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Ich weiß nicht mehr weiter

  • DerHerrGandalf

    Rang: Gast
    am 10.09.2004 02:00:00
    Es ist Schwer dazu irgendetwas zu sagen. Es währe hilfreich zu Wissen, welche KH Sie essen, die Werre Vorher und nachher. Insulin greift auch in den Fettstoffwechsel ein. von DerHerrGandalf
  • Marlis

    Rang: Gast
    am 10.09.2004 17:46:20
    Hallo, mein Name ist Marlis und ich bin 59 Jahre. Mein Problem ist folgendes: Seit etwa knapp 3 Jahren spritze ich und habe in der Zeit fast 25Kg zugenommen.
    Mein Eßverhalten ist soweit ok, lt. meinem Diabetologen,(Cholesterin etc, alles in der Norm) muß aber das doppelte spritzen,also 1 BE = 2 E Insulin, durch die Insulinresistenz. Manchmal reagiert mein Körper auf das Insulin überhaupt nicht,mal bekomme ich Unterzucker, zB. Meine Schwägerin und ich sind Essen gegangen ( ab und zu tun wir das mal), vor dem Essen habe ich gemessen und ich hatte einen Wert von 76, weil er so tief war habe ich 10 E gespritzt Gegessen habe ich dann einen Gyros-Teller mit Pommes (hatte ich schon einige Monate nicht gegessen) und gemischtem Salat. Ich trinke grundsätzlich Mineralwasser, immer!
    Als ich 1 1/2 Std. später wieder meinen BZ gemessen hatte,weil es mir so "komisch" war, hatte ich einen Wert von 79. Das Gleiche passiert auch bei höheren Werten, dann geht manchmal mein BZ nicht runter und der hohe Wert bleibt trotz des gespritzten Insulin. Diese Dosis war in dem Moment also völlig erfolglos.
    Durch diese Spritzerei hat mein Körper so an Gewicht zugelegt.
    Zur Bewegung muß ich sagen, bzw. mein Arzt, je mehr Bewegung um so höher mein BZ, da sich das bei mir sofort in Stress umlegt. Ich bin nicht sehr belastbar, da ich 2 Pflegefälle hatte, erst mein Vater, dann mein Mann, es hat mich gesundheitlich einiges gekostet.
    Kann mir jemand einen Rat geben oder gibt es jemanden, der genau so auf das Insulin reagiert?
    Vielleicht weiß auch jemand eine gute Klinik, wo man intensiv betreut wird und nicht nur bei Diabetes, sondern auch bei der Abnehmerei (habe schon alles mögliche versucht, auch mit meinem Arzt) bzw. meinen Depressionen, die ich inzw.habe, weil alles den "Bach runtergeht" und meinen strapazierten Gelenken.
    Ich hoffe, es kann mir einer helfen.
    Liebe Grüße
    Marlis
  • Marlis

    Rang: Gast
    am 11.09.2004 09:55:13
    Ich möchte darauf hinweisen, daß ich, die hier im Forum etliche Antworten geschrieben hat, nicht mit der Autorin dieses Beitrages identisch bin. von Marlis
  • MS

    Rang: Gast
    am 11.09.2004 12:15:38
    Hallo, so wie es aussieht, ist noch eine Marlis im Forum, daher werde ich mich in Zukunft mit meinen Anfangsbuchstaben melden, ( MS) damit wir auseinander gehalten werden können, okay?
    Gruß
    Marlis / MS
  • Anke

    Rang: Gast
    am 11.09.2004 22:51:00
    Hi Marlis !

    Hut ab vor dem, was du die vergangene Zeit offenbar leisten musstest ! "Zwei Pflegefälle" lassen sich leicht in einen Satz hinein packen, aber ich weiss was dahinter steht. Und in Verbindung noch dazu mit einem eigenen Diabetes ist die Kraft zu bewundern, die dich überhaupt bis hierher hat kommen lassen.

    Die Schwankungen, von denen du schreibst, können (wie könnte es beim Diabetes anders sein ...) verschiedene Ursachen haben. Ohne ein genaues Tagesprofil zu kennen, kann ich leider nichts Konkretes aussagen, dir lediglich ein paar Bemerkungen dazu an die Hand geben.

