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Diabetis und Drogen
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ASHLY
Rang: Gastam 10.12.2004 15:33:50
Hallo leute,
ich hoffe das diesen beitrag jemand liest und mir helfen kann.
ich habe vor kurzem einen kumpel dabei beobachtet wie er drogen eingenommen hat, er ist diabets melitus typ 1.,
hat das gesundheitliche folgen wenn er drogen nimmt, wenn ja, welche können das sein?
Bitte helft mir ich mache mir sogen um ihn!
viele Grüße ASHLY -
Anke Schweitzer
Rang: Gastam 10.12.2004 20:27:23
Ebenso hallo -
gelesen habe ich´s, helfen kann ich leider nicht.
Drogen und Diabetes sind (sofern man gesundheitlich bei Drogen überhaupt noch von einer Steigerung sprechen kann) noch schlimmer als Drogen ohne Diabetes.
Neben Stoffwechselentgleisung, unkontrollierten Über-und Unterzuckerungen, die an und für sich schon ein Problem sind, kommt erschwerend hinzu, dass das bei Drogenkonsum oft nicht mehr wahrgenommen wird.
Was soll man nun von aussen raten ... "Finger weg von den Drogen" klingt etwas einfallslos, obwohl es genau den Kern trifft. Es gibt keine Möglichkeit, Drogen und Diabetes ohne gesundheitliche Folgen unter einen Hut zu bringen.
Versuch´, deinen Freund von den Drogen weg zu bringen. Rede mit Eltern, Lehrern/Ausbildern, guten Freunden. Wende dich vor allem an die nächstgelegene Drogen-Beratungsstelle (die meisten haben recht gute Internet-Auftritte, wo du auch anonym Kontakt aufnehmen und konkreten Rat holen kannst.
Versuch´ihm klar zu machen, dass ein Aufwachen auf der Intensivstation noch das Beste ist, was ihm passieren kann.
Sorry, mehr gibt es kaum zu sagen :-(
Ich drück dir die Daumen und wünsche alles Gute,
viele Grüsse Anke von Anke Schweitzer -
Lovely
Rang: Gastam 10.12.2004 23:04:27
Hallo Ashley.
Drogen sind gefährlich und man sollte besser seine Finger davon lassen. Damit erzähle ich aber vermutlich nichts neues.
Dennoch möchte ich noch speziell auf Deine Fragen im Zusammenhang mit dem Diabetes eingehen.
Leider hast Du nicht dazu geschrieben, um welche Drogen es sich bei Deinem Freund handelt. Somit spreche ich mal die gängisten an.
Das größte Problem bei (allen!!!) Drogen und Diabetes ist wohl, dass es durch die Unterdrückung von Gefühlen wie Hunger, Durst, Müdigkeit usw. auch zur Unterdrückung der Empfindung für Über- oder Unterzuckerung kommt. Hierin liegt eine besondere Gefahr.
Soweit ich weiß, bewirken Drogen aber keine direkte Veränderung des Blutzuckers! Das war, soweit ich verstanden habe, Deine spezielle Frage.
Außer LSD. Diese Droge gilt (lt. Literatur) als blutzuckersenkend!
Amphetamine (XTC) bewirken eine starke Unterdrückung der Empfindungen (Hunger, Durst, Schmerz, Müdikeit). Dabei kommt es sehr häufig zur Dehydration (Austrocknung). Des weiteren können die Nieren geschädigt werden, und die werden durch einen schlecht eingestellten Blutzucker ebenfalls geschädigt.
Falls Dir diese Antwort nicht ausreicht und Du mehr wissen möchtest, schreib bitte, um welche Drogen es sich genau handelt.
Gruß,
Lovely
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Mel
Rang: Gastam 13.12.2004 15:40:08
Hallo Ashly,
auch ich könnte Dir noch ein paar Sachen dazu schreiben - aber nicht so gerne im Forum...mehr aus der "praktischen" Sichtweise.
Falls es Dich interessiert, meld Dich doch mal.
LG, Mel -
ASHLY
Rang: Gastam 22.12.2004 15:14:41
Bei den Drogen von denen ich rede meine ich keine
chemischen, ich rede von Haschisch und so Zeugs. Allso das was pflanzlich ist.
Ich hoffe das euch diese wenigen Angaben reichen,
und ich bitte euch nochmals um einen genaueren Rat.
Bis jetzt habt ihr mir sehr geholfen,
doch ich fürchte es ist nicht genug.
Auch spalten sich eure Aussagen,
der eine sagt es ist weniger gefährlich der andere sagt es ist doch gefährlich (obgleich er recht hat, denn drogen sind ohnehin sch****),
ich weiß nicht so recht was ich glauben soll.
