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  • Thomas

    Rang: Gast
    am 23.07.2005 15:29:46
    Hallo,

    Darf ein 13 Jähriges Mädchen, ein Glas Sekt trinken? Oder lieber nicht. Sie ist Diabetikerin Typ1.
    Wenn ja, was sollte man beachten?
    Danke für eure Antwort.

    Gruß Thomas
  • keule

    Rang: Gast
    am 26.07.2005 14:31:14
    warum alkohol? ob ein 13-jähriges mädchen alkohol trinken will, soll oder muß sei dahingestellt. frage mich nur: was soll diese frage? kommt als nächstes: darf, kann oder soll dieses mädchen dieses kind die pille nehmen und wie sieht es mit anderen drogen aus? ja, alkohol ist eine droge von der auch kinder abhängig werden können! bei ca. 6 millionen alkoholabhängigen menschen in "diesem unseren land" sollte sich die frage nach alkohol für ein kind doch eigentlich nicht stellen. schwachsinn, wenn es darum geht ob anonym ein elternteil ist. sofortige beratung wenn es darum geht, daß dieses kind des öfteren alkohol zu sich nimmt. die oma, die jeden morgen "nur ein fläschchen pikkolo" trinkt um in die hufe zu kommen, ist alkoholabhängig. nicht die getrunkene menge ist entscheidend, der grund warum alkohol zu sich genommen wird ist der weg in die abhängigkeit.
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 27.07.2005 13:59:27
    Hallo Thomas.

    Natürlich ist Alkohol in jungen Jahren gefährlich.

    Aber ganz ehrlich: Die meisten Menschen haben in dem Alter schon mal das eine oder andere Gläschen Alkohol probiert. Ich auch.

    Und nun konkret zu Deiner Frage:
    - WENN Sekt, dann bitte trockenen (!) nehmen.
    - Der Alkohol sollte möglichst zum Essen getrunken werden, damit der Einfluß auf den Zucker möglichst gering ist.
    - Wichtig: Alkohol senkt den Blutzucker !!! Eine Senkung ist auch noch 10-14 Stunden nach dem Genuss möglich, also besonders am anderen Morgen häufiger messen und nicht korrigieren. Unterzuckergefahr insbesondere bei mehr als 2 Gläsern Alkohol!
    - 2-Gläser-Regel: 2 kleine Gläschen Alkohol (Sekt, Wein, Bier) zum Essen getrunken haben i.d.R. keinen großen Einfluß auf den Zuckerspiegel.
    - Alkohol (--> Kohlenhydrate im Bier) lassen den Zucker anfangs zuerst (kurzfristig) steigen.

    Gruß,
    Lovely
  • keule

    Rang: Gast
    am 27.07.2005 21:47:00
    hallo lovely,

    wahrscheinlich hast du bei deiner alkoholmengenempfehlung eines vergessen: d a s k i n d i s t 1 3 j a h r e
    alt!!! wenn du gleichaltrig sein solltest und diese menge täglich verkonsumierst, solltest du dich umgehend in die beratung für alkoholkranke begeben!!!
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 27.07.2005 22:05:25
    hallo ananym,
    loveley ist weder alkoholikerin und auch nicht 13, aber wesentlich mehr auf dieser welt als du.
    es ging darum ob ein 13 jähriges mädchen "ein" !
    glas sekt trinken darf.
    kein mensch hat nach einem glas sekt, suchtprobleme, außer sie waren vorher da.
    mfg klaus von klausdn
  • keule

    Rang: Gast
    am 28.07.2005 10:49:43
    hallo klausdn,
    freue mich über deine kompetenz zum thema alkohol. ebenso freue ich mich darüber, daß lovely keine alkoholprobleme hat.
    natürlich kann ich als leiter einer einrichtung zur hilfe und beratung von suchtproblemen bei diesem thema nicht mit euch mithalten, da ihr für euch andere praktische erfahrungen gemacht habt. meine erfahrungen beruhen nur aus "theorie".

    für euch ein weiterhin kräftiges prosit!
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 28.07.2005 12:01:47
    hallo anonym,
    daß du sowas ähnliches bist habe ich aus deinem ersten schreiben geschlossen. aber deine reaktion war typisch und von mir provoziert.
    nur hast du noch immer nicht begriffen wie solche süchte entstehen.
    oder bist du so blauäugig nicht zu wissen, daß ein dreizehnjähriger wenn er will an alkohol kommt.
    dein errhobener zeigefinger war nicht zu übersehen.
    auch deine bemerkung über pille usw war genauso weltfremd. aber geh ruhig weiter mit scheuklappen durch die welt.
    mfg klaus von klausdn
  • Diawolf

