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Magenmuskelschmerzen/lähmung

  • Radler

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 20:34:56
    Hallo,

    ich möchte mit meinem Eintrag hier im Forum folgendes Problem darstellen:

    Ich bin 36 Jahre,habe seit 18 Jahren Diabetes.
    Seit geraumer Zeit plagen mich öftes Magenschmerzen,mit Übelkeit,Bauchanspannung,bzw. das Gefühl das etwas nicht richtig verdaut wird.Ich habe auch dabei Schluckbeschwerden.
    Wenn ich versuche,so weit es geht,meinen Bauch zu massieren entspannt sich etwas und nur für kurze Zeit der Bauch,die Schluckbeschwerden werden schwächer.
    Ich habe das Gefühl,daß irgendein Magen- oder Bauchmuskel oft angespannt ist oder irgendwie gelähmt,weiß nicht wie ich das anders ausdrücken kann.Dann fällt das Schlucken wieder schwerer.Hat das evtl. mit dem Diabetes zu tun?

    Ich war schon beim Magendarm-Spezialist,der hat auch eine Magendarmspiegelung gemacht und nur ganz leicht eine entzündete Magenschleimhaut festgestellt,die aber nichts mit der Magenmuskelanspannung zu tun haben könnte.

    Wer weiß oder wer hat solche ähnlichen Leiden oder Erfahrung gemacht und kann mir einen Rat geben oder weiß welcher Arzt diese Symptome kennt oder behandeln kann?

    Gruß

    Johannes

    von Radler
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 20:58:45
    Hallo Johannes.

    Mich plagt auch schon seit Jahren der Magen. Diagnostiziert wurde irgendwann eine chronische Magenschleimhautentzündung, wobei ich das Gefühl habe, dass der Magen nicht mehr so arbeitet, wie er sollte. Es gibt Zeiten, wo es besser läuft und Zeiten, wo es arg schlimm ist.

    Da ich aber vom Naturell her auch sehr sensibel und feinfühlig bin, kann ich nicht beurteilen, ob meine Berschwerden psychische Ursachen haben oder vom Diabetes kommen.

    Eine Folge vom langjährigen Zucker kann nämlich auch eine gewisse Magenlähmung sein.

    Ich nehme, wenn´s arg ist, abends 150 mg Ranitidin. Das ist ein Säureblocker auf Antihistamin-Basis. Somit kann sich der Magen in der Nacht erholen.

    Es gibt noch ein neueres, angeblich "besseres", weiterentwickeltes Medikament: Omeprazol. (Auch ein Säure-Blocker) Der Vorteil hierbei ist, das sich das Medikament dauerhaft/untrennbar an die Rezeptoren koppelt, neue Magensäure wird erst wieder durch Neubildung von bestimmten Substanzen gebildet. Im Gegensatz dazu kann die Rezeptoren-Verbindung vom Ranitidin auch während der Wirkzeit wieder aufgehoben werden.

    Das Omeprazol scheint bei mir aber nicht so richtig zu wirken, zumindest habe ich die beste Erfahrung mit Ranitidin gemacht.

    Gruß,
    Lovely
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 06.01.2005 21:18:02
    Noch zwei Fragen:

    Sind die Schluckbeschwerden eher im Hals oder in der Speiseröhre?

    Ist die Speiseröhre durch Rückfluss angegriffen? Das kann man bei einer Magenspiegelung feststellen.

    Gruß,
    Lovely
  • Anke

    Rang: Gast
    am 07.01.2005 00:41:17
    Hallo Johannes,

    jetzt muss ich aufpassen, dass das keine Ewigkeits-Antwort wird, denn zu Magen-Darm-Problemen gibt es immer eine ganze Menge zu sagen ;-)

    Was du beschreibst, klingt relativ typisch nach einer sog. "Refluxkrankheit", bei der regelmässig Magensäure in die Speiseröhre zurück fliesst (dafür gibt´s verschiedene Ursachen). Dass die Speiseröhre bei der Magenspiegelung ohne krankhaften Befund war, spricht nicht dagegen, denn man sieht "nicht immer was".

    Was nach so vielen Diabetes-Jahren durchaus auch möglich ist, ist allerdings auch eine Beeinträchtigung der Magennerven, die zu einer verzögerten Leerung führen kann. Die typischen Symptome entsprechen nicht ganz deiner Schilderung - aber das spricht letztendlich auch nicht dagegen.

    Schluckbeschwerden, wie du sie schilderst, gibt es daneben allerdings auch noch bei ausgesprochen vielen anderen Erkrankungen.
    Das beste ist von daher, mit einem Besuch beim Hausarzt zu beginnen. Durch eine genaue Befragung, wann und welche Art von Beschwerden du hast, kann er die möglichen Ursachen bereits eingrenzen und dich zum entsprechenden Fachmann überweisen bzw. versuchsweise Säurehemmer geben.

