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Lebensgefahr durch Hypo

  • Babsi

    Rang: Gast
    am 26.01.2010 09:09:18
    Guten Morgen u vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Kompliment wie ihr euch meinen Sorgen annehmt u mir helft die sit beser zu verstehen (vom Troll lass ich mich nicht bange machen). Ich bin auch der Meinung: Wissenu Aufklärung ist alles. Ich bemühe mich sehr, mir möglichst viel Wissen anzueignen. Mein Partner ist seit 25 J. Diabetiker u wir sind noch nicht so lange zusammen. Für ihn ist das alles "business as usual"...für mich sind die Zusammenhänge oft noch kompliziert. Leider redet er nicht so gerne über sich und DM (verstehe ich auch u möchte ihn nicht nerven), aber die Erfahrung mit meiner (also eigentlich seiner :-)) ersten nächtlichen Hypo hat mich schon sehr nachdenklich gestimmt. Also vielen Dank an Euch! Ihr habt mir sehr viel Mut gemacht!!! Und mir ist es lieber mich mit Fragen an erfahrene Diabetiker zu wenden als vom Arzt unzureichend "abgefertigt " zu werden . Ist mir leider, leider passiert. so nach dm Motto: was machen SIE sich Sorgen, ER hat doch DM. Na super. Alles liebe Grüße und wenn mal wieder was sein sollte, melde ich mich einfach bei Euch....lg Babsi
  • Fuchs

    Rang: Gast
    am 26.01.2010 11:21:58
    Hallo,

    in meinen 12 Jahren Diabetes hatte ich die Matrix-Erfahrung 2 mal schwer (Notarzt) und 4-5 mal an der Grenze, d.h. ich habe die Unterzuckerung sehr lange halbbewusst mitbekommen und konnte aber noch gegenregulieren.

    Drei Dinge kann ich bestätigen:

    1. So schnell stirbt man nicht.
    2. Man redet ziemlichen Sch... und wird in der Tat aggressiv oder zumindest rabiat. Ich hatte dann immer so eine "Leck-mich-Haltung". Was wollen die alle bloß von mir???
    3. Wenn man den D. sehr lange hat, kann es einen immer öfter regelrecht überraschen. Auch ich spüre meist sehr niedrige Werte so um die 30 und werfe mir dann was rein. Aber anscheinend spüre ich es nicht immer. Macht mir schon Angst.

    Fuchs
  • Idee

    Rang: Gast
    am 26.01.2010 12:50:55
    Moin Babsi,

    na dein Göga redet sicher nicht gern drüber, weil es für ihn zum Leben gehört wie der Umgang mit der Zahnbürschte. Aber, wenn du ihm sagst, dass du einfach Angst hattest, wird er dir sicher die DInge erklären, die du wissen willst.
    So ganz Unrecht hat Jemand, der sagt: es ist in erster Linie SEIN DM, auch nicht.
    Es gibt auch Diabetiker, die Russisch Roulette spielen mit ihrem DM und die Partner aller 5 Tage die Krise bekommen, weil der BZ fanz oben oder ganz unten ist. Und hier trifft die Aussage mit dem SEIN/IHR DM wohl zu. Und dann kommen noch solch dämliche Affen wie der Sohn vom ollen Fuchsberger dazu, der in den Medien mit seinem DM durch die Talkshows tingelt und einen Quark erzählt. Der steigt in den Flieger und stellt sicher erst mal vor das Flugpersonal und verkündet laut: ICH habe Diabetes. Und er erzählte auch die dollsten Gruselgeschichten über SEINE Hypos, behauptete, er könne jetzt und gleich in der Talkshow, in der er grad hockte, wegen einer Hypo in Ohnmacht fallen. Der Moderator wurde sichtlich blass...Ich glaub, der Fuchsberger Sohn hat mal irgendwann seine DM-Erfahrungen in einer Schwarte publiziert.
    von Idee
  • Katja

    Rang: Gast
    am 26.01.2010 17:32:26
    @Babsi

    Mein Mann begleitet mich regelmäßig zu Vorträgen und in die Selbsthilfegruppe! In der Selbsthilfegruppe ist er zwar meist der einzige Angehörige, aber seine Anwesenheit wird von allen akzeptiert. Bei Langzeitdiabetikertreffen sind Angehörige sehr viel häufiger dabei - obwohl oder weil sie den Diabetiker schon jahrzehntelang durch alle Höhen und Tiefen begleiten. Auch an Schulungen können Angehörige i.d.R. teilnehmen. Bei männlichen Diabetikern sind es ja doch oft deren Frauen, in deren Händen die Verantwortung liegt... Wenn Dein Partner nicht zu solchen Veranstaltungen geht, kannst Du auch alleine teilnehmen (außer vermutlich an Schulungen).

