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Cortison vs. Insulin

  • Matthias

    Rang: Gast
    am 19.04.2005 00:48:51
    Hallo miteinander,

    ein Orthopäde möchte gerne eine
    hartnäckige Entzündung eines Gelenks
    mit Cortison behandeln.

    Hat da Jemand Erfahrungen?

    Gruß
    Matthias
  • Anke S.

    Rang: Gast
    am 21.04.2005 13:12:02
    Hallo Matthias,

    ich gehe davon aus, dass es die BZ-erhöhende Wirkung des Cortisons ist, die dir Sorgen macht ?
    In diesem Fall kann ich dich beruhigen, denn sie tritt nur dann in Erscheinung, wenn das Cortison geschluckt wird oder als Infusion angehängt wird und also im ganzen Körper seine Wirkung entfalten kann.

    Bei der Behandlung eines Gelenks mit Cortison dagegen bleibt seine Wirkung weitgehend auf das Gelenk beschränkt, so dass es nicht zu einem Mehrbedarf an Insulin kommen sollte.
    Wenn dein Orthopäde eine Cortisonbehandlung für sinnvoll hält, würde ich seinem Rat folgen. In der Regel führen diese Spritzen zu einer deutlichen (wenn auch ggf. zeitlich begrenzten) Besserung der Schmerzen und Funktionseinschränkung.


    Viele Grüße und gute Besserung !
    Anke von Anke S.
  • Bruno

    Rang: Gast
    am 21.04.2005 15:54:39

    Hallo Matthias

    Ich kann dir nur sagen, Finger weg von Cortizon. Ich habe eine sehr schlechte Erfahrung damit. Die Nebenwirkungen, sind "meterweise " Versuch ganz einfach mit heilpflanzen.
    Ich habe erlebt, wie "Dekubituswunden", die der Arzt nur mit dem Skalpell noch heilen wolte (konte), ganz einfach mit Aloe Vera KOMPLETT weg sind. Es at vom Oktober bis Februar gedauert, aber dann waren die Wunden nur noch ein böser Traum geblieben.
    Ich muß sagen, das es sehr schwer ist, einem Unbekannten aus einem Forum zu vertrauen, aber bedenke ob und was Du zu verlieren hast. Mein Rat war nicht das Medicament mit ein anderes zu tauschen, oder den Arzt zu tauschen, u.s.w. Es geht um eine Pflanze. Du brauchst nur Geduld, und wenn es nicht gelingen sollte, ist immer noch genug Zeit dir etwas kaputtzumachen, durch ... na ja..

    Schönen Gruß
    Bruno
  • Reinhard

    Rang: Gast
    am 22.04.2005 09:53:04
    Hallo Matthias,

    die Antwort von Anke ist eindeutig falsch. Cortison erhöht massiv die BZ-Werte. Die kann man nur schwer in den Griff bekommen, evtl. noch am besten mit der Pumpe.
    Wenn es sich möglicherweise nur um eine einmalige Behandlung mit Cortison handelt, kann man das sicher einigermaßen hinkriegen, u.a. auch viel Wasser trinken, hat bei mir auch geholfen.

    Gute Besserung! von Reinhard
  • Anke S.

    Rang: Gast
    am 22.04.2005 12:50:45
    Hallo Reinhard,

    jein ;-))

    Du hast völlig Recht damit, dass "Cortison den BZ bzw. den Insulinbedarf massiv erhöht".
    Der Volksmund meint (im Gegensatz zur medizinisch korrekten Unterscheidung) mit "Cortison" jedoch eine Behandlung, die "systemisch" erfolgt - das heisst, die den gesamten Körpter betrifft.

    Nach Einnahme von Cortisonpräparaten oder auch nach dem Anhängen einer Infusion verteilt sich das Cortison über die Blutbahn im ganzen Körper und wirkt so auch auf jede einzelne Körperzelle ein, was die massiven Nebenwirkungen dieser Therapie incl. erhöhtem BZ ausmacht.

    Neben dieser sog. systemischen gibt es auch noch eine lokale Cortisonbehandlung, die vor allem bei orthopädischen Problemen eine Rolle spielt. Hier wird das Cortison ganz gezielt ins Gelenk gespritzt und bleibt dort auch, ohne ins Blut übertreten und sich im Körper verteilen zu können. Lokale Cortisonbehandlungen zeigen also nicht die allseits gefürchteten Nebenwirkungen der systemischen Cortisontherapie, sondern entfalten eine auf das Gelenk beschränkte Entzündungshemmung.


    Viele Grüße Anke von Anke S.
  • Thomas

    Rang: Gast
    am 22.04.2005 16:40:31
    bin zwar kein fachmann, aber ich muss anke zustimmen, so wie sie es dargestellt hat, wurde es mir auch schon von fachleuten erzählt. von Thomas
  • Matthias

    Rang: Gast
    am 23.04.2005 01:24:45
    Hallo noch einmal,

    erstmal vielen Dank für eure Erfahrungen
    bzw. Ansichten zur Gabe von Cortison bei
    Typ 1-Diabetikern.

    Jetzt hole ich doch mal etwas weiter aus
    und berichte über Vergangenes und evtl.
    Zukünftiges. Vor etwa 5 Jahren hat mir ein
    niedergelassener Orthopäde ohne weitere
    Rückfragen Cortison in meine entzündete
    Schulter injeziert. Ich weiß aber nicht mehr
    ob das im Gelenk, oder im umliegenden

    Gewebe gelandet ist.
    Bevor ich wusste wie mir geschah, rannte
    ich die folgenden 3-4 Tage einem akzeptablen
    Blutzuckerwert hinterher. Die erreichte

    vorübergehende Schmerzlinderung war teuer

    erkauft. Danach folgten Phasen der

    Resignation gemischt mit Hoffnungsmomenten

    beim Ausprobieren einiger alternativer

    Heilmethoden.
    Im Laufe der Zeit kam dann noch die zweite
    Schulter hinzu und vor 3 Wochen bin
    ich doch noch einmal zu einem Orthopäden
    gegangen. Dr. med. mit Naturheilausrichtung.
    Dieser möchte nun nach Auswertung der
    Röntgenbilder die "Sache" mit Cortison
    angehen. Er hätte da so eine Liste wegen
    des Insulin-Mehrbedarfs. Bevor es soweit
    ist, wollte ich mir ein paar Meinungen einholen,
    wodurch ich auch hier gelandet bin. Ich bin

    zwar
    jetzt noch nicht wirklich schlauer, habe aber

    das Gefühl was gemacht zu haben.
    Ein konsultierter Diabetologe hat mir 10% mehr
    Basal und engmaschige BZ-Kontrollen

    empfohlen. Wenn es dann Cortison sein soll.

    Vielleicht bekomme ich ja noch den goldenen
    Ratschlag.

    Nochmals vielen Dank und alles Gute
    an euch.

    Matthias














  • Harry

    Rang: Gast
    am 23.04.2005 10:14:26
    Hi Matthias,

    ach herrje, Dein Schulterproblem ist eines, das wirklich sehr langwierig und schmerzhaft sein kann, es wird unwissenschaftlich auch frozen shoulder genannt. Ob mit oder ohne Therapie, ob mit Cortison oder durch OP, es kann sich lange hinziehen, bei manchen bis zu drei Jahren! Kann sogar ganz ohne Therapie von selbst verschwinden.Ich wünsche Dir gute Besserung! von Harry