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"Living Low Carb"-Kohlenhydratarme Kost, auch für Diabetiker geeignet?

  • Rudolfe

    Rang: Gast
    am 26.12.2004 19:19:10
    Ich lese immer wieder in der sog. Laien-Presse (nicht-medizinische Zeitschriften) von der oben beschriebenen Diätform, bei der viel fett- und eiweißreiche Lebensmittel gegessen werden können, aber ganz wenig Kohlenhydrate!

    Die Übergewichtigen nehmen ab und können damit ihr "gewünschtes" Gewicht langfristig halten bzw. wäre das nicht auch was für uns Typ I-Diabetiker...?
    Beim Sport hätte ich so meine Bedenken! Wie soll ich meine Muskeln versorgen, wenn die Glukose durch die körperliche Anstrengung nicht mehr ankommt und ich "keine" KH zuführen soll?
    Habt ihr schon darüber gelesen bzw. wie ist eure Meinung dazu?
  • Rudolfe

    Rang: Gast
    am 26.12.2004 19:44:41
    Sorry,
    ich bin neu hier, deshalb wusste ich nicht, was es mit dem Kästchen "Anonym" auf sich hat... von Rudolfe
  • Anke

    Rang: Gast
    am 27.12.2004 21:06:30
    Hallo Rudolfe,

    klingt nicht wie für den Diabetiker gemacht ... :-(

    Eiweiss belastet die Nieren, was beim Diabetes möglichst zu vermeiden ist.

    Da Insulin und Kohlenhydrate immer im Gleichgewicht sein sollten, bedeutet Kohlenhydratreduktion: Neueinstellung bezüglich der benötigten Insulinmenge. Davon unberührt sind sämtliche Zusatz-BE, die bei Sport und jeder anderen Bewegung absolut notwendig sind und auf keinen Fall (!) weg gelassen werden dürfen.
    Die untere Grenze der mindestens notwendigen KH am Tag wird ja auch durch den Diabetes definiert - ohne dass ich jetzt kompetent wäre zu sagen, ob sich das mit der "low-carb"-Diät noch irgendwie vereinbaren lässt.

    Viel Fett zu essen, während man die Kohlenhydrate beim Diabetes wie gesagt kaum auf ein Minimum reduzieren sollte, entspricht dagegen nicht mehr dem "low carb"-Diätgedanken.

    Also besser nach Alternativen suchen ...:-))

    Viele Grüsse Anke
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Sandra

    Rang: Gast
    am 04.01.2005 12:52:34
    ...die Low-Carb Ernährung in vernünftiger Form, sprich wenig KH, richtige KH, aber auch wenig Fett bezw. das richtige Fett, wie sie die LOGI-Ernährung empfiehlt, halte ich schon machbar und richtig für Diabetiker. Aber wir wissen ja längst, dass wir komplexe KH essen sollen, und wieviel wir für unsere Einstellung brauchen.
    Von extremen Formen der LOW-Carb Ernährung (z.B. Atkins) die KH fast ganz meiden und sich Ketarier nennen, ist zu warnen!!!! (Ketoazidose!)

    Sandra
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Heike Hein

    Rang: Gast
    am 16.01.2005 22:04:17
    Hallo zusammen,

    ich bin 40 Jahre, weiblich und habe seit 34 Jahren Diabetes Typ I.

    Spritze mehrmals täglich, nach insges. 8 Blutzuckermessungen.

    Habe i m m e r Werte zwischen 100 und 300, also den ganzen Tag schwankend, je nach Stress, Frustessen ect.
    Bin nervlich nicht so belastbar und rege mich schnell. Sport ect. kann daran nichts ändern, den ich übrigens auch 3 x die Woche betreibe.
    Dementsprechend liegt mein HbA1C-Wert immer zwischen 8 und 10%.
    Ja, ganz schön schlecht...ich weiss. Und das schon seit 34 Jahren!!!!
    Meine BZ-Werte waren noch nie gut!!!!! Wenn ich eine Diät machte, z. B. Weight Watchers, bekam ich jeden Tag mehrere Unterzuckerungen. Ich wiege 90 kg bei einer Grösse von 1,74 m, also zuviel.

