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  • Anja

    Rang: Gast
    am 07.01.2010 09:00:47
    Hallo!

    Ich habe mal eine Frage. Ich habe schon oft gelesen und auch mal von einer Ärztin gehört das man eine Insulinresitenz durchbrechen kann. Kann mir jemand verraten wie das geht?

    Wenn es geht könnte man doch damit Typ 2 heilen. Es wrd ja immer gesagt ich habe eine Insulinresistenz.

    Vie Grüße
    Anja
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 07.01.2010 11:06:18
    Moin Anja,

    mit Insulinresistenz wird bezeichnet, wenn die Zellen, die Insulin zur Aufnahme und Verarbeitung von Glukose brauchen, dazu mehr als normal an Insulin brauchen. Das ist zwar wahrscheinlich so etwas wie die Grundlage des Typ2, aber so eine Resistenz hat wohl nach der Erkenntnis einer Reihe von Untersuchungen über die Hälfte der Menschen. Die weitaus meisten davon bleiben ihr Leben lang nichtdiabetisch, weil die Menge ihrer Insulin produzierenden Zellen mit diesem Bedarf mit wächst, während sie bei den zukünftigen Typ2 unter scheinbar den selben Bedingungen abnimmt. Und wenn der Mensch mit der Abnahme endlich die Diagnose-Schwellen zum Diabetes erreicht und damit nach unserer gegenwärtigen Definition behandlungsbedürftig krank wird, hat er nur noch etwa 20% der Betazellmenge eines vergleichbaren gesunden Menschen.

    Gesund können wir uns das Mitwachsen der Zellmenge so vorstellen, dass beim turnusmäßigen Austausch alt gegen neu immer entsprechend mehr neue zuwachsen, die Erneuerungs-Bilanz also positiv ist. Typ2-gestört ist sie negativ. Klar wird längst auf Hochtouren geforscht, was diesen Unterschied machen könnte. Aber die erste Schwierigkeit besteht ja schon darin, dass es über die ersten Jahre dieser Entwicklung überhaupt keinen Hinweis darauf gibt, bei wem sie denn im Gange sein könnte. Denn so lange die noch vorhandene Betazellmenge ausreichend Insulin für den normalen BZ-Verlauf ausgeben kann, ist da BZ-mäßig überhaupt nichts messbar. Und dann gilt höherer BZ ja auch über einen weiten Bereich noch als völlig gesund, und den Betroffenen wird ja bei Überschreiten der Diagnose-Schwellen häufig sogar erzählt, dass sie viel zu viel Insulin hätten. Wer kommt da als Normalo schon auf die Idee, dass da zu wenig Beta-Zellen am Werke sein könnten? Hier mal ein bisschen auf dem neueren Stand zum Nachlesen http://www.dlife.com/dLife/do/ShowContent
    /inspiration_expert_advice/expert_columns/
    garnero_0608.html Vor dem Einkopieren bitte Zeilenumbrüche löschen.

    Die Bezeichnung Widerstand=Resistenz kommt mit der Vorstellung, dass sich in den Zellen, die mehr Insulin brauchen, etwas gegen das Wirken des Insulins sträuben muss. Etwa so, als würde man sich bei einem Auto, das mehr Treibstoff als ein anderes verbraucht, eine Treibstoff-Resistenz vorstellen, weil der Motor sich ja gegen die sparsame Verwendung von Treibstoff sträubt. Und wenn man das Auto nun mit einem sehr leichten Gasfuß und wenig Bremsen fährt, braucht auch das weniger - und man hat also die Resistenz durchbrochen ;-)

    Einen schönen Rest von 2010! Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 07.01.2010 12:27:56
    Hallo Anja,

    Resistenz ist ein sehr weitreichender Begriff und bezeichnet, wie Jürgen auch schon schrieb, jede bemerkbare Verringerung der Insulinwirkung im Stoffwechsel. Grundsätzlich ist der Mensch eigentlich immer am Morgen insulinresistenter als z.B. i. d. R. in der ersten Nachthälfte, nach dem Einschlafen.

    Das liegt am Hormongeschehen im Körper. Es gibt halt etliche Hormone, die kontrainsulinär, also gegen das Insulin gerichtete Wirkung haben.

    Ist für die Wirkung dieser Hormone nicht zum richtigen Zeitpunkt ausreichend Insulin im Stoffwechsel aktiv, können diese z.B. weitere Rezeptoren, z.B. des Zellkernes blockieren, die ebenfalls insulinsensitiv arbeiten.

    Dann funktionieren ggf. zwar die Insulinrezeptoren weiterhin bestens, nur Ihre Wirkung in der Zelle selber verpufft weitgehend, weil der Glucosetransport nicht aktiviert werden kann.

    Andere Resistenzen habe andere Ursachen.
    So führt zu wenig Insulinwirkung im Körper dazu, dass die Fettzellen recht ungehemmt Speicherfett zur Energiegewinnung (Verbrennung) bereitstellen. Als freie Fettsäuren (FFS). Wird das zuviel, ist hinterher die Glucoseoxydation in den Zellen, sagen wir mal, weil zuviel Asche in den Zellen ist, gehemmt.

    Das wäre dann eine Fettsäurenresistenz.
    Weils auf zuviel Lipolyse zurück zu führen ist, mangels Insulin,

    Andere Resistenzen sind beim Typ 2 in Störungen des Fettstoffwechsels begründet.

    Einige Resistenzen lassen sich durch angemessene Insulinkorrekturen "durchbrechen".
    Die Fettsäurenresistenz durch eine Fettsäurenkorrektur, auch als B-Korrektur bekannt.

    Hormonresistenzen müssen i. d. R. "ausgesessen" werden.

    D. h. wenn die Insulinwirkung erst mal hormonell gehemmt wurde, muss gewartet werden bis blockierte Rezeptoren des Körpers wieder aktiv werden können.

    Grundlegenden Beeinträchtigungen des Fettstoffwechsels, gerne bei Typ 2 beteiligt, müssen ihrerseits ursächlich angegangen werden.
    Da ist z.B. Ernährung und Bewegung durchaus beteiligt, steckt der Karren aber erst mal tief im Schlamm, reicht das nicht mehr.

    Am besten ist es immer, einen ompetenten Arzt an der Hand zu haben, der die verschiedenen Ursachen und Auswirkungen von Resistenzen im Blick hat und auch weiß, wie die am besten in den Griff bekommen werden.

    Du siehst, ein weites Feld.

    Gruß
    Joa
  • Anja

    Rang: Gast
    am 07.01.2010 15:49:28
    Hallo Jürgen!

    Frage zu deiner Aussage: "...weil die Menge ihrer Insulin produzierenden Zellen mit diesem Bedarf mit wächst..."

    Zellen vermehren sich durch Zellteilung. Seit wann können sich diese Zellen teilen?


    Viele Grüße
    Anja
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 07.01.2010 16:44:04
    Moin Anja,

    auch Dein HBA1c kann alle 3 Monate neu bestimmt werden. Warum? Weil Deine roten Blutkörperchen ca 120 Tage leben und dann turnusmäßig abgebaut und durch neue und zuerst einmal nicht verzuckerte ersetzt werden. Dieser fortlaufende Erneuerungsprozess ist eines der Schlüsselprinzipien allen höheren Lebens. Im Pankreas entstehen (selbstverständlich im Wege der Zellteilung) für diesen Erneuerungsprozess fortlaufend neue Zellinseln mit u.a. neuen Insel-, also Beta-Zellen.

    Schönen Rest von 2010! Jürgen
  • Anja

    Rang: Gast
    am 07.01.2010 17:11:45
    Hallo Jürgen!

    Der Zellkern von Erythrozyten ist durch Mitose teilbar. Aber das ist nicht bei allen Zellen so. Muskel und Nervenzellen sind nicht teilbar und die Batazellen an der Bauchspeicheldrüse auch nicht.

    Wenn z.B. jemand an der Bauchspeicheldrüse eine Entzünung hat und ein Teil der Zellen wird dabei zerstört, dann entsteht ein Insulinmangel, weil die Dinger eben nicht nachwachsen.

    Vile Grüße
    Anja
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 07.01.2010 18:21:22
    de.wikipedia.org/wiki/Langerhans-Inseln
    Zitat Wiki:
    Nach der Geburt entstehen neue Beta-Zellen durch Teilung bereits vorhandener Beta-Zellen. Möglicherweise können neue Beta-Zellen auch aus anderen im Pankreas vorhandenen Zelltypen entstehen. Die Gesamtmasse der Beta-Zellen im Pankreas kann auch im Erwachsenenalter an einen gestiegenen Insulinbedarf (z.B. während einer Schwangerschaft oder bei zunehmendem Übergewicht) angepasst werden.

    Mein Kommentar:
    Wenn die Beta-Zellen von einem bestimmten Entwicklungsstadium fix wären, müsste der Typ2 alle Gewichtigen direkt proportional zu ihrem Gewicht treffen. Aber weit weniger als die Hälfte aller massiv Übergewichtigen hat oder entwickelt Typ2

    Siehe auch:
    golgi.harvard.edu/newsevents/
    news/StemCells3.html
    When the researchers applied their technique to the mice, they discovered that all the new beta cells they examined - whether arising in the usual process of renewal or during regeneration following partial removal of the pancreas - were generated from pre-existing beta cells. According to Melton, the finding highlights a largely unappreciated capability of beta cells.
    "No one has really paid much attention to the replicative capacity of the beta cell," he said. "And this work shows the cells to have a significant proliferative capacity that could be clinically useful." von Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 08.01.2010 03:37:23
    Jürgen schrieb:

    > Wenn die Beta-Zellen von einem
    > bestimmten Entwicklungsstadium fix
    > wären, müsste der Typ2 alle Gewichtigen
    > direkt proportional zu ihrem Gewicht
    > treffen.

    Die Frage kann man sich stellen.

    Wo ist der Zusammenhang, zwischen Mitose und dem von Dir des öfteren angeführten Sachverhalt, dass bei Manifestation ein Betzallmangel in der Größenordnung von 80% bestehe?

    Auch sind diese Überlegungen wohl sehr scholastisch/spekulativ.

    Die Frage war wohl ob, und wie sich eine Insulinresistenz (=mangelhafte Insulinwirkung) im hier und jetzt durchbrechen lässt. Und somit auch die Frage, was beim insulinspritzenden Typ 2 wie steuerbar ist?

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 08.01.2010 08:59:42
    Moin Joa,

    die 20% Restbestand bei Diagnosereife gehen z.B. hier nachzulesen
    ... .dlife.com/dLife/do/ShowContent/inspiration
    _expert_advice/expert_columns/garnero_0608.html
    Allerdings mag ich die vorgeschlagene massive Startmedikation nicht. Denn mit niedrigeren Diagnose-Schwellen, wie da angedacht, wird noch viel einfacher, den BZ mit gezieltem Ess- und Bewegungs-Verhalten (nicht mit den üblichen sogenannten Präventions-Maßnahmen verwechseln!) in der Art gesund zu steuern, wie ich das mit der Hunde-Oma
    ... .onmeda.de/foren/forum-diabetes/
    bz-%26-bewegung/1619276/read.html
    und Drucker Frank
    ... .onmeda.de/foren/forum-diabetes/bz-
    messen-als-schluesselwerkzeug/1662710/read.html
    immer beschreibe.

    Ok, das ist weit vom Insulin spritzenden Diabetiker und damit wohl OT

    Schönen Rest von 2010! Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 08.01.2010 11:31:53
    Moin Jürgen,

    ähm, ich hab eigentlich nicht nach Frank dem Drucker und dem Hund der Oma gefragt. ;-)

    Es ging um die Erklärung wie die bedarfsorientiert wachsende Betazellmasse der BSD, siehe weiter oben, mit dem Sachverhalt eines Verlustes an Betas korrespondiert?

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 08.01.2010 11:53:36
    > Es ging um die Erklärung wie die
    > bedarfsorientiert wachsende Betazellmasse
    > der BSD, siehe weiter oben, mit dem
    > Sachverhalt eines Verlustes an Betas
    > korrespondiert?

