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Schulung für Partner/Angehörige
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Sasi
Rang: Gastam 30.10.2006 14:21:29
Hallo an alle,
ich hätte da mal eine Frage: gibt es Schulungen für Angehörige von Diabetikern?
Ich habe bei meiner Krankenkasse gefragt, die haben nur für Diabetiker oder Angehörige, wenn die Diabetiker in einer Pflegestufe eingestuft wurden.
Mein Hausarzt macht auch nur für Diabetiker direkt.
Aber ich meine, da gibts doch viel zu wissen auch für mich und an Verhaltensweisen in bestimmten Situationen ist doch ein gewisses Training/eine Einweisung sicher gut und nützlich.
Wo kann man eine solche Schulung machen - weiß das jemand???
Vielen Dank für Eure Hilfe,
Gruß
Sasi
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Susanne
Rang: Gastam 30.10.2006 16:52:04
Hallo!
Eigentlich gibt es nicht so viel für Angehörige zu tun - man kann vielleicht gesund kochen und etwas zum Sport antreiben, aber viel mehr gibt es nicht. Bei Unter- oder Überzuckerungen empfiehlt es sich den Arzt zu rufen, oder man hat ein Glukagonset., dass man auch ohne große Anleitung anwenden kann - ist alles genau beschrieben. Sonst weiß ich auch nciht viel zu lernen - man muss es schons elber machen und ach selber wollen.
Susanne -
Sasi
Rang: Gastam 30.10.2006 17:01:09
Hallo Susanne,
vielen Dank für deine Antwort, ich glaube wir hatten schon im Thread "Unterzucker/Wahres Gesicht" kurz Kontakt?
Mein Problem ist einfach, dass ich seit dem beschriebenen Vorfall extremst unsicher geworden bin. Ich achte schon drauf was ich koche, interessiere mich ja auch für die Krankheit usw.
Aber ich würde sagen, psychisch ist es momentan wahnsinnig schwierig, da ich alles überinterpretiere und es zu dicken Spannungen kommt.
Es würde mir helfen, wenn mir mal ein Arzt das alles erklärt, mir ein bisschen "verhaltensmäßig" (gerade in Notsituationen) auf die Sprünge helfen würde oder so.
So locker ich das alles bisher gesehen hab umso unsicherer bin ich momentan, hab ständig Angst, dass es wieder passiert und ich wieder so hilflos bin.
Naja, dann muss ich wohl wirklich einen "Notfallplan" für mich ausarbeiten und ihn im Fall der Fälle nutzen.
Vielen Dank und viele Grüße
Sasi
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klausdn
Rang: Gastam 30.10.2006 18:06:09
hallo sasi/susanne,
wer eine schulung macht , kann jedenfalls bei uns hier seinen partner/verwandten/freund... mitbringen. ohne irgendwas, wird sogar gerne gesehen.
@sasi wenn du zum doc gehst wird der da kein diabetiker die angst vor hypos noch schüren(ist deren leidenschaft)
wenn der partner in ne hypo rutscht, und noch "da" ist ne cola(normal 0,2/0,33) zum trinken geben(ein hartes wort hilft da oft)
und 1 plättchen tz.
wenn "nicht mehr da" dasnotfall set von novo nordisk nutzen(wie es geht , ist einfach, sollte nur vorher mal "gelesen und verstanden werden")
wer mit dem auto losfährt schaut ja auch vorher - wo ist der lichtschalter/der scheibenwischer...............
ansonsten bitte keine panik, das bringt nix,
genausowenig wie angst.
mfg klaus von klausdn -
Sasi
Rang: Gastam 30.10.2006 20:30:18
Hallo Klaus,
vielen Dank für deine beruhigende Worte. Vielleicht ist das alles noch zu frisch und ich sollte wirklich nicht täglich darauf warten, dass es wieder passiert. Bevor ich überhaupt wusste, wie eine Hypo ablaufen kann hat es mich ja auch nicht geängstigt :-)
Nein, ein Schüren von Angst kann ich wahrlich nicht gebrauchen, da hast du Recht.
Ich werde versuchen die Ruhe zu bewahren und mich nicht allzu doll selbst verrückt zu machen.
Danke euch noch mal für eure Tipps, hier ist wirklich ein tolles Forum, in dem man sich verstanden und gut aufgehoben fühlt, auch wenn man (noch) nicht "Stammposter" ist.
Einen schönen Abend noch und viele Grüße
Sasi -
Hans
Rang: Gastam 31.10.2006 12:27:31
Hallo Sasi,
jedes Krankenhaus mit einer Station für Diabetiker macht Schulungen.
Frage dort nach und Du kannst bestimmt an einer solchen Schulung teilnehmen.
Ich habe bei vielen Schulungen teilgenommen um die Qualität zu erleben.
Ich konnte überall teilnehmen.
Aus dem gewonnenen Material habe ich dann Schulungen konzipert.
Grüße von Hans -
Susanne
Rang: Gastam 31.10.2006 13:22:00
Hallo Sasi!
ja, aus dem Thread kennen wir uns schon. Ich finde, Schulungen bringen jetzt für Angehörige in so fern was, als sie eben beim kochen und Verständnis helfen können - aber wirklich dringend notwendig sind sie nicht.
