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Ich blick nicht mehr durch...

  • Tina

    Rang: Gast
    am 18.01.2006 23:40:00
    Seit Juni 2005 weiss ich, dass ich Diabetes 2 habe. Alle Ärzte behaupteten, das sei überhaupt nicht schimm, ich solle mal ein bisschen auf Fett und Zucker achten, abnehmen, mich bewegen, dann wäre alles im grünen Bereich. Von wegen - Ende Dezember habe ich mehr aus Neugier dann doch mal selbst meinen BZ gemessen - er lag morgens bei 225.
    Nun bekomme ich abends eine halbe Metformin, weiss aber nicht, wielnage es dauert, bis das eine Wirkung zeigt. Heute früh lag der Wert immer noch bei 159.
    Ich habe jetzt richtig Angst bekommen, auch gerade nach den vielen mich traurig machenden Einträgen in diesem Forum. Kann man es wirklich schaffen, den Diabetes zu beherrschen, sodass man Leben kann, als sei man eigentlich gesund ?
    Ich stehe noch ganz am Anfang mit dieser Krankheit, die ich als meinen Feind verstehe. Wer kann mich ein wenig aufrichten oder ist das illusorisch ???

    Vielen Dank von Tina
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 21.01.2006 00:42:49
    Hallo,

    JA, man kann ;-)
    Wichtig ist, dass Du Dir darüber klar wirst, dass diese Werte Dich nicht umhauen werden, nur auf Dauer ist das nicht gut. Das bedeutet Du brauchst keine Angst zu haben wegen 200 mg/dl ins Diabetische Koma zu fallen!
    200 mg/dl sind für manche Typ I-Diabetiker an der Tagesordnung, ab und zu jedenfalls. Bei mir waren es noch vor 3 Wochen mehr als 400 mg/dl und ich lebe noch immer, bin nicht umgekippt und mir gehts gut :-)
    Aber, eine Dauerlösung ist das eben nicht, denn dauerhaft mögen die Gefäße das nicht und je nach erblicher Vorbelastung kanns zu diversen Erkrankungen kommen :-(
    Ich geb Dir den Tipp erstmal mit Diabetikern in Deiner Umgebung Kontakt aufzunehmen, evtl. über den Arzt, das Messgerät solange sehr wenig zu verwenden und dann, wenn Du gesehen hast, wie andere damit umgehen, welche Werte vorkommen, wenn Du eine Schulung hinter Dir hast, dann miss regelmäßig. Du machst Dir sonst nur unnötig Stress und Angst.

    Ich habe vor 2 Tagen jemanden gesehen, der ist mit einem Blutzuckerwert größer 1000 mg/dl noch auf die Erste Hilfe GELAUFEN!!!
    Kann nicht jeder, der schon..
    Solche Werte sind tatsächlich gefährlich, sogar kurzfristig, aber Du bist noch sehr weit weg davon und brauchst keine Angst zu haben. Zuviel zu messen bringt Dich nur durcheinander, außerdem kannst Du mit Deinen Pillen leider nicht handeln, den Wert korrigieren, das geht nur mit Insulin (das Schöne an der Insulinthrapie, man kann das wesentlich besser und konkreter handhaben ;-)).

    Grüße, Daniela
  • Tina

    Rang: Gast
    am 21.01.2006 14:00:20
    Hallo Daniela,

    lieben Dank für Deine aufmunternden Worte. Verstehe ich das richtig - wäre es vielleicht sogar besser, generell auf Insulin umzusteigen ?????
    Ich lese immer wieder, dass Betroffene fast schon davon " schwärmen ", um wieviel besser es ihnen geht, seit sie auf Insulin umgestiegen sind......
    Ich dachte immer, fängt man damit erst einmal an, sieht der Bauch nach kurzer Zeit aus " wie ein Teller bunte Knete ", weil man irgendwann nicht mehr weiss, wohin man spritzen soll.
    Dann auch die Frage an Dich : mir wird immer wieder hier im Forum geraten, in eine Klinik zu gehen. Davor hab ich aber Horror. Zum einen habe ich eine Aversion gegen Krankenhäuser ( na ja, wer hat die nicht ?? ), zum anderen wäre es ein kleines Problem zu Haues, da ich einen kleinen Hund habe, um den ich mich mit meiner Tochter zusammen kümmere. Gut, würde sich regeln lassen, aber generell würde ich um die Krankenhausgeschichte gern herumkommen.
    Wie hast Du das denn alles auf die Reihe bekommen ?
    Ich lebe in Oldenburg / Niedersachsen, und die ärztliche Versorgung auf diesem Gebiet ist nicht gerade ideal.

    Was meinst Du also ????????

    Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende wünscht Dir Tina
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 21.01.2006 18:17:19
    Hallo,

    naja, letztendlich ist Insulin immer besser, gerade im Anfangsstadium eines Diabetes Typ II lässt sich damit die Eigeninsulinproduktion sehr lange erhalten.
    Nur, wird Dein Arzt das unterstützen?
    Ich gebe Dir den Tipp mal dort

    http://f3.webmart.de/f.cfm?id=482626&

    nachzufragen wie die Typ II-Diabetiker das sehen. Wenn Du etwas gelassener bist, wäre ein Blutzuckertagesprofil mit 1 Stunden- und 2 Stunden-Wert nach dem Essen sehr interessant.