    Da musst Du mir mal helfen. Nach meinem Verständnis schreib ich immer, das die Betazellmasse gesund bedarfsorientiert mit wächst. Die Wirte dieser Betas entwickeln keinen Diabetes. Diabetes gibt es nur bei denen, bei denen die Betazellmasse eben nicht mitwächst, sondern abnimmt.
    Auch wenn ich mich gerne etwas komplziert ausdrücke und mir dabei manchmal verbal auch selbst ein Bein stelle, aber dass ich irgendwo von gleichzeitiger Zu- und Abnahme geschrieben hätte, ist mir nicht bewusst. von Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 08.01.2010 16:55:17
    Hmmm,

    ich hatte _nicht_ geschrieben, dass Du behauptet hättest, dass die Betazellen beides gleichzeitig tun.

    Ich fragte nach dem Zusammenhang dieser beiden, gegensätzlichen Aussagen. Letztlich die Frage nach dem Warum.

    Aber ich glaub, das können wir lassen.

    Allerdings hätte ich auch noch eine andere Frage parat.
    In Deinem 1. fachlichen Vortrag im Thema hier hast Du geschrieben:

    > den Betroffenen wird ja bei Überschreiten der
    > Diagnose-Schwellen häufig sogar erzählt, dass
    > sie viel zu viel Insulin hätten. Wer kommt da als
    > Normalo schon auf die Idee, dass da zu wenig
    > Beta-Zellen am Werke sein könnten?

    Jeder Typ 1 Diabetiker? ;-)

    Wenn Du aber schreibst, dass den Betroffenen "sogar erzählt" wird, sie hätten zuviel Insulin, nun die Frage, ob das stimmt oder ob das nicht stimmt.

    Wie Du das rhetorisch schreibst, suggerierst Du sehr deutlich, dass diese Aussage falsch sei.

    Was ich nicht glauben mag.

    Gruß
    Joa

  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 08.01.2010 17:37:44
    > Ich fragte nach dem Zusammenhang dieser
    > beiden, gegensätzlichen Aussagen. Letztlich
    > die Frage nach dem Warum.

    Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass Du uns das Phänomen souverän mit Insulinresistenz erklären würdest - duck und wech ;-)

    Tatsächlich scheint das Phänomen zu den gegenwärtig interessantesten Forschungsansätzen zu gehören, nicht zuletzt weil der frühzeitige große Betazellverlust eigentlich nicht ins überkommene und über Jahrzehnte gepflegte Typ2-Bild passt, das ja - und nicht das vom Typ1(bitte, wo sollte ich denn son Quatsch geschrieben haben?)! - von der Idee des anfänglich viel zu vielen Insulins geprägt ist. von Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 08.01.2010 17:58:53
    Lieber Jürgen,

    bitte lese erst mal sinnerfassend, bevor Du antwortest.

    Gruß
    Joa
  • .Jürgen

    Rang: Gast
    am 08.01.2010 18:17:17
    hilf mir bitte von .Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 08.01.2010 19:09:04
    Gerne.

    Du hattest geschrieben:
    >> Wer kommt da als
    >> Normalo schon auf die Idee, dass
    >> da zu wenig Beta-Zellen am Werke
    >> sein könnten?

    Ich antwortete:

    > Jeder Typ 1 Diabetiker? ;-)

    Dann ging es weiter im Text, in dem Du vorgehend mit Entrüstung in der Stimme geschrieben hattest:

    > den Betroffenen wird ja bei Über-
    > schreiten der Diagnose-Schwellen
    > häufig sogar erzählt, dass
    > sie viel zu viel Insulin hätten.

    Darauf habe ich dann gefragt, ob die Aussage nun stimmt, oder ob nicht.

    Und ich blicke nunmer deiner Antwort mit Interesse entgegen. :-)

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 08.01.2010 20:46:18
    Danke für's Dämmern ;-)

    Trotzdem raff ich noch immer nicht, was Du mir mit dem Typ1 verzwinkern willst ?

    Zum angeblich zu vielen Insulin beim Typ2:
    Zu viel heißt immer zuerst einmal, mehr als gebraucht wird. Macht mit Insulin immer ne Hypo.
    Aber ne Hypo zählt nicht zum normalen Betriebszustand eines Typ2. Den charakterisiert unbehandelt vielmehr ne mehr oder weniger durchgängige Hyper, denn nur damit wird er ja zum Diabetiker ernannt. Und das bedeutet, dass da zu wenig Insulin in Umlauf ist, sonst wäre der BZ ja gesund flach&niedrig.

    Klar, sagen die eingefleischten Resistenzler. Die Resistenz verhindert, dass die Glukose in die Zellen gelangt, und zwar trotz schon viel mehr Insulin, als bei Stoffwechselgesunden oder Typ1.
    AAAber wenn verhindert wird, dass die Glukose in die Zellen kommt, dann müssen die doch in ihrer Unterversorgung als Alternative Ketone anfordern. Jeder Typ2 müsste unbehandelt also jeden Ketostreifen tief einfärben. Und? Tut er aber normal gar nicht.

    Und das heißt doch ganz logisch, dass die Glukose zuviel ist. Und zwar alle Glukose, die den Versorgungsbedarf der Zielzellen überschreitet, nicht nur die gegessene, sondern auch die über diesen Bedarf hinaus Typ2-typisch von der Leber ausgegebene. Und nicht erst die, für die das eigene Insulin dann nicht mehr zum zwingenden Fettpacken reicht, sondern wahrscheinlich doch auch schon ne ganze Menge vor jeder BZ-Auffälligkeit. Denn BZ-auffällig wird’s ja erst, wenn die eigene Insulinausgabe den BZ gegen die Immermehrzuckerausgabe der Leber nicht mehr ausgleichen kann. Und viel spricht dafür, dass diese wahrscheinlich Jahre lange verborgene hepatische Überversorgung mit Glukose viel von den Schwimmgürteln macht, die man uns Typ2 so gerne als munter angefressen vorwirft. Denn jedes Zuviel an Glukose wird (mit Hilfe von dem dann als zuviel gezählten Insulin, ohne ist der BZ ja nicht zu senken) munter als Fett eingelagert.

    Bist Du schon eingeschneit? von Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 09.01.2010 01:31:45
    Hi Jürgen,

    Mensch, da hast Du ja mächtig viel Stoff geliefert.

    Sehr spannend, aber offensichtlich mehr Denkfehler und Kenntnislücken, als sinniger Zusammenhang.

    Ich schau mal das aufzudröseln. ;-)
    Mit meinen bescheidenen Möglichkeiten. :-(

    Gruß
    Joa
  • Joa

    Rang: Gast
    am 09.01.2010 17:01:19
    Hallo Jürgen,

    ich versuche mal kurzgefasste Hinweise zu geben.

    Wenn Du den Zusammenhang insgesamt verstehen willst, insbesondere die Spezitäten der Typ 2 Steuerungsproblematik, vermute ich mal dass Du dazu mehr in Althausen erfahren könntest.

    > Zum angeblich zu vielen Insulin beim
    > Typ2:
    > Zu viel heißt immer zuerst einmal,
    > mehr als gebraucht wird.

    Wenn Du gebraucht wird, durch (sinnvoll) gerbraucht werden kann ersetzt, stimmt der Satz wieder.

    Ansonsten ist Zuviel Insulin durch die Obergrenze des Referenzbereiches der Labore definiert. Und auch diese Grenze ist wohl schon sehr großzügig,


    > [Zuviel Insulin] Macht mit Insulin immer
    > ne Hypo.

    Mitnichten. Das überschüssige Insulin wird einfach degeneriert und verpufft im Schornstein. NIcht ohne dass es, so nebenbei, noch die Bildung neuer Fettzellen stimuliert.

    > Aber ne Hypo zählt nicht zum normalen
    > Betriebszustand eines Typ2.

    Da der normale Betriebszustand durch überhöhte Glucose bestimmt ist, wo soll eine Hypo herkommen?

    > Den charakterisiert ... ne ... Hyper

    Volle Zustimmung.

    > Und das bedeutet, dass da zu wenig
    > Insulin in Umlauf ist,
    > sonst wäre der BZ ja gesund
    > flach&niedrig.

    QmS (= Quark mit Soße)

    Ich weiß nicht, ab wann der Typ 2 an einer Insulinvergiftung eingeht, aber Du kannst bei maximaler Downregulation der Insulinrezeptoren (= ein Resistenzaspekt) noch locker mal zusätzliche 1000 IE nachspritzen, ohne das sich der Blutzucker von denen im mindesten beeindruckt wird.

    > Klar, sagen die eingefleischten
    > Resistenzler. Die Resistenz verhindert,
    > dass die Glukose in die Zellen gelangt,

    Nicht unbedingt. Aber die Resistenz bezieht sich nicht nur auf den Rezeptor, sondern auch auf die Glucoseverwertung.

    Die Muskelzellen, vor allem die auf der Couch sitzenden, verbrauchen ja nix. Irgendwann sind die rappelvoll und es geht da dann auch nix mehr rein.

    Ganz im Gegensatz zu den Fettzellen, die immer weiter anschwellen können.

    > AAAber wenn verhindert wird, dass
    > die Glukose in die Zellen kommt,
    > dann müssen die doch in ihrer
    > Unterversorgung als Alternative
    > Ketone anfordern.

    Tun sie nicht. Erstens sind sie gar nicht so verhungert wie Du meinst, zweitens fordern sie auch im Glucosemangel keinesfalls Ketone an. Das können sie nicht.

    Vielmehr werden sie, die im gesunden Regelkreis dann vermehrt erscheinenden Freien Fettsäuren (FFS) verbrennen und bekommen ja zugleich von Leber und Nieren Glucosenachschub. Zumindst soviel, dass das Gehirn funktionsfähig bleibt. Das braucht eine Mindestglucoseversorgung, die bei venösen 40 mg/dl definiert ist.

    Der Schalter für den Regelkreis heißt
    INSULIN-Wirkung.

    Insulin(wirkung) steuert die Glucoseausschüttung der Leber genauso wie die Lipolyse der Fettzellen.

    Ist der Insulinrezeptor der auf den Zellen aller Gewebe der gleiche ist, von einer Resistenz betroffen, beim Typ 2 u.a. oder besonders durch inflammatorische (entzündliche) Vorgänge bestimmt, ist es z.B, mit der Lebersteuerung Käse. Dann wirkt das Insulin in der Leberzelle unzureichend, und die findet kein Ende mit der Glucosefreisetzung.

    > Jeder Typ2 müsste unbehandelt also
    > jeden Ketostreifen tief einfärben.
    > Und? Tut er aber normal gar nicht.

    Könnte er schon deswegen nicht, weil Ketone und Insulin direkte Gegenspieler sind. Beim Typ 1 gewinnen im Zweifelsfall, ohne ausreichendes Insulin, die Ketone, beim Typ 2 haben die gegen die Übermacht an Insulin eh keine Chance.

    Daher krepiert der Typ 2 regelhaft im hyperosmolaren Dehydrationskoma, der Typ 1 gibt den Löffel im azidotischen Koma ab.

    > Und das heißt doch ganz logisch,
    > dass die Glukose zuviel ist.

    Klar, siehe oben. Mal von der gegessenen Glucose völlig abgesehen.

    > die den Versorgungsbedarf der Zielzellen
    > überschreitet, nicht nur die gegessene

    Es gibt keinen überschreitenden Versorgungsbedarf von Zielzellen. Der Mensch ist grundsätzlich von der Evolution so eingerichtet, dass Nahrungsüberschuss als Fett gespeichert wird.

    Und das klappt effektiv, weil die Fettzellen viel bessere Insulinverwerter sind als andere Zellen. Sie haben einfach drastisch mehr Insulinrezeptoren.

    > sondern auch die über diesen Bedarf
    > hinaus Typ2-typisch von der Leber
    > ausgegebene.

    Siehe oben.

    > BZ-Auffälligkeit. Denn BZ-auffällig wird’s
    > ja erst, wenn die eigene Insulinausgabe
    > den BZ gegen die
    > Immermehrzuckerausgabe der Leber
    > nicht mehr ausgleichen kann.