    Erst mal die organische Seite: immer dann, wenn der BZ nach dem Essen nicht merklich ansteigt (wie bei dir beschrieben) und immer dann, wenn zu unerwarteten Zeiten hohe BZ-Werte auftreten, die mit normalen Korrekturdosen nicht wieder nach unten zu bewegen sind, sollte dem Verdacht auf eine Gastroparese nachgegangen werden. Das bedeutet, dass du möglicherweise eine Magenentleerungsstörung hast (keine Sorge, auch damit kommt man weiter ...), so dass das Insulin für´s Essen bereits wirkt, während die Mahlzeit noch "unberührt" im Magen liegt. Deshalb kann es nach der Mahlzeit zu unerwartet niedrigen Werten kommen, die oft nach schnellen Zusatz-BE verlangen. Später dagegen, wenn kein Mensch mehr dran denkt, fängt der Magen zu arbeiten an, die Kohlenhydrate gehen ins Blut und treiben den BZ nach oben, da natürlich kein zweiter Bolus mehr gegeben wurde. Es gibt spezielle Untersuchungen auf Gastroparese, die du bei jedem Diabetologen machen lassen kannst.

    Zweitens: ganz wichtig ist es, die Stellen genau anzusehen, an denen du immer spritzt. Wenn irgendwo eine Verhärtung zu spüren oder äusserlich im Gegensatz zum umliegenden Gewebe eine Veränderung zu sehen ist : JA die Stellen WECHSELN ;-). Spritzt man häufig an die gleichen Stellen, kann es zu einer sog. Lipohypertrophie kommen. Wenn du dann dort erneut hinein piekst, wirkt das Insulin möglicherweise gar nicht, wirkt nur zu einem Teil oder wirkt zufällig in ganzer Stärke - das heisst, die Menge (und auch die Zeiten, zu denen sie wirkt) die tatsächlich im Blutkreislauf ankommt, ist von Mal zu Mal verschieden und entsprechend unvorhersagbar sind die folgenden BZ-Werte.

    Zum seelischen: Probleme wie auch Depressionen können die Werte zu allen möglichen und unmöglichen Zeiten nach oben treiben. Es ist leider nicht immer ganz einfach, die Probleme zu beheben ... ... dran arbeiten und Lösungen suchen ...

    Zum Sport: es gibt einen recht häufigen Fehler, der den BZ nach dem Sport höher stehen lässt als vor dem Sport: niemals in Abwesenheit von Insulin sporteln !!! Auch Sport kann den BZ NUR in ANWESENHEIT von Insulin nach unten treiben. Das bedeutet konkret im Alltag: wenn du über 200-250 mg/dl stehst, darfst du nur Sport treiben, wenn du entweder weisst, dass die Basalspritze noch wirkt oder du ohnehin kurz vorher gespritzt hast (z.B. zu einer Mahlzeit). Ansonsten kein Sport ohne (dann natürlich niedrigen) Korrekturbolus !

    Prinzipiell ist Bewegung natürlich eine der besten unterstützenden Therapien.
    Alleine den Sprung von allen Schwankungen, dem gesamten Frust und Elend und von den vergeblichen Sportversuchen ins BZ-harmonische Glück zu schaffen, ist natürlich ein bisschen viel verlangt. Sieh doch einmal unter www.schwerpunktpraxis.de nach, welche Einrichtungen (Klinik oDer Diabetologe DDG) es in deiner Nähe gibt. Wohin du gehst, ist letztendlich egal. Hauptsache es hilft dir jemand, ein Schema ins weitere Vorgehen zu bringen. Manchmal ist es nach einer Entgleisung auch einfacher, erst mal gleichmässig (wenn auch insgesamt zu hohe) Werte zu erreichen und die "glatte" Kurve dann in einem zweiten Schritt nach unten zu senken, anstatt sich sofort die optimale niedrige Super-BZ-Kurve als nächstes Ziel zu setzen. Mit dem Diabetologen drüber sprechen ...

