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Welche Pumpe ist die beste? Eure Meinung!!!
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Gut-Drauf
Rang: Gastam 26.12.2005 19:21:43
Hallo,
ich weiss erst seit zwei Wochen von meiner Diabetes. Mittlerweile war ich zehn Tage im Krankenhaus. Spritze morgens und am Spätabend Levimir, zu den Mahlzeiten NovoRapid. Die Ärztin im Krankenhaus sagte ich wäre ein "Pumpentyp" und sie hätte bei mir keine Bedenken. Mir ist auch klar, dass ich erst einige Erfahrung mit dieser neuen Situation sammeln muss, aber ich beschäftige mich jetzt trotzdem mit alle mögliche Themen zu dieser Erkrankung. Ich finde Foren, besonders dieses, sehr gut um Meinungen und Info zu holen. Deswegen habe ich auch Fragen zu den Insulinpumpen, auch weil im Krankenhaus ein erfahrener Pumpenträger mit im Zimmer war. Von ihm habe ich auch vieles andere in Verbindung mit Diabetes gelernt. Jetzt aber zu meinen Fragen:
1. Es gibt viele verschiedene Pumpen. Welche ist die beste?
2. Sollte es dazu kommen, dass ich eine Pumpe möchte bzw. bekommen soll, kann ich mir den Typ aussuchen?
3. Wer bestimmt wann ich soweit bin eine Pumpe zu tragen?
4. Wie zuverlässig sind sie?
5. Gibt es einen "Pumpen-TÜV"?
Natürlich habe ich noch mehr Fragen, aber diese fünf sind mir die wichtigsten.
Mfg. F.U. von Gut-Drauf -
Rubber 2000
Rang: Gastam 26.12.2005 20:51:35
1. Man kann nicht sagen welche die beste ist kommt halt drauf an was du haben willst und was nicht. Aber alle Pumpen machen das gleiche sie geben dir alle par Minuten das was du brauchst (Insulin).
Schau mal hier da sind alle Pumpen von allen Herstellern aufgeführt was es bei uns gibt:
http://www.florian-mueller.de/shop/index.php?main_page=index&cPath=81_124
Ich will hier keinen Webung machen aber hier sind halt mal alle auf einen Haufen ^^.
Und schau mal hier:
http://www.diareal.de/animas_IR1200/dat/vpm.htm
Da kannst du mal die Animas IR 1200. Testen im Internet.
2. In der Regel kannst du sie dir selber aussuchen außer deinen Kasse macht Probleme aber das ist selten der fall.
3. Das bestimmt dein Krankenhaus oder dein Diabetologe ich hab meinen nach ca. 6 Monaten bekommen.
4. Die meisten sind Unkaputtbar ^^ aber ich würde es nicht darauf anlegen ^^. Bei Roche Disetronic hast du ein 2 Pumpen Konzept das heißt du hast immer zwei Pumpen einen als Ersatz. Nach 4 Jahren bekommt du wieder zwei neue. Bei den anderen Herstellern bekommt du nur eine Pumpe mit einer unbegrenzten Laufzeit. Das heißt du musst die behalten bis sie Kaputt geht. Nach 4 Jahren endet die Garantie dieser Pumpen und die Kasse müsste die Reparatur kosten zahlen. Was sie meistens nicht machen da du einfach einen neue bekommst.
5. Ja so was gibt es ist aber nicht der TÜV ^^
Als neuer Pumpen träger kannst du Pumpen Probe tragen um dich zu entscheiden welche du willst.
Mfg
Rub von Rubber 2000 -
Rosatulpe
Rang: Gastam 27.12.2005 16:23:02
Hallo Gutdrauf,
wie Rubber schon ganz richtig sagt, es gibt zur Zeit mehrere Pumpen, die alle nach den heutigen Bedürfnissen sehr gute und brauchbare eigenschaften haben, beleuchtetes Display, Vibraalarm, mehrere Basalraten, mehrere Bolusvarianten stündliche Basalraenprogrammierung in 0,1 Einheiten, abrufbarer Speicher...usw. wichtiger ist in diesem Zusammenhang Zuverlässigkeit, Stabilität vom gehäuse und Kundenservice in Bezug auf Technische beratung und Bemusterung. Ich habe ein Roche Pumpe/früher Disetronic, die Haben eine Menge Erfahrung, machen einen guten Service und haben das 2 Pumpenkonzept. da sitzens selber Pumpenträger im Service mit Durchblick , Know-How und viel Verständnis,auch im Aussendienst. Die Pumpen sind stabil und bedienerfreundlich.
