Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Keine Krankenversicherung
-
E. Jakobi
Rang: Gastam 23.11.2005 11:11:52
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin durch meinen Lebensgefährten indirekt von Diabtes Typ 1 betroffen. Wir haben ein riesiges Problem, was unseren Alltag ständig überschattet. Mein Lebensgefährte ist seit ca. 1 Jahr nicht mehr krankenversichert. Da er selbständig ist, muß er sich privat versichern. Alle bisherigen Versuche, eine PKV zu finden, die einen Diabetiker Typ 1 aufnimmt, sind fehlgeschlagen. Wir haben Angst vor den Folgeschäden der Krankheit, die sich leider Gottes sicherlich irgendwann einstellen werden. Auch "normale" Untersuchungen sind ohne Versicherung sehr kostspielig, eventuell notwendige Operationen können wir uns finanziell nicht leisten. Stehen wir dann vor der Frage: Wer gibt uns einen Kredit für eine OP oder muß ich zusehen, wie mein Freund stirbt? Wir haben beide wahnsinnige Angst und wissen nicht mehr weiter! Hat jemand einen Rat für uns, was sollen wir jetzt tun? -
Richie
Rang: Gastam 23.11.2005 12:55:34
Ich habe gehört, dass die neue Bundesregierung dies regeln will, dass also die letzte Krankenversicherung den Patienten wieder aufnehmen muss. Das wird noch in diesem Jahr so weit sein.
Ansonsten halt einen Arzt suchen, der eine soziale Einstellung hat und für geringes Geld eine Behandlung vornimmt.
Ansonsten bei Diabetes halt sehr diätisch leben.
Gruss
Richie -
Richie
Rang: Gastam 23.11.2005 12:55:34
Ich habe gehört, dass die neue Bundesregierung dies regeln will, dass also die letzte Krankenversicherung den Patienten wieder aufnehmen muss. Das wird noch in diesem Jahr so weit sein.
Ansonsten halt einen Arzt suchen, der eine soziale Einstellung hat und für geringes Geld eine Behandlung vornimmt.
Ansonsten bei Diabetes halt sehr diätisch leben.
Gruss
Richie -
E.Jakobi
Rang: Gastam 23.11.2005 13:01:39
Danke für die rasche Antwort. Ich habe gerade eine Sendung vom BR gesehen in der es genau um dieses Thema ging (ich werte das mal als gutes Zeichen!). Man sprach von einer sogenannten Rücknahmepflicht. Wenn ds tatsächlich kommen sollte, wäre sicherlich vielen Menschen geholfen. Wir können also hoffe.
Schöne Grüße! von E.Jakobi -
thomas2002
Rang: Gastam 24.11.2005 00:45:14
natürlich muss auch ein t1er auf die nahrung achten, jedoch ist die primäre behandlungsoption eine insulintherapie. eine "nur"diät währe falsch von thomas2002 -
Lovely
Rang: Gastam 24.11.2005 10:46:38
Hallo Anonym.
Zahlt Dein Freund denn momentan alles selbst? Insulin, Nadeln, Teststreifen, Pen, Arzthonorar, Blutuntersuchung, Augenarzt, Nierenkontrolle usw.?
Die Kosten belaufen sich pro Jahr locker (geschätzt) auf 3000 Euro.
Gruß,
Lovely -
E. Jakobi
Rang: Gastam 24.11.2005 17:54:25
Ja das stimmt. Nur so ganz danach lebt er leider nicht. Er sagt, er lässt sich nicht zum Skalven seiner Krankheit machen. Irgendwie kann ich ihn sogar verstehen aber die Angst ist zumindest MEIN ständiger Begleiter. von E. Jakobi -
E. Jakobi
Rang: Gastam 24.11.2005 17:56:30
Hallo Lovely,
ja er zahlt alles selbst. Mittlerweile sind wir aber darauf gekommen, bei ebay echt super günstig zumindest die Messstreifen zu ersteigern, wir hatten neulich eine Ersparnis von 250,00 ¤ ! Alles andere muß er selbst bezahlen. Aber ganz ehrlich: nur die Medikamente und "normalen" Arztbesuche sind gar nicht so das Problem, kritisch wäre es bei OPs oder anderen größeren Dingen, wie z.B. auch Zähnen. Er hat sonst im Jahr um die 6000-7000 ¤ an die PKV gezahlt. Dafür kreigste locker die Medikamente.
