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Vererbung irgendwie vorbeugen?

  • Anonymus

    Rang: Gast
    am 31.08.2005 12:52:11
    Hallo!
    Mein Freund (29) hat seit 3 Jahren Typ I. Wir möchten gerne demnächst Kinder haben.
    Gibt es irgendeine Möglichkeit, der erhöhten Wahrscheinlichkeit einer Vererbung vorzubeugen? (Besondere ernährung o.ä.)
    Die Frage klingt vielleicht naiv, aber ich würde mich trotzdem über Antworten freuen!
  • Ines

    Rang: Gast
    am 31.08.2005 14:09:55
    Hallo Annonym,
    Diabetes Typ I ist eine Autoimmunerkrankung. Ich denke nicht, daß man hier über Ernährung oder so einer möglichen Erkrankung oder gar der Möglichkeit einer Vererbung vorbeugen kann. Beim Typ I ist meines Wissen der Einfluß der Erbmasse auch eher von schwacher Ausprägung.
    Vorbeugen geht meines Erachtens nur bei Diabetes Typ II, weil der, oft mit genetischer Disposition, aber oft erst durch ungesunde Lebensweise (Ernährung, Bewegung, Streß) zum Ausbruch kommt. Und " Vorbeugung" heißt gesunde Lebensweise und ist wohl erst beim schon geborenen Menschen möglich.
    Man vererbt die Veranlagung, ob man will, oder nicht.
    Natürlich kann ich verstehen, daß jeder nur das beste für seinen Nachwuchs will. Aber irgendwie finde ich Deine Ängste übertrieben. Selbst wenn Dein Kind möglicherweise an Diabetes erkranken könnte - würdest Du dann eher vorbeugend lieber kein Kind bekommen?
    Gruß Ines
  • Lynda

    Rang: Gast
    am 31.08.2005 19:04:21
    Hallo,
    ich sehe es genauso . Wenn Du Deinen Freund liebst und Ihr Euch beide ein Kind wünscht, dann laßt es geschehen.

    Lynda
  • Harry

    Rang: Gast
    am 01.09.2005 10:13:56
    Der Vererbungsfaktor für Typ 1 liegt bei etwa 5 %.
    Vorbeugen könnt Ihr nur, indem Ihr keine Kinder bekommt. von Harry
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 01.09.2005 10:46:15
    die einstellung auch von kindern ist mitlerweile im tolerierbaren rahmen möglich. von thomas2002
  • wun

    Rang: Gast
    am 01.09.2005 10:46:59
    Bin selber Typ I (mit 40 Jahren Diabetiker geworden) und leider hat einer meiner Kinder vor einem Jahr ebenfalls Diabetes entwickelt.
    Das hat meine Frau (kein Diabetes) und mich anfangs zwar furchtbar getroffen, mittlerweile sehen wir es aber gelassener:

    Der 7-jährige kann mit seiner Stoffwechselstörung sehr gut umgehen, misst und spritzt selbständig und hat einen Hba1c von letztens 6.7. Der Diabetes war für ihn fast selbstverständlich, da er ihn ja von mir kennt.

    Ich denke mir auch (sehr positiv), dass er eine echte Typ 1 Therapie erleben wird. Und wenn Du siehst, wie viel Spaß und Freude er am Leben hat (wie wohl die meisten Kinder)....
    Selbst wenn wir's vorher wissen könnten, würden wir ihn wieder zeugen!!

