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"Erhobener Zeigefinger ????" WARUM???

  • Sandra

    Rang: Gast
    am 16.08.2006 17:00:15
    ....mir ist aufgefallen, dass hier oft mit "erhobenem Zeigefinger" geantwortet wird.... dabei ist das doch gerade das, was wir nicht brauchen, was wir sowieso tägl. erleben, nichts anderes. Wir sind doch schließlich selbst schuld, können uns nicht beherrschen, sagt man, selbst Ärzte und Diabetesberaterinnen in den Schulungen geben das munter von sich. Klappt die Einstellung nicht, sind wieder nur wir schuld, überhaupt kann ich das Wort nicht mehr hören....
    warum also hier, unter Betroffenen das auch? Vor allem die 2 er werden so "angemacht"...... SCHADE! Für mich nur traurig. von Sandra
  • Ira

    Rang: Gast
    am 16.08.2006 17:24:11
    jaaaaa, jaaa, ich kanns auch nicht mehr hören, auch ich werde immer schief angeschaut beim Arzt, wenn da ein Wert außerhalb der Norm ist. Da sag ich dann immer: "ich bin ja keine Maschine, sondern ein Mensch mit Hormonschwankungen und unterschiedlichen Bewegungsabläufen, mal mehr, mal weniger. Das alles beeinflusst den BZ und wenns nicht so wäre, wäre er schon lange arbeitslos!!!!! Nein, mal ehrlich, BZ-Schwankungen wird es immer geben bei mir, schon von klein auf war ich ein Problemfall und keiner der oberschlauen Ärzte stieg je dahinter. Verhielt ich mich ordentlich + streng nach Vorschrift, waren die Werte ne Katastrophe. Hab ich mal gesündigt, was man an einer Hand abzählen konnte, waren die BZ-Werte wie beim Gesunden. Mein Gott, was hab ich alles mitgemacht. Ich durfte über Jahre (ca. 20, stellt euch das mal vor!!!) kein Fett essen (Butter war ganz tabu), ich war deshalb auch spargeldünn + untergewichtig, was die Ärzte natürlich auch bemängelten - und der Azeton im Urin wurde trotzdem nicht besser! Schon mal was von "Hungerazeton" gehört? Das haben alle, auch gesunde beim Fasten, Abnehmen usw. und ist ungesunde Übersäuerung im Körper. Aber anstatt dessen wurde ich beschuldigt, heimlich Süßigkeiten zu essen.
    Schlechte BZ-Werte über 1 - 3 Stunden bringen dich nicht um, sonst wäre ich schon lange tot. Die Folgeschäden bekommt man, wenn man wirklich über einen langen Zeitraum einen schlechten BZ-Wert hat. Die Menge machts, wie bei allem. Der Körper ansich ist Gott-sei-Dank sehr zäh. Also, nicht aufgeben, sondern das Beste daraus machen. Den Ärzten und Menschen die sagen: "selber schuld" wünsche ich mal für 1 Monat insulinpflichtigen Diabetes (volles Programm, also!) mit BZ-Messen, BE-Kalkulationen etc. - Wetten, sie würden nie wieder ihren Schnabel so weit aufreißen?
    von Ira
  • Zuckermeier

    Rang: Gast
    am 17.08.2006 10:14:59
    Hallo!

    Wenn hier schon kritisiert wird, dann muß ich auch noch meinen Senf dazugeben...

    Es ist wohl eine verbreitete Meinung, daß sich die 2er ihren Diabetes angefressen haben und so kann man immer mal wieder lesen, daß man Diabetes bekommen muß, weil man sich angeblich falsch ernährt hat. Diese Schlaumeier übersehen aber, daß am Anfang Insulinresistenz und Hyperisnulinämie stehen, die dann zum Übergewicht führen. Sie übersehen auch, daß nicht alle dicken Menschen Diabetiker sind und es auch nie werden.

    Das geht dann so weit, daß es unter uns einige 1er gibt, die behaupten, sie hätten den "richtigen" Diabetes für den sie nichts können und die 2er haben eben selbst Schuld.

    Aber den erhobenen Zeigefinger liest man auch schon, wenn jemand mal einen erhöhten Wert gemessen hat oder wenn er hin und wieder Unterzuckerungssymptome bekommt. Besonders ärgerlich finde ich es, wenn dann Menschen mit einmaligen patologischen Werten sofort zu Diabetikern abgestempelt werden. Hier sollte man auch bedenken, welcher psychische Druck mit solchen unqualifizierten Aussagen ausgeübt wird. Immerhin wird so mitgeteilt, daß jemand an einer schweren Systemerkrankung leidet!

    Dann gibt es auch immer wieder diese Empfehlungen mit den dummen Bemerkungen, daß man gefälligst dem Arzt sagen soll, wie er zu therapieren hat.

    Was mich dann aber immer ganz fürchterlich aufregt ist, wenn jemand eine Frage stellt und diese dann mit der Gegenfrage, ob man denn an keiner Schulung teilgenommen hat, beantwortet wird. Solche Antworten machen jedes Forum überflüssig!

    Die Frage nach dem "Warum" läßt sich hier nur spekulativ beantworten. Wahrscheinlich steht im Hintergrund die Frage "Warum gerade ich", die dann Reaktionen auslöst wie z.B. "Wenn ich, dann sollen gefälligst auch andere..."


    Viele Grüße
    Zuckermeier

  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 17.08.2006 12:02:43
    hallo zuckermeier,

    wenn ich sehe, daß eine verdopplung der dosis keine wirkung zeigt, die trieglyzeride trotzallem im 1000-bereich bleiben, erlaube ich mir meinen arzt darauf hinzuweisen, daß das bezafibrat mal durch insulin substituiert werden sollte. denn merke: ein entgleister kohlehydratstoffwechsel hat seinen einfluß auf den fettstofwechsel. das ist erforscht und beschrieben worden.

    und ich erlaube mir bei mangelnder compliance den arzt zu wechseln. es gibt keine götter!! von thomas2002
  • Zuckermeier

    Rang: Gast
    am 17.08.2006 15:55:15
    Hallo Thomas!

    Du gehörst zu einer kleinen Minderheit, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt und das ist auch richtig so! Ist ja auch mal ein interessanter Aspekt, den Ärtzen mangelnde Compliance vorzuwerfen. Darüber sollten viel mehr Patienten ernsthaft nachdenken.


    Viele Grüße
    Zuckermeier
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 17.08.2006 16:13:26
    hallo thomas u. zuckermeier,
    im grunde meint ihr beide das gleiche, nur ihr schaut von der jeweils anderen seite auf das problem.
    ich denke ihr kennt die gausscheglockenkurve.
    1. die ärzte :
    von o---> die ganz miesen --> die mittleren--> die guten. soll heißen : es gibt von jeder sorte welche die meisten sind ( 3-4) ;-)). durcxhschnitt.
    2. die patienten :
    von 0--->die garnichts tun--> die mittleren--> die engagierten. die meisten ? durchschnit.
    auf dm bezogen wer was will sucht die guten docs
    das sind auch die engagierten.
    die masse fordert die docs nicht, damit die mehr tun, ev. aus bequemlichkeit ?.
    leider oft gerade bei dm mit bescheidenen folgen, und selbst dann fallen viele ins jammern statt sich zusammenzureißen und dann gerade was zu tun.
    daher ist verniedlichen "ungesünder" als wahrheiten sagen, damit auch unbequemer.
    -- sory , das hat jetzt nichts mit der og frage zu tun,
    denn der "gute" ??? rat der docs abnehmen mag ja nicht böse gemeint sein, das problem :
    sie wissen nicht wie !! genau deshalb stehen so viele 2er im regen ;-((
    nur ! 1er nehmen genauso zu, und genauso schwer ab.
    mfg klaus von klausdn
  • Sonja

    Rang: Gast
    am 27.08.2006 13:27:53
    Hallo Ira,

    als ich Deinen Eintrag las, fiel mir gleich ein Spruch ein, den ich vor einigen Jahren mal gelesen habe (Buchstaben mitlesen-grins):
    * * * * * * * * * * * * * * * *
    "Was bringt den Doctor um sein Brot?
    A - die Gesundheit
    B - der Tod.

    Drum hält er uns, auf dass er lebe
    zwischen beiden in der Schwebe."

    * * * * * * * * * * * * * * * *
    (von Eugen Roth)


    Liebe Grüße,
    Sonja