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wer irrt sich?
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Optimist
Rang: Gastam 21.05.2005 09:28:12
Vor einer woche eröffnete mir mein Arzt ich hätte diabetis 2.
Ich hatte einen Blutzuckerbelstungstest hinter mir, der angeblich hohe Werte hatte.
Mich wunderte das etwas, hatte ich nie hohe Zuckerwerte. Erst seitdem mein neuer doktor dies misst und dann auch nur die letzten 8 Wochen.
Allerdings wollte ich den Test, weil ich an die Zuckerwerte nicht glauben wollte.
Jetzt komMTS:
Meine apotheke und auch zusätzlich eine andere Apotheke misst seit Monaten gute Werte!
Und zwar messen bei der normalen Zuckeruntersuchung beide Apotheken immer um die 95-112 je nach Tages-und Essenszeit.
die Langzeitwerte liegen bei beiden gleich: 5,7, also keine Werte die zu Beanstandungen führen.
Ich habe nach langem hin und her das metformin wieder abgesetzt, da ich es auch nicht vertrug und auch erst seite einigen Tagen nehme.
Es kann ja nicht sein, dass 2 Apotheken gleiches messen und das Labor meines Arztes das dauernd um die 120-125 misst zu diesen anderen Ergebnissen kommt und das innerhalb weniger Stunden.
wie bringe ich es meinem arzt bei, dass er in seinem Labor wohl falsche Messungen verursacht.
Gruss
Optimist
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Enno
Rang: Gastam 21.05.2005 10:26:27
Hi Optimist - oder Vogel Strauß,
Du willst es einfach nicht wahrhaben, aber offenbar bist Du mind. gefährdet, Diabetes zu bekommen. Denn ein Gesunder hätte niedrigere Werte. Im übrigen gibt es zwischen diversen Meßgeräten immer gewisse Toleranzen, Labormessungen sind in der Regel zuverlässiger.
Offenbar hast Du auch Übergewicht, sonst wäre Dir nicht Metformin verschrieben worden. Also speck ab, dann werden Deine Werte auch wieder besser. Auch Bewegung/Sport nicht vergessen! von Enno -
optimist
Rang: Gastam 21.05.2005 12:58:07
Jau lieber Enno,
du weist Bescheid. Ja fett, viel zu fett bin ich, das heisst aber nicht, dass ich Zucker haben muss und erklärt schon gar nicht die doch sehr unterschiedlichen Werte.
ein Langzeitwert von 5,7 bei beiden Apotheken weist eben nicht auf Zucker hin, zumindest nicht in den letzten 3 Monaten.
Und davor wurde ich auch regelmässig auf Zucker geprüft.
Es ist doch sehr gefärhlich mit so unterschiedlichen Werten zu arbeiten, denn die Nebenwirkungen des Metforminsind ja auch nicht von der hand zu weisen.
Ich erkenne aus dem Verhalten des Arztes wohl eher leichte Fahrlässigkeit, denn der Langzeitwert darf ja nicht auch noch abweichen, evtl. taugt das Labor nichts, oder er hat blindes Vertrauen in die Pharmaindustrie.
Du wohl auch :-))
Wieviel Fehldiagnosen macht so einArzt wohl wöchentlich, was denkst du?....
Nicht das ich meinem doktor nicht vertraue, aber Kontrolle ist doch besser wie sich hier gezeigt hat...
Also nicht Vogel Strauss, der übrigens seinen Kopf gar nicht in den Sand steckt, sondern eher, ja was denn? :-))
Übrigens so ähnlich nur noch ausführlicher was ich alles so habe und wie schlecht es mir doch geht, obwohl ich mich sehr wohlföhle schrieb mir auch eine Ärztin aus einem anderen Forum an meine Privatmail.
Halbgötter in Weiss eben, die alles besser wissen, ohne den Patienten zu sehen und Ferndiagnosen stellen und vor allen dingen gleich Medikamte bereitwillig empfehlen
Aber fett bin ich, da beisst die maus keinen Faden ab, da hast du Recht!
Grus
Optimist
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Thomas2002
Rang: Gastam 21.05.2005 15:59:04
wenn du den werten dieses artztes nicht traust, gehe zum nächsten. du kannst dir zusätzlich ein blutzuckermessgerät in der apotheke kaufen.
gehe nach
http://www.medizinfuchs.de
und suche nach accu chek complete
wichtig sind die werte 1h nach dem essen unter 160 mg/dl und 2h nach dem essen 140 mg/dl
was die werte betrifft, so entspricht ein hba1c einen durchschnittlichen wert von 110 mg/dl. für mich sieht es sehr stark grenzwertig aus, sind aber wohl mit diät und regelmäßigem sport beherrschbar. von Thomas2002 -
optimist
Rang: Gastam 21.05.2005 16:29:34
Danke für die Info Thomas!
Ich suche gerade das Internet durch und finde nur Seiten, die krank reden wollen..:-))
Es ist erschütternd wie viele Firmen und Gesellschaften sich an solchen Themen dumm und dämlich verdienen.
