Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Unfall nach Unterzuckerung - was kommt jetzt?
-
RK
Rang: Gastam 12.12.2005 14:19:24
Hallo,
habe schon eine Weile in den Beiträgen geblättert und gesucht, aber nicht viele Antworten gefunden, deshalb schildere ich hier mal das Problem:
Ein Freund ist seit fast 27 Jahren Diabetiker, Typ 1, fährt ebenso lange Auto, 20.000 bis 25.000 km pro Jahr, und vor wenigen Wochen ist es nun zum ersten Mal passiert, Unterzuckerung während der Fahrt, gegen Laternenmast gefahren. Er geht regelmäßig zum Arzt, ist eigentlich auch gut eingestellt, ist aber vielleicht etwas zu sehr darauf bedacht, den Zuckerwert möglichst immer um 100 herum zu halten (wegen der Spätfolgen).
Kann jemand aus eigenen Erfahrungen schildern, wie das ganze ausgehen könnte, ich meine Führerschein weg oder nicht, kommt es zu einer Gerichtsverhandlung?
Danke schon mal
RK -
Reiner
Rang: Gastam 12.12.2005 19:05:46
Wenn Dein Freund nachweisen kann , das er ein gut eigestellter Diabetiker ist , wird man ihm auch den Füherschein nicht abnehmen . Wenn er nach so vielen Jahren nun einen Schaden verursacht hat , ist das nicht die Welt. Hoffentlich hat er in seiner Unterzuckerung keine Unfallflucht begangen.
Da kennt man kein Pardon.
Aber wenn er stets sein Blutzuckerspiegel vor Antritt der Fahrt kontrolliert , und bei längerer Fahrt auch zwischendurch mal messen tut ,und fit ist , sehe ich keine Probleme. von Reiner -
thomas2002
Rang: Gastam 13.12.2005 00:21:10
er sollte sämtliche aufzeichnungen über seinen blutzuckerverlauf haben, ggf mir den argumentationen, dass er für diesen unfall nichts könne wg unterzuckerung, und das er normalerweise insbesondern bei und vor der fahrt seinen blutzucker kontrolliert. es ist möglich, dass er der führerscheinstelle seine aufzeichnungen regelmäßig vorzeigen muss.
gruß von thomas2002 -
Ewenor
Rang: Gastam 06.08.2007 13:32:11
Hallo,
da nun mal nach 16 Jahren Führerschein mein bester Freund und ich ohne diabetesbedingte Zwischenfälle gefahren sind, es mich aber nun doch wg. einer Unterzuckerung zerissen hat (Gott sei dank wurde niemand verletzt) und dieses auch jetzt aktenkundig ist:
Wie ist denn der Fall bei Euch ausgegeangen? Würde mich mal interessieren....
Bei mir ist der Fall übrigens ähnlich gelagert: ca. 40 tkm/Jahr, allerdings zu faul gewesen, nach 7 Jahren im Ausland in D wieder zum Diabetologen zu gehen, HbA1 um die 7, BZ im erweiterten Normbereich. Das war immer OK für mich, habe mich immer selbst eingestellt...
1) Wie ist denn der Fall bei Euch ausgegeangen? Würde mich mal interessieren....
2) Würden evtl. Aufzeichnungen der letzten Wochen vor der Gerichtsverhandlung reichen? Tipps? von Ewenor