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Wie lange darf der Zucker grenzwertig sein ?
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Toby0909
Rang: Gastam 19.12.2004 08:49:22
Hallo,
wie lange darf der Zucker OHNE Behandlung grenzwertig sein ?
Manche Zuckerwerte bei mir sprecehn eindeutig für Diabetes, aber es gibt doch Anlass zur Hoffnung, daß ich noch so einiges retten kann (habe bereits 8 Kilo abgenommen, aber das ist natürlich noch nicht viel - darauf hin wurden die oberen Extremwerte auch wesentlich besser); Da die Diagnose noch recht frisch ist (Sommer) und sich neulich bestätigt hatte, habe ich (leider) erst vor rund 3 Wochen damit begonnen meine Ernährung umzustellen. Jetzt ist die Frage, soll man den Zucker sofort behandeln oder soll man noch ein paar Wochen abwarten und beobachten. Wie schnell oder langsam können sich Folgeschäden entwickeln ?
Meine Augen sind in der Tat seit einigen Monaten spürbar schlechter geworden....
Am Mittwoch habe ich wieder einen Arzttermin. Ich nehme an, daß sich die Blutwerte nich stark verändert haben, weil das letzte mal war ich ja erst vor 3 Wochen. Deshalb denke ich, daß er auf eine medikamentöse Behandlung umschwenken wird - aber für mich wäre das auch irgendwie wie ein "aufgeben". Klar bin ich selbst schuld. Jahrelang zu viel und zu fett gefressen und locker 30 bis 40 Kilo zu viel auf den Rippen.bei 164 cm....muss ja irgendwann folgen haben. Will das aber selbst auch wieder hinbiegen. Wenn ich jetzt Pillen nehmen würde, dann würde mich das psychisch wahrscheinlich genau in die Lage versetzen, wie damals, als man vor Jahren Bluthochdruck diagnostizierte. Damals hies es dann: Abnehmen wäre nich schlecht. Hier haben Sie ein paar Betablocker. Damit ist ihr Bluthochdruck normal. War auch so. Für was also abnehmen ? Damals war ich ca. 15-20 Kilo leichter.....
Toby von Toby0909 -
klausdn
Rang: Gastam 19.12.2004 11:58:36
hallo tobi,
sei nicht boese aber ich musste bei deinen zeilen ertwas laecheln, nicht ueber dich sondern ueber mich ich habe so wie du gedacht, abgenommen und gehofft es geht vorbei.
aber dm ist eine krankheit die nicht vorbeigeht,
sondern ganz unbemerkt folgeschaeden verursacht, fast nicht zu merken vor allem nicht wenn man es verdraengt.
aber leider muss ich dir sagen, die folgen wenn sie da sind, sind nur aufzuhalten(schwehr) und nie rueckgaengig zu machen.
daher glaube ich kannst du deinem arzt vertrauen, er scheint sorgfaeltiger zu sein als viele. zu dieaeten sage ich nichts da muss jeder das tun was er fuer sich am besten haelt.
aber eine betont eiweissreiche dieat kann fuer die nieren folgen haben.
lass dich auf jeden fall zum augendoc ueberweisen, und gehe zu einem der mit dm bescheid weiss, wenn nichts ist um so besser,
aber bei beginnender retinopatie hilft lasern rechtzeitig angewandt gut.
bitte nicht den kopf in den sand stecken.
herzliche gruesse klaus von klausdn -
Ines
Rang: Gastam 19.12.2004 16:39:40
Hallo Toby,
mir gings wie Dir - Diabetes im Sommer, allerdings nicht ganz klar, ob nicht durch eine Sarkoidose ausgelöst, die ich seitdem auch habe. Aber das ist nicht so wichtig.
An Medikamenten nehme ich z.Zt. morgens und abend Metformin, zu den Mahlzeiten spritze ich nach Bedarf Insulin und zum Abend ein Basisinsulin.