    Natürlich spielt die Zuckerausgabe der Leber eine gewichtige Rolle im Kanon des Resistenzchores. Aber in Verbindung mit den Resistenzen, die im Verlaufe des sich entwickelnden Typ 2 immer ausgeprägter erscheinen.

    > Und viel spricht dafür, dass diese
    > wahrscheinlich Jahre lange verborgene
    > hepatische Überversorgung mit
    > Glukose viel von den Schwimmgürteln
    > macht, die man uns Typ2 so gerne als
    > munter angefressen vorwirft.

    Die Leber kann keine "nicht angefressene" Glucoseüberversorgung bewerkstelligen.
    Um dann diese Überversorgungsglucose
    den Fettzellen zum Einlagern zukommen zu lassen.

    Wo soll sie bitte das Substrat zur Glucoseüberversorgung hernehmen?
    Aus Luft und Leitungswasser?

    Echt, das ist nun die Krone der Banane.

    > Bist Du schon eingeschneit?

    Nöö, aber Schnee ist hier natürlich auch.

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 10.01.2010 00:44:31
    Moin Joa,

    danke für Deine Mühe! Dok Teupe schätze ich als Typ1-Spezialist. Dass er auch manches über Typ2 wissen muss, ergibt sich aus Überschneidungen in organischen Gemeinsamkeiten der Betroffenen, etwa der Regulation der Rezeptoren. Wie weit er sich bisher insgesamt mit Typ2 befasst hat, weiß ich nicht.

    Gleich unser 1. Punkt ist ja schon seeehr interessant:

    >> Zum angeblich zu vielen Insulin beim
    >> Typ2:
    >> Zu viel heißt immer zuerst einmal,
    >> mehr als gebraucht wird.

    > Wenn Du gebraucht wird, durch (sinnvoll)
    > gerbraucht werden kann ersetzt, stimmt
    > der Satz wieder.

    Dann müssen wir den Sinn oder Maßstab dafür auch benennen - mein Vorschlag:
    Zuviel hätte Typ2 das, was bei ihm mehr als beim gesunden Menschen dafür gebraucht wird, die umlaufende Glukose bis auf die gesunde BZ-Verlaufshöhe weg zu packen. - Hat allerdings den Nachteil, dass zur Bewertung auch die von der Leber Typ2-gestört zusätzlich ausgegebene Glukose berücksichtigt werden muss.

    Wenn also beim Typ2 nüchtern das Insulin bestimmt wird, dann kann der Wert z.B. absolut genommen Hausnummer 3mal so hoch wie Obergrenze normal sein und damit eben weit über der Norm liegen, AAABER im Verhältnis zur gerade laufenden Glukose-Ausgabe aus der Leber nur leicht erhöht oder vielleicht sogar völlig ok, wenn die gerade 3mal soviel Glukose wie normal ausgibt. Denn die Norm für die Insulin-Bewertung geht selbstverständlich von der gesund bei normal gesundem Nüchtern-BZ umlaufenden Glukose-Menge aus und berücksichtigt in keiner Weise eine Typ2-bedingte beständige Mehrausgabe. Oder welche Info hast Du dazu, dass und wie bei der Insulin-Bestimmung zur Feststellung einer Insulin-Resistenz beim Typ2 jeweils die entsprechende Glukose-Menge bestimmt wird?

    Schönen Rest von 2010! Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 10.01.2010 01:43:35
    Hallo Jürgen,

    > Dok Teupe schätze ich als Typ1-Spezialist.
    > Dass er auch manches über Typ2 wissen muss,
    > ergibt sich aus Überschneidungen in organischen
    > Gemeinsamkeiten der Betroffenen, etwa der
    > Regulation der Rezeptoren.

    Na ja. Beim Typ 1 ist, soweit bekannt, Insulin das einzige den Blutzucker senkende Hormon, dass dann noch einen Arsch voll weiterer relevanter Kreise regelt. So ziemlich alle mit einem Rückschlageffekt auf die BZ-Regulation/Disregulation, wenn was schief läuft.

    D.h. vom Insulin und BZ her kommst Du zwangsläufig auf alle übrigen Faktoren. Denk ich mir kleinfritzchenhaft so.
    Im Übrigen war Teupe der erste, der den Doppeldiabetes, bei ihm Typ 1c, geortet hat.

    Er ist halt *der* Querdenker in der Diabetologie.
    Aber genug der Teupe Lobhudelei.
    Aber sage mir mal, welche der disregulativen Faktoren des Typ 2 nicht auch in Gesellschaft mit einem Autoimmunprozess gegenüber den Betazellen auftreten kann?

    Fällt der Autoimmunprozess zuerst auf, ist der Typ 2 in spe halt einfach ein Typ 1 und wird nie mehr zum Typ 2.

    Fällt der BZ zuerst auf, in vorgerücktem Alter, wird meist erst gar nicht auf Antikörper gescannt. Dann isser erst mal Typ 2, werden dann doch Antikörper gefunden, na ja. Dann konvertiert der Typ 2 halt zum Typ 1. Beispiele findest Du genügend.

    Scanne mal quer durch die Masse der Typ 2er auf Antikörper. Da bekommst Du ein ziemlich volles Netz, denke ich mal.

    Ok. Soviel erst mal dazu.

    [Was ist zuviel Insulin?]

    > Dann müssen wir den Sinn oder Maßstab dafür auch
    > benennen - mein Vorschlag:

    Alles was deutlich über 1 IE/kg/24h hinaus geht.

    Na ja, im worst Case:

    Genetisch bedingter Defekt des Insulinrezeptors
    +
    Genetisch bedingt sehr geringe Rezeptorendichte
    +
    z.B. Fettstoffwechselstörung (siehe: Delta-6 Desaturase)

    mag es schon mal was drüber reichen. Zumindest wenn die Therapie nicht ursächlich ansetzt.

    Aber da musst Du Deinen Diabetologen fragen. Ich hab da eigentlich keinen Schimmer von sowas. Genau wie Du nich. ;-)

    Und mich interessiert es auch nur marginal. Zumindest bis dato.

    Ach ja, heute ist gut was an Schnee dazu gekommen. :-))

    Gruß
    Joa
  • Joa

    Rang: Gast
    am 10.01.2010 12:33:47
    Nachtrag:

    oben stehendes "worst Case" Szenario ist bitte nur als eine Beispielkombination zu sehen.

    Gemeint ist, dass auch mehrere, unterschiedliche und ungünstige Komponenten zusammentreffen und dann natürlich den Typ 2 Diabetes zu einem "besonders schweren" Diabetes machen können. Also ungünstig beeinflussen.

    Es ist auch nicht gemeint dass da nun "die" Typ 2 komponente mit genannt sei. Und auch diese wird sich vermutlich nicht als monokausales "Ei des Columbus" herausstellen.

    Wie ja auch immer beim Typ 1 gerne gesagt wird, jeder Diabetes ist anders, darf man das wohl auch beim Typ 2 annehmen.

    Mehr oder weniger. Beim Typ 2 eher deutlich mehr als beim Typ 1.

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 10.01.2010 13:07:38
    Moin Joa,

    > Fällt der Autoimmunprozess zuerst
    > auf, ist der Typ 2 in spe halt einfach
    > ein Typ 1 und wird nie mehr zum Typ 2.
    > Fällt der BZ zuerst auf, in vorgerücktem
    > Alter, wird meist erst gar nicht auf
    > Antikörper gescannt. Dann isser erst
    > mal Typ 2, werden dann doch Antikörper
    > gefunden, na ja. Dann konvertiert der Typ
    > 2 halt zum Typ 1. Beispiele findest Du genügend.
    > Scanne mal quer durch die Masse der
    > Typ 2er auf Antikörper. Da bekommst
    > Du ein ziemlich volles Netz, denke ich mal.

    Deswegen schreibe ich ja auch statt Diagnose meistens Ernennung. Ein Dr. John Buse - hohes ADA-Tier, das auch ACCORD mit verbrochen hat - hat vor 2 oder 3 Jahren in einem Gastvortrag zum Deutschen Diabetikertag gemeint, dass er sich vorstellen könnte, dass mit den immer mehr zu Tage tretenden Überschneidungen die Typenwirtschaft bei Gelegenheit wieder abgeschafft werden könnte. Allerdings fürchte ich, dass er da doch wieder und eine noch einfachere Label-Regelung im Sinn hat(te).

    > Aber da musst Du Deinen Diabetologen
    > fragen. Ich hab da eigentlich keinen
    > Schimmer von sowas. Genau wie Du nich. ;-)

    Ich fürchte, dass wir da längst auf dem durchschnittlichen Diabetologen-Stand sind. Denn die Ausbildung dort ist nach meiner Info nahezu frei von Ursachen und so einfachen Dingen wie BZ-Einstellung, für die es ja Tabellen gibt, und konzentriert sich weitgehend auf die Diagnose und Behandlung der Folgekrankheiten in ihren verschiedensten Stadien und Kombinationen. Erst damit wird der Diabetiker ja wirklich interessant. Denn ohne Folgekrankheiten kosten wir im Durchschnitt nur etwa 1k Euronen mehr pro Jahr als der Versichertendurchschnitt, mit Folgekrankheiten aber durchschnittlich etwa 5k! Da ist doch für alle im System 5mal so viel zu holen ;-(

    Schönen Rest vom 2010! Jürgen
  • .Jürgen

    Rang: Gast
    am 11.01.2010 15:07:02
    http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/39543/Leberverfettung_
    wirkt_sich_auf_das_Diabetesrisiko_aus.htm

    finde ich ganz schön interessant, wenn man erstmal über die erste scheinbare Zusammenfassung weg gelesen und runtergescollt hat bis zur "Einführung zur Pathogenese und Entwicklung des Typ 2-Diabetes mellitus:". Danke für den Hinweis darauf an Hans! von .Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 12.01.2010 02:00:25
    Hallo Jürgen,

    ja, das scheint mir eine sehr gelungene und prägnante

    > "Einführung zur Pathogenese und
    > Entwicklung des Typ 2-Diabetes
    > mellitus"

    zu sein.

    So eine Art Grundkurs, unter besonderer Berücksichtigungen der resistenzverstärkenden Störungen des hormonellen Systems bei (mitochondrial-) metabolisch gestörten Stoffwechselbedingungen. Insbesondere des Fettstoffwechsels.

    Das werde ich mir mal abspeichern. :-)

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 12.01.2010 08:44:26
    Moin Joa,

    ich bin immer wieder überrascht, wie irreführend Funktionen oder Dysfunktionen benannt werden. So wird (nicht nur) hier die abnehmende bis fehlende erste Phase der Insulinantwort auf neues Futter als Sekretionsstörung zumindest verbal den Beta-Zellen zugeordnet. Die haben aber wenig bis vielleicht nichts damit zu tun. Sie erhalten einfach immer weniger bis kein Signal mehr für den wohl zutreffend nach seinen Signal-Gebern im Darm benannten Inkretin-Effekt der sogenannten erste Phase.

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 12.01.2010 17:58:37
    Hallo Jürgen,

    > ich bin immer wieder überrascht,
    > wie irreführend Funktionen oder
    > Dysfunktionen benannt werden.

    Na Gott sei's getrommelt und gepfiffen, dass wenigstens wir zwei beide uns ein durchschnittliches Diabetolgenwissen zugelegt haben? = :-0

    > So wird (nicht nur) hier die
    > abnehmende bis fehlende erste
    > Phase der Insulinantwort auf neues
    > Futter als Sekretionsstörung zumindest
    > verbal den Beta-Zellen zugeordnet.

    Wohin die Sekretionsstörung ja auch absolut gehört, weil sie dort erscheint.
    Oder kennst Du noch andere Zellen die Insulin als Erst- bis Zehntantwort sekretieren könnten?

    > Die haben aber wenig bis vielleicht
    > nichts damit zu tun.

    Bis auf die Kleinigkeit, dass sie das Insulin nicht (mehr) angemessen ausspucken können.

    > Sie erhalten einfach immer weniger
    > bis kein Signal mehr für den wohl
    > zutreffend nach seinen Signal-Gebern
    > im Darm benannten Inkretin-Effekt
    > der sogenannten erste Phase.

