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nächtlicher Hypo - Lebensgefahr?

  • Claudia Silber

    Rang: Gast
    am 20.08.2005 21:44:53
    Hallo zusammen!

    Mein Mann hat seit 4 Jahren D Typ 1
    In diesem Jahr hatte er zwei nächtliche Hypos mit Krämpfen, er war nicht mehr ansprechbar. Beide Male konnte ich ihm mit Traubenzucker helfen.
    Jetzt habe ich gelesen, daß solche Hypos sogar lebensgefährlich sind - stimmt das?
    Was passiert, wenn er in einem solchen Fall Ohnmächtig wird und es ist niemand da ihm zu helfen?

    Hab´ jetzt richtig Angst um ihn...

  • klausdn

    Rang: Gast
    am 20.08.2005 22:03:35
    hallo ano,
    im allgemeinen werden alle wieder wach, manchmal erst nach stunden.
    es soll ja auch singels geben die t1 sind.
    und da ist keiner mit glucose da.
    einziges problem . alkohol !! da funktionierts nicht.
    rat :
    feststellen warum hypo, -nach möglichkeit vermeiden.(manchmal soll da ne pumpe gut sein)
    glucose so wie du gemacht hast ist gut.
    laßt euch vom doc das glucagon notfallset aufschreiben, und erkllären.
    das ist wirklich nur für den absoluten notfall !!!!
    ich weiß nicht wie es bei anderen ist, aber ich dachte der magen kommt mit raus.- schlimmer als hypo-
    aber im notfall - die rettung.
    brauchte es nur einmal.-zum glück.
    mfg klaus
    von klausdn
  • Claudia

    Rang: Gast
    am 20.08.2005 23:11:23
    Das Notfall-Set haben wir im Haus - ich hab´ mich aber wegen der Krämpfe nicht getraut zu spritzen - wäre schwierig gewesen. Hatte schon Schwierigkeiten mit dem Traubenzucker.
    Eine Pumpe lehnt er ab - denke er will nicht "von einer Maschine abhängig " sein.
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 20.08.2005 23:43:09
    hallo ano,
    sag ihm , es ist genau umgekehrt,
    die pumpe ist von dir abhängig,
    und lernen wie es geht : telefoniere mal mit doc teupe. die zeiten und nummern findest du im netz unter diabetesdorf althausen. kenne keinen der hinterher nicht sicher war.
    mfg klaus von klausdn
  • Claudia

    Rang: Gast
    am 20.08.2005 23:54:14
    Danke Klaus!

    Werde deinen Rat befolgen.

  • Harry

    Rang: Gast
    am 21.08.2005 10:37:12
    In dem geschilderten Zustand ist Traubenzucker nicht ratsam, Glukagon spritzen oder den Notarzt rufen.

    So schnell stirbt man nicht, wenn die Hypo aber lange genug anhält, könnte es zu schweren Schäden am Gehirn kommen. Außerdem schädigen hüufige Hypos die Augen wie auch stark schwankende BZ-Werte.

    Unbedingt den Ursachen der Hypo nachgehen. von Harry
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 21.08.2005 12:52:00
    hallo an alle,
    wer in acht monaten zwei hypos hat(t1) hat sie nicht häufig.
    man kann nicht bei jeder hypo den notarzt rufen.
    der spritzt auch nur glucose, und dann geht die achterbahn los
    glucose solange wie der schluckreflex noch da ist ist ok, sonst hätts nicht gewirkt.
    die wirkung setzt erst nach ca 15min ein !!
    nerven behalten. (uhr)
    glucagon wirklich nur im äußersten notfall, die wirkung ist schlimmer als wenn klitschko dir in den bauch gehauen hätte.
    mfg klaus
    anmerkung : was helfende oft vergessen :
    wieviel glucose habe ich gegeben !
    man frisst nämlich leicht vielzuviel , und landet bei überhohen werten, ohne zu wissen wieviel korrektur man braucht. von klausdn
  • Reiner

    Rang: Gast
    am 21.08.2005 14:30:38
    Also wenns mal eng wird sind die kleinen Täfelchen Traubenzucker nicht so zu empfehlen. Bis die der Diabetiker richtig klein hat um sie unterzuschlucken vergeht viel Zeit. Dann lieber kohlehydrad-hochdosierten Saft einträufeln oder wenn man noch schlucken kann gleich mal ein großes Glas voll trinken . So mache ich es jedenfalls von Reiner
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 21.08.2005 14:44:58
    Hallo.

    Sehr gut bewährt hat sich auch die "Jubin"-Zuckerlösung, eine Art "Gel" zum Schlucken aus der Tube direkt in den Mund.

    Krämpfe beim Unterzucker haben nicht wenige Menschen. Die Krämpfe sind eine Art "epileptischer" Anfall bedingt durch den Unterzucker. Ich weiß nicht, ob man etwas dafür tun kann, die Krämpfe zu vermeiden, ich glaube aber nicht. Dazu würde ich den Arzt fragen.

    Gruß,
    Lovely
  • Marissa

    Rang: Gast
    am 23.08.2005 13:05:15
    Hallo,
    mir scheint's so zu gehen wie deinem Mann. Hab mit
    10 Jahren Typ 1 gekriegt und mein Arzt wollte mir auch gleich 'ne Pumpe geben. Aus irgendeinem Grund will ich das aber nicht, keine Ahnung, ich stells mir schrecklich vor, immer dieses Gerät an meinem Bauch hängen zu haben.
    Zu den Hypos: hatte auch schon öfters nächtliche Hypos, bin aber immer wieder aufgewacht, dann zwar total verschwitzt, mit sehr niedrigen Werten und total zittrig, aber immerhin konnte ich mir selbst helfen. Manchmal bekommt man während einer nächtlichen Hypo auch Alpträume und wacht dann davon auf.
    Das mit dem Traubenzucker war auf jeden Fall super, ich kann verstehen, dass du dir Sorgen machst, aber ich denke nicht, dass es lebensgefährlich werden kann.
    Liebe Grüße Marissa
  • lisi

    Rang: Gast
    am 25.08.2005 21:53:37
    Hallo,

    ich bin seit 20 Jahren t1 Diabetikerin,
    Hatte 18 Jahre keine Hypos, dann wurde ich schwanger, brauchte 20 mal während der SS den Notarzt - wurde mehrmals ins KH gefahren.
    Seitdem bin ich die Hypos nicht mehr los geworden, hatte ein Jahr nichts aber die letzten 6 Monate 2 Mal den Notarzt.

    Mein Mann merkt es jedesmal in der Nacht -
    er will mir was zu trnken geben , ich werde agressiv -er kann nichts spritzen ich werde Bewustlos...

    Liebe Grüße von lisi
  • Fritz

    Rang: Gast
    am 29.08.2005 18:09:40
    Ich bin seit 39 jahren Typ1 Diabetiker und habe folgende Tips:
    1. Vor dem Schlafen Zucker messen, bei unter 100ml/dl noch 1-2 BE essen.
    2. Über mehre Tage Nachts zw.2 3 Uhr Zucker messen.
    3. Wenn der Zuckerspiegel nachts immer unter 90ml/dl ist sollte euer Hausarzt die Insulindosis am Abend herrunter setzen.
    4.Eine so schwere Hypo wie Du sie beschrieben hast kann gesundheitliche folgen haben, ist aber nicht unbedingt Lebensbetrolich es sollte auch nicht öfter vorkommen. Lasse Dir vom Arzt ein GLUCA GEN HYPO KIT für solche Fälle verschreiben und wenn dein Mann kann soll er zu dem Traubenzucker auch noch 2-3 BE essen.
    Ich höffe Dir etwas geholfen zu haben.
    Fritz