Abnehmen ist ganz wichtig. Ich habe seit dem Sommer 20 kg verloren und meine Werte sind deutlich besser. Meistens muß ich tagsüber überhaupt nicht spritzen, die Dosis zur Nacht wurde von 8 auf 6 Einheiten abgesenkt. Meine Werte liegen zwischen 4.0 und 7.0 mmol/l (weiß leider nicht, wie man das umrechnet...), und das ist ziemlich normal. Angefangen habe ich mit 16.
Ich habe meine Ernährung komplett umgestellt - nach der L.O.G.I.-Methode nach Nicolai Worm. Das heißt vor allem viel Obst und Gemüse als Grundlage und die Getreideprodukte, hauptsächlich die aus Weißmehl, auf ein Minimum reduzieren. (Wenn Du mehr wissen willst, kannst mir ne mail schicken - findet man aber auch im Internet). Du glaubst gar nicht, wie die als ach so gesund bezeichneten Getreideprodukte ansetzen können! Außerdem werden sie bei der Verdauung sofort in Glucose umgewandelt und treiben die Blutzzuckerwerte in die Höhe. Laß Dir nicht einreden, diese Art der Ernährung wäre nierenschädlich, weil zu eiweißreich. das ist bei gesunden Nieren völliger Quatsch - aber Deine BZ-Werte mußt Du in Griff kriegen. Hauptsächlich jahrelang zu hohe BZ-Werte schädigen die Nieren.
Und ganz wichtig ist viel Bewegung. Am Anfang ist das ziemlich schwer, weil man schleppt ja richtig was mit sich rum. Bei mir war Fahrradfahren der Einstieg, jetzt mach ich mehrmals die Woche regelmäßig Sport, u.a. auch Yoga.
Ich denke zwar, daß man Diabetiker bleiben wird, aber trotzdem kann man den Körper dazu bringen, das Insulin, was ja produziert wird beim Typ II, wieder zu verarbeiten. Mein Ziel ist es, nicht mehr zu spritzen, auch wenn das manche hier komisch finden (siehe frühere Postings).
Ich würde jedoch nicht zu lange warten, gegen den Diabetes was zu machen, auch nicht bei einigermaßen guten BZ-Werten.
Die Spätfolgen können sonst gruselig sein.
Gruß Ines
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Lovely
Rang: Gastam 19.12.2004 23:33:00
Zitat von Ines: <<<Laß Dir nicht einreden, diese Art der Ernährung wäre nierenschädlich, weil zu eiweißreich. das ist bei gesunden Nieren völliger Quatsch.>>>
Hallo Toby.
Bevor Du evtl. Deine Ernährung auf "viel Eiweiß" auf Anraten von Ines umstellst, solltest Du auch eine gegenteilige Meinung hören und alles zusammen abwägen und einen Arzt zu Rate ziehen.
Ich bin ein bekennender Gegner von dieser "Diät" (wenig Kohlenhydrate, viel Eiweiß).
Die normale durchschnittliche Kost enthält beim Gesunden 1,0 bis 1,5 g Eiweiß pro Körperkilogramm. Eine Erhöhung der normalen Eiweiß-Zufuhr kann stark negative Folgen haben. Im übrigen sind die Nieren eines Diabetikers immer in Gefahr, Spätschäden durch schlechte Werte zu bekommen. Dies kann im schwersten Fall zur Dialyse führen und für Nierenkranke ist Eiweiß Gift! Und wer weiß schon immer, wie es um seine Nieren bestellt ist, außer bei der quartalsweisen Nierenuntersuchung.
Der Körper braucht nach einer eiweißreichen Zeit eine ebenso lange, um das Eiweiß wieder zu entgiften.
Zuviel Eiweiß kann zu krankheitserzeugenden Ablagerungen, verdickten Kapillarwänden, erhöhtem Blutdruck, Nierenversagen, behinderte Versorgung der Zellen mit Sauerstoff, Nähr- und Vitalstoffen führen. Des weiteren wird durch regelmäßige Zufuhr von zuviel tierischem Eiweiß mit der Nahrung das Immunsystem permanent übermäßig beansprucht. Ein Zuviel an Eiweiß wirkt sich negativ auf die Kalzium-Bilanz des Körpers aus. Bei Eiweiß-Mast geht viel Kalzium über die Nieren verloren. Zuviel tierische Eiweiße und üppige Mahlzeiten überlasten die Bauchspeicheldrüse; die Folge können eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, verminderte Abgabe von Bauchspeichel in den Darm, vermehrte Darmgase und häufige Blähungen sein.