    So, dass zu meinen Daten. Jetzt zu LOW CARB:

    Habe LC ca. 3 Monate ausprobiert, mit Tagebuchführung, Blutwerte vorher und hinterher.
    Habe pro Tag ca. 2500 Kal. zu mir genommen, die sich wie folgt zusammen setzten:
    70-80% Fett
    20-30% Eiweiss
    05-10% Kohlenhydrate
    Ich war ständig in Ketose. Bei Blutzuckerwerten von konstant 100.
    Wenn ich vorher ca. 100 Einheiten Actrapid-Insulin benötigte, brauchte ich kaum noch
    20 Einheiten am Tag. Auch nachts konnte ich das Lantus von 25 auf 10 Einheiten senken. Ich hatte nicht eine einzige Unterzuckerung geschweige denn einen Wert von über 150!!!!!
    Mir ging es phantastisch. Keine Müdigkeit mehr, keine Kopfschmerzen, keine Heisshungerattacken, kein Frustessen mehr. Keine Schokoladensucht mehr.

    Meine Hausstauballergie ging zurück, meine Cellulite besserte sich enorm, insgesammt verbesserte sich mein ganzes Hautbild. Meine Blutwerte, die vorher auch normal waren, wie z. B. Cholesterin blieben konstant. Auch HDL und LDL und Triglyceride, die immer bei 50 liegen.

    Also was die Blutwerte betreffen, so ist nur mein HbA1C-Wert deutlich besser geworden, weil die anderen ja gar nicht verbesserungswürdig waren. Sogar meine Harnsäure-Werte blieben gleich,und das bei der Menge Eiweiss. Allerdings hatte ich auch noch nie Probleme mit den Nieren.

    Ich lasse alle 3 Monate meine Blut- und Urinwerte messen. Das nur zur Info. Bis auf den hohen Blutzucker ist alles perfekt. Und den konnte ich mit Low Carb deutlich verbessern.

    So, jetzt zu meinem eigentlichen Anliegen:

    Ich verstehe hier die Ärzte und die Hintergründe nicht. Warum ist man immer noch der Meinung, ein Diabetiker müsste
    Broteinheiten essen? Klar, ein paar vielleicht, die sind sogar im Käse. Ganz vermeiden lässt sich das also nicht. Aber warum immer diese Mengen von 200 und mehr Gramm pro Tag? Wenn doch das Hauptproblem darin liegt, daß die Blutzuckerwerte zu hoch sind? Ausserdem ist mein BZ auch durch die Eiweiss-Eßerei gestiegen.

    Also ich für mich habe diesen Selbsttest gemacht und werde mich in Zukunft näher damit befassen, so daß ich mich nur noch so ernähren werde. Ich bin begeistert.

    Warum gibt es immer mehr Dicke und Diabetiker-Typ 2?
    Die Frage muss man sich doch einmal stellen. Verdienen tun doch nur die Pharmahersteller und Ärzte, und das auf unsere Kosten!! Ebenso dieses Gerede mit der Fett-Reduzierung. Dünnere Menschen gibt es doch nicht wirklich dadurch, oder?

    Der Zucker bzw. die Kohlenhydrate sind das Problem und das muss endlich mal erkannt werden!!!! Nebenbei muss ich noch erwähnen, dass ich so ca. 6 kg abgenommen habe in den 3 Monaten. Auch mein Fettanteil ist gesunken, wie deutlich auf der Waage zu erkennen war. Ebenso der Tailen- und Hüftumfang. Also nicht nur Wasser!!

    Ich persönlich kann dieses Gerede und Gemache um Light-Food und Fettarm nicht mehr hören. Denn reich werden doch nur die Lebensmittelhersteller und wir an Körperfett. Das muss mal ganz klar gesagt werden!!

    Wer möchte, kann das ganze gerne mit mir diskutieren, hier im Forum oder auch per E-mail.

    Bin auf Nachricht gespannt.

    Grüße aus Köln von Heike Hein
  • Anna

    Rang: Gast
    am 17.01.2005 19:52:24
    Ich lebe in England und man hat hier teilweise das Gefuehl das die lieben Briten in deiner Zeit der Diabetes Therapie stehengeblieben sind, was bei uns in Deutschland vor ca. 20 Jahren gewesen sein muss. BEs gibt es nicht und auch keine Analoginsuline, zumindest nicht fuer den Normalbuerger. Hier ist alles Low Fat aber High Carb. Im Zuge des Trends von Atkins ect. wird Low Carb hier zur Behandlung von Typ-1 Diabetikern angewandt, es gibt ja nichts anderes. Da es die dazugehoerigen Produkte in jedem Supermarkt zu kaufen gibt, habe ich das mal versucht und was soll ich sagen: nach zwei Tagen hatte ich einen Atem gegen den der Schaeferhund meiner Schwester die reinste Blumenwiese ist. Es ist nicht abzuweisen das man dadurch an Gewicht verliert, aber es gibt keine Langzeitstudien (es ist aber definitiv leichter fuer einen Deutschen in GB sich mit dem Diabetes zurechtzufinden). Achso...ist nicht Dr. Atkins an Herzkranzverkalkung gestorben? :-)