    Rang: Gast
    am 31.07.2005 17:01:51
    Wie kommt man zur Sucht?
    Da gibt es dieses kleine Kind "X"- und auf der Geburtstagsfeier sagt der Onkel :"Laß doch das K leine mal nippen -schadet ja nichts , hab ich früher auch gemacht".Und das sagen auch die Oma und die Tante auf ihren Feiern , und es ist ja auch so lustig wenn das Kleine mal etwas desorientiert in der Gegend herumläuft, weil die Menge mal aus Versehen zu groß war .Und ganz allmählich bilden sich im Gehirn diese teuflischen Stoffe, die nach immer mehr verlangen .
    Übrigens hat der Onkel sowieso noch nie etwas gemerkt und auch nicht, daß er jeden Abend seine 2-3 Bierchen trinkt - weil`s so gut schmeckt, sagt er, nicht etwa weil er es bräuchte.
    Später, wenn das Kleine allmählich erwachsen wird, werden die Mengen auch etwas größer und das Verlangen nach Drogen wird noch durch Gelegenheiten, Streß und allemöglichen widrigen Umstände begünstigt. Und irgendwann wird aus der Lust am Schwips eine Sucht.
    Deswegen soll man , angefangen bei Kleinkindern ,jeglichen Zugang zu Alkohol verwehren! Und das ist überhaupt nicht weltfremd - es sollte zur Normalität werden! Die Einstellung: " weil es ja alle machen, kann man eh nichts dagegen ausrichten" wird ja gerade durch die Kampagne einiger Länder gegen das Rauchen ad absurdum geführt.
    Was Erwachsene mit ihrem Leben machen, ist dann eine andere Sache, und daß Kinder auch an Sprit kommen, ohne daß die Eltern es verhindern können, ist auch klar. Man kann aber begünstigende Umstände minimieren.
    Für die Entwicklung des Kindes hat man als Eltern die Verantwortung und das gute Beispiel und Aufklärung sollten im Vordergrund stehen und nicht fatalistische Vogelstraußpolitik.
    M.f.G. von Diawolf
  • thomas2002

    Rang: Gast
    am 01.08.2005 00:48:15
    @Diawolf

    ich habe mein erstes glas wein mit 14 getrunken. und nach 35 jahren bin ich noch immer nicht ein säufer. ich komme im monat maximal auf 3-4 0,2er. zum säufer gehört noch etwas mehr. und mir solchen geschichten kommt man nicht gegen das grundproblem an. von thomas2002
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 01.08.2005 01:36:42
    Süchtig wird man nicht, nur weil man mit 14 oder 15 schon mal Alkohol probiert hat.

    Sucht bedeutet, dass ein Mensch multifunktionale Probleme hat und im Alkohol eine Antwort auf diese Probleme sucht.

    Alkohol verbieten? Das haben schon mehrere Länder versucht. Amerika Anfang des 20. Jhd. und wenn ich mich richtig erinnere auch Schweden. Was war das Ergebnis? Alkohol wurde heimlich getrunken, der Schwarzmarkt blühte, es kam zu Problemen durch verunreinigten Alkohol, es gab nicht wesentlich weniger Süchtige. Denn wer in Betäubungsmittel einen Ausweg sucht, der kommt an Betäubungsmittel sowieso heran. Drogen sind in Deutschland in jeglicher Form verboten. Gibt es deshalb in Deutschland keine Drogentote? Nein. Das Problem der Süchte liegt woanders.

    Ich frage Euch alle ganz allegemein:
    Wißt Ihr denn, mit welchen Sorgen Euer Nachbar kämpft?
    Habt ihr Euch mal gefragt, wie einsam die alte Dame von nebenan ist?
    Wißt Ihr, wie sehr die Mitschüler den kleinen Jungen zwei Straßen weiter mobben?
    Habt Ihr eine Ahnung, wie dreckig es der alleinerziehenden Mutter im 1. Stock geht?

    Das sind nur Beispiele, aber sie machen deutlich, dass eine Sucht nicht entsteht, weil man das eine oder andere Glas Alkohol trinkt, sondern von vielen Faktoren abhängt.

    Und by the way, ich habe seit 32 Jahren Typ 1 und mir haben in dieser Zeit 3 Personen auf den Kopf zugesagt, dass ich süchtig wäre. Denn weil ich nicht ohne Insulinspritzen leben könnte, wäre das nichts anderes als eine Sucht. Ehrlich, ich war platt. Wie können Menschen den Mund über Süchte aufreißen ohne nachzudenken?

    Gruß,
    Lovely