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wenn Phase 1 fehlt
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dagmar
Rang: Gastam 21.08.2009 17:29:09
was iss dann genau los.....Die BSD produziert ja noch genug Insulin.... was ist genau nicht in Ordnung wenn der BZ zuerst zu stark steigt?...iss da die Leber schuld??
mal nen BZ verlauf nach nem oGTT
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also ein typisches Beispiel dass die BZ noch abgeht wie Schmitz Katze aber eben irgendwie die erste Phase net funzt
kann mir das ( Jürgen ) nochmal jemand in verständlichen Worten erklären? von dagmar -
Jürgen
Rang: Gastam 21.08.2009 18:37:10
Moin Dagmar,
dann funzt die Insulinbestellung durch die Darmhormone (Inkretin-Effekt) nicht, die die normal abschicken müssen, wenn die neu gegessene Glukose direkt vor ihrer Übergabe in den Blutkreislauf steht. Mit der passenden Bestellung treffen die Glukose und ihr Insulin in der Pfortader auf dem kurzen Weg in die Leber zusammen und werden dort so verwurstet, dass der BZ anschließend eben in der ersten Stunde meistens nur bis um 120 und max an 140 mg/dl ansteigt. Das ist der alimentäre Regelkreis.
Den dann noch notwendigen Ausgleich bewirkt innerhalb max einer Stunde der basale Regelkreis, der abhängig vom BZ im Zusammenspiel von Alpha- und Beta-Zellen des Pankreas dafür sorgt, dass eben der BZ abgesehen von der Unterbrechung durch Zuckerzufuhr unter allen Umständen praktisch immer in einer sehr konstanten Höhe zwischen min etwa 60 und max etwa 90 mg/dl verläuft.
Einfache Selbsthilfe bei fehlendem Inkretin-Effekt: Portionen nach Art und Menge so wählen, dass der BZ 1-2-3 Stunden nach dem Input unter max 140-120-100 mg/dl bleibt :-)
Bisdann, Jürgen -
dagmar
Rang: Gastam 21.08.2009 18:51:19
ok...also ich habe dass nun so verstanden.....der darm bestellt nix und deswegen steigt der BZ zu stark an und die BSD hat dann die arschkarte?..iss das so richtig.....was passiert wenn der Pfortaderfluss im unteren grenzbereich ist aufgrund einer fettleber?.....weil das steht in meiner diagnos:Leichtre fettleber mit Pfortaderfluss im unteren Grenzbereich von dagmar -
dagmar
Rang: Gastam 21.08.2009 18:55:48
http://209.85.129.132/search?q=cache:Zujq2tnpSl0J:www.klinikum.uni-muenchen.de/Medizinische-Klinik-und-Poliklinik-II/de/forschung/arbeitsgruppen/schirra/projekte/dpi/index.html+Inkretin-Effekt&cd=5&hl=de&ct=clnk&gl=de&lr=lang_de
da steht dass durch rezeptorenblocker das Hormon gehemmt wird.....ich nehme schon seit Jahren Betablocker von dagmar -
peter
Rang: Gastam 21.08.2009 19:36:41
hallo dagmar,
wenn du betablocker nimmst, muß es einen grund dafür geben, und du solltest wissen welchen.
denn ohne grund werden diese nicht verschrieben, oder sollten nicht verschrieben werden.
das sind aber wirklich sachen die man mit seinem doc abklären sollte. von peter -
Jürgen
Rang: Gastam 21.08.2009 20:03:33
Also mal ne Bitte: lange URLs werden hier nicht automatisch umgebrochen, wodurch wahrscheinlich nicht nur ich plötzlich auf nem großen Bildschirm noch seitwärts verschieben muss, um Beiträge in diesem Fred zu lesen. Also bitte lange URLs wenigstens einmal von Hand umbrechen! von Jürgen -
dagmar
Rang: Gastam 21.08.2009 20:04:42
ich nehme den Mist bestimmt net ohne Grund....Bluthochdruck......schon seit vielen Jahren...zeitgleich nehme ich noch ACE Hemmer....das ganze 2 mal am Tag......morgens und abends....