    Alles Liebe

    Anna
  • Sandra

    Rang: Gast
    am 19.01.2005 15:56:17
    ....ich denke es wird immer noch der Fehler gemacht, Atkins und Low Carb in einen Topf zu werfen.....

    Atkins würde ich nun wirklich nicht empfehlen, wohl aber eine deutliche Reduzierung von schlechten Kohlehydraten, wie Zucker, Weißmehl, Fastfood und Co....

    Bei LOW CARB werden Fette und Eiweiß im vernünftigen Maß gegessen, die richtigen Fette, und Kohlehydrate reduziert und in komplexer Form, als Vollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst....

    der glaubwürdigste Vertreter ist N.Worm (LOGI-Ernährung)

    Sandra
  • Dirk

    Rang: Gast
    am 25.01.2005 00:15:24
    Hallo Heike,

    mit dem ganzen fettarm Quatsch gebe ich Dir völlig recht. Meistens führt es doch dazu, dass die Konsumenten entweder das doppelte essen oder sich das Fett anderswo holen, so als 'kleine erlaubte Sünde' oder nach dem Motto.

    Mit Low Carb verstehe ich einiges nicht. KH liefern Energie in die Muskeln. Fett liefert Energie nur mittelbar über Verbrennung (bei körperlicher Aktivität). Also brauche ich KH, wenn ich nicht dauernd Sport mache.

    Du schreibst, Du bist dauernd in Ketose. Ketose heisst doch, der Körper verbrennt Muskelmasse anstatt Fett. Und das klingt für mich nicht gut. Gibt ja auch üblen Mundgeruch.

    Gruss,
    Dirk
  • Mäxchen

    Rang: Gast
    am 12.02.2005 16:34:56
    Mein Mann und ich haben versucht , mit Trennkost abzunehmen. Er ist Typ II , ich Typ I. Er hat wunderbar abgenommen , hatte erstklassige Werte , bei mir sind die BZ-Werte Fahrstuhl gefahren und ich habe kaum abgenommen . Ich glaube langsam , daß es für Typ I irgendeinen Trick geben muß , damit wir überhaupt abnehmen . Wir haben auch zusammen gefastet - Ergebnis s.o. Falls jmand den Trick kennt - bitte unbedingt melden ! Gruß M von Mäxchen
  • Freya

    Rang: Gast
    am 22.02.2005 00:17:21
    Hallo,
    habe mich kurz mit Low-Carb bzw. Logi-Diät beschäftigt, da ich eine sehr übergewichtige Bekannte habe, die damit abnimmt.
    Ich würde das so (als Diabetikerin) niemals tun.
    Wenig Kohlenhydrate, jede Menge tierisches Fett, Fleisch, Beeren etc. (Vorbild: Ernährung des Menschen in der Steinzeit). Wenn ich nur an die Folgen für die bei Diabetikern schon beanspruchten Gefäße denke - wir jagen heute halt auch keine Mammuts mehr.
    Zudem sehe ich, wie meine Bekannte versucht, nun möglichst viel von den "erlaubten" Lebensmitteln zu konsumieren. Äh...
    Freya
  • Georg

    Rang: Gast
    am 04.04.2005 18:52:59
    Hier ein Zitat von einer Webseite:

    "Die Omega-6 Fettsäuren im Getreide lösen tiefgreifende Veränderungen im Fettstoffwechsel aus, von einer gesteigerten Oxidation des LDL-Cholesterins bis hin zu einem vermehrten Auftreten von Herz-Kreislaufkrankheiten. Abwehrproteine, mit denen sich Pflanzen gegen Fraßfeinde schützen, schädigen nicht nur Raupen und Käfer, sondern auch den Menschen: Auto-Immunerkrankungen wie Morbus Crohn, Zöliakie, Diabetes Mellitus, Rheuma und Arthritis, IgA Nephropathie (chronisches Nierenversagen) bis hin zu Lupus und multipler Sklerose werden mit Getreideverzehr in Verbindung gebracht, ebenso wie Allergien aller Art.

    Damit nicht genug, auch die enge Verbindung von Getreideverzehr und neurologischen Störungen wie Epilepsie, Demenz, Schizophrenie und andere Nervenerkrankungen wird immer wahrscheinlicher.

    In der Geschichte der Menschheit ist der Getreideanbau und -verzehr ein relativ junges Phänomen. Entsprechend schlecht fällt die genetische Anpassung an diese Ernährung aus. Während einige (bereits gut adaptierte) Menschen im Laufe ihres Lebens kaum Probleme erfahren, haben viele andere mit rätselhaften sowie medikamentös nicht oder nur schlecht behandelbaren Erkrankungen zu kämpfen. Die Lösung vieler Probleme ist vielleicht einfacher, als viele Ärzte sich vorstellen können.

    Prominente Vordenker wie Dr. Wolfgang Lutz haben schon in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf eine Reihe von Erkrankungen hingewiesen, die sich durch den Verzicht auf Kohlenhydrate in Form von Getreideprodukten erfolgreich behandeln lassen."

    Egal ob der Mensch keine Mammuts mehr jagt, der meschliche Organismus ist viel viel länger an Fleischprodukte gewöhnt.
    Wird diese Gewöhnung jetzt schnell und plötzlich unterbrochen (d.h. deutlich stärkerer Getreideprodukt-Konsum) wehrt sich der Körper und wird krank. Diabetes kann (wie oben gesagt) auch die Folge sein.

    Bis dahin... Georg
  • fraNk

    Rang: Gast
    am 22.04.2005 18:14:44
    Da habe ich ähnliche Erfhrungen gemacht! von fraNk
  • anke hamburg

    Rang: Gast
    am 24.04.2005 14:14:57
    hallo aus hamburg,
    ich kann diesen beitrag nur unterstützen.
    bin jetzt 51 jahre alt und seit meinem 13 lebensjahr
    übergewichtig. mal mehr, mal weniger.
    wirklich ein lebenslanger kampf. immer wieder diäten, ich glaube ich habe schon alles ausprobiert.
    seit der geburt meiner zwillinge, ging es immer mehr
    bergab. ich wurde immer dicker und fühlte mich immer schlechter. keine energie mehr, kaum noch vernünftiger schlaf. depressionen dazu. keine arzt hat mir geholfen. jeder dachte wahrscheinlich, die spinnt, die erzählt nur , daß sie kaum ißt und nur kleine mahlzeiten. habe ja langsam schon selbst an mir gezweifelt. so weit kann man kommen.
    dann mein entschluß die letzte diät auszuprobieren.
    und siehe da, durch die "low carb"kost geht es mir eindeutig besser. keine depressionen, keine müdigkeit, nach kurzer zeit besser treppen steigen usw. meine ganze lebensqualtät hat wieder zugenommen. ich habe zwar noch keine diabetes, aber mit sicherheit auf dem weg dahin.
    ich kann nur sagen, daß ich es schlimm finde, daß man die menschen nicht aufklärt, daß der zucker der feind ist . wie vielen könnte es wie mir besser gehen.
    eins steht fest, ich werde so weiter machen und hoffe, daß viele diesen beitrag lesen und viellecht
    den versuch wagen und es ausprobieren.
    ich werde versuchen eine selbsthilfegruppe zu gründen . mal sehen wie die sog. langzeit ergebnisse dann ausehen.
    jeder der interesse daran hat , melde sich bitte bei mir.

    von anke hamburg
  • Andy

    Rang: Gast
    am 18.10.2005 19:25:22
    Wer mehr über die Behandlung von Diabetikerin mit "Low Carb" wissen will, der sollte sich "Dr. Bernsteins
    Diabetes solution" kaufen, leider nur in englisch erhältlich!

    Gruß

    Andy
  • Georg

    Rang: Gast
    am 27.12.2005 11:19:48
    ich kann da eingentlich alle Bücher aus dem Novagenics Verlag empfehlen.

    Living Low Carb, Das Getreide und auch Rezepte für die Anabole Diät.

    Alles deuschsprachig!

    Living Low Carb ist eine Übersetzung aus dem engl.

    Gruß Georg
  • Nicolai Worm

    Rang: Gast
    am 09.04.2006 12:49:47
    Heilmeyer P, Kohlenberg S, Dorn A, Faulhammer S und Kliebhan R. Ernährungstherapie bei Diabetes mellitus Typ 2 mit kohlenhydratreduzierter
    Kost (LOGI-Methode). Internistische Praxis 2006;46:181-191


    Zusammenfassung
    Während einer 3-wöchigen stationären Rehabilitationsmaßnahme in der Reha-
    Klinik Überruh (allgäu) wurden 45 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 mit einer kohlenhydratreduzierten Kostform (LOGI-Kost: 20?30% Kohlenhydrate, 20?30% Eiweiß,
    40?50% Fett) ad libitum ernährt. Das Therapieprogramm beinhaltete außerdem ein
    Trainingsprogramm von etwa 200?400 kcal Kalorienmehrverbrauch pro Tag.
    Gewichts- und Stoffwechseldaten sowie die Medikation wurden zu Beginn und
    nach 18 Tagen erfasst. Als Vergleichsgruppe dienten Typ-2-Diabetiker, die in den Jahren 1999?2001 in derselben Klinik mit einer 1500 kcal fettreduzierten Kost (30% Fett, 20% Eiweiß, 50% Kohlenhydrate) und einem identischen Bewegungsprogramm behandelt wurden.

    Ergebnisse: Es kam zu einem Gewichtsverlust von 2,9 kg. Bei den Stoffwechselparametern ergaben sich hochsignifikante (p < 0,01) Absenkungen der postprandialen Blutzuckerwerte, des Cholesterins, der Triglyzeride und des Gewichts. hsCRP und Harnsäure sanken tendenziell, das HDL stieg nicht signifikant an.

    Die Medikation (orale AntiDiabetika und Insulin) konnte bei mehr als der Hälfte der Patienten vollständig abgesetzt, bei den übrigen um etwa 50% reduziert werden. Insgesamt ergab sich eine Einsparung der Medikation um 76%. Die LOGI-Ernährung wurde sehr gut akzeptiert und problemlos vertragen ? keiner der Teilnehmer brach sie während der Reha-Maßnahme ab.

    Bei der Vergleichsgruppe konnte unter der herkömmlich empfohlenen Diät eine Gewichtsreduktion von 2,1 kg erreicht werden, die signifikant geringer ausfiel als in der LOGI-Gruppe. Trotz des Gewichtsverlustes konnten aber keine wesentlichen Verän-derungen in der Medikation erzielt werden. Zumindest kurzfristig sind somit unter der LOGI-Ernährung die Effekte auf Blutzucker und Fettstoffwechsel positiv und lassen eine erhebliche Senkung des Herz-Kreislauf-Risikos erwarten. Darüber hinaus ergeben sich ganz erhebliche Einsparungen in der Medikation. Von daher sollten die gängigen Ernährungsempfehlungen für Diabetes mellitus Typ 2, die nach wie vor eine hohe Kohlenhydratzufuhr (45?60%) beinhalten, dringend überdacht und die längerfristigen Effekte einer kohlenhydratreduzierten Ernährung schnellstmöglich in größerem Rahmen weiter erforscht werden.

  • freeboy

    Rang: Gast
    am 06.06.2006 15:45:42
    hier mal ein mein beispiel der anabolen diät( 5 tage keine carbs, 2 tage laden.)
    bilder von mir sind unter www.florian-broda.surfino.info online.

  • Ursula Morin

    Rang: Gast
    am 12.08.2006 14:40:24
    Liebe Anke, da die Insulinmenge, die der Körper produzieren - oder die man spritzen muß - völlig abhängig von der aufgenommenen Kohlenhydratmenge ist, kann man die Medikation umso mehr reduzieren, je besser es gelingt, die Kohlenhydratzufuhr einzuschränken.

    Da Insulin - als sogenanntes Masthormon bei Tierzüchtern wohlbekannt - die Speicherung überschüssiger Kohlenhydrate als Fett ermöglicht - sollte das Insulinniveau im Blut möglichst gering sein (falls man nicht vorhat, zuzunehmen).

    Den Proteinanteil muß man bei kohlenhydratarmer Kost nicht steigern, wohl aber den Fettanteil. Der Körper gewinnt dann Energie aus Fettsäuren, was auch den Vorteil hat, daß man gut abnehmen und ein niedriges Blutzuckerniveau einhalten kann.