    Das mit dem Teller bunte Knete ist nicht so, selbst wenn, scheisst der Hund drauf. Letztendlich geht es darum lange gesund zu bleiben, Folgeerkrankungen zu vermeiden :-)

    In dem oben angegebenen Forum ist ein Diabetiker, der seinen Arzt dazu überredet hat ihm Insulin zu verschreiben, ich denke der fährt damit sehr gut.
    Wenn Du Probleme mit dem Gewicht hast, ist Insulin schwierig, denn damit nimmt man leider meist zu :-(
    Ich denke aber, dass die Insulintherapie die einzige Möglichkeit ist, den Blutzucker genau einzustellen, sicher bedaf es mehr Disziplin und man muss auch BEs berechnen, aber was tut man nicht alles um fit zu bleiben..

    Die Insulinumstellung kann durchaus sehr gut ambulant vorgenommen werden, such Dir einen Diabetologen, besser eine Diabetesambulanz in einem Krankenhaus (die machen das auch ambulant) und sprich mit denen über Möglichkeiten der Therapie.
    Mit Insulin darf und kann man auch mal "sündigen", ich halte das für super wichtig um seelisch im Gleichgewicht zu bleiben!

    Alles Gute und Grüße, Daniela
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 22.01.2006 23:24:57
    ich halte die insulintherapie für nicht verkehrt, man sollte sich jedoch sehr gut schulen lassen. kinder sind in der regel kein problem.

    das problem mit der zunahme. man hat mit insulin seine freiheiten, jedoch sollte mensch keine 24h-party veranstalten. man kann die insulinrezeptoren auch mit fremdinsulin downregulieren. von thomas2002
  • tina

    Rang: Gast
    am 23.01.2006 21:16:13
    hallo Thomas,

    ich war eigentlich sehr froh, Metformin zu bekommen, denn ich muss unbedingt abnehmen. Was ich derzeit feststelle - ich habe fast kein Hungergefühl mehr, was ja eigentlich ganz gut ist, wenn`s einem bisher sehr gut geschmeckt hat........
    Im Schritt nehme ich mindestens 1 kilo pro Woche ab, worüber ich mich sehr freue.
    Kann es sein, dass diese Wirkung durch das Medikament erzielt wird, oder hab ich mich mittlerweile an solch eine Minimalernährung gewöhnt, dass deshalb kein Hunger oder Jieper aufkommt ????

    Liebe Grüsse, Tina von tina
  • Babette

    Rang: Gast
    am 24.01.2006 13:36:51
    hallo,

    auch ich - seit eineinhalb Jahren DM 2 - wurde mit Metformin behandelt. Habe dadurch - und natürlich auch durch Ernährungsumstellung und mehr Bewegung - in wenigen Monaten fast 20 kg abgenommen und so meine BZ-Werte derart verbessert, daß ich seit einem halben Jahr keine Tabletten mehr zu nehmen brauche. Mein HbA1c seitdem zwischen 5,6 und 6,0. Sogar über Weihnachten und Sylvester waren die BZ-Werte voll im grünen Bereich. Es lohnt sich also, es zu versuchen.

    Liebe Grüße!
    Babette
  • Egon Bahlinger

    Rang: Gast
    am 06.02.2006 00:46:37
    Hallo
    Möchte dir ein bischen helfen.
    Ich bin hochkarätiger Diabetiker und verstehe dich.
    Wenn es möglich ist, dann treibe Sport, dann bekommst du deinen Zucker viel besser in Griff.
    Ich nehme an, daß du schon bei einem Arzt warst, wenn ich dir einen Rat geben darf, suche einen Diabetologen auf, nicht nur einen normalen Hausarzt, denn der schenkt dir ein Testgerät, sofern du noch keines hast und die dazu gehörigen Teststreifen, denn Hausärzte geizen mit diesen Mitteln, da ihr Bitschee nicht so hoch, wie bei einem Facharzt ist.
    Solltest du weitere Fragen haben, so kannst du mich jederzeit anschreiben.
    Im Falle das Wort Bitschee falsch geschrieben ist, bitte entschuldige, ich hoffe daß, du weißt was ich meine.
    Gruß Egon
  • Dany

    Rang: Gast
    am 19.03.2006 17:27:56
    Hallo Babette,

    dein Beitrag hier hat mir echt Mut gemacht. 20 Kilo innerhalb weniger Monate zu verlieren finde ich echt gut. Hast du denn viel Sport gemacht? Eine Ernährungsumstellung muss man ja nun schließlich eh machen wenn man die Krankheit hat. Nehme auch Methformin (2x 850) und hinzu noch eine halbe Glibenclamid. So ganz genau weiß ich noch nicht wie die sich langfristig auf meinen Zucker einwirkt, aber das werde ich schon noch erfahren. Nach noch nicht mal einer Woche kann man das ja nun noch nicht sagen. Abgenommen habe ich auch schon, habe aber etwas Angst dass es wegen der Glib nun nicht mehr so schnell von statten gehen wird.


    Liebe Grüße, Dany