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"Living Low Carb"-Kohlenhydratarme Kost, auch für Diabetiker geeignet?

  • Georg

    Rang: Gast
    am 04.04.2005 18:52:59
    Hier ein Zitat von einer Webseite:

    "Die Omega-6 Fettsäuren im Getreide lösen tiefgreifende Veränderungen im Fettstoffwechsel aus, von einer gesteigerten Oxidation des LDL-Cholesterins bis hin zu einem vermehrten Auftreten von Herz-Kreislaufkrankheiten. Abwehrproteine, mit denen sich Pflanzen gegen Fraßfeinde schützen, schädigen nicht nur Raupen und Käfer, sondern auch den Menschen: Auto-Immunerkrankungen wie Morbus Crohn, Zöliakie, Diabetes Mellitus, Rheuma und Arthritis, IgA Nephropathie (chronisches Nierenversagen) bis hin zu Lupus und multipler Sklerose werden mit Getreideverzehr in Verbindung gebracht, ebenso wie Allergien aller Art.

    Damit nicht genug, auch die enge Verbindung von Getreideverzehr und neurologischen Störungen wie Epilepsie, Demenz, Schizophrenie und andere Nervenerkrankungen wird immer wahrscheinlicher.

    In der Geschichte der Menschheit ist der Getreideanbau und -verzehr ein relativ junges Phänomen. Entsprechend schlecht fällt die genetische Anpassung an diese Ernährung aus. Während einige (bereits gut adaptierte) Menschen im Laufe ihres Lebens kaum Probleme erfahren, haben viele andere mit rätselhaften sowie medikamentös nicht oder nur schlecht behandelbaren Erkrankungen zu kämpfen. Die Lösung vieler Probleme ist vielleicht einfacher, als viele Ärzte sich vorstellen können.

    Prominente Vordenker wie Dr. Wolfgang Lutz haben schon in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf eine Reihe von Erkrankungen hingewiesen, die sich durch den Verzicht auf Kohlenhydrate in Form von Getreideprodukten erfolgreich behandeln lassen."

    Egal ob der Mensch keine Mammuts mehr jagt, der meschliche Organismus ist viel viel länger an Fleischprodukte gewöhnt.
    Wird diese Gewöhnung jetzt schnell und plötzlich unterbrochen (d.h. deutlich stärkerer Getreideprodukt-Konsum) wehrt sich der Körper und wird krank. Diabetes kann (wie oben gesagt) auch die Folge sein.

    Bis dahin... Georg
  • fraNk

    Rang: Gast
    am 22.04.2005 18:14:44
    Da habe ich ähnliche Erfhrungen gemacht! von fraNk
  • anke hamburg

    Rang: Gast
    am 24.04.2005 14:14:57
    hallo aus hamburg,
    ich kann diesen beitrag nur unterstützen.
    bin jetzt 51 jahre alt und seit meinem 13 lebensjahr
    übergewichtig. mal mehr, mal weniger.
    wirklich ein lebenslanger kampf. immer wieder diäten, ich glaube ich habe schon alles ausprobiert.
    seit der geburt meiner zwillinge, ging es immer mehr
    bergab. ich wurde immer dicker und fühlte mich immer schlechter. keine energie mehr, kaum noch vernünftiger schlaf. depressionen dazu. keine arzt hat mir geholfen. jeder dachte wahrscheinlich, die spinnt, die erzählt nur , daß sie kaum ißt und nur kleine mahlzeiten. habe ja langsam schon selbst an mir gezweifelt. so weit kann man kommen.
    dann mein entschluß die letzte diät auszuprobieren.
    und siehe da, durch die "low carb"kost geht es mir eindeutig besser. keine depressionen, keine müdigkeit, nach kurzer zeit besser treppen steigen usw. meine ganze lebensqualtät hat wieder zugenommen. ich habe zwar noch keine diabetes, aber mit sicherheit auf dem weg dahin.
    ich kann nur sagen, daß ich es schlimm finde, daß man die menschen nicht aufklärt, daß der zucker der feind ist . wie vielen könnte es wie mir besser gehen.
    eins steht fest, ich werde so weiter machen und hoffe, daß viele diesen beitrag lesen und viellecht
    den versuch wagen und es ausprobieren.
    ich werde versuchen eine selbsthilfegruppe zu gründen . mal sehen wie die sog. langzeit ergebnisse dann ausehen.
    jeder der interesse daran hat , melde sich bitte bei mir.