    Ich esse so schon seit Jahren, nachdem ich einige Bücher über den Zucker- und Fettstoffwechsel gelesen habe und diese Ernährungsweise logisch fand. Ich konnte nämlich nie so richtig versehen, weshalb jemand mit gestörtem Zuckerstoffwechsel unbedingt 60% Energieanteil aus Kohlenhydraten gewinnen soll - also dem "Stoff", der den hohen Zuckerspiegel des Diabetikers verursacht. (Sie können das leicht mit Ihrem Blutzuckermesser kontrollieren).

    Auf diese Weise habe ich im Lauf mehrerer Jahre rund zwanzig Kilo abgenommen und diesen Gewichtsverlust jeweils auch gehalten. Als "Nebenwirkung" hat sich mein Blutzucker ganz ohne Medikamente normalisiert.

    Also "Low Carb" durchaus zu empfehlen!




    von Ursula Morin
  • Lulu

    Rang: Gast
    am 25.03.2008 22:35:51
    Ja, liebe Leidensgenossen,
    ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen!

    Bei mir brach die Diabetes 2 aus, nachdem ich zuerst Vegetarier wurde (der sich an süßen Getreideprodukten schadlos hielt) und schließlich auch noch Makrobiotisches in Mengen in mich hinein schaufelte, weil diese Kost einfach nicht satt machte. Ich war alles andere als vergeistigt. Ich war ständig hungrig und erfand ungeheure Köstlichkeiten um mich und meine meuternde Familie über den Fleischmangel hinwegzutrösten.
    Fazit: Zwanzig Kilo Gewichtszunahme nach zwei Jahren Fleischverzicht und vegetarischer Schwangerschaft und Diabets 2.
    Ich muß dazu sagen, dass ich immer schon gerne gegessen habe und mir Askese suspekt war.
    So kann's gehen!
    Eine vernünftige Mischkost möglichst sauber und naturbelassen - und selbstgebruzzelt, das ist mein Rat.
    Wenig schlechte KH's oder besser gar keine. Dann klappts auch mit den Werten! ; - )) von Lulu
  • Anja

    Rang: Gast
    am 28.10.2008 13:54:46
    Hallo,

    ich ernähre mich auch Low-Carb und habe viel bessere Werte seitdem. Insulinbedarf, auch Basal, ist gesunken.

    Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, falls ich so wenig KH esse, dass ich in Ketose bin, meine Werte nach einer gewissen Zeit nicht mehr so gut sind. Insulinresistenz. Ich muss mehrmals hintereinander korrigieren und der BZ reagiert kaum.

    Kann mir das bitte jemand erklären?

    L.G.



    von Anja
  • Birgit

    Rang: Gast
    am 05.01.2010 21:41:38
    Hallo!
    Zu Low-Carb möchte ich auch schnell ein paar Worte schreiben. Ich ernähre mich erst seit fünf Tagen so, aber mein Zuckerwert ist seither massiv gestiegen!!! Vielleicht weiß hier jemand einen Reim darauf? Bislang habe ich immer nur von Zuckersenkungen gelesen.
    Bin ich ein Exot oder ist das anfangs normal?
    LG, Birgit
  • ANONYM

    Rang: Gast
    am 29.03.2010 18:03:29
    Hallo Anja,

    um welche Werte handelt es sich bei dir, die nicht mehr so gut sind??
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 1
    Mitglied seit: 29.12.2015
    am 29.12.2015 16:56:53 | IP (Hash): 673246404
    Hallo Heike,
    ich möchte auch gerne meine Ernährung auf LowCarb umstellen. Dein Beitrag ist nun einige Jahre her, mich würde interessieren wie es Dir heute geht und ob Du bei LowCarb geblieben bist?

    Liebe Grüße,
    Rolando
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5068
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 30.12.2015 09:15:47 | IP (Hash): 488111355
    Hallo Rolando,

    du bist eiin sehr großer Optimist, wenn du von jemanden eine Antwort erwartest, der vor 11 Jahren mal einen Beitrag hier im Forum geschrieben hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du von dieser Heike keine Antwort bekommen wirst. Mit Google bin ich aber einen Blogeintrag gestoßen, bei dem es sich sehr wahrscheinlich um die selbe Heike handelt, weil so viele Details übereinstimmen: http://heikes-lifestyle.de/autoimmunitat/diabetes-mellitus-typ-i/ Diese Heike hat 2005 leider ihre LCHF-Ernährung trotz der großen Erfolge auf Druck ihrer Ärztin nach 8 Monaten wieder aufgegeben.