damals wurde vuieles untersucht und nix gefunden...weiß nur dass mien ACE zuletzt bei 80 war trotz ACE Hemmer von dagmar -
dagmar
Rang: Gastam 22.08.2009 12:32:43
was würdest du bei dem oGTT diangnostizieren@ jürgen...diabetes oder? von dagmar -
Jürgen
Rang: Gastam 22.08.2009 16:19:33
Moin Dagmar,
Diabetes ist ab über 125 mg/dl nüchtern und ab über 200 mg/dl 2 Stunden nach dem oGTT definiert. Typ2 ist ausschließlich über diese beiden Größen definiert, wobei seit etwa 2 Jahren eine Aufweichung dahin immer häufiger publiziert wird, dass auch Messergebnisse zu verschiedenen Tageszeiten an verschiedenen Tagen über 200 ohne Standardzuckerwasser die Diagnose Diabetes begründen. Könnte mithin bedeuten, dass schon der Einstundenwert über 200 für die Diagnose reicht oder der Einstundenwert nach 3 Scheiben Brot oder 2 kleinen Brötchen oder ...
Typ2 ist keine Krankheit in dem Sinne, hab ich die jetzt schon oder noch nicht? Sondern dem Typ2 zugrunde liegen eine Reihe von Störungen der Blutzucker-Automatik, die schon vor der ersten messbaren BZ-Auffälligkeit eingetreten sind, aber erst ab den o.g. Definitionsgrößen als Krankheit bezeichnet und behandelt werden.
So ist der gesunde Inkretin-Effekt bei Dir ja nicht erst die Tage ausgegangen, sondern die Insulinbestellung Deiner Darmhormone nimmt wahrscheinlich schon seit Jahren immer mehr ab, ohne dass das als auffällig oder gar als Störung des alimentären Regelkreises registriert wurde. Und weit über die Hälfte aller Ärzte in D und auch Der Diabetologen würden Dein letztes oGTT-Ergebnis noch als völlig in Ordnung bezeichnen, die andere Hälfte als etwas, das man weiter beobachten muss, damit man rechtzeitig mit dem Behandeln anfangen kann, wenn die Diagnose-Schwellen in einigen Wochen, Monaten oder auch Jahren endlich überschritten werden.
Dann wird auch der basale Regelkreis erheblich gestört sein. Gesund wechseln sich im basalen Alpha- und Beta-Zellen des Pankreas mit der Ausgabe von Glukagon und Insulin so ab, dass der BZ abseits vom Essen unter allen Umständen immer recht kosntant zwischen um 60 bis an 90 verläuft, also konstant immer um 65 oder immer um 85 oder um eine Größe irgendwo dazwischen. Immer mehr krank stellen die Alpha-Zellen ihre Ausgabe immer später ein und erhöhen sie schließlich sogar völlig fehlgesteuert direkt nach dem Essen von Glukose, so dass immer mehr Insulin aufgewendet werden muss, um den BZ im gesunden Rahmen zu halten. Klar, schließlich werden dann auch die nüchtern 125 morgens überschritten, und so wird auch diese Diagnose-Bedingung erfüllt.
