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Bin ratlos
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Michael
Rang: Gastam 03.01.2006 09:51:48
Hallo,
mein Vater (66) hat jetzt seit ca. 6 Wochen Diabetes Typ 2. Er nahm plötzlich rapid ab, und war irgendwie schlapp. Da kam meine Mutter auf die Idee mal Zucker zu messen. Der Blutzucker lag nüchtern bei 18,6.
Am nächsten Tag waren sie beim Hausarzt (der ist Internist und macht auch Zuckerberatung). Der war erstaunt über die hohen Werte. Mein Vater mußte zunächst eine Woche lang morgens nüchtern den Blutzuckerwert messen, und sollte Diät halten. In der Woche ging es mit ihm weiter bergab. Der Blutzuckerwert war nie unter 18.
Daraufhin nimmt er nun seither täglich eine Tablette. Die Nüchternwerte waren aber bisher nur an 2 Tagen mal unter 10. Am 01.01. waren es früh nüchtern 16,7 obwohl er keinen Alkohol getrunken hat, nur mal normal bis reichlich gegessen.
Ein Bekannter von uns wurde nun mit ähnlichen Blutzuckerwerten sofort ins Krankenhaus geschickt und auf Spritzen eingestellt, da sonst Nierenversagen drohen würde.
Müßten die Zuckerwerte nicht eigentlich deutlicher gesenkt werden? Was würdet ihr machen? von Michael -
klausdn
Rang: Gastam 03.01.2006 11:26:11
hallo!!
wahrscheinlich ist dein vater gar nicht t 2, da ist kh und insulin 1.wahl, und ein "richtiger" diabetologe.
auf keinen fall warten !
mfg klaus von klausdn -
Michael
Rang: Gastam 03.01.2006 11:59:29
Hallo Klaus,
Danke für die Antwort.
Was meinst Du mit kh?
Wieso meinst Du eher Typ 1 als Typ2?
von Michael -
Michael
Rang: Gastam 03.01.2006 12:43:40
Hallo,
ich habe gerade nochmal mit meiner Mutter telefoniert. Sie waren heute wieder beim Arzt, und der fand die Werte gut. Mein Vater soll in 3 Wochen wiederkommen, dann sollten die Werte noch besser sein sonst soll die Tablettendosis erhöht werden. Auf Nachfrage zu Urinzucker, soll das dann in 3 Wochen auch mal mit getestet werden.
Der Arzt wird aber von der AOK direkt bei Diabetes empfohlen ???
Zu meinem ersten Posting muß ich noch etwas korrigieren. Die Blutzuckerwerte lagen frühs nüchtern schon so um 9 jedoch bei Messungen am Tag 2-3 Stunden nach einer Mahlzeit so um 11 und immer mal einige Ausreiser nach oben.
Ich habe gesagt sie sollen heute auch mal so ca. 1/2 Stunde nach dem Mittagessen messen. von Michael -
klausdn
Rang: Gastam 03.01.2006 14:51:58
hallo michael
wie ein doc werte über 7 mmol/l gut finden kann ist absolut schleierhaft. und schlanke dmler profitieren von metformin fast gar nicht.
laß deinen vater zu einem richtigen diabetologen gehen, der macht den bz mit einem laborgerät, und gleich noch den hba1c, das ist der langzeit zuckerwert der letzten ca 3 monate.
kh heißt krankenhaus,
und diabetes wird hauptsächlich in dm t1 und t2 eingeteilt, es sind völlig verschiedene erkrankungen, haben nur die gleichen auswirkungen.
erhöhte bz werte.
früher dachte man sowas wie t 1 geht nur in der jugend , aber das ist überholt.
wenn du deine mailaddi angegeben hast schicke ich dir eine bz vergleichstabelle- der grüne bereich ist wunschwerte, gelb ?, rot schlecht.
mfg klaus von klausdn -
Michael
Rang: Gastam 03.01.2006 16:23:34
Hallo Klaus,
ich habe mal noch meine Emailadresse ergänzt.
