Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Kosteneffizienz durch Mehrfach-Verwendung !?
-
Thommy
Rang: Gastam 27.03.2006 14:09:10
Hallo ihr Lieben,
das die Kosten für die Pumpentherapie gegenüber der CT oder ICT höher sind, steht wohl ausser Frage.
Wäre es doch gut, man könne die Reservoire zum Selberfüllen 2 Mal benutzen. Somit würde der Verbrauch dann schon um 50% gesenkt werden. ( Aber ist das denn auch materialtechnisch und gesundheitlich vertretbar ?)
Wenn das machbar ist, sollte man dann nicht auf Fertigampullen verzichten?
Sollte dann nicht jeder Hersteller verpflichtet sein, Kathetersets herzustellen, die so konzipiert sind ( wie bei Roche ), dass sie aus 2 Bauteilen bestehen. Aus der Kanüle und dem Katheterschlauch. Und man nur noch die Kanüle wechseln muss? ( Aber wielange hält wohl der Katheterschlauch, 2 Tage oder eine Woche? )
Sollten wir dann nicht aus Kostengründen nur noch über den Versand unsere Verbrauchsmittel bestellen? ( Apotheken sind für Medikamente da, Versand für das Zubehör )
Wird es bald auswaschbare Teststreifen geben, die man dann auch 2 Mal nutzen kann? Oder kommt das fiktive Messgerät das verletzungsfrei arbeitet?
Würde mich interessieren, was Ihr so denkt. Denn für uns ist die Pumpentherapie wohl das Beste, und sollten wir nicht auch alles uns Mögliche tun, um diese Therapieform zu halten und zu erhalten?
Lg
Thommy
-
Heiko
Rang: Gastam 27.03.2006 19:19:46
>>Wäre es doch gut, man könne die Reservoire zum Selberfüllen 2 Mal benutzen. Somit würde der Verbrauch dann schon um 50% gesenkt werden. <<
Insulin hat ja an sich eine antiseptische Wirkung. Allerdings bin ich bei der zweifachen Verwendung der Ampullen skeptisch. Der Kolben ist zum Beispiel mit einem Gleitmittel beschichtet, damit er nicht hängen bleibt (und die Pumpe "Verstopfung" meldet). Daher soll man den Kolben ja auch vor dem Befüllen zwei Mal hoch und runter bewegen.
Außerdem müsstest du dann die Aufziehnadel auch zwei Mal benutzen. Ich weiß nicht, ob die Insulinspuren darin nicht relativ schnell verderben und das frische Insulin leicht daran Schaden nehmen kann. Das wäre aber meine erste Befürchtung.
Ergo: Machbar mit Sicherheit. Wie groß das Risiko für eine Fehlfunktion oder Verunreinigung des Insulins ist, weiß ich nicht. Ich meinerseits möchte diesen Unsicherheitsfaktor lieber ausschließen, egal wie klein er ist.
>>Wenn das machbar ist, sollte man dann nicht auf Fertigampullen verzichten?<<
Was, wenn du jedes Mal eine neue Aufzieh-Ampulle nimmst? In dem Fall müsste die Fertigampulle eigentlich günstiger sein, oder?
>>Sollte dann nicht jeder Hersteller verpflichtet sein, Kathetersets herzustellen, die so konzipiert sind ( wie bei Roche ), dass sie aus 2 Bauteilen bestehen. Aus der Kanüle und dem Katheterschlauch. Und man nur noch die Kanüle wechseln muss? ( Aber wielange hält wohl der Katheterschlauch, 2 Tage oder eine Woche? )<<
Ich schätze, dass die zweiteiligen Sets durch die Kupplung deutlich mehr kosten, als die einteiligen. Da müsstest du dir ggf. einfach mal die Preise besorgen und das Ganze durchrechnen.
Aber die zweiteiligen Sets haben einen großen Vorteil: Die Kupplung. Ich kann mir nicht vorstellen, mit der ganzen Pumpe z.B. unter die Dusche zu stehen.