Wenn Du Angst vor Unterzuckerungen hast, dann begleite Deinen Partner doch mal zum Diabetologen und stell Deine Fragen dem direkt. In vielen Schulungen fehlt auch die Zeit, auf einzelne Fragen so genau einzugehen. Oder geh zu Deinem eigenen Arzt und frag den - und wenn Du weiterhin richtiggehend von der Angst verfolgt wirst, dann lass Dir auch was leichtes zur Beruhigung verschreiben. Dein Partner hatte schließlich über lange Zeit keine Probleme, also kommt die Angst mehr aus Dir als aus einem konkreten Grund. Denk auch mal drüber nach, ob die Angst mit anderen Problemen zu tun hat die es zwischen euch gibt, der Gedanke, jemand könnte sein wahres Gesicht in so einem Ausnahmezustand zeigen ist schon ein Hinweis in die Richtung, dass es entweder zwischen euch oder in Deienr Vergangenheit da etwas gibt. So irre frisch ist das ja nun auch nicht mehr...
Susanne -
Sasi
Rang: Gastam 31.10.2006 19:49:42
@Hans, danke für den Tipp mit dem Krankenhaus, werde ich auf jeden Fall versuchen! Haben die Schulungen dort denn eine andere Qualität als beispielsweise beim Arzt?
@Susanne - deine Vermutung ist vollkommen richtig, in meiner Vergangenheit habe ich oft solche Ausbrüche erleben müssen (allerdings nicht mit dem Diabetes als Hintergrund), dieser Vorfall hat in mir wohl den Gedanken ausgelöst, dass das alles wieder anfängt (obwohl es ja gar nichts mit dieser Person zu tun hatte früher). Ich glaube auch, dass es MEINE persönliche Panik ist, die ich schiebe, einerseits natürlich die Hilflosigkeit "wie kann ich ihm helfen" - andererseits die Angst, das die auch durch therapeutische Hilfe traumatische aber doch bearbeitete Vergangenheit mich wieder einholt.
Ich werde auf jeden Fall mal mit meinem Hausarzt sprechen, der hat ein offenes Ohr dafür, da bin ich sicher und wird mir in irgendeiner Art auf die Sprünge helfen.
Vielen lieben Dank noch mal und einen schönen Abend!
Sasi -
sylvia
Rang: Gastam 31.10.2006 22:46:13
Also, ich war letztens bei einer Schulung, die von meinem Diabetologen war. War erstaunt, wieviele Diabetiker Ihre Partner mithatten. Ich finde es schon sehr wichtig, und auch gut, wenn sich die Partner dafür interessieren, also finde ich es auch gut, dass sie bei den Schulungen dabei sind.
Man ist beruhigter zu wissen, dass sich der Partner im Notfall auch auskennt, und für den Partner gut, zu wissen , was zu tun ist.
Frag doch mal bei deinem Arzt nach!? Woher kommst du?
Gruß Sylvia von sylvia -
thomas2002
Rang: Gastam 01.11.2006 01:44:43
ich hatte jeweils eine schulung im krankenhaus und bei meiner diadocteuse, beides INSULINERschulung.
die schulung meiner diadocteuse dauerte 3*3h, während im kranken haus die schulung 8* 6h dauerte - inklusive einstellung. im kranken haus wurden die themen intensiver angesprochen, und zwischendurch konnte man das team wg fragen auch auf dem flur antreffen. von thomas2002 -
rosatulpe
Rang: Gastam 01.11.2006 12:08:46
Ihr sprecht immer von e i n e r Schulung. Mein Mann geht mit mir in die Pumpengruppe, er geht hin und wieder mit mir zu Pumpentreffen beim Doc, er liest meine Diabetes-Zeitschriften ( meistens vor mir) und stellt dann viele Fragen, er diskutiert mit mir und anderen, er liest das Forum, er geht mit auf Diabetikertage und lässt sich seinen BZ Messen ( obwohl er keinen hat, ) und er surft im Internet. Er freut sich mit mir, wenn es gut läuft und schmiert mir mitten in der Nacht ein Honigbrot, wenn es danebengegangen ist. Er lebt mit mir und interessiert sich für mich und meinen Diabetes, (wie man sich eben in einer gut funktionierenden Partnerschaft für den anderen interessiert) ohne mich zu kontrollieren und zu gängeln. Da fühle ich mich ganz gut aufgehoben.rosatulpe -
Keks
Rang: Gastam 13.11.2006 13:28:26
hallo!
ich war mit meinem freund auch zusammen auf einer schulung. er hat typ 1. und ich finde es als partner schon wichtig, dass man da auch mit einbezogen wird.
auch, wenn ich eh nicht viel tun kann....die schulung gibt eine gewisse sicherheit. nicht nur mir, sondern auch meinem partner. er weiß, dass ich bescheid weiß. und er kann sich auf mich verlassen, weil er weiß, dass ich durch die schulung einiges an sicherheit dazugewonnen habe.
außerdem gibt es als diabetiker sehr viel, was zu beachten ist. manches vergisst man auch einfach wieder, weil es sehr viel auf einmal ist, was einem in der schulung erzählt wird. daran erinnere ich mich aber dann. so kann man sich auch schön ergänzen.
fazit: für mich als partnerin ist es sehr wichtig informiert zu sein, meinem partner zu zeigen, dass ich da bin und ihm helfe, wo ich eben kann. dass es mich einfach interessiert.
sowas ist doch auch schön für den betroffenen, oder?
da ist jemand, der versteht einem und hilft, wenn´s mal sein muss. kann vielleicht anregungen geben, wo man selbst einiges vergessen hat...
oder?
lg, Keks