Ich bin auch verunsichert, jetzt alerdings immer weniger.
Um 13.00 habe ich 1 Stunde nach dem Essen gemessen, mein Nachbar hat mir sein Gerät (Accu Check Comfort) ausgeliehen, und bin auf 148 gekommen. Kurz vor dem Essen, waren es 88 heute morgen 60 Minuten nach dem Essen waren es 123.
Ich messe das jetzt mal täglich bis zum neuen Arzttermin und lege ihm die Ergebnisse auch der Apotheken vor.
Im Augenblick weist keine einzige Messung auf Diabetis 2 hin, ausser die vom Doktor selbst eben.....
Ein Freund von mir hat Diabetis war auch zu dick, hat 30 kg abgespeckt und hat immer noch Diabetis und ziemlich hohen Blutzucker, ist über 70 fühlt sich wohl und seine Ärzttin sagt ihm, er solle sich nicht dauern Gedanken machen, es ist ok.
Er bekommt übrigens Amaryl und muss häufig messen, während mir der Doktor nichts dergleichen gesagt hat.
Vielleicht macht er sich wirklich Sorgen und will nur mein Bestes.
Man wird halt verunsichert und das Netz trägt nicht gerade zu sicherheit bei, wenn man sieht wieviele Pharmafirmen hinter vielen Seiten stecken...Aber auch die Naturheilmittelhersteller die erfinden auch immer wieder sensationelle Erfolge...
Danke und Gruss
Optimist
von optimist -
Oliver Fliesgen
Rang: Gastam 21.05.2005 20:09:55
Hallo Optimist,
ich bin Diabetiker und habe derzeit einen Hba1c von 5,4. Ich hatte aber einen Wert von 9,3! Ich nehme keine Tabletten und mache das mit Ernährung und Sport.
Du schriebst:
"Ein Freund von mir hat Diabetis war auch zu dick, hat 30 kg abgespeckt und hat immer noch Diabetis und ziemlich hohen Blutzucker, ist über 70 fühlt sich wohl und seine Ärzttin sagt ihm, er solle sich nicht dauern Gedanken machen, es ist ok.
Er bekommt übrigens Amaryl und muss häufig messen, während mir der Doktor nichts dergleichen gesagt hat."
DM ist eine chronische Krankheit, die man nicht ablegen kann wie einen alten Mantel. Sie ist nicht heilbar, jedenfalls nicht derzeit. Aber man kann sie kontrollieren.
Amaryl habe ich am Anfang auch bekommen. Auf Dauer ist dieses Medikament nicht zu empfehlen, wie ich finde, da es die Bauchspeicheldrüse ausquetscht. Dein Freund fühlt sich wohl, weil man DM erst einmal nicht spürt. Man fühlt sich wohl und gesund. Erst nach längerer Zeit mit hohen Werten können sich Mattigkeit, Heißhunger, Harndrang und quälender Durst einstellen. Auf lange Sicht kann es zu Spätfolgen kommen: Nervenerkrankung, Diabetischer Fuß, Augenschädigung usw. Das ist kein Quatsch. Davon können Dir viele Leute in diesem Forum ein Liedchen singen.
Anmerkung zu Deinen Werten. Ein Hba1c von 5,7 heißt noch lange nicht, dass man Diabetes hat. Das mag stimmen. Es kommt aber ganz auf die Normwerte des Messlabors an. Bei Manchen Laboren ist ein Hba1C von 5,0 der Wert eines Gesunden/ Nicht-Diabetiker, bei anderen wohl ein höherer. Vielleicht kannst Du Dich bei Deinem Arzt einmal erkundigen?
Es gibt allerdings einen Praediabetes. Eine leichte Gukoseintoleranz deutet auf einen noch nicht manifesten DM. Das weiß ich aus Erfahrung, denn mein Arzt hat mich ein Jahr vor meinem hohen Wert von 9,3 auf die Gefahren einer künftigen DM hingewiesen. Ich habe es nicht so ernst genommen. Hätte ich in dem einen Jahr abgenommen und meine Ernährung umgestellt, hätte ich es vielleicht rauszögern , wenn nicht sogar verhindern können.
Wenn Du Dir mit diesem Arzt und dieser Diagnose nicht sicher bist, lass Dich zu einem Diabetologen überweisen. Das sind geschulte Fachärzte.
Gab es Diabetesfälle in Deiner Familie? Dann wärest Du zumindest gefährdet. Übergewicht UND genetische Dispostion sind nun einmal Risikofaktoren. DAS weiß ich aus erster bis hundertster Hand.
Gruß
Oliver von Oliver Fliesgen -
klausdn
Rang: Gastam 21.05.2005 20:26:26
Frage:
Wenn du dick, gesund und optimistisch bist,
warum fragst du? -
optimist
Rang: Gastam 21.05.2005 23:53:12
Wenn du, lieber Anon mich den Optimisten meinst, dann antworte ich dir wie folgt:
Weil ich bis vor 6 Wochen nicht im Traum dran glaubte je,als als Diabetiker bezeichnet zu werden, da alle Werte bis dahin stimmten.