    Wenn du nicht unbedingt mit Heike Kontakt suchst, sondern Erfahrungsaustausch mit Typ 1ern suchst, die sich bereits viele Jahre erfolgreich mit LCHF oder anders Low Carb ernähren, dann kann ich dir gerne Kontakte vermitteln. Bei Interesse schreibe mir am Besten eine PN.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 30.12.2015 09:16:35. Grund: .
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    Mitglied seit: 12.12.2015
    am 16.01.2016 14:42:26 | IP (Hash): 239003273
    Meine Ärztin hat mir von dieser Diätform dringend abgeraten, da die hohe Fettmenge kontraproduktiv sei.
  • Bild User
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 16.01.2016 17:57:32 | IP (Hash): 401953338
    Google-Ergebnisse zu
    "LCHF zunehmen" 3.700
    "LCHF abnehmen" 51.100

    Hier ein interessanter Erfahrungs-Bericht http://lchf-blog.de/lchf-missverstandnisse-und-erkenntnis-eines-anfangers/ Teil 1 und Teil 2


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Diabmonarch

    Rang: Gast
    am 17.01.2016 19:32:49 | IP (Hash): 1141761521

    Die ursprüngliche Frage war von Rudolfe am 26.12.2004 19:19:10 !!!!

    Bezieht ich euch immer noch darauf, oder auf Fragen aus 2010?

    Himmel die Berge, beachtet doch endlich mal die Daten, auch wenn Ihr Euch so gerne selber lest!
  • Bild User
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    Beiträge: 8852
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 17.01.2016 19:43:54 | IP (Hash): 58821848
    hab auf 16.01.2016 geantwortet ;)


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    Dieser Beitrag ist kein Ersatz für eine persönliche ärztliche Diagnose oder/und Behandlung.
  • Diabmonarch

    Rang: Gast
    am 17.01.2016 23:30:20 | IP (Hash): 1141761521
    Kenne das, auch ich bin schon sehr alt (68!!! Jahre) und nach 53 Jahren !!! als Typ1-Diabetiker übersehe auch ich manchmal wichtige, meist aber unwichtige Einträge.
    Wenn ich auch die Vielfalt Deine/Ihrer Einträge manchmal bedenklich finde, so sind doch für unerfahrende Diabetiker evtl. Anregungen (bitte keine Vorschläge!!!) darin zu finden.
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    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 69
    Mitglied seit: 26.01.2016
    am 31.01.2016 09:30:28 | IP (Hash): 1703985086
    Guten Morgen,

    ich versuche möglichst wenige KH zu mir zu nehmen aber alles noch im gesunden Rahmen. Ich esse viel Gemüse, Obst (möglichst ohne viel Zucker natürlich), Fleisch (mager), es kommt wirklich auf die Mengen an. Ich kann jetzt nicht sagen, daß ich hungere oder mir die KH's fehlen. Ich nehme kontinuierlich ab bisher und fühle mich gut dabei. Ganz ohne KH geht einfach nicht und ich versuche das gesunde Mittelmaß zu finden. Wie gesagt, ich nehme ab, inzwischen ca. 5 kg und muss sagen, es geht auch mit LC ohne HF. Ich esse Fette ganz klar aber nicht in großen Mengen. Ich esse ja jetzt keine 5 kg Fleisch am Tag oder so. Fisch wird auch mal eingebaut, also alles in allem bin ich wirklich sehr zufrieden so und bin immer satt, was für mich als guter Esser eine wichtige Sache ist und trotz allem bin ich bei weitem nicht mehr bei der Menge an Nahrung, die ich mir sonst einverleibt hab....

    Ich esse meistens Sachen wie Müsli (mager Quark und Joghurt mit etwas Obst und Haferklei) oder Rührei am Morgen, Mittags Cherrytomaten, 1-2 kleine Kartotten, etwas Eisweisbrot mit Wurst und noch dies und das und Abends etwas warmes.... hatte z.B. GENIALE LowCarb Feta Hackbällchen mit Brokoli dabei. Ich war begeitert, daß Rezept für die Bällchen ist spitze... ;)

    Naja, nur mal mein Eindruck zu dem Thema. Es kann natürlich sein, daß ich alles FALSCH mache aber ich hab zum einen noch keine Schulung hinter mir und zum anderen, naja, ich fühle mich fit, gesünder und es geht mir gut dabei und die Zuckerwerte sind auch "ok" meines Erachtens nach.... also... ich bin froh so wie es ist. ;)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 5068
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    am 31.01.2016 09:49:07 | IP (Hash): 1369102429
    Hallo Holger,

    wenn dein BZ damitbesser wird, dein Gewicht sinkt und du dich fit und gesund fühlst, dann kann es gar nicht verkehrt. Bleibe dabei und höre intensiv aufdeinen Körper, auch wenn du möglicherweise in der Schulung anders belehrt wirst.

