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Lebenserwartung mit Diabetis??
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Gast
Rang: Gastam 11.05.2014 10:30:59
Soweit ich weiß ist es so dass sich die durchschnittliche Lebenserwartung eines Diabetikers um 1/3 verkürzt. Soll heissen das die Lebenserwartung 80 Jahre beträgt. Ein Typ2 der nun mit 40 bis 50 Jahren diagnostiziert wird verliert dadurch 10 -15 Jahre seines Lebens. Mein Vater ist z.B mit 64 an den Folgen des Diabetes gestorben, nachdem er immer danach gelebt hat und als Quittung sogar beide Beine abgenommen bekommen hat.
Gruß Markus -
Gast
Rang: Gastam 11.05.2014 20:16:08
Upps gefährliches Thema, da mag sich niemand so gerne zu äussern.
Gruß -
Gast
Rang: Gastam 11.05.2014 20:45:14
das thema selbst ist nicht gefährlich, es kommt bei allen typen darauf an wie sie mit dem diabetes umgehen,
beim t2 zusätzlich noch wie früh oder spät er entdeckt wird.
gerade weil noch viele diabetiker amputiert werden müssen,
habe ich noch nie verstanden weshalb sich so viele gegen das spriitzen wehren. -
am 11.05.2014 23:32:57
Moin Markus,
Fälle wie die Deines Vaters sind bedauerlich. Zumal sich solche fiesen Folgen in dem Maße von wenigen Ausnahmen abgesehen (vielleicht 10% der bis heute üblichen Fälle) recht zuverlässig vermeiden lassen, in dem wir Betroffenen unseren Blutzucker selbst alltäglich zuverlässig gesund steuern.
Bin 1991 mit HBA1c um 15 und Nüchternzucker über 400mg/dl zum Typ2 ernannt worden, mit allen übrigen Blutwerten mehr oder weniger deutlich erhöht. Bin dann der ärztlichen Einstellung zuerst mit Tabletten und dann mit Insulin gefolgt und um die Jahrtausendwende schließlich der Einladung eines Typ1 INSULINERs, die ärztliche Einstellung zu verlassen und meinen Blutzucker selbst alltäglich gesund zu steuern. Mache ich seitdem eben mit gesundem Blutzucker und in der Folge mit gesunden Blutfett- und Blutdruck-Werten.
Und mit dieser Erfahrung sehe ich meinen Diabetes keineswegs als Bedrohung meiner Gesundheit, sondern vielmehr als meinen Gesundheits-Coach.
Denn ohne meinen Typ2 und die systematisch gesunde BZ-Steuerung hätte ich mich essens- und bewegungs- und mediakationsmäßig nie all die Jahre so beständig so gesund verhalten.
Bisdann, Jürgen -
Susanne
Rang: Gastam 12.05.2014 18:19:59
@ Jürgen - "Die Ärztliche Einstellung verlassen"
Und wie selbst darum gekümmert ?
Das klingt spannend hast du das schon mal in einem anderen Tread erklärt ?
MfG susanne -
am 12.05.2014 19:53:44
Moin Susanne,
ärztlich wird zum Blutzucker nüchtern und vor den Mahlzeiten in einem Bereich von 100-140mg/dl angeleitet, bei der verschärften Einstellung zwischen 80 und 120, und zu Spitzen nach dem Essen von unter 200 und 2 Stunden nach dem Essen unter 140mg/dl. Dazu passend zum HBA1c von 6und bis 7und. Bei 7,5 bis 8 sehen viele Ärzte den Interventions-Bereich. Dann erhöhen sie die Medikation, damit im folgenden Quartal wieder unter bis maximal 7,5 gemessen werden.
Gesund ist der Nüchternzucker bei 90mg/dl zuende und bei 140 für ein paar Minuten in der Spitze etwa 1 Stunde nach dem Einfüllen von viiiielen KHs. 2 Stunden nach dem Essen ist er dann schon wieder unter 100 )*. HBA1c 5,5 und besser.
Und nichts kann einen denkenden Menschen mit Diabetes, der noch imstande ist, sich alltäglich selbst zu versorgen, daran hindern, seinen Blutzucker die meisten von 24 Stunden und ideal alle im gesunden Rahmen zu steuern.
In fast allen Diabetes Foren findest Du 5er Clubs (hat es schon zu Zeiten des Usenet gegeben) und jede Menge Anleitungen, wie sich die Bedingungen ohne jedes Hexenwerk erfüllen lassen. Tatsächlich mit nicht mehr Aufwand, als zum Einhalten einer guten ärztlichen Einstellung erforderlich ist und häufig sogar mit deutlich weniger Medikation )*
Die Basis-Anleitung für den gesunden BZ für Menschen mit Diabetes wird seit bald 20 Jahren mit großem Erfolg weltweit befolgt. Du findest sie hier unter dem Titel "How to Lower Your Blood Sugar" auch mit ner deutschen Kurzanleitung sowohl für mg/dl wie auch für mmol/l.
Bisdann, Jürgen
)*WICHTIG
Irgendwann in den ersten Jahren, in denen ich für max 140mg/dl in der Spitze nach dem Essen plädiert hab, wurde mir mal massiv vorgeworfen, damit die Schuld an ner Reihe schwerer Hypos mit Notarzt zu tragen. Da hatten sich offenbar einige Schnelldenker, die nach ihrem Frühstück normal 200 und mehr zu messen pflegten, auf einmal so viel Insulin genehmigt, dass die Spitze nach ner Stunde tatsächlich unter 140 blieb - und ihr BZ dann aber in der Folge an die 20 sackte. Deswegen hab ich dann Jahre lang für INSULINER mantramäßig max 140-120-100mg/dl 1-2-3 Stunden nach dem Essen verbreitet. -
Gast
Rang: Gastam 13.05.2014 19:57:35
je früher du diabetes bekommst desto niedriger ist deine lebenserwartung :(
schrecklich aber wahr -
Gast
Rang: Gastam 13.05.2014 20:28:51
deshalb gibt es auch inzwischen trotz damals desaströser therapie, t1 diabetiker die über 80j alt geworden sind.
hast du aus dem jenseits geschrieben ? oder garnicht aus eigener erfahrung, sondern nur nen spruch abgelassen.? -
Gast
Rang: Gastam 14.05.2014 08:07:39
es ging hier nicht um einzelfälle sondern um statistiken -
Gast
Rang: Gastam 14.05.2014 09:04:15
nein es geht nicht um statistiken, sondern um die möglichkeit folgeschäden, und frühen tod , durch intelligente therapieführung zu verhindern.
grundsätzlich ist nach statistik jede unbehandelte erkrankung für frühen tod verantwortbar zu machen, besser wäre den tod durch vernünftige behandlung zu verhindern,
ganz deutlich - wer nicht bereit ist verantwortung für sich zu übernehmen, sollte nicht auf die erkrankung zeigen sondern auf sich selbst.