Selbstverständlich darf sich jedermann auch für eine eiweißreiche Ernährung entscheiden. Man sollte aber immer auch alle Risiken kennen und ich bin sicher, dass ich hier jetzt nur einige aber längst nicht alle genannt habe.
Gruß,
Lovely -
Ines
Rang: Gastam 20.12.2004 09:18:38
Klaro, Lovely, daß das jetzt kommt!
Aber wie hast Du schon richtig gesagt? Jeder muß allein entscheiden, und vor allem, man muß sich informieren. Nach allen Seiten.
Aber die Panikmache (L.O.G.I. ist nicht Atkins und nicht Low Carb!) halte ich für übertrieben.
Jeder Mensch ist anders und reagiert anders, auch auf die Nahrung. Pauschale Urteile sind fehl am Platz.
Für Menschen, bei denen zunächst das Abnehmen im Vordergrund steht, weil das alle vitalen Werte maßgeblich beeinflußt, ist L.O.G.I. ein Weg, und zwar einer OHNE Jojo-Effekt.
Daß das ein Normalgewichtiger nicht verstehen kann, begreife ich.
von Ines -
Thomas 2002
Rang: Gastam 23.12.2004 00:16:55
sinvoll ist behandlung mit tabletten und abnehmen. abnehmen in tateinheit mit ausdauersport. als richtlinie gilt 4kg je monat. wenn ich es richtig begriffen habe soll man so den jojo efekt vermeiden, da dieser schlimmer sei als sein gewicht zu halten.
die deutsche gesellschaft für ernährung rät:
ca 55% des kalorieenbedarfes durch kohlenhydrate
ca 15% des kalorieenbedarfes durch eiweis
ca 30% des kalorieenbedarfes durch fett
ein bmi zwischen 19 und 25 ist akzeptabel
bmi = gewicht/(größe in metern)^2 -
Oliver Fliesgen
Rang: Gastam 01.01.2005 21:11:41
Hallo,
Eiweiß und Eiweiß? Welches Eiweiß denn? Viel Fisch, viel Fleisch..mehr pfanzliches Eiweiß?
Wann weiß ich, ob meine Nieren geschädigt sind oder nicht? Mein Eiweißwert war bei der letzten Quartalsuntersuchung leicht erhöht (31). Kontrolliert man bei dieser LOGI-Methode seine Eiweißwerte öfter? Wir SOLLEN ja Eiweiß essen, aber wann ist es zuviel? Ich kenne meinen aktuellen Wert nicht. Mit DM habe ich ein erhöhtes Risiko meine Nieren zu schädigen. Warum glaubst Du, dass man es auch noch ausreizen und mehr Eiweiß zu sich nehmen sollte als empfohlen.
Ich habe mit der "üblichen", vom Ernährungsberater angeratenen, Ernährungsumstellung 20 Kilo abgenommen und meine Werte sind gesunken (Hba1C von 9,2 auf 6,1). Ich nehme kein Diabetesmedikament mehr und habe Werte zwischen 80 und 140, max. 160. Dazu habe ich halbes Jahr gebraucht. Viel Sport! Und Energielieferant sind nun einmal Kohlenhydrate, ohne die läuft beim Sport gar nichts.
Muss ich nicht mit einer eiweißreichen Kost Angst haben, dass meine Nieren hopps gehen, da ich und jeder andere Diabetiker auch ein angeblich höheres Risiko habe bzw. hat? Dann muss ich mir auch noch Teststreifen für die Nierenwerte kaufen. Das wäre mir einfach zu teuer.
Das sind meine Zweifel, aber ich bin für alles offen. Ich bin wirklich nur neugierig.
Gruß
Oliver von Oliver Fliesgen