Zudem schwebt gerade ein Schwert über mir das mir Angst macht. Folgendes, mein Bruder hat diabetis und nun habe ich die bestätigung von den Ärzten bekommen das ich auch Diabetis (Typ 1) habe.
F**K!!!
Eingestellt bin ich schon und weiß so ziemlich alles was man wissen muss.
Aber das ist ne andere Geschichte, ich wollte es euch bloß erzählen, ich musste das los werden.
Aber zurück zu meiner ersten Frage könnt, wollt ihr mir nochmal helfen?
mfg ASHLY -
Lovely
Rang: Gastam 22.12.2004 20:38:35
Hallo Ashly.
Haschisch beeinflußt den Zucker nicht. Vom Rauchen eines Joints bekommt man weder einen Unterzucker noch steigt der Zucker davon.
Gefährlich bleibt es dennoch (hier: in Bezug auf Diabetes) wegen der verminderten Empfindungsfähigkeit. Das gleiche gilt aber auch für Alkohol.
Wenn man allerdings in diesen Situationen öfter den Blutzucker misst, um auf Höhen oder Tiefs rechtzeitig reagieren zu können, dann sollte es keine Probleme geben.
Drogen sind halt immer schädlich, egal ob Diabetiker oder nicht und darum möchte ich Dir hier am Board nicht sagen, dass ein Joint nicht gefährlich ist.
Wieviel raucht er denn davon? Richtig viel bis er gar keine Reaktion mehr hat oder nur hin und wieder mal auf einer Party einen Joint?
Und jetzt noch ein Wort an Dich: Herzlich Willkommen im Club!
Nimm´s nicht so schwer. Es lässt sich wirklich gut leben mit dem Diabetes.
Aber eine Frage habe ich noch: Was genau meinst du mit dem "Schwert", das über Dir schwebt? Wovor hast Du denn so große Angst?
Gruß,
Lovely -
ASHLY
Rang: Gastam 06.01.2005 09:22:58
wie immer danke ich euch für eure tipps,
die möre platzt er sich nicht jeden tag zu,
nur mal so auf ein paar partys. Und dann nimmt er auch nicht so viel.
habe ihn nun soweit das er mit dem mist aufgehört hat. Ich konnte ihn davon überzeugen das es schlecht für ihn ist und für seinen kühlschrank. Denn der hat danach immer nen Fress-Flasch gehabt. Seit dem geht´s ihm viel besser.
und mit dem schwert meine ich eben diese "tolle" stoffwechselerkrankung. Davor habe ich etwas angst,
nicht damit zurecht zu kommen.
Oder das etwas schief geht.
Oder das ich wegen diesem zeug von anderen ausgeschlossen werde.
Ist euch schonmal sowas passiert?
Wie habt (oder hättet) ihr reagiert?
von ASHLY -
Katrin
Rang: Gastam 24.01.2005 23:01:41
Hallöchen !
Ich habe etwas ganz wichtiges zu sagen bzw zu schreiben zu dem thema Diabetis und Drogen. Ich habe einen Bruder der mit ca. 18 Jahren ein sehr schlechtes Leben für seinen Körper gelebt hat. Er hat damals viel Bier getrunken und viel Gras geraucht er fand das COOL weil seine Kumpels das auch gemacht haben. So und nu hat er seit ca. 5 Jahren Phychische probleme das heist genau er hat eine Phychose. Ich sehr also täglich was Dorgen anrichten können. Er nimmt nun viele Medikamente um einigermaßen klar zu kommen. Das sind Hammer mittel aber ohne geht es nicht haben wir lange lange versucht. Aber das schlimmste ist das diese Medikamente nicht gut sind für die Diabetis. Also es ist höchst gefählich bitte mach das deinem Freund klar. LG Katrin -
ANONYM
Rang: Gastam 31.01.2005 23:52:31
HALLO,
BIN SELBST TYP 1ER UND HABE (MUSS ES LEIDER GESTEHEN) SELBST SCHONMAL WAS GETESTET!
UNTER ANDEREM XTC UND PEPP!!!
ABSOLUTE OBER SCHEISS AKTION VON MIR!!!
FINGER WEG, OB DIA ODER NICHT!!!!
ALLERDINGS RAUCHE ICH UNREGELMÄSSIG GRAß UND DOPE!
NUN JA, BISHER KONNTE ICH (NOCH ) KEINE ANDEREN WIRKUNGEN WIE BEI GESUNDEN MENSCHEN ERKENNEN!