    von anke hamburg
  • Andy

    Rang: Gast
    am 18.10.2005 19:25:22
    Wer mehr über die Behandlung von Diabetikerin mit "Low Carb" wissen will, der sollte sich "Dr. Bernsteins
    Diabetes solution" kaufen, leider nur in englisch erhältlich!

    Gruß

    Andy
  • Georg

    Rang: Gast
    am 27.12.2005 11:19:48
    ich kann da eingentlich alle Bücher aus dem Novagenics Verlag empfehlen.

    Living Low Carb, Das Getreide und auch Rezepte für die Anabole Diät.

    Alles deuschsprachig!

    Living Low Carb ist eine Übersetzung aus dem engl.

    Gruß Georg
  • Nicolai Worm

    Rang: Gast
    am 09.04.2006 12:49:47
    Heilmeyer P, Kohlenberg S, Dorn A, Faulhammer S und Kliebhan R. Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus Typ 2 mit kohlenhydratreduzierter
    Kost (LOGI-Methode). Internistische Praxis 2006;46:181-191


    Zusammenfassung
    Während einer 3-wöchigen stationären Rehabilitationsmaßnahme in der Reha-
    Klinik Überruh (allgäu) wurden 45 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 mit einer kohlenhydratreduzierten Kostform (LOGI-Kost: 20?30% Kohlenhydrate, 20?30% Eiweiß,
    40?50% Fett) ad libitum ernährt. Das Therapieprogramm beinhaltete außerdem ein
    Trainingsprogramm von etwa 200?400 kcal Kalorienmehrverbrauch pro Tag.
    Gewichts- und Stoffwechseldaten sowie die Medikation wurden zu Beginn und
    nach 18 Tagen erfasst. Als Vergleichsgruppe dienten Typ-2-Diabetiker, die in den Jahren 1999?2001 in derselben Klinik mit einer 1500 kcal fettreduzierten Kost (30% Fett, 20% Eiweiß, 50% Kohlenhydrate) und einem identischen Bewegungsprogramm behandelt wurden.

    Ergebnisse: Es kam zu einem Gewichtsverlust von 2,9 kg. Bei den Stoffwechselparametern ergaben sich hochsignifikante (p < 0,01) Absenkungen der postprandialen Blutzuckerwerte, des Cholesterins, der Triglyzeride und des Gewichts. hsCRP und Harnsäure sanken tendenziell, das HDL stieg nicht signifikant an.

    Die Medikation (orale AntiDiabetika und Insulin) konnte bei mehr als der Hälfte der Patienten vollständig abgesetzt, bei den übrigen um etwa 50% reduziert werden. Insgesamt ergab sich eine Einsparung der Medikation um 76%. Die LOGI-Ernährung wurde sehr gut akzeptiert und problemlos vertragen ? keiner der Teilnehmer brach sie während der Reha-Maßnahme ab.

    Bei der Vergleichsgruppe konnte unter der herkömmlich empfohlenen Diät eine Gewichtsreduktion von 2,1 kg erreicht werden, die signifikant geringer ausfiel als in der LOGI-Gruppe. Trotz des Gewichtsverlustes konnten aber keine wesentlichen Verän-derungen in der Medikation erzielt werden. Zumindest kurzfristig sind somit unter der LOGI-Ernährung die Effekte auf Blutzucker und Fettstoffwechsel positiv und lassen eine erhebliche Senkung des Herz-Kreislauf-Risikos erwarten. Darüber hinaus ergeben sich ganz erhebliche Einsparungen in der Medikation. Von daher sollten die gängigen Ernährungsempfehlungen für Diabetes mellitus Typ 2, die nach wie vor eine hohe Kohlenhydratzufuhr (45?60%) beinhalten, dringend überdacht und die längerfristigen Effekte einer kohlenhydratreduzierten Ernährung schnellstmöglich in größerem Rahmen weiter erforscht werden.