Den Schlauch sollte man alle 4-6 Tage wechseln. Na ja, bei vielen dürfte das etwa eine Ampulle sein. Ich finde es praktisch, beides auf einmal zu wechseln. Zumal es ja auch wiederum heißt, dass man eigentlich beim Ampullenwechseln den Schlauch (bzw. das ganze Set) auch wechseln sollte. Allerdings wechsle ich den Katheter beim Ampullenwesel auch nicht, sofern seine Zeit noch nicht "abgelaufen" ist. Aber den Schlauch länger als nur einen Katheter lang dran zu lassen hat auch den Vorteil, dass man weniger Insulin verschwendet (zum Befüllen des Schlauchs.
>>Sollten wir dann nicht aus Kostengründen nur noch über den Versand unsere Verbrauchsmittel bestellen?<<
Aus Kostengründen ja. Allerdings plagt mich dann aber immer wieder das Gewissen, da meine Apotheke mir sonst immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem komme ich aus einer Handwerkerfamilie, die den Run zum Großmarkt und Versandhandel auch schwer zu spüren bekommt. Daher "unterstütze" ich eigentlich ganz gerne auch mal meine Apotheke um die Ecke. Allerdings plagt mich dann wieder das Gewissen, weil mit dem meist günstigeren Versandhandel die Beitragszahler entlasten könnte. Ein echtes Dilemma.
>>Wird es bald auswaschbare Teststreifen geben, die man dann auch 2 Mal nutzen kann?<<
Das glaube ich nicht. Ich nehme an, dass die Elektroden so empfindlich sind, dass man nach einer Reinigung unmöglich noch von einer BlutzuckerMESSUNG reden könnte. Aber mit optische Messstäbchen kann man in der Mitte auseinander scheiden und per Augenmaß mit den Farben auf der Dose vergleichen. Das ist dann allerdings nicht ganz so genau wie die Messung mit den Elektoden-Messgeräten.
>>Oder kommt das fiktive Messgerät das verletzungsfrei arbeitet?<<
Wir warten seit zig Jahren und ich fühle mich nach etlichen Erfolgsmeldungen langsam vereppelt. Nach dem, was ich heute weiß, kann ich mir kaum vorstellen, dass ein solches System über die Hautoberfläche zuverlässig funktionieren kann.
Derzeit gibt es auch keine (ernstzunehmende) Firma mehr, die in absehbarer Zeit ein solches Gerät verspricht. Die lang erwartete "Pendra-Uhr" wurde ja mittlerweile eingestampft. Ich bin aber mal gespannt, wie die 24-Stunden Geräte sich bewähren. Da hast du dann einen Sensor in der Haut (gleicht einem Stahl-Katheter), der bis zu drei Tage lang liegen kann. Nur wäre der Sensor mit ca. 80 Euro noch teurer als die Teststreifen - die Krankenkassen werden dieses Gerat aus dem Grund wohl auch gar nicht erst übernehmen.
von Heiko -
Heiko
Rang: Gastam 27.03.2006 19:19:46
>>Wäre es doch gut, man könne die Reservoire zum Selberfüllen 2 Mal benutzen. Somit würde der Verbrauch dann schon um 50% gesenkt werden.<<
Insulin hat ja an sich eine antiseptische Wirkung. Allerdings bin ich bei der zweifachen Verwendung der Ampullen skeptisch. Der Kolben ist zum Beispiel mit einem Gleitmittel beschichtet, damit er nicht hängen bleibt (und die Pumpe "Verstopfung" meldet). Daher soll man den Kolben ja auch vor dem Befüllen zwei Mal hoch und runter bewegen.
Außerdem müsstest du dann die Aufziehnadel auch zwei Mal benutzen. Ich weiß nicht, ob die Insulinspuren darin nicht relativ schnell verderben und das frische Insulin leicht daran Schaden nehmen kann. Das wäre aber meine erste Befürchtung.
Ergo: Machbar mit Sicherheit. Wie groß das Risiko für eine Fehlfunktion oder Verunreinigung des Insulins ist, weiß ich nicht. Ich meinerseits möchte diesen Unsicherheitsfaktor lieber ausschließen, egal wie klein er ist.
>>Wenn das machbar ist, sollte man dann nicht auf Fertigampullen verzichten?<<
Was, wenn du jedes Mal eine neue Aufzieh-Ampulle nimmst? In dem Fall müsste die Fertigampulle eigentlich günstiger sein, oder?
>>Sollte dann nicht jeder Hersteller verpflichtet sein, Kathetersets herzustellen, die so konzipiert sind ( wie bei Roche ), dass sie aus 2 Bauteilen bestehen. Aus der Kanüle und dem Katheterschlauch. Und man nur noch die Kanüle wechseln muss? ( Aber wielange hält wohl der Katheterschlauch, 2 Tage oder eine Woche? )<<
Ich schätze, dass die zweiteiligen Sets durch die Kupplung deutlich mehr kosten, als die einteiligen. Da müsstest du dir ggf. einfach mal die Preise besorgen und das Ganze durchrechnen.
Aber die zweiteiligen Sets haben einen großen Vorteil: Die Kupplung. Ich kann mir nicht vorstellen, mit der ganzen Pumpe z.B. unter die Dusche zu stehen.
Den Schlauch sollte man alle 4-6 Tage wechseln. Na ja, bei vielen dürfte das etwa eine Ampulle sein. Ich finde es praktisch, beides auf einmal zu wechseln. Zumal es ja auch wiederum heißt, dass man eigentlich beim Ampullenwechseln den Schlauch (bzw. das ganze Set) auch wechseln sollte. Allerdings wechsle ich den Katheter beim Ampullenwesel auch nicht, sofern seine Zeit noch nicht "abgelaufen" ist. Aber den Schlauch länger als nur einen Katheter lang dran zu lassen hat auch den Vorteil, dass man weniger Insulin verschwendet (zum Befüllen des Schlauchs.
>>Sollten wir dann nicht aus Kostengründen nur noch über den Versand unsere Verbrauchsmittel bestellen?<<
Aus Kostengründen ja. Allerdings plagt mich dann aber immer wieder das Gewissen, da meine Apotheke mir sonst immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem komme ich aus einer Handwerkerfamilie, die den Run zum Großmarkt und Versandhandel auch schwer zu spüren bekommt. Daher "unterstütze" ich eigentlich ganz gerne auch mal meine Apotheke um die Ecke. Allerdings plagt mich dann wieder das Gewissen, weil mit dem meist günstigeren Versandhandel die Beitragszahler entlasten könnte. Ein echtes Dilemma.
>>Wird es bald auswaschbare Teststreifen geben, die man dann auch 2 Mal nutzen kann?<<
Das glaube ich nicht. Ich nehme an, dass die Elektroden so empfindlich sind, dass man nach einer Reinigung unmöglich noch von einer BlutzuckerMESSUNG reden könnte. Aber mit optische Messstäbchen kann man in der Mitte auseinander scheiden und per Augenmaß mit den Farben auf der Dose vergleichen. Das ist dann allerdings nicht ganz so genau wie die Messung mit den Elektoden-Messgeräten.
>>Oder kommt das fiktive Messgerät das verletzungsfrei arbeitet?<<
Wir warten seit zig Jahren und ich fühle mich nach etlichen Erfolgsmeldungen langsam vereppelt. Nach dem, was ich heute weiß, kann ich mir kaum vorstellen, dass ein solches System über die Hautoberfläche zuverlässig funktionieren kann.
