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Blutspende?
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Marnie Missal
Rang: Gastam 03.08.2006 13:10:28
Hallo, ich, Typ 1, würde gerne Blutspenden. Mir wurde immer gesagt, das ginge nicht. Stimmt das? Warum eigentlich nicht?
Danke & Gruß -
Ulrich
Rang: Gastam 03.08.2006 16:40:34
Das ist vollkommen richtig.
Von der Blutspende ausgenommen sind alle Personen, die einer Stoffwechselstörung unterliegen.
Selbiges gilt übrigens für das Blutplasma.
Grüße
Ulrich -
klausdn
Rang: Gastam 03.08.2006 16:46:55
hallo,
die frage war eigentlich "warum", und ich habe sie bei onmeda dem forendoc gestellt, und kann sagen daß die antwort "sehr" verschwommen kam !!
da wurde mit brüchigen adern usw gefaselt.
dabei spende ich alle drei monate zur kontrolle zwischen 60-120 ml, und da fragt keiner nach den adern.(hba1c/trigl/chol/blutbild......)
da gut bz fahrende dmler "normales" blut haben vermute ich als grund die in dekaden arbeitende denkweise von docs ;-))
die haben ja auch dmlern 50 jahre lang den zucker verboten, ohne zu bemerken daß "alle" stärkeprodukte brot/kartoffeln/reis/........ auch zucker sind.
- - organspenden dürfen dm ler, !!! es gibt nämlich weniger organe als blut ! ein schelm wer böses dabei denkt.
mfg klaus von klausdn -
Ulrich
Rang: Gastam 04.08.2006 00:28:14
Ich geb Dir Recht, dass das vermutlich historisch bedingt ist, dass Diabetiker kein Blut spenden dürfen, ich hab mich da auch mal aufgeregt als Jugendlicher.
Besonders beim Blutplasma gibt es da eigentlich keinen Grund dafür.
Andererseits stimmt Deine Aussage nicht ganz was die normalen Blutwerte angeht. Selbst wenn Du ein HbA1c von 6 hast und somit eine gut eingestellten Diabetes, unterscheidet sich hier Dein Blut von Nichtdiabetikern, die wesentlich weniger Ablagerungen am Hämoglobin haben.
In der Tat ist solches Blut im Zweifelsfall noch besser als kein Blut, aber nachdem die Auswirkungen hier nicht wissenschaftlihch erforscht sind macht das durchaus Sinn die Sperre aufrecht zu erhalten.
Grüße von Ulrich -
mämchen
Rang: Gastam 04.08.2006 00:36:50
Nach 15 mal Blutspenden bekam ich während meiner Schwangerschaft DM
Typ 1. Etwa 1 Jahr nach der Entbindung wollte ich wieder spenden und wurde nach ausfüllen des Fragebogens direkt wieder nach Hause geschickt. Anschließend erhielt ich diesen Brief von Blutspendedienst Hessen des DRK, über den ich bis heute nicht drüber weggekommen bin:
29.12.1987
Sehr geehrte...,
zu unserem großen Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, daß Sie aufgrund Ihrer Erkrankung und Medikation nicht mehr Blut spenden können.
Sicherlich werden Sie dafür Verständnis aufbringen, daß wir laut unseren Richtlinien" so verfahren müssen.
Wir bitten Sie daher, zukünftig vom Besuch unserer Blutspendetermine abzusehen und bitten Sie gleichzeitig um Zusendung Ihres Unfallhilfe- un Blutspenderpasses, damit wir einen sntsprechenden Vermerk vornehmen können. Einen Freiumschlag fügen wir bei.
An dieser Stelle möchten wir es nicht versäumen, uns auf das herzlichste für die von Ihnen geleisteten Blutspenden - auch im Namen unserer schwerkranken Patienten - zu bedanken.
MfG
-Unterschrift-
Ich hab mich sehr geärgert - hab ich Pest oder was??? - und den Ausweis zurückgeschickt. Ob ich ihn wieder bekommen habe, weiß ich gar nicht mehr, aber er wäre ja vielleicht hilfreich gewesen wenn ich einen Unfall gehabt hätte, und ich hab nichts derartiges mehr im Geldbeutel.
Also, probiers lieber erst gar nicht!
Liebe Grüße
mämchen
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klausdn
Rang: Gastam 04.08.2006 01:10:49
hallo an alle,
ich werde nicht um die blutspenderei kämpfen.
a b e r !
wenn ich keinen dm hätte, und auf eine blutspende angewiesen wäre, und die wahl hätte.
würde ich das blut eines dmlers mit guter bz einstellung, jahrelanger vierteljährlicher blutkontrolle,
lieber nehmen als irgendein blut, bei dem ich noch unterschreiben muß(vorher) daß ich weiß daß ich hinterher zusätzlich hepatites haben kann.
denn wer ist besser untersucht als wir ??
mfg klaus von klausdn -
rosatulpe
Rang: Gastam 04.08.2006 13:33:11
Hallo an alle, Ich reiss mich nicht um Blutspenden. Meine Gefässe /Venen sind durch jahrelanges Blutabnehmen strapaziert genug, sie werden auch nicht jünger und elastischer und jedes zusätzliche Stechen belastet und macht sie für eine eventuelle !! Nierenersatztherapie unbrauchbar. Mein Diadoc, ein Nephrologe ist der Meinung und spricht aus jahrelanger Erfahrung, dass diese Gefässe sorgfältig behandelt und geschont werden sollten, er hätte genug Diabetes-Dialysepatienten, wo nichts mehr geht mit den Arm-Venen.
von rosatulpe -
Lovely
Rang: Gastam 06.08.2006 15:39:09
Hallo an alle Fragenden.
Es ist vollkommen korrekt, dass insbesondere Typ 1 Diabetiker, aber auch Typ 2-er NICHT blutspenden dürfen, geschweige denn zur Knochenmarkspende!!!
Die Begründung ist ganz simpel:
Bei Typ 1 handelt es sich um eine Autoimmunaggression, eine Fehlsteuerung im Körper, der eigene Organe zerstört. Der vorhandene "Befehl", nämlich die Langerhandschen Inseln zu zerstören, würde bei einer Bluttransfusion oder Knochenmarkspende automatisch auf den Empfänger übergehen. Das kann man keinesfalls akzeptieren, also werden alle Diabetiker, alle Krebspatienten, und sonstige Menschen mit ähnlichen Leider davon ausgeschlossen.
Auch bei Typ 2 würde der "Befehl" des Körpers "Insulin? Kenne ich nicht!", sprich: die Resistenz, auf den Empfänger übergehen.
Ich selbst könnte es niemals verantworten, durch eine Blutspende einen anderen Menschen mehr krank als gesund zu machen. Selbst wenn es nicht passieren würde, ist das Risiko einfach zu groß. von Lovely -
davey
Rang: Gastam 28.07.2010 00:57:31
Immunologisch gibt es hierbei keine wirklichen Bedenken. Es ist richtig, dass es diese Auto-Antikörper gibt, ja! Aber, diese richten sich spezifisch gegen körpereigene Beta-Zellen (auto=selbst) und werden im Zielorganismus unbrauchbar und binnen kürzester Zeit vom Immunsystem des zu behandelnden Patienten zusätzlich neutralisiert!
Eine Übertragung einer Autoimmunerkrankung ist auf diesem Wege (einmal abgesehen von eineiigen Zwillingen) unwahrscheinlicher, als die Wahrscheinlichkeit, mit Hepathitis-Erregern kontaminiertes Transfundat zu erhalten!