  • freeboy

    Rang: Gast
    am 06.06.2006 15:45:42
    hier mal ein mein beispiel der anabolen diät( 5 tage keine carbs, 2 tage laden.)
    bilder von mir sind unter www.florian-broda.surfino.info online.

  • Ursula Morin

    Rang: Gast
    am 12.08.2006 14:40:24
    Liebe Anke, da die Insulinmenge, die der Körper produzieren - oder die man spritzen muß - völlig abhängig von der aufgenommenen Kohlenhydratmenge ist, kann man die Medikation umso mehr reduzieren, je besser es gelingt, die Kohlenhydratzufuhr einzuschränken.

    Da Insulin - als sogenanntes Masthormon bei Tierzüchtern wohlbekannt - die Speicherung überschüssiger Kohlenhydrate als Fett ermöglicht - sollte das Insulinniveau im Blut möglichst gering sein (falls man nicht vorhat, zuzunehmen).

    Den Proteinanteil muß man bei kohlenhydratarmer Kost nicht steigern, wohl aber den Fettanteil. Der Körper gewinnt dann Energie aus Fettsäuren, was auch den Vorteil hat, daß man gut abnehmen und ein niedriges Blutzuckerniveau einhalten kann.

    Ich esse so schon seit Jahren, nachdem ich einige Bücher über den Zucker- und Fettstoffwechsel gelesen habe und diese Ernährungsweise logisch fand. Ich konnte nämlich nie so richtig versehen, weshalb jemand mit gestörtem Zuckerstoffwechsel unbedingt 60% Energieanteil aus Kohlenhydraten gewinnen soll - also dem "Stoff", der den hohen Zuckerspiegel des Diabetikers verursacht. (Sie können das leicht mit Ihrem Blutzuckermesser kontrollieren).

    Auf diese Weise habe ich im Lauf mehrerer Jahre rund zwanzig Kilo abgenommen und diesen Gewichtsverlust jeweils auch gehalten. Als "Nebenwirkung" hat sich mein Blutzucker ganz ohne Medikamente normalisiert.

    Also "Low Carb" durchaus zu empfehlen!




    von Ursula Morin
  • Lulu

    Rang: Gast
    am 25.03.2008 22:35:51
    Ja, liebe Leidensgenossen,
    ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen!

    Bei mir brach die Diabetes 2 aus, nachdem ich zuerst Vegetarier wurde (der sich an süßen Getreideprodukten schadlos hielt) und schließlich auch noch Makrobiotisches in Mengen in mich hinein schaufelte, weil diese Kost einfach nicht satt machte. Ich war alles andere als vergeistigt. Ich war ständig hungrig und erfand ungeheure Köstlichkeiten um mich und meine meuternde Familie über den Fleischmangel hinwegzutrösten.
    Fazit: Zwanzig Kilo Gewichtszunahme nach zwei Jahren Fleischverzicht und vegetarischer Schwangerschaft und Diabets 2.
    Ich muß dazu sagen, dass ich immer schon gerne gegessen habe und mir Askese suspekt war.
    So kann's gehen!
    Eine vernünftige Mischkost möglichst sauber und naturbelassen - und selbstgebruzzelt, das ist mein Rat.
    Wenig schlechte KH's oder besser gar keine. Dann klappts auch mit den Werten! ; - )) von Lulu
  • Anja

    Rang: Gast
    am 28.10.2008 13:54:46
    Hallo,

    ich ernähre mich auch Low-Carb und habe viel bessere Werte seitdem. Insulinbedarf, auch Basal, ist gesunken.

    Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, falls ich so wenig KH esse, dass ich in Ketose bin, meine Werte nach einer gewissen Zeit nicht mehr so gut sind. Insulinresistenz. Ich muss mehrmals hintereinander korrigieren und der BZ reagiert kaum.

    Kann mir das bitte jemand erklären?

    L.G.



    von Anja