    Also, lasst Euch nicht einschüchtern! von wun
  • anonym

    Rang: Gast
    am 10.10.2005 18:57:45
    Geht euch beim Thema Kinder kriegen nicht durch den Kopf, daß eure Lebenserwartung eingeschränkt ist ? Habt ihr keine angst ?
    Eine ängstliche Angehörige von anonym
  • AG

    Rang: Gast
    am 11.10.2005 08:29:08
    Moin,
    beim Lesen des letzten Kommentares fällt mir sponatn nur folgendes ein:

    Wieso habe ich als Diabetiker an meine Lebenserwartung zu denken??? Es liegt doch ausschliesslich nur an mir, meinen Blutzucker in den Griff zu bekommen, was heutzutage ja nicht so schwierig ist. Und dann dürfte das Thema Lebenserwartung
    nicht mehr oder weniger wichtig sein wie bei einem "Gesunden".
    Wie schaut es denn bei Rauchern aus, wenn die an Nachwuchs denken?? Da gibt es doch auch niedrigere Lebenserwartungen, oder nicht??

    Carpe diem,

    AG
  • anonym

    Rang: Gast
    am 11.10.2005 11:41:04
    @ ag:

    kann deinen kommentar verstehen, aber die fakten sprechen doch eben auch ein bild, oder ?
    was ist mit all den folgeerkrankungen, den erhöhten risiken für schlaganfall, herzinfarkt etc.. ???
    läßt sich alles duch "optimales dm-leben" ausschließen ?
    sicherlich nicht.
    also spielt das risiko eben doch eine rolle.

    klar, das leben ansich ist schon ein risiko.

    vielleicht reagiere ich z.zt. auch nur über. mein mann wurde gerade mit 32 mit typ 1 diagnostiziert und ich hab einfach ein riesenbammel, daß wir nun nicht zusammen alt werden könnten und ich ihn verliere. daß er schwer an folgeschäden erkrankt und sich selbst dabei verliert.
    er ist die liebe meines lebens.
    sind da ängste so abwegig ?

    lasse mich gerne durch eure worte ermuntern und vom prinzip "mut statt angst" überzeugen.

    gruß !
  • AG

    Rang: Gast
    am 12.10.2005 08:12:03
    Moin :o)

    sicherlich war mein Beitrag provokativ.. auch ein wenig gewollt (*zugeb*), ich habe auch nicht sofort nicht daran gedacht, dass Du bzw. Dein Mann natürlich ersteinmal ziemlich durcheinander ist, wenn man so eine Diagnose erhält - was ich nur klarstellen wollte:

    Wenn dein Mann bzw. Ihr seinen Diabetes gut in den Griff bekommt, wovon ich einfach mal ausgehe, dann brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen! Auch bei mir wurde erst vor kurzem Typ 1 festgestellt. Meine Blutzuckerwerte waren anfänglich über 400.. mittlerweile habe ich mein "Zucker" voll im Griff und die Werte sind die eines "Gesunden". Man darf es nur nicht schleifen" lassen. Regelmässige Kontrolle und eine gute Schulung sind da das A und O. Ich lasse mich auch regelmässig untersuchen (Cholesterin, HbA1c-Wert usw.), was ich bisher eher schleifen lassen habe. Ich kann von mir behaupten, dass ich wohl jetzt, trotz meines Diabetes, gesünder bin als vorher. Durch den sorgfältigen Umgang mit Diabetes (regelmässiges Blutzuckermessen - vor jeder Mahlzeit und die entsprechenden Insulinsgaben mittels Insulinpens) lebe ich auch nicht schlechter als vorher - eher sogar besser. Sicherlich ist es anfänglich ersteinmal alles sehr ungewohnt. Doch mittlerweile sehe ich es ganz locker: die einen nehmen Zucker oder aber Milch zu ihrem Kaffee, ich nehme eben Insulin zum Essen. Ich bin mir sicher, dass es auch bei Euch bald so klappen wird :o) !!
    Also, keine Angst, Dein Mann bzw. Ihr müsst damit leben - ob ihr nun wollt oder nicht. Also nehmt es an und macht das Beste daraus. Es ist alles halb so schlimm wie es anfänglich ausschaut!!
    Und unter anderem auch in diesem Forum hier gibt es sehr viele "Süße", die gerne Fragen beantworten und Hilfestellung geben.

    Carpe diem,

    AG