Derzeit gibt es auch keine (ernstzunehmende) Firma mehr, die in absehbarer Zeit ein solches Gerät verspricht. Die lang erwartete "Pendra-Uhr" wurde ja mittlerweile eingestampft. Ich bin aber mal gespannt, wie die 24-Stunden Geräte sich bewähren. Da hast du dann einen Sensor in der Haut (gleicht einem Stahl-Katheter), der bis zu drei Tage lang liegen kann. Nur wäre der Sensor mit ca. 80 Euro noch teurer als die Teststreifen - die Krankenkassen werden dieses Gerat aus dem Grund wohl auch gar nicht erst übernehmen.
von Heiko -
Heiko
Rang: Gastam 27.03.2006 19:58:39
Ups...
Entschuldigt bitte. Keine Ahnung, was heute los ist. Aber zum einen wurde die Hälfte meiner Antwort komplett verschluckt, und zum anderen völlig unleserlich zusammengepresst. Und das gleich zwei mal. Seid mir nicht böse, wenn ich es noch ein weiteres Mal ohne Anführungszeichen probiere. Es ist bestimmt nicht meine Absicht, den Thread zuzuspammen!
1. Wäre es doch gut, man könne die Reservoire zum Selberfüllen 2 Mal benutzen. Somit würde der Verbrauch dann schon um 50% gesenkt werden.
Insulin hat ja an sich eine antiseptische Wirkung. Allerdings bin ich bei der zweifachen Verwendung der Ampullen skeptisch. Der Kolben ist zum Beispiel mit einem Gleitmittel beschichtet, damit er nicht hängen bleibt (und die Pumpe "Verstopfung" meldet). Daher soll man den Kolben ja auch vor dem Befüllen zwei Mal hoch und runter bewegen.
Außerdem müsstest du dann die Aufziehnadel auch zwei Mal benutzen. Ich weiß nicht, ob die Insulinspuren darin nicht relativ schnell verderben und das frische Insulin leicht daran Schaden nehmen kann. Das wäre aber meine erste Befürchtung.
Ergo: Machbar mit Sicherheit. Wie groß das Risiko für eine Fehlfunktion oder Verunreinigung des Insulins ist, weiß ich nicht. Ich meinerseits möchte diesen Unsicherheitsfaktor lieber ausschließen, egal wie klein er ist.
2. Wenn das machbar ist, sollte man dann nicht auf Fertigampullen verzichten?
Was, wenn du jedes Mal eine neue Aufzieh-Ampulle nimmst? In dem Fall müsste die Fertigampulle eigentlich günstiger sein, oder?
3. Sollte dann nicht jeder Hersteller verpflichtet sein, Kathetersets herzustellen, die so konzipiert sind ( wie bei Roche ), dass sie aus 2 Bauteilen bestehen. Aus der Kanüle und dem Katheterschlauch. Und man nur noch die Kanüle wechseln muss? ( Aber wielange hält wohl der Katheterschlauch, 2 Tage oder eine Woche? )
Ich schätze, dass die zweiteiligen Sets durch die Kupplung deutlich mehr kosten, als die einteiligen. Da müsstest du dir ggf. einfach mal die Preise besorgen und das Ganze durchrechnen.
Aber die zweiteiligen Sets haben einen großen Vorteil: Die Kupplung. Ich kann mir nicht vorstellen, mit der ganzen Pumpe z.B. unter die Dusche zu stehen.
Den Schlauch sollte man alle 4-6 Tage wechseln. Na ja, bei vielen dürfte das etwa eine Ampulle sein. Ich finde es praktisch, beides auf einmal zu wechseln. Zumal es ja auch wiederum heißt, dass man eigentlich beim Ampullenwechseln den Schlauch (bzw. das ganze Set) auch wechseln sollte. Allerdings wechsle ich den Katheter beim Ampullenwesel auch nicht, sofern seine Zeit noch nicht "abgelaufen" ist. Aber den Schlauch länger als nur einen Katheter lang dran zu lassen hat auch den Vorteil, dass man weniger Insulin verschwendet (zum Befüllen des Schlauchs.