    Da bist und bleibst Du auf einem holzigen Weg. Weder GLP-1 noch GIP *signalisieren* die Insulinausschüttung.

    Als Signal dazu bedarf es des Anstieges der Glucose.

    Ich vermute mal, dass die eher die Ausschüttung des hexameren Insulinvorrates der Betas moderieren, wenn das Ausschüttungssignal anliegt. Oder so ähnlich.

    Im Artikel geht es allerdings nicht um die Erklärung der gestörten Erstantwort der Betazellen, sondern um die Rolle der Fettleber im Zusammenhang von Fettstoffwechselstörung (metabolischem Syndrom) und gestörter hormoneller Sekretion der Leber, vor allem in Verbindung mit Sexualhormonen.

    Und das damit verbundene Wechselspiel der zunehmenden Insulinresistenz auf dem Weg zum manifesten Diabetes Typ 2 nach üblichen Kriterien.

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 12.01.2010 18:27:16
    Moin Joa,

    na haben wir dich wieder was Futter für unsere verschiedenen Meinungen ;-)

    Aber wenn der Anstieg der Blut-Glukose das Signal geben würde, könnte es beim selben gesunden Menschen keinen Unterschied in der Insulinantwort auf die selbe Menge Glukose geben, egal ob sie oral oder intravenös zugeführt wird. Im Gegenteil läge nahe anzunehmen, dass die intravenöse Gabe eine schnellere und passendere Reaktion hervorruft, weil da die Glukose ja schon sofort im Blut ist und nicht erst noch dahin gelangen muss. Aber tatsächlich funktioniert das mit dem Inkretin-Effekt genau anders rum. Oral eingefüllt wird die selbe Menge Glukose vom Gesunden völlig unauffällig abgearbeitet, während sie intravenös eingefüllt und damit unter Umgehung des Inkretin-Effekts beim selben Gesunden keine Phase1 liefert und einen diabetisch hohen postprandialen Anstieg mit ausgeprägter Phase2. - Eine Möglichkeit wäre natürlich, dass die bei den Versuchen immer in die falschen Pipelines gefüllt hätten ;-)

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 12.01.2010 23:43:56
    Lieber Jürgen,

    > na haben wir dich wieder was Futter
    > für unsere verschiedenen Meinungen

    Nein, haben wir nicht.

    > ...wenn der Anstieg der Blut-Glukose
    > das Signal geben würde, könnte es
    > beim selben gesunden Menschen
    > keinen Unterschied in der Insulinantwort
    > auf die selbe Menge Glukose geben,
    > egal ob sie oral oder intravenös
    > zugeführt wird.

    Erst denken, dann ...
    Natürlich kann es, logischerweise.

    Das ist der Inkretineffekt. Bei prandialer Glucosezufuhr werden die Darmzellen stimuliert Inkretin zu spenden. Bei iv. gegebener Glucose offenbar nicht.

    Da aber weder Byetta (GLP-1), noch Victoza (GIP), bzw. Sitagliptin als DPP-4 Inhibitor, alleine Hypos erzeugen können, können die Inkretine nicht der Verursacher der Insulinausschüttung sein.

    Die "Sekretionsstarre" auch des Gesunden auf i.v.-Glucose beweist aber recht deutlich, dass Inkretine, bei anliegendem Schaltsingnal (Blutzuckerspiegel), die spontane Insulinfreisetzung offensichtlich ermöglichen.

    Es tut mir leid, Du musst wohl weiter nach verzweifelt nach einem schlagenden Beweis suchen, dass Typ 2 nicht angesessen & angefressen ist.

    So ein Schalter, der dann die Verantwortung übernehmen muss.

    Nachdem es nun nicht die Inkretine zu sein scheinen, die Leber auch nicht in Betracht kommt, und auch der Mühtoss von der Resistenz nicht als Mythos, sondern Realität existiert, wie wäre es mit Mutter Natur?

    Die hat halt versäumt den Menschen evolutionär auf Supermärkte und Mac Donals vorzubereiten.

    Diese dumme Natur ging wohl seit Urzeiten eher von teils widrigen Umweltbedingungen aus, in denen es Sinn machte, den nächsten Winter oder die nächste Dürreperiode zu überleben.

    Gruß
    Joa
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 01:24:53
    Moin Joa,

    > Da aber weder Byetta (GLP-1),
    > noch Victoza (GIP), bzw. Sitagliptin
    > als DPP-4 Inhibitor, alleine Hypos
    > erzeugen können, können die Inkretine
    > nicht der Verursacher der
    > Insulinausschüttung sein.

    Halte ich für keine zutreffende Begründung. Denn der Inkretineffekt sorgt bei einem gesunden Menschen offenbar NIE dafür, dass eine Hypo erreicht wird, ABER offenbar IMMER seeehr zuverlässig dafür, dass bei egal welchem BE-Input immer die Nierenschwelle und allermeistens auch 140mg/dl unterschritten werden.
    D.h. der Inkretineffekt erfolgt offenbar erstaunlich passend dosiert und kann offenbar kurzfristig undnoch vor jedem nennenswerten BZ-Anstieg vergleichsweise gewaltige Mengen Insulin bestellen :-)

    Es wird einen Sinn haben, der auch noch entdeckt wird, dass der futterabhängige inkretingesteuerte, vielleicht nennen wir ihn den alimentären, Regelkreis nur bis etwa 120-140 runter regelt: Wieviel Glukose Du bei einem Gesunden auch immer einfüllst, Du wirst immer diesen postprandialen Verlauf erhalten http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php
    Und von da übernimmt dann der basale BZ-gesteuerte Regelkreis mit dem, was Du Sekretionsstarre nennst. Nur kann das nicht wirklich starr sein, denn im Rahmen dieses basalen Regelkreises werden bei jedem gesunden Menschen jeden Tag vollautomatisch vergleichsweise beliebig große Mengen Glukose und Insulin umgesetzt, und zwar immer passend zum Bedarf, egal ob z.B. 30g pro Stunde oder 120. Genijahl, nicht?

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 03:49:32
    Hallo Jürgen,

    >> Da aber weder Byetta (GLP-1),
    >> noch Victoza (GIP), bzw. Sitagliptin
    >> als DPP-4 Inhibitor, alleine Hypos
    >> erzeugen können, können die Inkretine
    > nicht der Verursacher der
    >> Insulinausschüttung sein.

    > Halte ich für keine zutreffende
    > Begründung.
    > Denn der Inkretineffekt sorgt bei
    > einem gesunden Menschen offenbar
    > NIE dafür, dass eine Hypo erreicht wird,

    Zwischenbemerkung:
    Beim Typ 2 Diabetiker aber schon???

    > ABER offenbar IMMER seeehr
    > zuverlässig dafür, dass bei egal
    > welchem BE-Input immer die
    > Nierenschwelle und allermeistens
    > auch 140mg/dl unterschritten werden.

    Da Du immer wieder gerne enthusiastisch darauf hinweist, dass auch beim Typ 2 die Kapazität der Betazellen bei Feststellung auffälliger BZ-Werte nur noch etwa 20% betrage, ist der Vergleich mal wieder äußerst fragwürdig.

    > D.h. der Inkretineffekt erfolgt offenbar
    > erstaunlich passend dosiert

    der muss nicht sonderlich passend dosiert sein, soweit das die Insulinsekretion der Betazellen betrifft.

    Wir erinnern uns, dass der Inkretineffekt auf die Betas nur dann Einfluss nimmt, wenn *auch* der Glucoseantstieg diese zur Sekretion stimuliert.

    Weil ja sonst alle Diabetiker, die Byetta, Victoza oder Januvia zu sich nehmen, in einer Dauerhypoglykämie befindlich sein müssten.

    Ansonsten kommt der Glucosereiz zuerst bei den Darmzellen an und müsste dort Einfluss nehmen auf die Sektretion der Inkretine. So (m)eine These.

    Was zwangsläufig bedeuten sollte, dass Glucose und Inkretine etwa zeitgleich die Darmwand in den Blutstrom passieren und auch zeitgleich bei den Betazellen aufschlagen.

    Und da signalisiert die Glucose die Ausschüttung, während die Inkretine den Vorgang ermöglichen.

    So ganz nebenbei scheinen sie denn ja auch die Spaltungskapazität der Betazellen für Proinsulin zu Insulin zu stärken?

    Jedenfalls hab ich nichts gesehen, dass Inkretine, wie andere Sekretagoga, auch einen erhöhten Proinsulinanteil nach sich ziehen.

    Gruß
    Joa
  • gdhfzrt

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 04:12:45
    sagt mal ihr beiden, kann es sein, dass ihr einen an der klatsche habt? wenn ihr euer hochwissenschaftliche, für den normalsterblichen diabetiker unverständlichen disput, bei dem letzen endes ausser schrägen diskussionen nichts rauskommt, weiterführen wollt, tauscht doch eure e-mails oder telef.-nummern aus und labbert euch privat zu. schade, dass es hier keine forumregeln gibt, sonst hätte der administrator euch längst den saft abgedreht.
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 10:26:27
    ich habe jetzt einen interessanten Artikel gelesen,
    und zwar :
    Je fetter die leber,desto resistenter werden die zellen gegen Insulin.
    Das leuchtet mir ein. Ich glaube ,daß viele diabetiker eine fettleber haben . Einige wissen es
    vielleicht gar nicht.
    Im übrigen muß ich dem letzten anonymen Schreiber beipflichten. Ich kann mir auch vorstellen,
    daß viele normale Diabetiker mit diesen Abhandlungen nichts anfangen können. Schreibt doch leicht verständlich für jedermann.
    Gruß Barbara
  • EH

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 11:13:21
    "sagt mal ihr beiden, kann es sein, dass ihr einen an der klatsche habt?...."

    Danke! Gerade wollte ich ein Posting mit ähnlichem Inhalt loslassen. Mir geht dieses inhaltslose Geschwurbel schon lang auf den Geist. Es ist bekannt, daß es keine wirklich bewiesene Ursache für Typ2 Diabetes gibt. Und diese beiden werden das Rätsel bestimmt nicht lösen. Ein Ort für falsch verstandenen Humor ist dieses Forum übrigens auch nicht. von EH
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 11:18:59
    @möchtegern-admin:
    Wer zwingt Dich, hier zu lesen, wenn Du nicht magst?

    Moin Joa,

    >> Denn der Inkretineffekt sorgt bei
    >> einem gesunden Menschen offenbar
    >> NIE dafür, dass eine Hypo erreicht wird,

    > Zwischenbemerkung:
    > Beim Typ 2 Diabetiker aber schon???

    Wenn Du die reaktive oder alimentäre Hypo meinst, so tritt die meistens etwa 2-3 Stunden nach dem Essen ein, und zwar infolge "Deiner Sekretionsstarre", denn der Inkretin-Effekt hat ne halbe Stunde nach dem Essen schon seine Wirkspitze auf die Insulin-Ausgabe erreicht, wie Du am gesunden Insulin-Ausgabemuster eindeutig ablesen kannst. Und so lange der Inkretin-Effekt noch ausreichend funktioniert, kommt es überhaupt nicht zu einem so hohen BZ-Anstieg nach dem Essen, dass der eine zu üppige Phase2 auslösen und in der Folge eben meistens in der Gegend von 2-3 Stunden nach dem Essen zu so einer reaktiven Hypo führen könnte.

    Was immer die Inkretine zur passenden Insulin-Ausgabe veranstalten, findet ausschließlich dann statt, wenn Glukose zur Übergabe aus dem Darm in den Blutkreislauf ansteht, und in dem Maße, in dem sie da just ansteht. Ohne Glukose passend zur Übergabe in den Blutkreislauf machen die Inkretine überhaupt nix zur Insulin-Ausgabe. Deswegen kann es mit diesen neuen Medis, mit denen der Typ2-geschädigte Inkretin-Effekt wenigstens teilweise wieder hergestellt werden kann, auch keine Hypo geben.

