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Lebenserwartung mit Diabetis??

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    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 12.05.2014 19:53:44
    Moin Susanne,

    ärztlich wird zum Blutzucker nüchtern und vor den Mahlzeiten in einem Bereich von 100-140mg/dl angeleitet, bei der verschärften Einstellung zwischen 80 und 120, und zu Spitzen nach dem Essen von unter 200 und 2 Stunden nach dem Essen unter 140mg/dl. Dazu passend zum HBA1c von 6und bis 7und. Bei 7,5 bis 8 sehen viele Ärzte den Interventions-Bereich. Dann erhöhen sie die Medikation, damit im folgenden Quartal wieder unter bis maximal 7,5 gemessen werden.

    Gesund ist der Nüchternzucker bei 90mg/dl zuende und bei 140 für ein paar Minuten in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Einfüllen von viiiielen KHs. 2 Stunden nach dem Essen ist er dann schon wieder unter 100 )*. HBA1c 5,5 und besser.
    Und nichts kann einen denkenden Menschen mit Diabetes, der noch imstande ist, sich alltäglich selbst zu versorgen, daran hindern, seinen Blutzucker die meisten von 24 Stunden und ideal alle im gesunden Rahmen zu steuern.

    In fast allen Diabetes Foren findest Du 5er Clubs (hat es schon zu Zeiten des Usenet gegeben) und jede Menge Anleitungen, wie sich die Bedingungen ohne jedes Hexenwerk erfüllen lassen. Tatsächlich mit nicht mehr Aufwand, als zum Einhalten einer guten ärztlichen Einstellung erforderlich ist und häufig sogar mit deutlich weniger Medikation )*

    Die Basis-Anleitung für den gesunden BZ für Menschen mit Diabetes wird seit bald 20 Jahren mit großem Erfolg weltweit befolgt. Du findest sie hier unter dem Titel "How to Lower Your Blood Sugar" auch mit ner deutschen Kurzanleitung sowohl für mg/dl wie auch für mmol/l.

    Bisdann, Jürgen

    )*WICHTIG
    Irgendwann in den ersten Jahren, in denen ich für max 140mg/dl in der Spitze nach dem Essen plädiert hab, wurde mir mal massiv vorgeworfen, damit die Schuld an ner Reihe schwerer Hypos mit Notarzt zu tragen. Da hatten sich offenbar einige Schnelldenker, die nach ihrem Frühstück normal 200 und mehr zu messen pflegten, auf einmal so viel Insulin genehmigt, dass die Spitze nach ner Stunde tatsächlich unter 140 blieb - und ihr BZ dann aber in der Folge an die 20 sackte. Deswegen hab ich dann Jahre lang für INSULINER mantramäßig max 140-120-100mg/dl 1-2-3 Stunden nach dem Essen verbreitet.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 13.05.2014 19:57:35
    je früher du diabetes bekommst desto niedriger ist deine lebenserwartung :(
    schrecklich aber wahr
  • Gast

    Rang: Gast
    am 13.05.2014 20:28:51
    deshalb gibt es auch inzwischen trotz damals desaströser therapie, t1 diabetiker die über 80j alt geworden sind.
    hast du aus dem jenseits geschrieben ? oder garnicht aus eigener erfahrung, sondern nur nen spruch abgelassen.?
  • Gast

    Rang: Gast
    am 14.05.2014 08:07:39
    es ging hier nicht um einzelfälle sondern um statistiken
  • Gast

    Rang: Gast
    am 14.05.2014 09:04:15
    nein es geht nicht um statistiken, sondern um die möglichkeit folgeschäden, und frühen tod , durch intelligente therapieführung zu verhindern.
    grundsätzlich ist nach statistik jede unbehandelte erkrankung für frühen tod verantwortbar zu machen, besser wäre den tod durch vernünftige behandlung zu verhindern,
    ganz deutlich - wer nicht bereit ist verantwortung für sich zu übernehmen, sollte nicht auf die erkrankung zeigen sondern auf sich selbst.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 14.05.2014 10:27:34
    natürlich geht es um statistik
  • Noch ein Gast

    Rang: Gast
    am 14.05.2014 20:14:47
    Interessant diese Frage nach einer statistischen Aussage über die Lebenserwartung bzw. die Verkürzung des Lebens mit bzw. durch Diabetes. Sie zeugt zumindestens von einer relativen Unbedarftheit bezüglich Statistiken.

    Beispiel:
    Wie definiert man, ob jemand am Diabetes gestorben ist? Ist es nicht eher so, daß eine an sich nicht gerade gesunde Lebensweise, die an sich bereits nicht förderlich für die Lebenserwartung ist, zu einer verringerten Lebenserwartung im Vergleich zu "anders" lebenden Menschen führt und der Diabetes eine Begleiterscheinung ist, deren unschöne Begleiterscheinungen mit der entsprechenden Disziplin meistens im Griff zu behalten sind?

    Um zu verdeutlichen, was ich sagen will:

    Eine bestimmte Studie besagt, daß Vegetarier statistisch länger leben, als Fleischesser. Auf den ersten Blick betrachtet, ist das also eindeutig.
    Wenn man die Studie allerdings zu Ende liest, stellt man fest, daß das längere Leben nicht durch den Vegetarismus bedingt ist, sondern durch die generell gesündere Lebensführung einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht, in der Vegetarismus verbreiteter ist, als in anderen Schichten.

    Insofern ist die pauschale Frage nach einer "Lebenszeitverkürzung" durch Diabetes ohne genaue Eingrenzung der Rahmenbedingungen nicht sinnvoll bzw. mit Nein zu beantworten.
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    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 84
    Mitglied seit: 14.05.2014
    am 14.05.2014 20:41:02
    Gast schrieb:
    Interessant diese Frage nach einer statistischen Aussage über die Lebenserwartung bzw. die Verkürzung des Lebens mit bzw. durch Diabetes. Sie zeugt zumindestens von einer relativen Unbedarftheit bezüglich Statistiken.

    Beispiel:
    Wie definiert man, ob jemand am Diabetes gestorben ist? Ist es nicht eher so, daß eine an sich nicht gerade gesunde Lebensweise, die an sich bereits nicht förderlich für die Lebenserwartung ist, zu einer verringerten Lebenserwartung im Vergleich zu "anders" lebenden Menschen führt und der Diabetes eine Begleiterscheinung ist, deren unschöne Begleiterscheinungen mit der entsprechenden Disziplin meistens im Griff zu behalten sind?

    Um zu verdeutlichen, was ich sagen will:

    Eine bestimmte Studie besagt, daß Vegetarier statistisch länger leben, als Fleischesser. Auf den ersten Blick betrachtet, ist das also eindeutig.
    Wenn man die Studie allerdings zu Ende liest, stellt man fest, daß das längere Leben nicht durch den Vegetarismus bedingt ist, sondern durch die generell gesündere Lebensführung einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht, in der Vegetarismus verbreiteter ist, als in anderen Schichten.

    Insofern ist die pauschale Frage nach einer "Lebenszeitverkürzung" durch Diabetes ohne genaue Eingrenzung der Rahmenbedingungen nicht sinnvoll bzw. mit Nein zu beantworten.




    Habe mich gerade (nach Schreiben des Beitrags) registriert. Er stammt also von mir.