4. Sollten wir dann nicht aus Kostengründen nur noch über den Versand unsere Verbrauchsmittel bestellen?
Aus Kostengründen ja. Allerdings plagt mich dann aber immer wieder das Gewissen, da meine Apotheke mir sonst immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Außerdem komme ich aus einer Handwerkerfamilie, die den Run zum Großmarkt und Versandhandel auch schwer zu spüren bekommt. Daher "unterstütze" ich eigentlich ganz gerne auch mal meine Apotheke um die Ecke. Allerdings plagt mich dann wieder das Gewissen, weil mit dem meist günstigeren Versandhandel die Beitragszahler entlasten könnte. Ein echtes Dilemma.
Wird es bald auswaschbare Teststreifen geben, die man dann auch 2 Mal nutzen kann?
Das glaube ich nicht. Ich nehme an, dass die Elektroden so empfindlich sind, dass man nach einer Reinigung unmöglich noch von einer BlutzuckerMESSUNG reden könnte. Aber mit optische Messstäbchen kann man in der Mitte auseinander scheiden und per Augenmaß mit den Farben auf der Dose vergleichen. Das ist dann allerdings nicht ganz so genau wie die Messung mit den Elektoden-Messgeräten.
5. Oder kommt das fiktive Messgerät das verletzungsfrei arbeitet?
Wir warten seit zig Jahren und ich fühle mich nach etlichen Erfolgsmeldungen langsam vereppelt. Nach dem, was ich heute weiß, kann ich mir kaum vorstellen, dass ein solches System über die Hautoberfläche zuverlässig funktionieren kann.
Derzeit gibt es auch keine (ernstzunehmende) Firma mehr, die in absehbarer Zeit ein solches Gerät verspricht. Die lang erwartete "Pendra-Uhr" wurde ja mittlerweile eingestampft. Ich bin aber mal gespannt, wie die 24-Stunden Geräte sich bewähren. Da hast du dann einen Sensor in der Haut (gleicht einem Stahl-Katheter), der bis zu drei Tage lang liegen kann. Nur wäre der Sensor mit ca. 80 Euro noch teurer als die Teststreifen - die Krankenkassen werden dieses Gerat aus dem Grund wohl auch gar nicht erst übernehmen.
von Heiko -
Thommy
Rang: Gastam 27.03.2006 22:03:27
Hallo Heiko,
wie man ja schon vermehrt lesen konnte in den Threads, nimmt die KK zusehends Einfluß auf die Patienten.
Ich habe schon von einigen gehört, das Ihnen die KK gesagt hat, wo sie ihr Zubehör bestellen müssen. Naja, auf der einen Seite ein massiver Eingriff der Kassen, der bestimmt auch nicht Wettbewerbsrechtlich einwandfrei oder unbedenklich ist, zum andern kann ich es gut verstehen. Denn die Kosten müssen schon aufgefangen werden.
Aber mal im Ernst, brauchen wir eine Qualifizierte Beratung für das Zubehör durch den Apotheker? Meine Erstbestellung war in der Apotheke fast 80 EUR teurer wie im Versandhandel. Bei 4 Quartalen sind das schon 320 EUR. Und das ganze dann nochmal multipliziert mit 1000 Pumpis. Naja spricht schon Bände. Das war für mich mehr ein Grund, das über den Versand zu machen. Und ich habe ja auch alles schnell da, was ich brauche.
Mich interessiert nun jedoch mehr die Meinung anderer Pumpis, wie sie es handhaben und ob sie Alternativen nutzen. Welche Aspekte für jeden einzelnen wichtig sind.
Hoffe das es eine interessante Diskussion wird. Falls sich einige aufraffen und ihre Meinung schreiben
Lg Thommy -
Thommy
Rang: Gastam 27.03.2006 22:38:50
Hallo Heiko,
irgendwie ist der Wurm drin. Also, Deine Ausführungen finde ich gut.