    Nur vor einem solltest Du Dich hüten: Deinem Partner die Verantwortung aus der Hand zu nehmen! Mein Mann hat das ganz am Anfang unserer Beziehung versucht - und habe es ihm sehr schnell abgewöhnt, in dem ich ihn gefragt habe, was ich denn jetzt tun soll... Nur wenn ich mir wegen einer schweren Unterzuckerung nicht mehr selbst helfen konnte, mußte er die Verantwortung schultern - aber nur dann!


    @Anke:

    "Nachdem Novelli et al. 1988 zeigen konnten, dass auch Glutamat bei Energiemangelzuständen wie einer Hypoglykämie über den N-Methyl-D-Aspartat Rezeptor eine neurotoxische Wirkung entfalten kann, wurde die Ansammlung von Neurotoxinen wie Glutamat, Aspartat u.a. im Liquor als Erklärung für die morphologischen Schäden einer Hypoglykämie herangezogen."

    Wenn das stimmt, müßten doch diabetische Ostasiaten wesentlich häufiger entsprechende Schäden am Gehirn haben als Westeuropäer!!! Denn Glutamat ist wesentlicher Bestandteil der ostasiatischen Küche... In der westliche Küche taucht Glutamat im Wesentlichen "nur" als Geschmacksverstärker in Fertigprodukten auf. Ich habe aber noch nichts davon gehört, daß bei Chinesen, Thailändern und anderen entsprechende Schäden deutlich häufiger seien...

    "Wredling et al. konnten 1990 zeigen, dass Typ-1-Diabetiker mit rezidivierenden, schweren Hypoglykämien in den Testbereichen Motorik, Kurzzeitgedächtnis und visuell-räumliche Aufgaben zur Prüfung allgemeiner Problemlösungsfähigkeit signifikant schlechter abschnitten als eine Kontrollgruppe von Diabetikern ohne schwere Hypoglykämien."

    Dann kannst Du mir bestimmt erklären, warum meine Leistungen in den "Testbereichen Motorik, Kurzzeitgedächtnis und visuell-räumliche Aufgaben zur Prüfung allgemeiner Problemlösungsfähigkeit" sehr viel besser sind als die meines Mannes? Nur daß er gesund ist und sein BZ sicher noch nie unter 50 mg/dl lag, während ich bereits rund 100 schwere Hypos mit Bewußtlosigkeit und unzählige leichte mit BZ-Werten zwischen 20 und 40 hatte - zuletzt am 11.01. mit 30 und am 04.01. mit 39??? Oder sollten die entsprechenden Leistungen von Diabetikern generell höher liegen als in der gleichaltrigen gesunden Bevölkerung?

    Viele Grüße

    Katja
  • Rudi

    Rang: Gast
    am 26.01.2010 18:36:35
    Hey Katja, leider kannst du es dir ersparen, Anke irgendetwas zu erklären. Sie ist hochgradig erklärungsresistent! Viel schlimmer ist ihre Verbohrtheit - sie liest und "versteht" nur das, was ihr in den Kram passt. Typisches Beispiel: sie verlinkt etwas, dort steht jedoch etwas vollkommen anderes als sie uns weiss machen will. Wenn man sie darauf aufmerksam macht, schweift sie sofort auf etwas anderes ab und beantwortet gestellt Fragen nicht (mehr). Dazu braucht man nur den Beitrag des 1.Anonymen lesen. Und was schreibt sie: "UNBEMERKTE HYPOGLYKÄMIEN SIND ALS NEBENWIRKUNG UNAKZEPTABEL UND SIND IN JEDEM FALL AUF DIE SUBTANZ ZURÜCKZUFÜHREN!" Die SUBTANZ ist in jedem Falle INSULIN (egal ob tierisches oder gentechnisches!) und das hat sie selbst verlinkt!! Was sie auch noch nie begriffen hat: Hypoglykämien sind in jedem Fall NICHT auf die SUBTANZ zurückzuführen, sondern immer auf "Fehler" in deren Gebrauch (in Sonderfällen auf subjektive "Probleme")!! Der Hinweis, dass dein "geschädigtes" Hirn sogar besser funktioniert wie manches ungeschädigte, gilt bei ihr nicht. weil: über etwas Irrelevantes kann sie nicht reden!!