MAN MUSS SICH ALLEDINGS IMMER BEWUSST SEIN WAS MAN MACHT UND NICHT ERST WENNS ZU SPÄT IST!!!
VON ALKOHOL BIS HEROIN, KANN MAN NUR SAGEN: *****FINGER WEG****
ODER LEBT BZW STERBT MIT DEN KONSEQUENZEN!!!!
JEDER IST SEIN EIGENER GLÜCKES SCHMIED!!!
ABER WENN MAN DAS EISEN ZU LANG IM FEUER LÄSST, DANN ...................!!!!!!!!!!
IN DIESEM SINNE,
ÜBERLEGT EUCH GUT WAS IHT TUT, UND DENKT IMMER AN DIE MÖGLICHEN FOLGEN, DIE BEI DROGEN KEINESWEGS BERECHENBAR SIND!!!
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Zap
Rang: Gastam 05.10.2006 18:34:27
Das Topic ist zwar schon was älter, aber ich muß da jetzt trotzdem mal meinen Senf dazugeben.
Ich bin seit ich 7 bin typ 1 Diabetiker, habe mit 15 die ersten erfahrungen mit Alkohol und Kiffen gemacht mit 16 angefangen Ecstasy und Speed zu nehmen und Konsumierte mit 18 regelmäßig (jedes Wochenende und in rauhen Mengen) Speed, Ecstasy, Koks, LSD, Haschisch und Alkohol.
Mittlerweile bin ich 29 und ich Lebe noch.
Ich habe mich 10 Jahre kein bißchen um meine Krankheit gekümmert und habe alle Gesundheitlichen konsequenzen die zwangsweise aus meiner Ignoranz meinem Körper gegenüber früher oder später auftreten werden aus meinen Gedanken verdrängt. Mittlerweile habe ich sowohl meinen Diabetes als auch meine Süchte mehr oder weniger im Griff.
Da ich mir oft gewünscht hätte mich mit Diabetikern die ähnliche erfahrungen mit Drogen gemacht haben auszutauschen, aber leider (fast-) nie dazu gekommen bin, möchte ich wenigstens, da ich weiß das Sätze wie "Laß den Scheiß", oder "Hör auf damit du bringst dich um" niemanden davon abhalten Drogen zu nehmen, ein paar Ratschläge und erfahrungen weitergeben, damit andere Diabetiker nicht die selben Fehler machen wie ich.
1. Generell denke ich ist die größte Gefahr das veränderte Körpergefühl das durch Drogenkonsum verursacht wird. Ich rate jedem NICHT zu glauben das man Unter oder Überzucker wenn man Breit ist (EGAL wovon) mit denselben gefühlen wahrnehmen kann wie wenn man Nüchtern ist. Als ich angefangen habe etwas mehr auf meinen Blutzucker zu achten war ich sehr erstaunt wie oft ich von meinem Gefühl her total Falsch lag. Also erste gutgemeinter Ratschlag: Lieber einmal mehr Blutzucker messen als einmal zu wenig und auf GAR KEINEN FALL ohne Bz-Meßgerät losziehen (Das hat für mich schon mal zu einem aufenthalt auf der Intensivstation geführt!).
2. Man sollte immer sämtliche "Safer Drug use-" Regeln gerade als Diabetiker umso ernster nehmen und auch immer darauf achten das man den Traubenzuckervorrat nie versiegen lässt.
Zu den einzelnen Drogen kann ich sagen:
Haschisch: Bei Haschisch konnte ich nie eine direkte Veränderung des Blutzuckerspiegels feststellen, allerdings ist man nie davor gefeit einen "Fressflash" zu bekommen und den Blutzucker dann (mit bekifften Schädel) durch die richtige, der BE menge angepassten, Dosis Insulin auf normalen Niveau zu behalten kann ziemlich problematisch sein. Ansonsten ist Hasch denke ich die Droge bei der man generell am wenigsten körperliche Schäden zu befürchten hat (Ich beziehe mich jetzt nur auf die körperlichen auswirkungen, Psychosen kann Hasch bei jedem auslösen!).
LSD: Ich würde heute NIE mehr LSD nehmen und kann wirklich nur von Glück sagen das "Trips" bei mir nie mit einer Katastrophe geendet haben. Ich habe schon Situationen gehabt wo ich probiert habe meinen Bz zu messen, es mir aber schlicht unmöglich war weil alles was ich angeguckt habe sich in den wildesten Mustern und Farben bewegt und verändert hat sodas ich nicht in der Lage war mir in den Finger zu stechen geschweige denn irgendeine Zahl auf dem Display zu erkennen (Die Zahlen sind weggerannt und über den Tisch gekrabbelt, kein scherz!). Der temporäre Realitätsverlust der durch LSD ausgelöst wird, lässt keinen, wirklich GAR KEINEN, Platz für den vernünftigen Umgang mit der Zuckerkrankheit.