Ein bisschen lang, aber jetzt kannst Du Deine Werte selbst bewerten :-)
Bisdann, Jürgen -
dagmar
Rang: Gastam 23.08.2009 14:28:54
das Problem ist halt so wie anderer User geschrieben hat dass viele Menschen mit normalen Input nie solch hohe Werte erreichen wie bei dem oGTT....bei mir ist es genauso.....habe heute morgen auch mal 3 trockene Brötchen gegessen und dazu 0,5 Liter frisch gepressten Karottensaft mit etwas apfelsaft.....nach einer stunde hatte ich 142 nach 2 stunden 102....aber der oGTT hat viel mehr reingeknallt! von dagmar -
Jürgen
Rang: Gast -
dagmar
Rang: Gastam 23.08.2009 16:22:10
dass viele selbt beo Kohlhydratreichem Essen gar net sehen dass Sie ne Glucosetoleranzstörung haben....denek net dass ich nen Einzefall bin...hätte ich den oGTT nicht gemacht ,hätte ich nicht gemerkt dass da was nicht stimmt obwohl trockene Weißbrötchen mit Karottensaft auch reinknallen müssten...tun sie aber nicht
Gummibärchen z.b sind bei mir auch krass
Nen problem ist das nicht ,nur werde ich versuchen Deine Regel einzuhalten und abzunehmen....7 Kilo habe ich ja schon weg...das muss aber noch viel mehr werden von dagmar -
dagmar
Rang: Gastam 25.08.2009 12:20:31
wenn Phase 1 net mehr richtig funzt hat dass aber nicht gleich zu heißen dass Betazellen schon abgestorben sind oder?...oder anders rum....wenn der BZ bis jetzt nie über 180 war ( vorausgestzt ) sind eigentlich noch alle Beta Zellen da aber Phase 1 ist halt defekt...habe ich das richtig verstanden...oder fehlen bei defekter Phase 1 schon zwangsläufig Betazellen und die Phase 1 ist deswegen defekt? von dagmar -
Jürgen
Rang: Gastam 25.08.2009 14:18:52
Moin Dagmar,
zu unserem Leben gehört, dass die meisten Zellen in unserem Organismus turnusmäßig absterben und ebenso turnusmäßig neu gebildet werden. Zum Typ2 Defekt gehört offenbar, dass die Neubildungsrate so weit hinter der Absterberate her hinkt, dass bei Erreichen der Diagnosereife nur noch etwa 20% der Menge existieren, die bei einem stoffwechselgesunden Menschen gleichen Geschlechts und Alters und gleicher Statur beobachtet werden. Allgemein veröffentlicht gibt es dieses Wissen für Typ2 erst seit dem entsprechenden Vortrag des usanischen Typ2-Papstes Dr. DeFronzo auf der ADA-Konferenz vor einem Jahr.
Indirekt wissen wir, dass wir Typ2 zu wenig Betazellen haben, seit die Inkretin-Mimetika auf dem Markt sind, diese Medis zur Wiederherstellung der futterbasierten Insulinbestellung der Phase1. Zu Byetta & Co hieß es nämlich immer, dass damit auch ein Stopp des Absterbens der Beta-Zellen oder vielleicht sogar eine Wiederherstellung möglich wäre. Und wo diese Mittel auch dazu beitragen sollen, die zu viele Zuckerausgabe aus der Leber zu verringern, liegt der Schluss nahe, dass diese 3 Punkte, die den Typ2 fernab vom Resistenzgeschwätz tatsächlich ausmachen, irgendwie zusammen gehören.
Nach allem, was ich bisher gelesen habe, denke ich, dass die Erneuerungsbilanz der Inselzellen schon lange vor den ersten messbaren BZ-Auffälligkeiten immer negativer wird und dass sich dieser Prozess selbst dann über lange Zeit unentdeckt einschleichen könnte, weil kaum jemand aus Spaß regelmäßig den BZ misst und weil bis zu einer Beta-Zell-Menge von 50% bei den normal üblichen Futtermengen wahrscheinlich nicht einmal kleine Auffälligkeiten messbar wären. Schließlich kann sich ein stoffwechselgesunder Mensch mit vollständiger Beta-Zell-Masse statt 75g (oGTT) 750g Glukose einverleiben, ohne dass das den BZ zu irgend einer Zeit wesentlich über 140 mg/dl treibt.