    Wenn die Unterzuckerungen nicht mehr so häufig sind, fallen schon mal die Zusatz-BE und der Unterzucker-Hunger weg.
    Wenn du mit den Werten wieder mehr Bewegung schaffst, geht auch hier das Gewicht runter.
    Sobald das Gewicht anfängt zu sinken, wirkt sich das bereits positiv auf die Insulinresistenz aus.
    Wenn du weniger Insulin spritzt, kommt es automatisch zu weniger Hunger.

    Keine Sorge, das wird schon ...
    Langsam aber stetig ;-).

    Alles Gute und viele Grüsse Anke
  • MS

    Rang: Gast
    am 12.09.2004 12:37:19
    Hallo Anke!
    Vielen lieben Dank für Deine Hilfestellung.
    Habe mir alles ausgedruckt, werde meinen Diabetologen bei meinem nächsten Termin mal drauf ansprechen
    Mit meinem Zucker ist es nicht so arg, wie sich das vielleicht ange"hört" hat,ich habe einen HbA1C Wert von 6,2 . Was mich dabei so irritiert, daß das Insulin, das ich spritze manchmal garnicht hilft auch bei etwas höherem Zucker.Ich habe selten UZ, das war nur ein paar Tage vorher passiert und deshalb habe ich es als Beispiel genommen,es passiert manchmal auch bei höheren Werten z.B.Ich habe vor dem Essen 148, spritze dann meine BE x2 und raus kommt dann 154 nach ca. 1 1/2 Std.Die ersten 2 Jahre hatte ich auch mit dem sog."Morning-Dawn- Syndrom" zu kämpfen, ich kam mit BZ-Werten von über 200 morgens aus dem Bett, auch wenn ich abends mit einem super Wert ins Bett gegangen bin. Ich mußte dann auch erst mal zum Frühstück viel Insulin spritzen um den BZ erst einmal runter zu kriegen, dann gleichzeitig meine BE fürs Essen dazuzählen und das wegen der Insulinresistenz alles z.T. X 2!!!
    Ich spritze zu allen Mahlzeiten "Novorapid" und "Protaphane" zur Nacht.
    Gott sei Dank hat mein Arzt das in den Griff bekommen.So ist wenigstens mein Morgenzucker einigermaßen normal, aber ich bekomme keine "gerade Linie", sondern er hüpft, je nachdem , wie mein Körper reagiert. Natürlich kommt das auch zum Teil von den Schmerzmitteln, die ich nehmen muß, da die beiden Pflegefälle mich doch ziemlich kaputt gemacht haben, (Kreuz und Schulter), mein Zucker entstand erst nach der Pflege, als Folge der Sterbefälle, mein Vater '91, mein Mann Dez.'93 und meine Mutter Jan '96, alle 2 Jahre!!!, das war mein Auslöser, ich habe das alles verdrängt, aber nicht verarbeiten können.
    Aber nun Schluß mit dem Jammern, es bringt nichts,
    Am Freitag habe ich mit meinem Diabetologen telefoniert und wir sind übereingekommen einen Klinik- oder Kuraufenthalt zu beantragen, damit die mal herausfinden, wieso mein Körper so reagiert.(Mein Stoffwechsel liegt total am Boden)
    Insulin ist nun mal ein Hormon und zuviel davon macht dick, ist klar, hatte gehofft, jemand hätte das gleiche Problem und er hätte eventuell eine Lösung.
    Aber besten Dank für Deine Tipps,(ich spritze immer an andere Stellen),werde sie bestimmt mit meinem Arzt besprechen, organisch bin ich völlig gesund.(ich spritze immer an andere Stellen)
    Ich wünsche Dir alles Gute und
    liebe Grüße
    Marlis / MS von MS
  • Anke

    Rang: Gast
    am 12.09.2004 22:46:38
    Hi Marlis,

    die Antwort, an der ich die letzten 10 min gesessen habe, ist leider "zur Überprüfung" verschwunden. Ich wart erst mal, ob sie demnächst vielleicht wieder Erwarten erscheint, dann mail ich dir noch mal ...

    Viele Grüsse Anke