Normalerweise kann man sich das Modell aussuchen, aber die Ärzte und Kliniken bevorzugen manchmal bestimmte Hersteller, da sollte man gut informiert sein, wissen was man will und argumentieren können.
Ein bisschen komMTS auch auf das Insulin an, für die Roche pumpen gibt es auch vorgefüllte Ampullen, das ist doch recht praktisch. Den Zeitpunkt, wann beginnen mit der Pumpe, bestimmt der Arzt mit dem Patienten zusammen. Dann muss nur noch die Kasse mitspielen. Der Patient sollte bestimmte Voraussetzungen erfüllen, gut informiert und geschult sein, kooperativ sein, d.h nicht nur Protokollführen, sondern auch auswerten können und sinnvoll damit umgehen, wirtschaflich, verantwortungsvoll und sorgfältig mit den Geräten und dem material umgehen. Dem Kostenträger muss man klarmachen, dass man mit dieser therapie gesünder bleibt und es für die kasse auf lange Sicht wirtschaftlicher ist.
TÜV gibt es in diesem Sinne nicht. der Hersteller ist im Sinne des Medizinproduktegesetzt verantwortlich, wenn irgendwas nicht stimmt wird zur Sicherheit gleich ausgetauscht. Die Elektronik und Software unterliegt auch diesem MPG
Hol Dir Info bei den INSULINERn und im Diabetikerbund,
Bei ROche www.accu-chek.de gibt es eine Hauszeitschrift "Diabetes Live" und ein Buch Mit Diabetes unbeschwert leben, alles wissenswerte zur Insulinpumpentherapie. Bei den Insuliners (www.insuliner.de) gibt es ein Buch:Insulin aus der Pumpe, und Ulrike Thurm hat die Insulinpumpenfiel:"Bei dir piepts ja" geschrieben.
Info ist das halbe Leben, suche dir eine SHG von den Insulinern, gehe zu den Diabetikertagen und Schulungsangeboten von Diabetologen und Pumpenzentren in Deiner Nähe, es hilft Dir vielleicht auch mit der neuen Situation seelisch/geistig schneller und besser fertigzuwerden. Der Insulinbedarf ändert sich gerade am Anfang sehr stark, die sogenannte Remissionsphase , des halb sagt man so generell, erstmal ein Jahr intensiviert spritzen, das schult auch sehr den Umgang mit den BZ-werten und den eigenen Stoffwechsel, und dann, wenn das alles läuft und der Arzt erkennt, mit wem er es zu tun hat, dann geht es weiter. Viel Erfolg wünsche ich Dir und viel Glück. Rosatulpe -
Gut-Drauf
Rang: Gastam 27.12.2005 21:56:14
Danke für Eure Antworten! Sie helfen mir in dieser, für mich, neuen Thematik weiter. Früher habe ich mich kaum mit dieser Krankheit beschäftigt. Mein Vater und mein Onkel haben bzw. hatten Altersdiabetes. Ist man selbst nicht betroffen nimmt man es zwar zur Kenntnis aber man kümmert sich nicht weiter drum. Klar macht man sich sorgen, aber man nimmt die Diabetes der anderen hin und muss es auch akzeptieren. Jetzt, da ich selbst betroffen bin, sauge ich natürlich Information aus vielen Quellen in mich hinein. Schließlich möchte und sollte ich auch wissen mit was ich es zu tun habe. Leichtfertigkeit und Unwissendheit sind zwei sehr große Gefahren und somit inakzeptabel. Mir ist auch klar, dass ich noch keine Insulinpumpe in naher Zukunft bekommen werde und auch nicht möchte. Ich komme momentan mit dem Insulinpen sehr gut zurecht. Meine Werte haben sich seit der Insulintherapie sehr verbessert und die "Feinabstimmung" bekomme ich auch noch hin. Ich würde mich auch als Pumpenträger überfordert vorkommen, da ich zwar zum Teil zwar schon die Fachbegriffe und deren Bedeutung kenne, aber sie sind noch lange nicht in Fleisch und Blut über gegangen. Ich möchte mich einfach sachte, aber ausführlich, vorbereiten, wenn ich denn einmal vor der Entscheidung stehen sollte eine Insulinpumpe zu beantragen oder nicht.
Danke für die Info und einen guten Rutsch nach 2006.
Cu, F.U. von Gut-Drauf