Vielleicht ändert die politik ja wirklich dieses Gesetz bzw. führt es ein, Zeit wäre es.
Gruß
E. von E. Jakobi -
Lovely
Rang: Gastam 24.11.2005 21:23:29
Zeit wäre es wirklich!!! Und zwar allerhöchste Zeit!
Ich selbst bin zwar nicht betroffen, aber ich finde es unmöglich, dass PKVs jemanden "rauswerfen" bzw. "nicht-versichern" dürfen, nur weil er ein "schlechtes Risiko" ist. Die offizielle Begründung ist dann zwar meist eine andere, aber unterm Strich kommt es auf dasselbe raus.
Gruß,
Lovely -
Peter
Rang: Gastam 25.11.2005 09:38:08
Hallo Lovely und E.,
bislang war ich über die fachkundigen Äußerungen von Lovely erfreut und habe damit mein Wissen über meine Krankheit doch erweitern können.
Nun kann ich aber nicht nachvollziehen, warum ich Mitleid haben sollte mit E. Jacobis Mann ( Freund ).
Er hat wohl selbst entschieden, dass er - als nicht Versicherungspflichtiger - nicht mehr krankenversichert sein will. Er hatte zu Beginn seiner selbständigen Tätigigkeit die Möglichkeit sich in der GKV ( gesetzlichen Kasse), in der er bis dahin versichert war, als freiwilliges Mitglied sich weiterzuversichern. Dass er das womöglich nicht gewusst hat, kann man nicht der PKV anrechnen. Zum einen gibt es bei solchen Infos auch eine Holschuld und nicht nur eine Bringschuld seitens der GKV ( die womöglich auch "froh" ist, diesen Versicherten verloren zu haben ).
Aber er war hat sich ja wohl für die PKV entschieden damals. Warum beendet er diesen Schutz? Bei dieser Krankheit? Aus finanziellen Gründen vielleicht? Kann nicht sein. Ich selbst bin 49 Jahre alt und bezahle in der PKV mit Luxusleistungen und Tagegeld knapp 4 500 Euro und könnte runterfahren auf einen Beitrag von unter 2000 Euro ( bei der gleichen Kasse, da mich als Diabetiker auch keine andere Kasse mehr will ). Also gibt es hier Alternativen sich bei seiner PKV günstiger abzusichern, wenn es in finanzieller Hinsicht klemmt.
Andere Gründe ? Ist er eventuell wirklich rausgeworfen worden ? Dafür gibt es dann nur 2 Begründungen. 1. Er hat den Beitrag nicht weitergezahlt - da kann man es der Kasse nicht übelnehmen, wenn sie diesen "Nichtzahler" loswerden will. oder 2. Er hat bei Vertragsabschluss nicht die ganze Wahrheit über seinen Gesundheitszustand erzählt (= vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung ). Je nach Grad der Krankheit kann das dann zur Kündigung durch den Versicherer kommen.
Ansonsten verzichtet jede PKV auf ihr ordentliches Kündigungsrecht in der KrankheitskostenVOLLversicherung! So steht es in den AVB ( weitgehend für alle Wettbewerber in diesem Markt gleich, es spielt also keine Rolle, bei welcher PKV man ist ).
Also - warum in diesem speziellen Fall der PKV die Schuld geben ? Doch nicht, weil es so einfach ist gegen "die da in ihren Glaspalästen" zu wettern. Ich denke, hier hat sich E.`s Freund selbst die Schuld zu geben, dass er ohne KV-Schutz dasteht.
Gruß
Peter
-
David
Rang: Gastam 26.11.2005 12:43:24
Also meine PKV, die Versicherungskammer Bayern, hat mich gg. Aufschlag eines Risikozuschlags privat versichert.
