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häufige Unterzuckerung
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Silke Martin-Ihme
Rang: Gastam 22.01.2003 18:19:35
Liebe Forum-Mitglieder!
Mein Papa (80) muss seit kurzem Novomix spritzen. Vorher nahm er 6 Jahre Tabletten.
Irgendwie kommen "wir" damit nicht klar. Er bekommt morgens 14 iE und abends 6iE.
Seit einiger Zeit klagt er nun, dass er sich nicht wohlfühle (immer so gegen 11:00 Uhr vormittags).Kann aber nicht genau sagen was das heißt. Auf jeden Fall kann er dann auch auf einmal auch nicht mehr richtig sehen. Nach dem Messen stellten wir Blutzuckerwerte von 60, 70 und eimal sogar 38!!! fest. Mit Traubenzucker, O-Saft und Honig päppeln wir ihn dann immer hoch, bis er sich wieder besser fühlt. Aber wir sind nicht immer da um einzugreifen. Irgendwie fühle ich mich wie auf einem Pulverfaß.
Morgens nach dem Aufstehen hat er so um die 120-150.
Er nimmt (wie in der Diabetiker-Schulung gelernt) ausreichend Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten zu sich. Nachmittags und abends haben wir das Problem auch nicht.
Wie errechnet der Arzt den zu spritzenden Wert. Ich denke, er müßte morgens niedriger liegen, oder? Oder könnte er auch auf Tabletten zurückgestuft werden? Damit hatten wir nie diese Symptome (er leidet aber unter einer leichten Niereninsuffizienz und ist außerdem Herz- und Schlaganfallpatient).
Viele Grüße
Silke von Silke Martin-Ihme -
Hans
Rang: Gastam 22.01.2003 20:26:35
Hallo Silke,
Dein Papa ist ja da in keiner besonders guten Lage. Zum einem ist die Situation nicht untypisch bei einer Umstellung von oralen AntiDiabetika auf Insulinbehandlung und zum anderen erfordert die Niereninsuffizienz und auch die Gefahr eines Schlaganfalls bei Deinem Papa eine gute BZ-Einstellung. Die ist aber in seinem Alter und bei einer 6-jährigen Diabetesdauer bei Folgeerkrankungen mit Tabletten nicht zu erlangen, abgesehen von den Nebenwirkungen.
Eine Insulinbehandlung ist also unumgänglich. Das Problem ist eben, die "Waage" zu halten zwischen der Insulingabe und des Kohlenydrat-stoffwechsels. Einmal braucht er Insulin zum "leben" und zum zweiten für die Verstoffwechslung der Kohlenhydrate im Essen. Das vom Arzt verordnete Mischinsulin Novomix bewirkt beides. Zu 70 % ist es ein Langzeitinsulin und zu 30% ein Normalinsulin.
Der Arzt (Diabetologe?) muß unbedingt die Dosierung morgens und abends überprüfen. Die BZ-Werte am Morgen sind zu hoch. Eine Erhöhung der IE abends könnte Abhilfe schaffen. Wenn die Unterzuckerung immer vormittags auftritt
könnte die Insulindosis morgens zu hoch sein. Das Messen des BZ 1 bis 2 Stunden nach dem Frühstück ist unbedingt für eine gewisse Zeit erforderlich.
Vielleicht ist auch die Insulinauswahl nicht die richtige. Das sollte der Diabetesarzt schnellstens überprüfen.
Die Ampulle Mischinsulin muß auch in der Regel, wenn es richtig wirken soll, vor dem Spritzen mit der Hand bewegt werden, um eine homogene Mischung zu erlangen.
Ich hoffe, Dir etwas weiter geholfen zu haben, aber die Konsultation des Arztes ist unabdingbar. Die Situation wird bestimmt mit der richtigen Therapie und Schulung(?)beherrschbar.
Alles Gute
Hans -
Silke
Rang: Gastam 23.01.2003 09:11:50
Hallo Hans!
Herzlichen Dank für Deine ausführliche Info.
Werde die Ärztin(Diabetologin) erneut kontaktieren.
Viele Grüße
Silke