    Der Inkretin-Effekt ist offenbar ausschließlich zuständig für die Phase1 der Insulin-Ausgabe mit ihrer Spitze etwa 30 Minuten nach dem Futter-Input, also dann, wenn die Insulin-Anforderung via ansteigendem BZ gerade erst angelaufen ist. In der gesunden Grafik kannst Du das sehr deutlich ablesen http://www.phlaunt.com/diabetes/16422495.php Glukose und Insulin im Blut steigen praktisch gleichzeitig an, wobei der Insulin-Anstieg praktisch sofort erheblich höher erfolgt, als im basalen Regelkreis allein von der BZ-Höhe angefordert möglich. Wie ja auch in der Grafik schön sichtbar, erfolgt der weitaus größte Teil einer gesunden Insulin-Antwort auf neues Futter mit der Phase1.

    Der BZ-basierte basale Regelkreis läuft dem BZ dagegen immer hinterher und ist zur Aufnahme größerer Mengen neuer Glukose offenbar weder konzipiert noch geeignet. Denn die neue Glukose muss immer erst zum größten Teil durch den ganzen Körper, bevor sie praktisch auf dem Rückweg auf die Beta-Zellen trifft und die damit zur Insulin-Ausgabe stimulieren kann. Deswegen haben wir ja mit dem Inkretin-Defekt ohne die ausgeprägte Phase1-Spitze diesen um 30-60 Minuten verspäteten Insulinausgabe-Berg, der für die intravenöse Glukose-Gabe bei Gesunden ebenso charakteristisch ist wie für den Vorlauf zur Diagnosereife und die ersten Jahre des Typ2 (so lange bei dem noch etwas an Insulinausgabe bestellt werden kann).

    Bisdann, Jürgen
  • EH

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 13:18:16
    @ Jürgen
    Willst du es nicht kapieren oder kapierst du es wirklich nicht? von EH
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 13:23:39
    manno EH, nu lass uns doch ein bisschen schwurbeln ;-) von Jürgen
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 14:24:32
    dann macht das doch privat ,aber nicht in einem Forum ,was für alle da sein sollte Das interessiert doch nur wenige!! von Barbara
  • EH

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 16:16:41
    Hallo Barbara,

    das ist auch meine Meinung. Aber privat interessiert nicht, sie wollen ja mit ihrem "Wissen" glänzen. Interessieren dürfte es kaum jemanden, denn es sind ja nur laienhafte Mutmaßungen. Wenn man mal wirklich eine Frage hat, dann haben die beiden Herren auch nichts dazu zu sagen. von EH
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 17:24:09
    Moin Barbara,

    was ich heute vom Diabetes weiß, hab ich aus Forendiskussionen, die sich andere TeilnehmerInnen so ähnlich geliefert haben, wie diese zwischen Joa und mir. Dabei hab ich die Info entweder direkt lesen können, oder dann Google gefragt und an anderen Stellen weiter gelesen. EH hat recht, was wir da schreiben, sind ne Menge Mutmaßungen. Aber auch die forschende Medizin weiß bis heute nicht, woher und wie der Typ2 zustande kommt und was dafür alles wie gestört=falsch zusammen spielen muss. Sie diagnostiziert und behandelt den Typ2 nach Mutmaßungen.

    Schau, Du hast gerade die Fettleber angesprochen, weil das Deutsche Ärzteblatt mit Datum vom 6. Januar getitelt hat "Leberverfettung wirkt sich auf das Diabetesrisiko aus". Den Link dazu hatte ich weiter oben zitiert. Diese Mutmaßung nehmen seitdem alle Medien auf, die noch Platz für ein Meldung haben. Natürlich so, dass die Fettleber Diabetes macht und dass die vom zu fetten Essen kommt. Dabei stört offenbar überhaupt niemanden, dass der Artikel das so überhaupt nicht her gibt.

    In dem Artikel steht vielmehr, dass eine zunehmende Verfettung der Leber zu weniger Sex-Hormone-Binding Globulin (SHBG) führt, was immer das ist, und dass Leute mit weniger SHGB ein höheres Risiko haben, an Diabetes zu erkranken. Ein höheres Risiko haben kann z.B. bedeuten, von 100 Leuten mit viel (wieviel?) SHGB hat in z.B. 10 Jahren keiner Diabetes bekommen, von 100 Leuten mit wenig (wie wenig?) SHGB sind dagegen 10 oder 20 in den letzten 10 Jahren zu Diabetikern geworden. Hättest Du das nach der Überschrift gedacht?

    Ich schreib Dir das hier jetzt nicht, um Dich zu ärgern, sondern weil ich denke, dass Du an diesem Beispiel vielleicht verstehst, wie man mit etwas Interesse am eigenen Typ2 neugierig sein kann, wie solche Aussagen dazu entstanden sein und zusammen hängen können. Und ganz ähnlich ist das auch mit der Frage, was bei Futter-Input bei gesunden Menschen für die entsprechende Menge Insulin sorgt und was da beim Typ2 nicht so richtig funktioniert, über die Joa und ich uns hier jetzt ein paar Beiträge lang ausgetauscht haben. Dabei kann ich EHs und Deine Einschätzung nicht teilen, dass so eine Diskussion niemanden interessiert. Wenn der Admin hier mal den Zähler reinstellen würde, wie oft der Thread angeklickt wird, würdest Du vielleicht den Kopf schütteln, aber bei allen solchen "Schwurbel"-Diskussionen im Verhältnis zur Menge der Beiträge erstaunlich große Zahlen sehen.

    Also lasst uns bitte einfach "schwurbeln", wenn uns danach ist. Dass Ihr's lest, erwarten wir nur, wenn wie hier die direkte Anrede drüber steht :-)

    Schönen Rest von 2010! Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 13.01.2010 18:27:01
    > Wenn der Admin hier mal den Zähler
    > reinstellen würde, wie oft der Thread
    > angeklickt wird, würdest Du vielleicht
    > den Kopf schütteln ...

    Ich denke nicht, dass die Anzahl der Forennutzer, die diesen Thread (noch) klicken sonderlich hoch ist.

    Die meisten Klicks erbringen vermutich Leser, die ständig hier reinklicken, möglicherweise weil sie noch nicht das zum persönlichen Wohlfühlen erforderliche Ärger- und Adrenalinpotential erreicht haben. :-)))

    Gruß
    Joa
  • Joa

    Rang: Gast
    am 14.01.2010 10:59:45
    Hallo Jürgen,

    >>> Denn der Inkretineffekt sorgt bei
    >>> einem gesunden Menschen offenbar
    >>> NIE dafür, dass eine Hypo erreicht wird,

    >> Zwischenbemerkung:
    >> Beim Typ 2 Diabetiker aber schon???

    > Wenn Du die reaktive oder alimentäre Hypo meinst …

    Nein. Ich meinte den Typ 2, bei dem ein dauerhafter, mehr oder weniger konstanter Inkretinspiegel medikamentös herbeigeführt wird.

    > Was immer die Inkretine zur passenden
    > Insulin-Ausgabe veranstalten …

    GLP-1 leitet die _glucoseabhängige_ Insulinausschüttung der Beta-Zellen ein, was über die Aktivierung des GLP-1 Rezeptors der B-Zellen geschieht.

    Außerdem hemmt GLP-1 die Glukagonausschüttung der A-Zellen steigert die Produktion des Gens für das Proinsulin, und hat, je nach Zelltyp noch diverse andere Funktionen. Im Rattenversuch lässt sich nachvollziehen, dass GLP-1 im Gehirn eine Änderung des Fressverhaltens auslöst (welche?).

    > … findet ausschließlich dann statt, wenn
    > Glukose zur Übergabe aus dem Darm in den
    > Blutkreislauf ansteht, und in dem Maße, in dem
    > sie da just ansteht.

    > Ohne Glukose, passend zur Übergabe in
    > den Blutkreislauf, machen die Inkretine überhaupt
    > nix zur Insulin-Ausgabe.

    Was ich doch ein bisschen überraschend fand ist, das nicht nur Glucose die GLP-1 Freisetzung stimuliert, sondern auch langkettige Fettsäuren, insbesondere einfach ungesättigte. Und auch Gallensäure.
    (Man findet sogar die ketzerische Frage, ob der Glucosereiz in physiologischer Konzentration bei der Inkretinsekretion überhaupt eine sooo relevante Rolle spielt.)

    Also ich finde das ist schon recht interessant. Es mag die Wirkung der „Mittelmeerdiät“ ein Stück erklären?

    http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=
    957757077&dok_var=d1&dok_ext=pdf&
    filename=957757077.pdf

    Dort Seite 5/6.

    Gruß
    Joa
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 14.01.2010 11:50:29
    Hallo Joa,

    Zitat Joa:
    "Was ich doch ein bisschen überraschend fand ist, das nicht nur Glucose die GLP-1 Freisetzung stimuliert, sondern auch langkettige Fettsäuren, insbesondere einfach ungesättigte."

    Und hier komme ich mit meiner Vermutung, die ich schon mehrfach geäußert habe, für die ich aber bisher bestenfalls ein müdes Lächeln ernten konnte:
    Ich vermute, dass bei mir der Inkretineffekt, der bei den KH defekt ist, bei Verzehr von Fett noch ganz gut funktioniert.

    Ich habe also mit Verzehr von Fett einen ähnlichen Effekt, den andere mit Victoza und Co. erzeugen. Und die andere Tatsache, dass Fett besser sättigt, ist auch allgemein bekannt. Das läuft vermutlich alles über das GLP-1. Mit ein paar einfachen Untersuchunge könnte man bestimmt herausfinden, ob das allgemein so ist oder ob ich damit eine Ausnahme bilde. Bisher habe ich noch niemand für solche Untersuchungen begeistern können.

    Gruß, Rainer
  • Joa

    Rang: Gast
    am 15.01.2010 02:09:16
    Hallo Rainer,

    >> Ich schrieb:
    > Rainer schrieb:

    >> dass nicht nur Glucose die GLP-1
    >> Freisetzung stimuliert, sondern
    >> auch langkettige Fettsäuren,
    >> insbesondere einfach ungesättigte."

    > Ich vermute, dass bei mir der
    > Inkretineffekt, der bei den KH
    > defekt ist, bei Verzehr von Fett
    > noch ganz gut funktioniert.

    Natürlich kann ich auch allenfalls vermuten.
    Das ginge dann in die Richtung, dass es mit den inkretinproduzierenden L-Zellen sehr ähnlich aussehen mag, wie mit den Betas. Evtl. sogar auf der gleichen Grundlage, dass beide Zelltypen durch erhöhtes Interleukin-1beta (IL-1b)über den IL-1R(ezeptor) in den zellulären Selbstmord (Apoptose) getrieben werden. Dann würde Anakinra, als IL-1RA(ntagonist) sowohl eine Erholung der B-, als auch der L-Zellen bewirken können.

    Letztlich haben die Anakinrastudien beim Typ 2 aufgezeigt, dass Typ 2 unter Anakinra auch wieder von der Spritze weg kommen kann. Was in der Fachwelt einen gewissen Anakinra-Enthusiasmus ausgelöst hat.

    Bei Dir würde ich mir das derzeit, wenn ich Dich recht verstehe, eher so zusammenreimen:

    Du nimmst eine kh-arme Kost zu Dir, mit relativ hohem Fettanteil.

    Der Sekretionsreiz auf die L-Zellen ist dann moderat, wie auch der Sekretionsreiz auf die Betas, in Folge der BZ-Anstiege.

    Es kommt zu einer moderaten Inkretinausschüttung, die sich ggf. auch, durch eine längere Verdauungsphase für Fette auch zeitich streckt.

    Die moderate Inkretinanwort der L-Zellen kann dann die Kapazität der Betas zu einer ebenso gemäßigten Insulinsekretion noch recht gut stützen.

    Im Ergebnis sieht dann alles recht fein aus.
    Haust Du aber in die Kohlenhydrate beim Futtern, wird das Sekretionssystem beider Zelltypen gnadenlos überfordert.

    Was nicht nur zu erhöhten BZ-Werten, sondern auch zu einer Beschleunigung des Zellsterben bei den Betazellen, möglicherweise auch bei den L-Zellen führt.

