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Unterzuckerung bei Nicht-Diabetikern
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Nina
Rang: Gastam 30.05.2006 14:28:33
Hallo,
ich selbst habe seit 5 Jahren Typ2-Diabetes und habe jetzt eine Frage an euch: Ich habe in dem Film "A beautiful mind" gesehen, dass bei psychisch kranken Patienten früher durch injiziertes Insulin Unterzuckerungen herbeigeführt wurden.
Angesehen davon, dass das eine schreckliche Methode ist, stelle ich mir die Frage, wie das möglich ist: ich dachte, bei Nichtdiabetikern würde sofort Glukagon ausgeschüttet, um den Zuckerspiegel zu normalisieren.
Vielleicht könnt ihr mir ja sagen, wie das möglich ist.
Danke, Gruß Nina -
Diawolf
Rang: Gastam 30.05.2006 14:58:49
Hallo, Regelvorgänge benötigen eine gewisse Zeit, je nachdem um was es sich handelt. Desweiteren ist entscheidend, wie groß die Dosis ist -größere Dosen können nicht einfach so in angemessener Zeit vom Körper kompensiert werden, darauf ist er natürlicherweise einfach nicht ausgelegt -wozu auch?
M.f.G. von Diawolf -
klausdn
Rang: Gastam 30.05.2006 15:42:54
hallo an alle,
was in filmen und fernsehen gezeigt wird , hat mit der wirklichkei nichts aber auch garnichts zu tun.
-es ist unterhaltung weiter nichts-
daher ja auch in der ard in so einer komischen serie,
leider konnte dem menschen mit hypo nicht geholfen werden, es war kein insulin zur hand ???????
das ist schwachsinn hoch drei, diabetes teens hat einen beschwerdebrief an die ard geschrieben,
die antwort war genauso schlimm.
tatsache ist : untergewichtigen kindern wurde versuchsweise insulin gespritzt. aber nicht um zu quälen sondern um den appetit anzuregen.
(masthormon !)
mfg klaus von klausdn -
Hans
Rang: Gastam 30.05.2006 21:42:34
A Beautiful Mind ist die Biographie des heute noch lebenden Mathematikgenies John Nash, der sich durch jahrelange Schizophrenie und Paranoia kämpfen musste, um dann letztendlich einen Nobelpreis erhielt.
Der Film wurde für 8 Oscars nominiert und hat 4 Oscars erhalten.
Die dort geschilderte Insulinschocktherapie und die Elektroschocktherapie waren in den Jahren 1930 - 1941 in vielen Kliniken eine durchaus gebräuchliche Therapieform bei Schizophrenie und Paranoia. Die Patienten erhielten ca. 400 IE Insulin und wurden nach einigen Minuten mit Hilfe von Glucoselösung wieder aus dem Schock ins Bewusstsein geholt. Man hoffte mit dieser Methode auf eine quasi "Neuinitialisierung" des Gehirns und damit auf eine Heilung der Erkrankungen.
Zum zweiten Teil der Frage von Nina. Bei einer Unterzuckerung tritt natürlich sofort eine Gegenregulation ein und zeitlich etwas verschoben, wird aus gespeichertem Fett Kohlenhydrate gewonnen.
Diese Prozesse dauern natürlich gewisse Zeit und die Speichervorräte in der Leben betragen rund 2 BE´s. Das Gehirn reagiert äusserst sensibel auf ein Defizit an Energie (Glucose).
Steht diese Energie nicht zur Verfügung kann es zu Entmarkungsprozessen der Zellstruktur des Gehirns kommen. In selbstmörderischer Absicht haben Menschen ca. 1000 IE gespritzt. Je nach Zeit bis zum Auffinden hat das funktioniert oder sie wurden gerettet. Die Bundeswehrärztin Chirstina Bauer ist noch 2 Jahren Koma gestorben.
Grüsse von Hans