    Alles Gute und viele Grüsse,
    Anke.
  • Harry

    Rang: Gast
    am 07.01.2005 09:39:18
    Hallo Johannes,

    es könnte eine sog. autonome Polyneuropathie vorliegen, die gerade den Magen-Darm-Trakt befällt.
    Warst Du schon beim Neurologen?

    BTW: Du solltest mal in Deinem Mailprogramm die richtige Sprachversion einstellen, Umlaute sind alle verstümmelt. von Harry
  • Johannes

    Rang: Gast
    am 07.01.2005 14:11:03
    Hallo Lovely,

    Deine Beschreibung geht so ungefähr in meine Richtung.
    Manchmal läuft es ganz gut,dann wieder geht es mir gar nicht gut und ich gehe nicht arbeiten,weil ich mich so schwach fühle oder durch den angespannten "Magenmuskel" ich irgendwie nicht in die Gänge komme.Ich versuche schon ganz langsam zu essen und viel zu kauen.
    Ich bin nicht immer sensibel,aber wenn,dann geht es mir auch auf den Magen. Und wenn dann alles zusammen kommt,Sensibilität und Magenanspannung,dann fühle ich mich beschissen !
    Eine Magenentleerungsstörung ist nicht direkt bei mir festgestellt worden,aber der Magen ist durch die manchmal entzündete Magenschleimhaut schon angegriffen.
    Die Medikamente,die Du beschrieben hast,gibt es die rezeptftrei oder muß der Arzt ein Rezept dafür ausstellen?

    Gruß

    Johannes

  • Johannes

    Rang: Gast
    am 07.01.2005 14:19:41
    Hallo Harry,

    danke für den Tipp.
    Beim Neurologen war ich schon,ist soweit bisher nichts Schlimmes festgestellt worden

    Wie kann ich die Schrift umstellen?
    Ich habe ein Apple-Laptop.Kann es sein,daß dies mit einem anderen Schreibprogramm läuft?

    Gruß

    Johannes
  • Lovely

    Rang: Gast
    am 07.01.2005 14:42:28
    Hallo Johannes.

    So schlimm, dass ich mich durch Magenbeschwerden zu schwach zum arbeiten gefühlt hätte war es nie bei mir - oder ich hab einfach nur rechtzeitig die Säureblocker genommen.

    Die rezeptfreien Säureblocker würde ich nicht empfehlen, weil sie zu niedrig dosiert sind. Die Präparate mit 150 mg sind rezeptpflichtig.

    Es scheint aber bei Dir auch gar nicht klar zu sein, ob das Problem zu viel Säure ist oder die schleppende Verarbeitung der Nahrung oder der Rückfluß ist, dessen Ursache ein "lahmer" Muskel am oberen Mageneingang ist.

    Mir ist dazu nämlich noch eingefallen, dass unser Essen in der heutigen Zeit ohnehin sehr schwer verdaulich ist, weil dem Essen die Bitterstoffe fehlen, die dem Magen bei der Verarbeitung helfen. Z.B. sind über die Jahre aus fast allen Salaten oder Gemüsen die Bitterstoffe "herausgezüchtet" worden (aus Geschmacksgründen).

    Eine Verarbeitungshilfe für den Magen kann ein Bitterstoffgetränk sein. In der Apotheke kann man sich "Kalmus-Wurzel-Tee" bestellen. Hiervon nimmt man einen halben oder einen kleinen Löffel und gießt ihn mit kochendem Wasser auf, 5-10 Min. ziehen lassen und schluckweise jeweils eine Tasse vor einer Mahlzeit trinken. Es schmeckt wirklich bitter, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Und wenn man merkt, dass es einem gut bekommt, dann freut man sich sogar schon auf die nächste Tasse. Mir hat dieser Tee immer gut getan, besonders in Zeiten der "Überfütterung" wie z.B. Weihnachten.

    Alles in allem ist aber der Rat, zu einem Arzt zu gehen, noch der beste.

    Gruß,
    Lovely
  • Harry

    Rang: Gast
    am 07.01.2005 23:51:01
    Hallo Johannes,

    zunächst zur Technik. Bei meinem PC geht das so:

    Unter Bearbeiten auf Einstellung klicken,
    eMail und Diskussion,
    Verfassen,
    Zeichencodierung ISO 8859-1

    Zu Deinem anderen Problem:
    Versuch's mal mit Kamillentee. Heute zu lesen in der Presse:

    Das alte Hausmittel Kamillentee hat eine meßbare Wirkung bei Gesundheitsbeschwerden. Britische Forscher fanden im Urin von Kamillenteetrinkern Stoffwechsel-
    produkte, die auf eine antibakterielle, muskelentspannende und beruhigende Wirkung des Tees hindeuten.

    Gute Besserung! von Harry