Zauberpilze (Magic Mushrooms): Im großen und ganzen gilt für die das selbe wie für LSD, allerdings dauert der Rauschzustand nicht wie bei LSD mind. ca 12 std. sonder (je nach Dosierung) nur etwa 4 bis 8 std, die unfähigkeit sich um seinen Bz zu kümmern kann allerdings (auch je nach Dosierung) ähnliche ausmaße annehmen.
Ecstasy: Auf E`s werden so viele Glückstoffe im Hirn ausgeschüttet das man sich sogar noch gut fühlt wenn der Bz schon völlig entgleist ist. Normalerweise sollten "Uppers" (E, Speed, Koks) den Bz senken, ich habe allerdings bei mir recht oft genau den GEGENTEILIGEN Effekt festgestellt. Sie können den Blutzuckerspiegel auch wahnsinnig schnell in ungeahnte höhen schießen lassen. Da man sowohl stundenlang tanzen, als auch breit aufm Sofa rumkriechen kann und nicht vorhersehbar ist was man wohl die nächste std. mit begeisterung tut , muß man auch mit der korrektur spritze vorsichtig sein. Mir ist es auch einpaarmal passiert das ich eine Unterzuckerung mit dem beginn der Wirkung der Pille verwechselt habe da sich das gefühl am anfang ein wenig ähnelt.
Speed: Auf Speed hat bei mir die Wirkung des gespritzten Insulins immer seltsam verhalten. Ich mußte zusätzlich zu meiner Basalrate immer Altinsulin dazuspritzen um nicht stark zu überzuckern obwohl ich teilweise 3 Tage und zwei Nächte nichts gegessen hatte. Es war als ob das Insulin gar nicht richtig wirken würde, das tat es oft erst wenn ich Sonntags in einen Komatösen schlaf gefallen bin aus dem ich nach 2 bis 5 std. oft mit einer extrem starken Unterzuckerung wieder aufgewacht bin. Auf jeden Fall sollte man bevor man schlafen geht (so schweres einem in dem Moment auch fallen mag) noch etwas Essen. Bei mir hat das immer ganz gut mit nem Nudelsüppchen oder so funktioniert.
Kokain: Koks ist nicht nur zu teuer und überbewrtet sondern auch die einzige Droge die ich Konsumiert habe bei der ich nicht durch positive Seiten erklären konnte warum ich mir den scheiß kaufe und es hat trotzdem LANGE gedauert bis ich dazu NEIN sagen konnte. Meiner Meinung nach echt schlimm das Zeug. Macht Menschen zu Arschlöchern. Man hat meistens den Kopf mit anderen Sachen voll (Wo krieg ich noch ne Nase her, wo krieg ich Geld her um mir mehr zu kaufen, wo Krieg ich Schnaps her um das runterkommen erträglich zu machen) als das man sich noch groß um seinen Bz kümmern könnte.
Mehr fällt mir jetzt nicht ein. Ich denke jeder sollte seine eigenen Erfahrungen mit Drogen machen wenn er möchte und wenn nicht, dann halt nicht.
Ich denke das man niemanden wegen seines Konsums verurteilen, oder direkt für tot erklären sollte (Vor allem weil die Volksdroge Alkohol meiner meinung nach zu den stärksten und härtesten Drogen gehört die es gibt und die meisten Leute die mit dem Finger auf mich gezeigt haben und als abgefuckten Druppi oder so bezeichnet haben, selber am Wochenende ein verdammt erbärmliches Bild abgeben wenn sie Besoffen zu primitiven dumpf- Primaten Mutieren ;) ) allerdings sollte man auch nichts schönreden!
Drogen sind gefährlich, gerade für Diabetiker, aber man kann mit ihnen auch Wahnsinnig viel Spass haben wenn man sie ge- und nicht Mißbraucht! achja, am Strassenverkehr teilzunehmen ist wesentlich Gefährlicher ;) !
Ich hoffe ich konnte einigen Leuten mit diesem Text ein paar schlimme erfahrungen ersparen die ich aufgrund des nichtvorhendenseins von Information zu diesem Thema machen mußte.
Wenn irgendjemand der das liest auch irgendwelche erfahrungen zu dem Thema Drogen/Diabetes gesammelt hat würde ich mich über Emails sehr freuen! von Zap5 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag.