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Macht Diabetes depressiv?

  • Lovely

    Rang: Gast
    am 17.08.2005 23:35:12
    Hallo Daniela.

    Deine Erläuterungen klingen plausibel. Ich meine damit, dass es durchaus so sein kann, aber nicht muss.

    Du schriebst:
    "Daneben gibt es Hinweise darauf, das depressive Menschen häufiger an Diabetes erkranken wie Nicht-Depressive."

    Weißt Du so auf Anhieb, welcher Diabetes gemeint ist? Ich vermute, dass hier ausschließlich vom Typ 2 gesprochen wird, denn ich glaube kaum, dass bislang ein Zusammenhang zwischen Depression und Autoimmunerkrankung erforscht wurde. Eine schwere Depression haben größtenteils Erwachsene, weniger Kinder. Diabetes Typ 1 (aufgrund Autoimmunaggression) haben größtenteils Kinder, weniger Erwachsene. Ich kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass von der geringen Restzahl bei der es umgekehrt ist, eine Statistik gemacht wurde.

    Fragende Grüße,
    Lovely
  • Daniela Pichleritsch

    Rang: Gast
    am 18.08.2005 17:23:43
    Hallo Lovely,

    wie Du richtig vermutet hast, ist der Typ-2-Diabetes gemeint.

    Viele Grüße

    Daniela von Daniela Pichleritsch
  • Daniela Pichleritsch

    Rang: Gast
    am 18.08.2005 17:23:43
    Hallo Lovely,

    wie Du richtig vermutet hast, ist der Typ-2-Diabetes gemeint.

    Viele Grüße

    Daniela von Daniela Pichleritsch
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 19.08.2005 22:58:11
    Nein, Diabetes macht nicht depressiv!
    Ich bin da trotz erneuter Rückschläge mich bestem Galgenhumor ausgestattet ;-) von Daniela
  • Ines

    Rang: Gast
    am 20.08.2005 09:40:34
    Hallo Daniela,
    gegen Depris kann auch gesunder Galgenhumor nix machen. Die kommen einfach, und ein gegensteuern ist ohne Hilfe fast unmöglich.
    Meine Beobachtung: Depressionen kommen vermehrt, wenn die BZ-Werte nicht im Lot sind.
    (iTyp II Diabetes)
    Gruß Ines
  • luzz

    Rang: Gast
    am 29.08.2005 13:03:03
    nunja, ich war dieses jahr etwa 3 monate wg. depessionen krank geschrieben gewesen.
    nur, dies allein von der diabetes abzuleiten halte ich im nachhinein für wenig wahrscheinlich.
    selbst als ich vor 5 jahren die typ 1 diagnose bekam, war ich zwar erschüttert, aber nicht wirklich seelisch betroffen.

    dass die diabetes zum oben geschilderten Burnout zumindest beigetragen hat, kann ich jedoch nicht ausschließen

    gruß luzz
  • Coteazur

    Rang: Gast
    am 04.09.2005 14:53:13
    Die menschliche Seele stützt sich auf drei Pfeilern von Beziehungen:
    Familie Freunde Bekannte

    Wenn alle drei Bereiche gut abgedeckt sind, hat der Diabetiker wenig Probleme.

    Sollte man aber schon Probleme haben, so macht der Diabetes das Leben sicherlich nicht leichter und kann zu Depression führen.

    Deswegen, bin ich trotzdem der Meinung, dass Diabetiker ein Element mehr haben, als "gesunde" und Hass auf den lieben Gott haben - und sich zu fragen warum das jetzt sein muss.

    Eine Depression ist aber auch ein Mittel sich der Gesellschaft zu entziehen - vielleicht auch vor der Krankheit zu flüchten.

    Daher ist jeder der ein gesundheitliches Problem hat, zu Depressionen geneigt - ausser sein soziales Umfeld stimmt.

    Also keine Zuordnung von Diabetes zur Depression - aber unter Umständen von
    Gesundheitlich angeschlagenen mit schlechtem Umfeld.

    Das kann wohl sein - aber hat nichts mit Diabetes im speziellem zu tun.

    Gruss
    Coteazur
  • liddlflaur

    Rang: Gast
    am 07.09.2005 22:09:29
    hallo daniela,

    ich bin seit 17 jahren diabetes 1 und nach meinen erkenntnissen, denen meiner diabetologin und einer psychotherapeutin depressiv.
    ob das mit dem diabetes zusammenhängt, kann man noch nicht sagen. seit einigen monaten nehme ich antidepressiva und habe mich noch nicht zu der entscheidung durchgerungen, eine therapie zu machen (liegt vielleicht daran, dass es mir im moment aufgrund der medikamente besser geht).

    hast du mal in einem forum für depressionen diabetiker (wenn sie sich dort eintragen) nach ihren erfahrungen gefragt, welche ursachen ihre therapien zu tage gefördert haben?

    zu schade, dass meist der typ 2 gemeint ist. das ist mir schon oft aufgefallen. diskussionen, therapievorschläge und tipps zu ernährung und verhalten sehe ich öfter für diesen typ.

    gruss
    liddl
  • Lissy

    Rang: Gast
    am 14.09.2005 17:47:32
    Hallo!

    Ich möchte auf keinen Fall in einem Bericht erwähnt werden, aber meine Meinung muss ich trotzdem mal kurz loswerden.

    Wie kann man denn über Depressionen schreiben (Klaus !?!), wenn man selber keine hat?

    Du kannst doch nicht einfach sagen, ein Diabetiker ist nicht anfälliger! Daniela hat doch nicht behauptet, dass alle Diabetiker Depressionen bekommen. Wenn du keine hast, dann gehörst du eben zu den Glücklichen, die keine bekommen.

    Also ich habe schon welche dadurch bekommen, wegen z.B. schwieriger und trotzdem unbefriedigender Einstellung, wegen Gewichtszunahme durch Insulin und wegen eines Todesfalles durch Insulin in meinem Bekanntenkreis.

    Ganz ehrlich, ich finde es bewundernswert, wenn jemand wie du und viele andere hier trotz schon aufgetretenen Folgeschäden so positiv in die Zukunft blicken können.

    Leider können das nicht alle.

    Manche heben Angst vor später (faulende Füße, Blindheit usw.).

    Manche sind frustriert, weil sie eigentlich ihre Kinder irgendwohin kutschieren müssten, aber leider wegen einer schweren Unterzuckerung auf dem Sofa liegen und warten, dass es vorbeigeht (mit dem Wissen, jetzt zu spät zu kommen).

    Manche werden aggressiv bei einer Unterzuckerung - und ärgern sich hinterher sehr darüber.

    Manche haben noch mehrere Krankheiten und in der Summe das Gefühl, immer irgendetwas zu haben. Wenn nicht das eine, dann das andere. Nie ist man mal richtig fit.

    Manche behaupten sogar, dass ein Kind es ohne Mutter besser hat, als mit einer Mutter mit DM (Gott sei dank wurde das nicht über mich behauptet).

    usw.

    Manche können mit alle dem gut leben, aber eben nicht alle. Die denken schon darüber nach und grübeln.

    Von den ganzen Kommentaren waren viele dabei, die durch DM keine Depression bekommen haben. Deshalb denke ich, können diese Leute auch nicht darüber schreiben.

    Vielleicht bin ich auch nur ein Einzelfall, was die Sache schon wieder anders aussehen läßt, aber das kann ich nicht beurteilen.

    An Klaus nochmal: Nichts für ungut, ansonsten lese ich deine Kommentare sehr gerne und schätze sie!

    Hoffentlich liest diesen Beitrag noch jemand, ist ja schon älter! von Lissy
  • Daniela Pichleritsch

    Rang: Gast
    am 15.09.2005 12:31:36
    Hallo Lissy,

    vielen Dank für Deine interessanten Anmerkungen. Den Beitrag zum Thema Depressionen, der im Novemberheft des Diabetiker Ratgeber erscheinen wird, habe ich inzwischen schon fertig geschrieben. Darin kommen sowohl eine Typ-1- als auch eine Typ-2-Diabetikerin zu Wort. Zum Thema Depressionen bei Diabetikern gibt es sehr viele sehr unterschiedliche Meinungen, wie Du ja auch hier im Forum gesehen hast.

    Viele Grüße und alles Gute.

    Daniela
    von Daniela Pichleritsch