    Ich weiß nicht, was die Bestimmung des GLP-1 kostet. Wenn es überhaupt geht, wird es äußerst aufwendig und sauteuer sein.

    Denn, GLP-1 hat eine Halbwertzeit von nur 1 1/2 bis 2 Minuten.

    Pragmatisch würde ich da eher das Insulin/Proinsulinverhältnis, einmal unter KH-Last und dagegen nach einer kh-moderaten Mahlzeit nehmen.

    Wobei als Aussage, zumindest als Anhaltspunkt, dann ggf. auch alleine der Proinsulinwert im Verhältnis zu den parallel zu messenden BZ-Verläufen gelten könnte.

    Weil die Bestimmung der Insulin/Proinsulinratio wird auch kein Arzt machen, weil zu teuer.
    Außerdem ahnen wir auch schon, wie der Versuch ausgeht.

    Hingegen ist die Bestimmung nur des Proinsulinwertes für viele Diabetiker ggf. noch selber bezahlbar. Das kostet so leicht über 40,- Euro.

    Der Proinsulinwert scheint im Moment eh der Goldstandard zur Definition des Fortschreitens einer diabetischen Situation zu sein.

    Als Screeningmarker für (Prä-)Diabetes sowieso.

    Gruß
    Joa
  • Schmunzeln

    Rang: Gast
    am 15.01.2010 10:46:19
    Rainer, du "Sausack", jetzt machst du auch noch mit. Böser böser Junge.

    Liebe EH und Barbara,

    auch ich versteh nicht alles, was hier gefachsimpelt wird, aber dann muss oder kann oder möchte ich eben nachlesen oder googlen. Und, was mich nicht interressiert, überlese oder ignoriere ich.
    Und grad Jürgen hat immer und immer und immer und immer wieder angeboten: Wer etwas nicht versteht, möchte BITTE direkt nachfragen...der erklärt nun wirklich alles in aller Geduld auch zum 50. Mal...ich möchte Euch nicht zu nahe treten...aber auf Diabetesinfo gibt es direkt eine sehr gute Wissensvermittlung für Anfängre und auch den herrlichen Jörgschen Erklärbär, vielleicht mögt Ihr das Forum lieber?

    Joa , Jürgen und bösere Rainer, Bitte mehr davon. von Schmunzeln
  • Rainer

    Rang: Gast
    am 15.01.2010 13:55:46
    Hallo Tom,

    das verstehe ich nun gar nicht. Du sagst, dass dir der Thread auf den Geist geht und klickst ihn doch immer wieder an? Warum denn das - lass es doch einfach sein!

    Rainer
  • EH

    Rang: Gast
    am 15.01.2010 14:33:21
    Hallo Schmunzlen,

    Barbara und ich sind keine Anfänger, wir eben mit unserem Diabetes so an die 30 Jahre und brauchen im Grunde keine Erklärungen mehr.

    Ich kenne Jürgens Beiträge nun auch schon seit mehren Jahren und Tatsache ist, daß Jürgen und andere "Wissenschaftler" sich hier und auch in anderen Foren lediglich über Vermutungen austauschen. Niemand weiß nämlich genau wie ein Typ 2 entsteht. Solche Vermutungen halte ich in einem Forum für völlig überflüssig und für "Anfänger", die Rat suchen, nur verwirrend. Sinnvoll wären vernünftige Antworten auf Fragen und eigene Erfahrungen. Aber gerade letztere sind mehr als selten. Vermutlich will niemand zugeben, daß er seinen Diabetes eben auch nicht immer im Griff hat. Das könnte dem Image Abbruch tun. von EH
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 15.01.2010 14:45:13
    Hallo E:H @ Schmuzeln ist Tom . Sie verteidigt
    ständig Jürgen , obwohl sie auch nicht alles weiß.
    und muß immer das letzte Wort haben. von Barbara
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 15.01.2010 15:06:51
    Moin EH,

    > Vermutlich will niemand zugeben,
    > daß er seinen Diabetes eben auch
    > nicht immer im Griff hat. Das könnte
    > dem Image Abbruch tun.

    Du weißt, dass ich meine Tagesprotokolle schon mal fortlaufend in ein Forum gestellt hab - und warst Du es nicht sogar, die damals nicht müde wurde zu fragen, wem solche Aufschriebe denn nützen sollten?

    Wofür also sone Unterstellung?

    Bisdann, Jürgen
  • tim thaler

    Rang: Gast
    am 15.01.2010 15:08:42
    >>Also lasst uns bitte einfach "schwurbeln", wenn uns danach ist. Dass Ihr's lest, erwarten wir nur, wenn wie hier die direkte Anrede drüber steht :-)<<

    weil dir kleinem exhibitionisten danach ist, etwas zu schwurbeln, nutzt du ein öffentliches forum, damit auch jeder sofort merkt, was für ein schwurbler du bist? wenn euch nach schwurbeln ist, schwurbelt doch privat. denn es ist egal, ob einer neuling oder profi ist, irgendwann geht euer geschwurbel jedem auf den geist. aber selbstherrlich, wie ihr seid, werden diese dann als troll oder foren-admin benannt und es wird weitergeschwurbelt, ohne zu einem gemeinsamen ziel zu kommen. wenn das der sinn des schwurbeln ist, dann ist schwurbeln einfach mist. von tim thaler
  • EH

    Rang: Gast
    am 15.01.2010 17:48:49
    @ Jürgen

    "Du weißt, dass ich meine Tagesprotokolle schon mal fortlaufend in ein Forum gestellt hab - und warst Du es nicht sogar, die damals nicht müde wurde zu fragen, wem solche Aufschriebe denn nützen sollten?

    Wofür also sone Unterstellung?"

    Welche Unterstellung?

    Ich habe damals gefragt wem diese Tagesprotokolle nützen sollen und ich frage mich das heute immer noch.
    Ich habe auch auf die Frage wie ein Diabetiker es mit seinem Arbeitsleben vereinbaren soll, (fast) jede Stunde zu messen und einen Happen zu essen oder nachzuspritzen, immer noch keine Antwort bekommen.
    Für mich sind solche Auslassungen nicht von allgemeinem Interesse. Nicht jeder will und kann seinen Diabetes zum Lebensinhalt machen.

    von EH
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 15.01.2010 20:14:17
    Moin EH,

    Du hast geschrieben:
    > Sinnvoll wären vernünftige Antworten auf
    > Fragen und eigene Erfahrungen. Aber
    > gerade letztere sind mehr als selten.
    > Vermutlich will niemand zugeben, daß er
    > seinen Diabetes eben auch nicht immer im
    > Griff hat. Das könnte dem Image Abbruch tun.

    Ich hab Dir auf Dein Einfordern von eigenen Erfahrungen mit dem Hinweis auf meine Protokolle beantwortet, was ja Deine Unterstellung voll widerlegt.

    Dir haben meine Protokolle nicht gefallen. Das hatte nix mit Einstellen zu tun, wie Du das kennst. Du hast das häufige Messen und Aufschreiben kritisiert, obwohl Du wusstest, dass es um eine Insulin-Umstellung ging, und obwohl Du wusstest, dass ich mein 5er HBA1c-Ergebnis auch mit Humaninsulin erreichen und damals auch dokumentieren wollte, wieviel Mehraufwand das gegenüber schnellem Analog-Insulin zum Essen bedeutete.

    Normal messe ich am Tag 2-3mal, um zu schauen, ob's passt, meistens das erste Mal im Verlaufe des späten Vormittags. Und den Rest zu durchschnittlich 5 Streifen pro Tag verprasse ich, wenn das Nachschauen alle paar Tage mal ne unerwartete Unregelmäßigkeit ergibt. Das hab ich aber auch so schon oft genug beschrieben, und ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie Du auf die Idee kommst, dass ich mich den ganzen Tag nur mit meinem Zucker beschäftigen könnte.

    Bisdann, Jürgen
  • EH

    Rang: Gast
    am 15.01.2010 21:00:17
    @ Jürgen

    Was meinst du mit "was du als Einstellung kennst". Bist du unter die Wahrsager gegangen oder woher weißt du, was ich kenne und was nicht. Ich "stelle" meinen Diabetes schon seit Jahren selbst ein und daher weiß ich auch, daß es eben auch Tage gibt, wo man das Gefühl hat, das Insulin wirkt nicht und an anderen saust man in eine Hypo eh man sichs versieht. Ein Mensch ist keine Maschine und niemand kann immer Superwerte haben, auch du nicht.

    Du propagierst ständiges Messen und eine lückenlose Überwachung der BZ Werte über den Tag. Das kann kein Mensch leisten, der arbeiten muß.

    Es ist mir gleichgültig, was du machst, aber es stört mich, daß du deine eigenen für gut befundenen Werte als allgemeingültig hinstellst. Kein Mensch muß einen HBA1 von 5 haben und nicht jeder Diabetiker wacht mit 80 auf, etc. etc.

    Du bist nicht das Maß aller Dinge und ich finde es fatal, daß du Neulingen derartigen Blödsinn einreden willst. von EH
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 15.01.2010 22:12:42
    Moin EH

    ich hatte geschrieben
    >> Normal messe ich am Tag 2-3mal, um zu
    >> schauen, ob's passt, meistens das erste
    >> Mal im Verlaufe des späten Vormittags.
    >> Und den Rest zu durchschnittlich 5 Streifen
    >> pro Tag verprasse ich, wenn das Nachschauen
    >> alle paar Tage mal ne unerwartete
    >> Unregelmäßigkeit ergibt.

    Woher nimmst Du für Deine Antwort darauf
    > Du propagierst ständiges Messen und eine
    > lückenlose Überwachung der BZ Werte
    > über den Tag. Das kann kein Mensch leisten,
    > der arbeiten muß.

    Und wirklich gesunde BZ-Verläufe sind tatsächlich gerade für Neulinge am einfachsten und ungefährlichsten zu erreichen. Am einfachsten, weil zur Normalisierung nur ein paar gezielte Verhaltens-Änderungen und ggf relativ leichte Medikation, womit ne Hypogefahr nahezu ausgeschlossen ist. Imd das schönste: Mit dem BZ-Verlauf wieder im völlig gesunden Bereich kann gut sein, dass viele erst einmal wieder und vielleicht sogar für Jahre völlig auf Medis verzichten können. Ich kann nicht nachvollziehen, was Dich daran stört?

    Bisdann, Jürgen
  • Barbara

    Rang: Gast
    am 15.01.2010 23:08:05
    es sollte eigentlich bekannt sein, daß bei älteren Diabetikern eine zu scharfe Einstellung nicht
    geraten wird. Also sprich eine Hb eine 5 vorm Komma.
    von Barbara
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 00:50:03
    Moin Barbara,

    EH hatte ausdrücklich von Neulingen geschrieben, und ich hab darauf geantwortet. Neulinge waren noch nie ältere Diabetiker :-)

    bisdann, Jürgen
  • EH

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 10:57:37
    Hallo Barbara,

    eine 5 vor dem Komma ist normalerweise nur von Diabetikern zu erreichen, die diese niedrigen Werte mit Hilfe von zusätzlich gespritztem Insulin erreichen.

    Bei Gesunden ist diese 5 vor dem Komma durchaus nicht die Regel. Warum sollte ein Diabetiker sich "gesünder" spritzen als ein Nichtdiabetiker. Wobei ich mich frage, ob das nun wirklich "gesund" ist.

    Daß Jürgen alle, die seine selbsternannten Grenzwerte nicht bringen als Diabetiker bezeichnet ist auch schon bekannt.
    Im Grunde ist es sinnlos mit ihm zu diskutieren, denn er läßt nur seine Meinung gelten, auch wenn er die im Lauf der Jahre schon oft gewechselt hat. von EH
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 11:39:59
    Moin EH

    in diabetesinfo.de lese ich an der ersten Fundstelle:
    > Normal ist ein HbA1c von etwa 5%

    Meine Erfindung?