Tschüß und Danke von Michael -
thomas2002
Rang: Gastam 03.01.2006 18:07:54
gewichtsverlust ist ein anzeichen von zu wenig insulin.
der typ2 hat eine insulinresistenz, die die bauchspeicheldrüse durch eine überproduktion an insulin versucht gegenzusteuern. was die zellen nicht versoffwechseln, nemen die fettzellen mit dank. daher sehe ich das abnehmen als ein zeichen, dass die fähigkeit, insulin zu produzieren abnimmt. i.d.r haben 2er vorher volgeschäden von thomas2002 -
klausdn
Rang: Gastam 03.01.2006 18:33:36
hallo thomas,
daher meine vermutung in richtung t 1.
und dann sind pillen nicht nützlich, nur insulin.
mfg klaus
ps an michael ist abgeschickt von klausdn -
Harry
Rang: Gastam 04.01.2006 00:02:44
Hallo Michael,
das Verhalten des Arztes grenzt schon an Körperverletztung!
Auch im höheren Alter kann noch ein Typ 1 auftreten oder es besteht ein anderes Problem mit der Bauchspeicheldrüse.
Unbedingt einen Diabetologen oder ein Krankenhaus mit Diabetes-Abt. aufsuchen! von Harry -
Michael
Rang: Gastam 04.01.2006 12:36:06
Hallo nochmal,
ich habe gestern Abend länger mit meinen Eltern diskutiert. Daher hier noch einige Präzissierungen. Mein Vater nimmt täglich 2x Siofor 500. Der Arzt hat nicht ausdrücklich Typ 1oder 2 gesagt. Er hat aber erklärt, daß die Bauchspeicheldrüse zu wenig Insulin produziert. (Wäre wohl eher Typ1 oder spätes Stadium Typ2 - letzteres ist aber eigentlich auszuschließen, da vor 1/2 Jahr großer Gesundheitscheck ohne Befund in Sachen Zucker, Nieren und Leber etc. war).
Der Arzt meinte, er will mit dem Medikament den akut zu hohen Blutzucker senken, aber nicht zu weit, um die Bauchspeicheldrüse weiter anzuregen, mehr Insulin zu produzieren. Er war froh, das die (unkontrollierte) Gewichtsabnahme gestoppt ist, und meint, daß sich das Medikament erst richtig im Körper verteilen müßte bis es seine volle Wirkung entfalltet, eventuell müßte aber die Dosis auch noch erhöht werden.
Die Blutzuckerwerte sind ja auch von ursprünglich 18 - 20 auf jetzt 8,6 - 9 nüchtern früh und ca. 11-12 1-2 Stunden nach einer Mahlzeit gesunken. Eine Bekannte hatte auch mal über einen gewissen Zeitraum stark erhöhte Blutzuckerwerte die sich wieder gegeben haben.
Mein Vater hat chronische Kehlkopfentzündung und ist da unheimlich anfällig gegen Atemwegsinfekte. Nimmt daher oft Antibiotika. Vor ca. 3 Monaten hatte er auch eine OP, bei der ihm eine Wucherung von einem Stimmband entfernt wurde (zum Glück kein Krebs). Wir haben aber den Verdacht, daß die Probleme bei ihm irgendwie nach dieser OP anfingen.
Vielleicht macht das ganze ja unter dem Hintergrund doch Sinn, und die Bauchspeicheldrüse berapppelt sich wieder. Bevor da irgendwelche Folgeschäden zu befürchten wären vergeht doch sicher einige Zeit, sprich den Versuch mit den zur Zeit noch erhöhten Werten ist es vielleicht doch wert?
von Michael -
klausdn
Rang: Gastam 04.01.2006 13:12:05
hallo michael,
zur information .
metformin(alles andere sind nur namen dafür)
wird speziell übergewichtigen t 2 dm lern zur unterstützung der gewichtsabnahme verschrieben.
durch das spritzen von insulin wird die bauchspeicheldrüse entlastet, sie ist nämlich "kein" muskel der träiniert werden kann.
sollte sie wieder ihre arbeit ordnungsgemäß verrichten, kann man mit insulin genauso wieder aufhören wie mit tabletten, - nur ist insulin praktisch nebenwirkungsfrei, ud das leben damit ist wesentlich angenehmer als mit tabletten.
mfg klaus von klausdn