    Bei der Schulung solltest du sorfältig unterscheiden zwischen den Empfehlungen, die für den BZ wichtig sind und denen, die so allgemein über Ernährung verbreitet werden. Erstere sind für dich wichtig, während du die anderen ruhig an der einen oder anderen Stelle hinterfragen kannst.

    Viel Erfolg, Rainer
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    am 31.01.2016 21:34:34 | IP (Hash): 1703985086
    Hallo Rainer,

    danke für deine Worte. Ja bisher muss ich echt sagen, daß es mir soweit sehr gut geholfen hat. Ich esse weniger KH aber lebe um einiges besser als vorher und fühle mich wohl. Klar gibt es sicher auch mal Momente bei denen ich mich an meine "Fressorgien" erinnere aber die sind nun mal vorbei, nicht nur wegen der Krankheit sondern einfach, weil es so nicht geht.. ;) Da muss es erst soweit kommen, daß man so denkt.... aber besser jetzt als nie...

    Klar werde ich das jetzt erstmal so fortsetzen aber ich bin erstmal gespannt was morgen passiert, ob sie bei den Werten doch weiter auf Insulin setzen will und ich mit dem Spritzen anfangen muss oder nicht. Man wird es sehen... ich habe aber gerade was das Spritzen angeht soviele Fragen... herrje... bin gespannt ;)
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    am 08.02.2016 09:03:06 | IP (Hash): 86831899
    Hi,

    also ich habe mich 4 wochen weizenfrei ernährt. Dadurch hatte ich 24 Kilo verloren und meine werte sanken auf 6,3 ( Langzeitwert ) Hatte danach wieder normal gegessen aber gleich wieder 7 Kilo zugenommen . Mein Langzeitwert ist dann wieder auf 6,9 gestiegen. Ich bin Typ II und nehme täglich 1 Janumet morgens.
    Ich hatte unglücklicherweise vorher eine Entgleisung mit einem Langzeitwert von 11,4. Das möchte ich nie mehr haben.
    Ich gehe 1mal die Woche schwimmen und 1mal die Woche ins Sportstudio.
    könnte mir vorstellen das Deine Methode LLC etwas bringen könnte.
    liebe Grüße
    mächen
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    am 29.10.2020 15:44:17 | IP (Hash): 584377697
    Kohlenhydrate verringern ist die eine Sache, aber sie ganz zu meiden kann nicht gesund sein! Ich finde deine Einstellung zum Thema genau richtig!
    LG Petra
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    am 30.10.2020 07:58:32 | IP (Hash): 72970431
    Kohlenhydrate zu meiden ist ohnehin praktisch nicht möglich. Selbst eine strenge Low-Carb-Ernährung ist prinzipiell nie "No Carb", weil Kohlenhydrate (u.a. in Form von Zucker) auch in Obst und Gemüse von Natur aus enthalten sind. Außer natürlich man ernährt sich ausschließlich von Fisch, Eiern und Käse, doch dann stellt sich wiederum die Frage, wie lange sich eine solche einseitige Ernährung durchführen lässt und inwieweit das noch als gesund zu werten ist ;-)
    Bearbeitet von User am 30.10.2020 08:00:07. Grund: .
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    am 30.10.2020 08:35:09 | IP (Hash): 72970431
    Hallo Holgie!

    Ich versuche auch die KH-Zufuhr zu reduzieren bzw. darauf zu achten, dass ich beim Verzehr von KH-reicher-Kost auf die Quali der K-Hydrate achte (Vollkorn,....).

    Weiß jemand vielleicht, ob die allgemeine Empfehlung von 230 bis 300 Gramm Kohlenhydraten täglich noch gültig ist??? Das kommt mir doch etwas viel vor, oder irre ich mich?. Grade für Diabetiker ist diese hohe KH-Zufuhr doch sicher nicht bedingungslos geeignet.