Allerdings muss ich bemerken, dass wenn Du ja wie alle anderen auch, die Reservoire zum Auffüllen nehmen, den Kolben bewegst um das Gleitmittel zu verteilen, dann kann das Gleitmittel (Silikon) auch keine Wirkung auf das Insulin haben. Das müsste dann ja wasserlöslich sein.
Also könnte man das Reservoir bestimmt nochmal nutzen, sofern die O-Ringe am Kolben das Gleitmittel nicht abstreifen.
Ich wechsel meine Katheter meist am 3ten Tag komplett. Ich vertrage die von Roche nicht und nehme andere, die jedoch nicht erlauben, nur die Kanüle zu wechseln. Da suche ich noch nach einer Lösung. Ich vertrage keinen Stahl.
Die Sache mit den Beta-Check-Streifen ist für den Skiurlaub sicher eine gute Notlösung, aber mittlerweile zu ungenau, da ja auch die Wirkweisen von Insulinen deutlich verbessert wurden. Und da bietet sich die Plasma- oder Vollblut-Messung sicher genauere Werte.
Aber schön zu lesen, was Du und andere denken. Und sehr interessant
LG
Thommy -
Matthias
Rang: Gastam 28.03.2006 02:58:49
Hallo,
na ja - solche oder ähnliche Gedanken zum
Thema habe oder hatte ich auch schon häufiger.
Ich verwende seit mehreren Jahren eine Pumpe
und manchmal kommt mir bei dieser Materialschlacht schon das Grausen. Auf der einen Seite trenn ich meinen Müll, bekomme Strom
von Greepeace und rette die Wale und auf der anderen Seite produziere ich jede Menge Zubehörmüll.
Ich fühle mich dann oft so industriell ferngesteuert. Wegen meiner schon eingetretenen
Spätfolgen kann ich aber auf diese für mich beste
Therapie nicht verzichten.
Ich verdränge sehenden Auges und hoffe einfach
mal ganz naiv auf die Zukunft.
Vor dem Hintergrund dass angeblich bald, wie alle
Deutschen, auch alle deutschen Diabetiker ausgestorben sein werden, sieht die Sache natürlich auch gleich wieder anders aus.
Gute Nacht
Matthias
-
rosatulpe
Rang: Gastam 28.03.2006 14:19:20
Auf dem Gebiet Gesundheit bzw Diabetes wird verdammt viel Geld verdient, ich glaube so richtig schlecht geht es keinem. Mein Apotheker hat gerade wieder in einem Nachbarort eine Apotheke eröffnet ( seine 3.) in einem relativ kleinen Ort ist es dann die 5. Apotheke. Also er ist offensichtlich nicht am Verhungern. Während ich schon genau rechnen muss, wieviel Material ich brauche und verbrauchen darf und was ich zuzahlen muss. Und mir macht es schon was aus, ob ich nur 400 Euro oder 500 berappen muss. Ich besorge mein Insulin schon seit mehreren Jahren in einer Versandapotheke in Holland, Nach Rücksprache mit meiner KK, dort bezahle ich nur die halbe Zuzahlung und bekomme das Insulin in einer Kühlbox geliefert.
Das Zubehör bestelle ich im DiabetesFachhandel, die Inhaber sind beide Pumpenträger, mach Schulungen, Fortbildung, Gesprächskreise, bieten Muster an senden die Ware sofort wenn man sie braucht und nicht erst wenn die Kasse genehmigt oder nicht genehmigt, und sind auch hier jederzeit ein Ansprechpartner bei Fragen und Problemen.bei den schulungs-veranstaltungen ( ich muss da eine Std fahren) habe ich jedesmal was gelernt. Die geben sich nicht nur Mühe, sondern sind kompetent und zuvorkommend.
Was die Wiederverwendbarkeit des Zubehörs anbelangt, möchte ich da kein Risiko eingehen. Eine mehrfach-Verwendung von Ampullen ist aus hygienischen Gründen nicht sinnvoll und kann bei Ampullenverstopfung auch zu einem Motorschaden bei der Pumpe führen, was auch nicht gerade billig ist für des Kostenträger, wer immer das sein sollte. Wenn man den Schlauch entgegen der Herstellerempfehlung zu lange an der Pumpe lässt, und er reisst in einem Unbemerkten Moment, habe ich den Schaden und trage das volle Risiko.