Gruß
David -
E. Jakobi
Rang: Gast -
Siggi
Rang: Gastam 29.11.2005 19:46:52
Hallo Ihr beiden,
die Sache ist einfacher als ihr denkt, der Selbständige stellt seinen Partner / Partnerin in seiner Firma als Arbeitnehmer ein. Lohn muß über 400 ¤ liegen. Danach wird der Arbeitnehmer Beitragspflichtig in allen Sozialversicherungen einschließlich in der Krankenversicherung. Die AOK hat dann einen Aufnahmezwang.
Gruß, Euer Durchblicker
-
E. Jakobi
Rang: Gastam 29.11.2005 20:04:45
Hallo Durchblicker,
das stimmt, das wäre einfach, dumm ist nur.......der Selbständige ist der DIABETIKER!!
Gruß
E.J. von E. Jakobi -
Heiner
Rang: Gastam 05.12.2005 14:36:34
Hallo,
es ist erschreckend, was hier so alles geschrieben wird.
PKVs schmeissen niemanden raus, der sich korrekt verhält, d.h. seine Beiträge regelmäßig bezahlt und vor Vertragsabschluß hinsichtlich der Vorerkrankungen korrekte Angaben gemacht hat.
Wenn ich bei Antragstellung nicht älter als 70 Jahre bin, nehmen die PKVs fast jeden auf, die Frage bei Typ I ist nur, wie hoch ist der Risikozuschlag. Das heißt natürlich nicht, das eine PKV die Aufnahme eines Mitglieds u.U. ablehnen kann.
Ein Selbständiger, der sich zu 100 % versichern muss und einen 100%igen Risikozuschlag bezahlen muss kommt - abhängig vom Eintrittsalter - schnell auf einen Monatsbeitrag von ca. 700 bis 1.000 ¤.
Ich selbst bin seit vielen Jahren privat versichert. Aus diesem Grund ist es für mich unverständlich, wie hier solche Schauermärchen verbreitet werden können.
Da hier wohl keine PKV namentlich genannt werden darf, ich bin gerne bereit, weitere Infos bei Bedarf per PN weiterzugeben.
Gruß Heiner -
E. Jakobi
Rang: Gastam 05.12.2005 15:04:41
Hallo,
zum Glück habne Sie es ja offensichtlich nicht nötig aber ich raten Ihnen, die probe aufs Exempel zu machen! Rufen Sie irgendeine PV an und sagen Sie, Sie habne Typ 1, Sie werden eines besseren belehrt werden!
Glauben Sie etwa, wir erzählen hier Märchen, die Situation ist schlimm genug. Hören Sie sich in den medien um, dann sind Sie schlauer als jetzt!
E.J. von E. Jakobi -
Heiner
Rang: Gastam 06.12.2005 07:48:31
Dann schreibe ich jetzt mal ein Märchen: Bin selbst Typ 1, in einer PKV seit vielen Jahren, zahle Risikozuschlag (nicht nur wegen Typ 1) und wäre zu dem Zeitpunkt des Vertragsabschlusses von mehreren Versicherungen aufgenommen worden ..... und ich lebe noch heute.
Ich vertsehe eines nicht, es mag ja durchaus sein, dass die ein oder andere Versicherung Probleme macht und nicht zu einem Vertragsabschluss bereit ist. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Versicherungen, somit kann ich auch viele Versuche starten. Es gibt - das nur so am Rande - einige Seiten im Netz der Netze, die bei der suche nach entsprechenden PKVs sehr hilfreich sind.
http://www.pkv-financial.de/
http://www.pkv.de/default.asp
http://www.aspect-online.de/aspect/woPage/page=PkvIntroPage&sIndex=4
http://www.pkv-online.de/
Das ist nur eine kleine Auswahl, wobei die letztgenannte Seite direkt die PKVs benennt, die beim Vergleich berücksichtigt werden. Ich habe im Bekanntenkreis übrigens einige Leute, die trotz schwerer Erkrankungen in einer PKV aufgenommen wurden und bis heute noch immer Mitglied sind.
Ende meiner Märchenstunde.
