden. Pro Jahr kumuliert, d.h. nach 10 Jahren sind es zwischen 40% - 60%. Orale AntiDiabetika haben ihre Grenzen. Die Diagnose wird häufig sehr spät gestellt, Folgeerkrankungen sind dann bereits nachweisbar.
Wie eine Diabetische Erkrankung behandelt werden muss, ist primär eine Sache der Blutzuckerwerte. Ein Typ 1 lässt sich natürlich nicht mit "Zuckertabletten" behandeln, die wären hier völlig wirkungslos und damit lebensgefährdend.
Im Zweifelsfalle hat sich heutzutage die frühzeitige Gabe von Insulin mehr als bewert.
Kein Nachweis von Antikörpern im Blut, das Fehlen einer Ketoazidose sind bestimmt keine eindeutigen Kriterien für einen Typ 2 Diabetes. Die Veranlagung für einen Typ 2 vererbt sich wesentlich häufiger als beim Typ 1.
Grüße von Hans