Und das ich über 36 Jahre, zwar jährlich einen Arzt aufgesucht habe, aber nie einen Tag krank war in meinem Leben.
Und nun gestattest du bitte, das ich etwas verunsichert bin?
Gruss
Optimist -
Jörg Möller
Rang: Gastam 22.05.2005 01:45:06
Ob du dich dem Risiko einer Erblindung aussetzen willst oder nicht ist ganz allein deine Entscheidung, soviel mal vorweg.
Die gemessenen Nüchtern-Werte von 120-125 sind grenzwertig-pathologisch. Daraufhin einen Belastungstest zu machen zeugt von Ahnung von der Materie.
Diese Ahnung kannst du bei Apotheken nicht zwingend voraussetzen. Sonst hätte man dich auch aufgeklärt, daß ein HbA1c von 5,7 noch lange nicht heißt, daß alles eitel Sonnenschein ist.
BZ-Spitzen gehen erst nach 3-4 Stunden irreversibel (=unlösbar) ins HbA1c ein. Davor können sie sich aber schon schädlich auf die kleinsten Blutgefäße (am Augen und an den Nerven) auswirken von Jörg Möller -
Harry
Rang: Gastam 22.05.2005 10:32:33
@ Optimist,
jemand, der keine Med. bei Diabetes nimmt, bekommt auch kein Meßgerät und keine Teststreifen. Normalerweise nur bei Insulin, unter Tabletten schon mal beschränkt in Ausnahmefällen.
Für einen Diabetiker ist ein HbA1c unter 6.5 ok, aber nicht für einen Gesunden. Und wenn Du weiter fett bleibst, schafft Deine Bauchspeicheldrüse das irgendwann nicht mehr, es entsteht eine Insulinresistenz.
Im übrigen geht es bei Diabetes nicht nur um Süßes, sondern um alle kohlenhydrathaltigen Lebensmittel. Welche das sind, kannst Du im Büchlein "Kalorien mundgerecht" nachlesen.
Das Internet ist voll von sehr guten Diabetes-Infos,
z.B. http://www.diabeticus.de von Harry -
Optimist
Rang: Gastam 22.05.2005 10:51:17
Hallo zusammen,
ja ich habe wohl insgesamt etwas vorschnell gegen den Arzt agiert.
Ich werde in der nächsten Woche in Ruhe mit ihm reden damit ich auch alles kapiere.
Danke also für die Hinweise und auch Warnungen.
Inzwischen glaube ich, dass zumindest ein Teil berechtigt ist.
Gruss
Optimist
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Anke S.
Rang: Gastam 22.05.2005 17:54:23
Hallo Optimist,
alle bei dir gemessenen Werte - sowohl im Bereich bis 112 mg/dl als auch bis 125 mg/dl liegen noch in den Grenzen des oberen Normbereichs.
Was bedeutet, dass man den BZ beobachten und im Falle von Übergewicht unbeingt abnehmen sollte, aber noch keine zwingende Notwendigkeit für eine medikamentöse Therapie besteht. Ob man bereits bei diesen noch grenzwertigen Werten AntiDiabetika geben sollte, lässt sich diskutieren.
Ich vermute, dass dein Arzt dir das Metformin vor allem deshalb verschrieben hat, weil es zusätzlich zur Gewichtsreduktion beitragen kann und weniger wegen der BZ-Werte selber.
Übrigens ist der Unterschied zwischen den beim Arzt und in den Apotheken gemessenen Werten keineswegs so groß, dass er stutzig machen sollte. Schwankungen von bis zu 40 mg/dl im Tagesverlauf sind durchaus normal. Kein Grund, dem Labor zu misstrauen ;-). Abgesehen davon, dass die Apotheken (vermute ich mal ?!) eher mit einem BZ-Meßgerät messen und die Labors mit herkömmlichen Methoden, die tatsächlich um einiges genauer sind. Jedes Messgerät hat eine nicht zu vermeidende (wenn auch nicht dramatische) Schwankungsbreite.
Ich würde den Arzt einfach noch einmal aufsuchen und Unsicherheiten bezüglich der richtigen Therapie bzw. der bestmöglichen Option, abzunehmen, mit ihm besprechen. Dass er dir bereits bei diesen Werten Medikamente gibt, zeigt u.a. auch, dass er jedenfalls recht engagiert ist ;-).
Alles Gute und viele Grüße, Anke. von Anke S. -
optimist
Rang: Gastam 22.05.2005 21:47:53
Danke Anke!
du kommst ja fast zu spät, solche Artikel mag ich, die ermuntern und klären auf.
Gruss
Optimist
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Anke S.
Rang: Gastam 23.05.2005 08:16:57
Besser spät als nie ;-))
Tja, war einige Zeit nicht im Forum ... freue mich, wenn ich dennoch erfolgreich meinen Senf dazu geben konnte ;-))
Viele Grüße Anke von Anke S.