Gruß Heiner -
Marie
Rang: Gastam 14.12.2005 16:55:47
Hallo E. Jacobi,
ich bin selbstständig und seit Jahren Diabetiker Typ 1, ich hatte überhaupt kein Problem bei meiner Krankenkasse ( allerdings eine gesetzliche ) weiter versichert zu werden.
Das die Kosten einer PV sowie gesetzlichen freiwillige Versicherung eventuell mit Zuschlägen versehen sind, ist wohl richtig, aber immer noch günstiger als gar nicht versichert zu sein.
Ich kenne nur unversicherte Menschen, die auch unversichert sein möchten.
Viel Glück und Gruss
Marie -
E. Jakobi
Rang: Gastam 14.12.2005 17:07:06
Hallo Marie,
danke für die nette Mail! Aber ist es nicht so, dass wenn man über Jahre privat versichert war, dass man dann in einer gesetzlichen KV nicht mehr aufgenommen wird? Der Betroffene ist seit ca. 20 Jahren selbständig.
Schöne Grüße
E. Jakobi -
Heiner
Rang: Gastam 16.12.2005 14:29:13
Hallo E. Jakobi
meine Märchenstunde hatte schon einen ernsthaften Hintergedanken. Mit den bisher gemachten Angaben hinsichtlich deines Lebensgefährten und seines Typ I ist es schwer, konkrete Ratschläge zu geben.
- Wieviele Anträge bei PKVs und bei welchen hat er gestellt?
- Gibt es anderweitige chronische Erkrankungen?
- Seid ihr per Mail erreichbar?
Hier im Forum kann man leider nicht konkreter werden, sonst hätte ich schon längst Namen genannt.
Ich "habe" Erfahrungen mit PKV, wie man bei genauem lesen meiner Postings durchaus erkennen kann. Diese sind durchaus aktuell. Wenn du also so dramatisch von Ablehnungen seitens PKV schreibst, kann man eigentlich nur den Schluß daraus ziehen, daß Du irgendwelche wesentlichen Aspekte noch nicht geschrieben hast. Nur wegen Typ I lehnen PKVs eigentlich keine potentiellen Mitglieder ab. Wenn dieses Forum dir dafür nicht geeignet scheint, ich reagiere auch auf PNs. Meine Mail-adresse ist angegeben. Nichts für ungut.
Gruß Heiner -
E. Jakobi
Rang: Gastam 16.12.2005 16:41:24
Glauben Sie mir, TYP 1 ist ein KO aspekt, man wurde direkt nach Typ 1 oder 2 gefragt, bei 1 gabs dirket ne Absage ohne irgendwelche ANDEREN Hintergrundinformationen. von E. Jakobi -
hs
Rang: Gastam 17.12.2005 11:48:58
Meine Frau ist seit 20 Jahren Typ 1 Diabetikerin. Ein Versuch in die Private zu wechseln scheiterte mit dem Hinweis "Typ 1 versichern wir nicht ", auch nicht gegen Risikozuschlag. (O-Ton Debeka). Auch andere PVs lehnten ab. -
Heiner
Rang: Gastam 19.12.2005 21:17:41
Ich schreibe es noch einmal:
1. Ich habe eine E-Mailadresse hinterlegt. Dort könnten Sie Ross und Reiter nennen.
2. Diese Thesen ohne Beweise bringen hier nichts. Das können wir noch Jahre lang weiter so betreiben, ohne das es etwas bringt.
Deshalb fange ich jetzt hier an, da Sie ja keine Mailadresse angeben, auch wenn es evtl. Ärger gibt. Ich bin seit Jahren in der Süddeutschen Krankenversicherung. Zahle Risikozuschlag, habe aber einen überdurchschnittlichen Leistungsumfang, der häufig über das vertraglich vereinbarte im Rahmen von Kulanzentscheidungen hinausgeht. Diese Versicherung schmeißt mich nicht raus, da sie es rechtlich garnicht kann.
Jetzt können Sie gerne weiter Ihre Behauptungen hier posten, ich versuche nur Ihnen Wege aufzuzeigen.
Gruß Heiner