    Die neue HBA1c-basierte Diabetes-Diagnose-Definition sagt:
    über 6,5 Diabetes
    5,7-6,5 Prädiabetes oder neu Hochrisiko für Diabetes
    bis 5,6 normal

    Meine Erfindung? von Jürgen
  • EH

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 12:29:34
    @ Jürgen

    Deine Infos aus dem Internet sind nicht der Weisheit letzter Schluß. Da wird über alle Krankheiten gelegentlich derartiger Stuß verbreitet, daß man sich nur die Haare raufen kann.
    Und Diabetes ist besonders ergiebig für Leute, die von tuten und blasen keine Ahnung haben und meinen, ihre Meinung kund tun zu müssen.

    Ich habe bei einem namhaften und hochgelobten Professor grenzenlose Ignoranz der Realität erleben müssen. Ich fall nicht mehr auf Märchenerzähler rein. von EH
  • Joa

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 14:50:28

    > Da wird über alle Krankheiten
    > gelegentlich derartiger Stuß verbreitet,
    > daß man sich nur die Haare raufen
    > kann.

    Wenn der Schreiber mal einen Blick auf den Referenzbereich seines Labores für den 1c werfen würde, könntest er sehen, ab welchem Wert ein Befund für den 1c als pathologisch, also als krank, bezeichnet werden muss.

    Die Obergrenze geht, je nach Labormethode in der Regel bei etwa 5,6% los, und reicht bis etwa 6,5%.

    Da gibt es nichts zu diskutieren, liegt man drüber, kann man allenfalls die Haare raufen.

    Welche Konsequenzen für den Behandlungsbedarf Arzt und/oder Patient daraus ziehen, ist durchaus individuell unterschiedlich. Und das ist auch gut so.

    Gruß
    Joa
  • EH

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 14:57:44
    @ Joa

    Ich fürchte, du hast dich vertan. Der Adressat deines Beitrags müßte Jürgen sein, der hängt sich doch immer an festen Zahlen auf. von EH
  • Apropos....

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 15:30:29
    Mal ne Frage an die Insulinresistenz-Betroffenen:

    Ist bei euch mal auf einen Magnesiummangel untersucht worden?
    Bei gestörter Magnesiumverwertung bzw. -mangel ist grundsätzlich die Funktion der Zellen gestört und da würde es Sinn machen, erstmal beim Magnesium anzusetzen.
    Sucht mal bei Wikipedia od. Google nach Begriffen Magnesiummangel, Magnesiumresorption etc.
    Solche Basics (Magnesium, auch Zink, Vitamin D u.a.) werden in der Regel leider meist nicht beachtet od. vergessen.


    von Apropos....
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 18:38:59
    Das Problem mit der Bewertung der Insulinresistenz, also dem höheren Insulinbedarf zum Verstoffwechseln (nicht nur!) von KHs, ist die weite Verbreitung. Nur ein Bruchteil der Betroffenen entwickelt Diabetes. Die meisten bleiben völlig unauffällig. von Jürgen
  • Genervter

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 19:25:10
    "Welche Konsequenzen für den Behandlungsbedarf Arzt und/oder Patient daraus ziehen, ist durchaus individuell unterschiedlich. Und das ist auch gut so."

    "ist die weite Verbreitung. Nur ein Bruchteil der Betroffenen entwickelt Diabetes. Die meisten bleiben völlig unauffällig."

    jetzt habe ich endlich verstanden, was "schwurbeln" ist: um uns das zu erklären, was eh jeder weiss, braucht es 42 beiträge von j+j (von insg. 65). wo anders nennt man dies trollen oder spamen. ist doch eigentlich ankes metier, sich ständig wiederholend den unmut anderer zuzuziehen. aber es wird noch nicht euer letztes wort gewesen sein! von Genervter
  • EH

    Rang: Gast
    am 16.01.2010 20:31:25
    Wieso ist Insulinresistenz plötzlich weit verbreitet? Warum sollte ein gesunder Mensch plötzlich eine Insulinresistenz entwickeln, die keinerlei Folgen hat?

    Also ich hab mit diesem Phänomen erst zu tun bekommen als sich der Diabetes ankündigte. Und es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. von EH
  • Joa

    Rang: Gast
    am 17.01.2010 14:33:41
    Lieber Jürgen,

    > Jürgen schrieb:

    > Das Problem mit der Bewertung der Insulinresistenz,
    > also dem höheren Insulinbedarf zum
    > Verstoffwechseln (nicht nur!) von KHs,
    > ist die weite Verbreitung.

    Vorgehend hab ich es ja mal wieder lange versucht Dir zu erklären, dass es sich um >DEIN< Problem zu handeln scheint, bei immer streng monokausal ausgerichteter Sicht der Zusammenhänge.

    Zu den Zusammenhängen, multifaktoriell bedingt, gehört auch, dass es nicht

    ___________die Insulinresistenz___________

    gibt.

    Es gibt Resistenzursachen sehr verschiedener Art, von denen etliche für sich alleine oder in moderater Anhäufung völlig unproblematisch hinsichtlich der Diagnose Diabetes bleiben werden.

    Andere Ursachen, z.B. ein genetisch bedingter Rezeptorendefekt, oder eine grundlegende Enzymstörung brauchen vielleicht nur ein paar Kilo mehr auf der Waage, oder auch nur einen sitzenden Job ohne Ausgleich, damit das System aus dem Ruder läuft.

    Nicht jedes Auto fährt 200 km/h als Dauergeschwindigkeit, ohne dass es zum Kolbenfresser kommt.

    Gruß
    Joa
  • EH

    Rang: Gast
    am 17.01.2010 15:26:18
    Es gibt keine "Resistenzen".

    Das, was man gemeinhin als Insulinresistenz bezeichnet, ist ein Phänomen, das nur bei Typ 2 auftritt und gegen das (noch) kein Kraut gewachsen ist. Die Glitazone, auf die man Hoffnung gesetzt hatte, haben sich nicht bewährt.

    Das, was Typ1er als "Resistenz" bezeichnen ist doch nichts anders als zu viel KH oder zu wenig Insulin und hat mit Insulinresistenz nichts zu tun. von EH
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 17.01.2010 16:47:33
    Moin Joa,

    - die meisten Typ2 sind insulinresistent, ABER die meisten Insulinresistenten haben und kriegen wahrscheinlich auch nie einen Diabetes.
    - die meisten Typ2 sind dick(er), ABER die meisten Dicken haben und kriegen wahrscheinlich auch nie einen Diabetes, nicht einmal die meisten Superdicken.

    - die meisten Insulinresistenten sind dicker, und die meisten Dicken sind insulinresistent, und obwohl die Kombi traditionell noch immer als todsichere Ursache für die Überlastung der Beta-Zellen verkauft wird, die zu deren zunehmender Typ2-Fehlfunktion und in der Folge Abnahme bis Verlust führe, entwickeln die weitaus meisten mit dieser vorgeblichen Schlüsselursache nie einen Diabetes.
    Und zwar unabhängig von Bewegung und Essen. Denn die kleine Fraktion aus der großen Menge der Dicken und Insulinresistenten, die schließlich einen Typ2 entwickelt, fällt gegenüber der weit überwiegenden Mehrheit, die keinen entwickelt, überhaupt kein bisschen als besonders verfressen und besonders versessen auf.
    Und dazu kommt, dass das Absterben der Betas offenbar viel früher einsetzt, als noch in jeder Typ2-Schulung verkündet, und die im Gegansatz zur traditionellen Sicht des Typ2 bei dessen Diagnosereife schon bis zu 80%, also weit überwiegend dahin gerafft hat. Und dass es ohne dieses Absterben keinen einzigen Typ2 zu geben scheint.

    Auch wenn ich denke, dass wir mit unserem Rumstochern im Haufen der Typ2-Ursachen-Vermutungen gar nicht so weit von einander entfernt sind, hätte ich eher Dich im Verdacht gehabt, die Insulinresistenz monokausal, also als einzig notwendige Ursache für den Typ2 sehen zu wollen. Während meine Schreibe dem, wenigstens so weit mir bewusst, immer widerspricht ;-)

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 17.01.2010 17:34:37

    > EH schrieb:

    > Es gibt keine Resistenzen.

    Ach ...

    > Das, was man gemeinhin als
    > Insulinresistenz bezeichnet, ist ein
    > Phänomen, das nur bei Typ 2 auftritt und
    > gegen das (noch) kein Kraut
    > gewachsen ist.

    Vielleicht interessiert es, das auch beim Typ 1 genau die gleichen Resistenzen anzutreffen sein können? Das ist dann der Typ 1c oder Doppeldiabetes (nach alter Mergentheimer Klassifikation).

    Allerdings hat der Typ 1c es um etliches einfacher die Sache zu steuern, weil da nämlich die Querschläger entzündeter Betazellen u. a. m. nicht mehr dazwischen funken.

    Ansonsten gibt es aber etliche Resistenzfaktoren, die bei beiden Diabetestypen eine Rolle spielen. Auch wenn die meisten wohl beim 2er (und auch beim1c) verstärkter zulangen.

    > Und dazu kommt, dass das Absterben
    > der Betas offenbar viel früher einsetzt,
    > als noch in jeder Typ2-Schulung
    > verkündet,

    Das ist Schnee von vor- vorgestern.
    Beim Typ 2 kann man wohl davon ausgehen, dass der Exodus bereits dann eingesetzt hat, wenn erhöhte Proinsulinwerte messbar sind.
    Was so etwa 10 Jahre vor der Diagnose zu erwarten ist.

    > und die im Gegansatz zur
    > traditionellen Sicht des Typ2 bei
    > dessen Diagnosereife schon bis
    > zu 80%, also weit überwiegend dahin
    > gerafft hat. Und dass es ohne dieses
    > Absterben keinen einzigen Typ2 zu geben
    > scheint.

    Da machste schon wieder in Monokausalität.
    Ich meine, ich hätte Dir schon nahegelegt, Dich mal mit Anakinra und Interleukin-1b zu befassen.

    Dieses Typ 2er Absterben der Betas bei Überforderung ist kein 2er-Sterben, auf das "Ihr" eine Alleinfahrkarte gebucht habt.

    Dieser Prozess läuft auch beim Typ 1 in der Schlussphase ab.

    Hoher BZ > Überlastung der Betas
    > Erhöhte Interleukin-1b Spiegel
    > via IL-1- Rezeptor vermittelter
    Selbstmordbefehl an die Betas (Apoptose).

    Bei Typ 2 hilft offenbar der IL-R-Antagonist Anakinra. Da der Prozess genau so beim Typ 1 festzustellen ist, läuft diesbezüglich grade eine international angelegte große Studie zur Wirkung von Anakinra bei Typ 1 mit residualer Insulinsekretion.

    Vielleicht überwindest Du Dich doch mal, Dir die Anakinra-Geschichten näher anzusehen.

    In Sachen Typ 2 gibt es da schon fast einen Hype drum. Von wegen Wunderwaffe oder so. Auf alle Fälle stoppt das Zeug wohl die Apoptose und führt viellfach zu einer bemerkenswerten Betazell-Regeneration, teilweise auch wieder zum Wegfall bestehender Insulinpflichtigkeit.

    Als Typ 2 Diabetiker mit chronischem Rheuma und entsprechender Dauermdikation würde ich wohl schauen, auf Kineret (=Anakinra) umzuschwenken.

    Gruß
    Joa
  • Joa_

    Rang: Gast
    am 17.01.2010 18:13:56
    Nachtrag:

    > Und dazu kommt, dass das Absterben
    > der Betas offenbar viel früher einsetzt,

    Vor diesem Passus müsste noch die Zeile:

    "> Jürgen schrieb:"

    gestanden haben. Danach sind die Zitate nur von Jürgen.

    Sorry. :-)

    Gruß
    Joa von Joa_
  • tim thaler

    Rang: Gast
    am 17.01.2010 18:19:22
    Schwurbel, schwurbel... (45 von 69 - Respekt!) von tim thaler
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 17.01.2010 20:05:52
    Moin Joa,

    der Schnee von vorgestern ist aber in den normalen Facharztpraxen noch nicht angekommen, und wohl im diabetesinfo auch noch nicht, oder?

    Anyway, müsste dann vielleicht nur noch die Hälfte Apidra spritzen. Aber hab grad gesehen, das der Monat Kineret mit nem guten Tausi zu Buche schlägt. Wau!