Die visuellen Teststreifen kann man in hauchfeine Streifen schneiden (2 Teile ist ja richtig verschwenderisch) und mit viel Übung kann man auch eine relativ gute bewertung der BZ-Lage ermitteln. Bei ganz hohen und ganz niedrigen Werten ist es ebensogut wie ein messgerät, aber wenn man mit Pumpe in 0,1 IE rechnet, braucht man es manchmal ein bisschen genauer. Aber ich habe, wie mein Vorredner, im Urlaub immer welche dabei.
Ich kenne auch einen Pumpenträger, der zieht mit einer Spritze (die er mehrfachverwendet) das Restinsulin aus dem Katheterschlauch und aus der Ampulle raus und verwendet es weiter ( ich weiss nicht wie) aber er hat öfter Abszesse, die chirurgisch behandelt werden müssen (kostet auch geld und tut weh) Also ich weiss nicht, ob das so sinnvoll ist??
Rosatulpe von rosatulpe -
Sylvia
Rang: Gastam 28.03.2006 16:18:19
Hallo,
ich bin fast der Meinung meiner Vorschreiber.
So viel ich weis,sind die Kupplungskatheter teurer, als die in einem Stück. Da ich früher selbst in der Apotheke gearbeitet habe, kann ich nur sagen, es wird noch genug daran verdient. Allerdings gebe ich mehr den Herstellern die Schuld. Ich kann mir nicht vorstellen, was z. B. an den Kathetern so teuer sein soll, wenn man z.B. Blutzuckermeßgeräte schon hinter geschmissen bekommt. Kann mir vorstellen, das da die Herstellung viel komplizierter ist.
Wiederverwenden würde ich beides nicht. Ich wechsel den Katheter jeden Tag, da ich leider auch schon Abzesse bekommen habe, die sehr schmerzlich waren.
Sorry, leider muss ich schon aufhören, es wird nach mir geschrien. Aber ich denke mal, wir müssen leider alle abwarten. Wenn wir sparen, dankt es uns allerdings keiner. Leider
Sylvia -
Thommy
Rang: Gastam 28.03.2006 16:33:36
Hallo Ihr Lieben,
ich finde es gut zu lesen,das ich nicht alleine bin mit dem Wunsch zu sparen und es noch andere gibt, die sich mit dem Thema auseinander setzen.
Auch ich nutze meine Sachen nur einmal. Alles andere wäre mir auch zu unsicher. Doch wenn man sich nicht damit befasst, wird man auch nie Antworten bekommen. Und es ist wichtig sich zu informieren und immer wieder was Neues zu lesen und zu lernen.
Ich bin der festen Überzeugung, das wenn wir alle unseren Beitrag leisten, die Kosten für die Therapie zu senken, dann werden wir die Qualität der Therapie beibehalten, wenn nicht sogar verbessern. Vielleicht wird so auch die Pumpe für die Kassen als Beste Therapie mehr in deren Fokus rücken. Wäre zu wünschen.
@ Sylvia:
Naja das die Hersteller von BZ-Geräten uns diese förmlich hinterher bringen, liegt eben an dem lukrativen Verdienst mit den Streifen. Wobei, sind wir mal ehrlich, wird doch der Kostenfaktor für die Geräte bereits Anteilsmäßig mit in den Preis der Teststreifen kalkuliert. So großherzig ist sicher kein Unternehmen ;o)
Und das die Hersteller freiwillig ihre Kathetersets und Ampullen so konzipieren das man sie merfach nutzen kann, ist ja schon aus Gründen der Umsatzeinbuße eher nicht gegeben. Doch manchmal ist Weniger eben Mehr. Nun müssen das nur noch die Hersteller so sehen.
LG Thommy