    von Rudi
  • Molly

    Rang: Gast
    am 26.01.2010 20:27:50
    Hallo

    Es kommt so alle 3-4 Monate vor, dass
    ich (Typ 2) einen Hypo habe, meistens in der Nacht. Ich wache hypernervös auf, mit Herzklopfen und Kalter/Nasser Schweiss.
    Mein lieber Mann schnarcht daneben und merkt von gar nichts. Ich habe mir jetzt Traubenzucker nebens Bett gelegt und
    so kann ich dann nach Einnahme in die
    Küche flüchten und mir noch was Cola oder
    Orangensaft eingeben. Man kommt irgendwie schon ein bisschen in Panik und
    die schwarzen Pünktchen vor den Augen machen einem Angst. Es geht jeweils ca. 20 Min bis ich wieder normal bin. Mein einziger Fehler ist, dass ich dann einfach
    zu viel futtere, meistens noch ged. Früchte, Brot und was mir in die Finger kommt. Das zeigt sich leider am anderen Morgen... Aber ich will lernen richtig zu handeln.
    Gruss Molly
  • hejh

    Rang: Gast
    am 26.01.2010 20:38:13
    Kleiner Nachtrag:

    http://www.diabetes-forum.com/scripts/menu_forum.asp?page=Forum1&action=show&ID=55864
  • Cybermaus

    Rang: Gast
    am 27.01.2010 03:40:21
    Oh,Gott,wie doof doch hier einige Dmler sind!
    Eine Hypo kann immer tödlich sein und vor allen Dingen wenn man sie nicht rechtzeitig bemerkt!
    Dies geschah bislang nur durch Humaninsulin(gentech)!

    Pharmakologisch induzierte toxische Reaktionen sind auch nicht wie hier bedingt durch Humaninsulin durch das sogenannte" Dm-Management " in den Griff zu bekommen geschweige durch Wahrnehmungstraining!


    Wer sich weiterverarschen lässt hat es nicht anders verdient! von Cybermaus
  • Mollyliebgrüß

    Rang: Gast
    am 27.01.2010 07:49:49
    Moin Mollymausi,

    wie niedrig/hoch ist dann der BZ in der Situation? Flüssiges hilft auf jeden Fall fixer als feste Nahrung. Und ich denk mal, 10-20 min musst du dir dann schon Zeit geben. von Mollyliebgrüß
  • Rudi

    Rang: Gast
    am 27.01.2010 16:35:09
    >>Eine Hypo kann immer tödlich sein und vor allen Dingen wenn man sie nicht rechtzeitig bemerkt!
    Dies geschah bislang nur durch Humaninsulin!<<

    Falsch, Anke!! Und zwar falsch wie immer!!!
    Eine Hypo kann genau so tödlich sein, wie ein Schlag mit dem Hammer auf den Daumen (wenn die Blutblase aufgeht und man dann eine Sepsis bekommt und diese nicht behandeln lässt!). 1000e haben ihre Hypo (auch z.Z. von tierischem Ins.) nicht rechtzeitig bemerkt und haben diese überlebt. Beispiele kennt Anke genug!!!! Und dass seit Erfindung des Insulins schon immer Menschen "an DM" gestorben sind, ist bekannt. Allerdings mit dem Unterschied, das sie heute (angeblich) am death-in-bed-Syndrom sterben (was man früher "Todesursache: DM" nannte). Und wenn dem nicht so wäre, dann erklär uns doch mal, wieso zu Zeiten von tierischem Insulin etliche durch Hypos gestorben sind, wenn sie diese, wie du immer lauthals behauptest, gemerkt hätten? von Rudi