    Bisdann, Jürgen
  • Joa

    Rang: Gast
    am 17.01.2010 23:19:46
    Hallo Jürgen,

    der Schnee war ja auch schon zu den Hochzeiten von dsmd bekannt. Nämlich dass sich überlastete Betas beim Typ 2 verabschieden.

    Gut, unterdessen kennt man die Mechanismen der Immunreaktion besser. Und man kann wesentlich mehr der Überlastungsfaktoren (Resistenzfaktoren) differenzieren, die individuell in durchaus unterschiedlicher Kombination vorkommen.

    Der Ansatzpunkt kann aber nicht letztlich die alleinige medikamentöse Behandlung sein. Sondern es müsste wohl ein frühzeitiges Screening der Gesamtbevölkerung auf Typ 2 erfolgen.

    Das in sinnvoller Art schon heute machbar wäre.

    Der Bildzeitungsleser und Du. Ihr seht den Typ 2 noch als kranken Ausnahmefall.

    Der Bildzeitungsleser, weil der "verfressene und versessene fette 2er" ja selber Schuld ist.

    Du, weil Du eine Absolution von dieser Schuld erkaufen willst, indem Du einen Faktor der "höheren Gewalt" suchst, der Dich (Euch) freispricht.

    Fakt ist aber, dass die Häufigkeit des Auftretens von Typ 2 unterdessen die 10%-Marke der Gesamtbevölkerung schon überschritten haben dürfte.

    Nimmst Du nur das genetische Grundprogramm, sind es sicherlich noch ein paar Millionen mehr .

    So und nun überlassen wir mal wieder Al Mundy, ähm Tim Thaler das Wort.

    @ Tim Thaler: Ihr Auftritt ... schwurbs, schwurbel ... =:-o

    Gruß
    Joa
  • EH

    Rang: Gast
    am 18.01.2010 10:36:07
    "Du, weil Du eine Absolution von dieser Schuld erkaufen willst, indem Du einen Faktor der "höheren Gewalt" suchst, der Dich (Euch) freispricht"

    Ich hab selten so einen Blödsinn gelesen. Wer ist denn an seiner Krankheit schuld und braucht deswegen eine "Absolution."
    Wenn du die Story vom "angefressenen Diabetes" glaubst, hast du noch weniger Ahnung als ich dachte
    Du solltest wirklich von weiteren Postings absehen, aber natürlich hindert dich niemand, dich weiter zu blamieren. von EH
  • Joa

    Rang: Gast
    am 18.01.2010 18:52:55
    Hallo EH,

    > Ich hab selten so einen Blödsinn
    > gelesen.
    > Wer ist denn an seiner Krankheit
    > schuld ...

    Danke für die konstruktive Zuarbeit. ;-)

    Ein sehr schönes Beispiel.

    Gruß
    Joa
  • EH

    Rang: Gast
    am 19.01.2010 11:11:28
    Zusammenarbeit?
    Nach diesen mehr als dummen Vorgaben?
    Ich hab wahrhaftig besseres zu tun.

    Ich hab mir mal die Finger wund geschrieben um einem Typ1 zu erklären, warum Typ2 Diabetiker wenig Chancen gegen Übergewicht haben. Er hat es nicht kapiert.

    Es liegt wohl daran, daß Typ1er der Meinung sind, daß sie die "bessere" Krankheit haben (so dumm das auch ist). Auf Typ2 passen (nach deren Meinung) die drei D (dick, dumm, Diabetiker).
    Nun hat man angefangen zu forschen und nun zeigt sich, daß die Typ2 die komplexere Krankheit ist und man bemüht sich um Zusammenhänge. Wer behauptet, Typ2 "frißt sich seine Krankheit an" outet sich als hoffnunslos Gestriger.
    Offenbar verkraften das viele Typ1er nicht.
    von EH
  • Rudi

    Rang: Gast
    am 20.01.2010 18:00:36
    >>Wer behauptet, Typ2 "frißt sich seine Krankheit an" outet sich als hoffnunslos Gestriger.
    Offenbar verkraften das viele Typ1er nicht.<<
    Was verkraften viele 1er nicht? Das sie von Gestern sind? Sicher frisst sich nicht jeder 2er seine "Krankheit" an - aber es gibt genug 2er, die genau dass taten... (sonst würde Gewichtsreduktion + gesunde Ernährung bei einigen nicht helfen mit DM T2 OHNE jegliche Medis auszukommen). Und dann mal ganz nebenbei die Frage: Warum sollte sich ein 1er um die "Krankheit" eines 2ers kümmern - hat er keine eigene? Der mit den Klugschei... war dazu recht gut. Was dabei raus kommt wenn sich ein 2er mit einem 1er "in dei Wolle kriegt", kann man hier lesen...

    von Rudi
  • EH

    Rang: Gast
    am 20.01.2010 18:43:54
    Typ1er sollten sich einfach jeglichen Kommentar zu Typ2 verkneifen. Sie haben nämlich in der Regel keine Ahnung von dieser Krankheit. von EH
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 20.01.2010 18:47:15
    Moin Rudi,

    > (sonst würde Gewichtsreduktion + gesunde
    > Ernährung bei einigen nicht helfen mit DM
    > T2 OHNE jegliche Medis auszukommen)

    genau das ist DER Trugschluss, und nicht nur Deiner. Die Präventions-Programme, die Prädiabetiker im Schnitt pro Tag 30 Minuten intensiv bewegen und zu gesunder Ernährung anhalten, schieben bei ihrem guten Befolgen die Diagnose Diabetes im Schnitt 5-7 Jahre hinaus - allerdings bei längst nicht mehr gesunden BZ-Verläufen. Sie verlängern also die Prädiabetes-Phase, in der schon viele Gefäß- und Netzhautschäden und PNPs auftreten.

    Wer in dieser oder auch in späteren Phasen schafft, seinen BZ-Verlauf gezielt und systematisch in wirklich gesunden Grenzen zu halten, setzt seine Bewegung dann ein, wenn sie seinen BZ am wirksamsten am Ansteigen hindert bzw. senkt, und er wählt sein Futter nach Arten und Mengen so, dass sein BZ nach dem Einverleiben nur im gesunden Rahmen ansteigt. Damit nehmen die meisten auch etwas ab.

    Aber keines dieser beiden Verhaltensmuster verändert die krankheitliche Situation. Beide sind ausschließlich darauf ausgerichtet, das Zunehmen der Symptome und krankmachenden Auswirkungen der unverändert weiter bestehenden Erkrankung zu verlangsamen Bsp1 oder auf das schon angerichtete Maß zu begrenzen Bsp2.

    Bisdann, Jürgen
  • jhfgiwe

    Rang: Gast
    am 20.01.2010 21:12:06
    Zeigt wieder deutlich, dass du NICHT liest (oder verstehst) was andere schreiben: wenn ich von T2ern schreibe, die nach Medis (mit gesunden Werten) durch entsprechende Reduktion, Bewegung und Ernährung dann OHNE Medis (mit gesunden Werten) auskommen, dann erklär mir mal, wenn die sich dann an deine 140-120-100 halten, wie die an Gefässschäden kommen und was das mit Prädiabetes zu tun hat...

    @ EH: >>Typ1er sollten sich einfach jeglichen Kommentar zu Typ2 verkneifen. Sie haben nämlich in der Regel keine Ahnung von dieser Krankheit.<<
    Wenn das okay wäre, müsste es aber andersrum genau so gelten, weil es komischerweise einige 2er sind, die sich darüber "aufregen", wenn sie in einem typischen 1er-Forum etwas schief angeschaut werden. Und Gegenfrage: Warum sollte sich das Wissen (und ich betone "Wissen") zu DM auf den jeweiligen Typ beschränken? Nur, weil es deine Erfahrung ist?
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 20.01.2010 22:08:30
    Manchmal haben wir beide Schwierigkeiten mit dem Lesen ;-)

    > Zeigt wieder deutlich, dass du NICHT liest
    > (oder verstehst) was andere schreiben:
    > wenn ich von T2ern schreibe, die nach Medis
    > (mit gesunden Werten) durch entsprechende
    > Reduktion, Bewegung und Ernährung dann
    > OHNE Medis (mit gesunden Werten)
    > auskommen, dann erklär mir mal, wenn die
    > sich dann an deine 140-120-100 halten, wie
    > die an Gefässschäden kommen und was das
    > mit Prädiabetes zu tun hat...

    Das ist in meiner Aufzählung das 2. Muster. Es ist ausschließlich darauf ausgerichtet, das Zunehmen der Symptome und krankmachenden Auswirkungen der unverändert weiter bestehenden Krankheit auf das schon angerichtete Maß zu begrenzen.
    Wenn der Typ einen Zuckerwassertest macht, isser genau son Diabetiker wie vorher - mit einem gewichtigen Unterschied: Wer weniger Gewicht hat und weniger BZ und mehr Bewegung, kommt mit der verbliebenen Insulinproduktion ein gutes Stück weiter :-)

    Bisdann, Jürgen
  • 1 oder 2?

    Rang: Gast
    am 21.01.2010 08:47:36
    Zitat:Typ1er sollten sich einfach jeglichen Kommentar zu Typ2 verkneifen. Sie haben nämlich in der Regel keine Ahnung von dieser Krankheit. Ende
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    Moin, Schätzelein,
    *stelltErikamal einen großen VersöhnungsBlumenstrauß hin*

    Nimmste an? Ich wollt dich nicht ärgern, nur kitzeln....lass uns versöhnen und zum Thema zurückkehren?
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    Zum Thema:
    Es wurde geschrieben, dass es Typ2er schwerer haben als Typ 1er.
    Ich bin 2er und meine ganz persönliche Meinung, die natürlich völlig falsch sein kann und nur aus der Beobachtung von 1ern in meinem direkten Umkreis resultiert, ist: ICH habe einen Heidenrespekt vor Typ1-Diabetikern, weil ich mir so denke, dass wir 2er doch noch ein "Sicherheitsnetz" mit dem restlichen Eigeninsulin haben, das die 1er nicht haben....
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    Als ICH meine DM-Diagnose erhielt, wurde im gleichen Atemzug von Insulinresistenz gesprochen, auf Grund der geschädigten Leber nach Hepatitis in der Jugendzeit keine Tabletten sondern gleich Insulin und zwar gleich von Anfang an sehr hohe Dosen.
    Allein vom Kurzzeitinsulin hatte ich eine Gesamttagesdosis von mindestens 80 IE. Dazu noch das Basalinsulin.
    Vor der Diagnosestellung hatte ich 3 kg verloren, mit Insulininjektion setzte auch umgehend eine massive Gewichtszunahme NUR am Bauch ein, die BZ-Werte blieben völlig unbeeindruckt hoch. Mit den hohen Insulindosen sollte laut Arzt die Insulinresistenz durchbrochen werden.
    Hat garnicht funktioniert.
    UND ich hatte ein fast plötzliches Karpaltunnelsyndrom an beiden Händen, das komischerweise in zeitlichem Zusammenhang mit Beginn der Insulinspritzerei auftrat. Nach OP der linken Hand waren die Beschwerden rechts auch sofort weg. Und ich vermute heute noch, dass es einen Zusammenhang gab. Welchen kann ich nicht leider nicht sagen...




    von 1 oder 2?
  • Michael

    Rang: Gast
    am 01.11.2010 17:41:04
    Hallo !! ich wollte mal meine Erfahrung weitergeben.

    Ich bin nicht Insulinpflichtig komme aber manchmal nach KH reichem Essen auf 180 mit anschliessendem Tinnitus, müdigkeit und teilweise Unruhe.


    Bei mir helfen in Wasser aufgelöste Magnesiumbrausetabletten während dem Essen oder nach dem Essen, so das mein Level normal bleibt <140


    Durch die Brause rast mein Blutzucker manchmal von 180 auf unter 90, und da in den Brausetabletten Hydrogenkarbonat ist steigt gleichzeitig mein PH Wert des Urins auf fast 8 ( BLAU )

    vielleicht hat da auch einer Erfahrung damit und ich kann meine !!

    Guss Michael