Bisdann, Jürgen -
dagmar
Rang: Gastam 25.08.2009 14:42:21
wenn ich 750 gramm Glukose nehmen würde hätte ich wahrscheinlich nen BZ von 1000....aber wenn die Betazellen langsam absterben ( vor nem Jahr hatte ich noch einen HB Wert von 5,2 der vor 4 Jahren auch 5,2 war......vor 3 Monaten hatte ich 6,1
könnte das nicht auch typ 1 sein? von dagmar -
dagmar
Rang: Gastam 25.08.2009 14:44:33
dann könnten ja deine oben genannten Mittel verhindern dass man Diabetes bekommt solange nur Phase 1 defekt ist oder? von dagmar -
Jürgen
Rang: Gastam 25.08.2009 19:35:37
Moin Dagmar,
das Bild ist definitiv irreführend: die Betas sterben nicht langsam, sondern immer gleich schnell und werden gleich schnell neu gebildet. Es werden bei der negativen Bilanz des Typ2 nur weniger neu gebidet als jeweils abgestorben sind.
Beim Typ1 werden die Betas vor ihrem turnusmäßigen Verfallsdatum vom Immunsystem aufgefressen. Wie schnell das in all geht, ist auch nicht bekannt, denn auch die Betroffenen fallen ja frühestens dann auf, wenn der BZ bei einer zufälligen Untersuchung deutlich erhöht ist. Ohne diesen Zufall erst, wenn sie infolge Stoffwechselentgleisung durch akuten Insulinmangel nicht tot, aber meistens bewusstlos zusammenklappen. Und bis jetzt hat noch niemand sagen können, wie lange die Entwicklung bis dahin gedauert hat.
Der HBA1c-Wert ist ein schlechter Ratgeber und taugt auch nicht für die Diagnose, denn er schlabbert einfach BZ-Spitzen nach oben und nach unten, die weniger als 1-2 und vielleicht sogar bei manchem bis 3 Stunden andauern. Ne Stunde nach dem Essen 300 und mehr sind also mit einem HBA1c von 5 durchaus vereinbar wenn ne Stunde weiter nur noch um 80 gemessen werden.
Der Anstieg von 5,2 auf 6,1 kann schon in einem Wechsel des Labors oder der Bestimmungsmethode begründet liegen. Wenn nicht, hast Du irgendwo jeden Tag mehrere Stunden mehr als 140, wenn nüchtern noch regelmäßig 85-95 erreicht werden.
Noch einmal, Diabetes ist keine Krankheit sondern zu hoher Blutzucker, der so ab einer bestimmten Höhe so heißt. Dass der BZ zu hoch verläuft, kann viele Gründe haben, von denen wir bislang einige zu kennen glauben. Und immer dann, wenn die bekannt geglaubte Menge der Gründe mit einem Medi ausgeschlossen werden kann, spinnen einige von Krankheit verhindern bzw. heilen, das erste Mal kurz nach der ersten erfolgreichen Insulinanwendung. Aber Heilen oder Verhindern hat bis heute nicht funktoniert :-(
Was jedoch super funktioniert, wenn man's als Betroffener denn macht, ist die mehr oder weniger defekte BZ-Automatik unterstützen bis ersetzen und den BZ im gesunden Rahmen führen. Milchmädchen könnten dann auf die Idee kommen, dass Diabetiker, die das machen, ja gar keine Diabetiker mehr sind - hat es hier schon gegeben, und auch solche, die mir hier geschrieben haben, dass sie halt Diabetiker seien und damit ein Anrecht auf einen diabetisch hohen BZ hätten.
Wenn Du also Dein Anrecht auf vor-diabetisch und irgendwann auch diabetisch zu hohen BZ nicht in Anspruch nehmen willst und stattdessen Deinen BZ gesund führst, kannst Du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die meisten bis alle diese fiesen diabetischen Folgekrankheiten verhindern, sie sich mit höher als gesundem BZ mit der Zeit einzustellen pflegen und dem Diabetes diesen schrecklichen Ruf eingebracht haben, dass er grausam immer mehr Lebensqualität und Leben abfresse.
Daumendrück, Jürgen -
dagmar
Rang: Gastam 25.08.2009 23:54:41
ich habe halt angst dass es vieleicht Typ 1 sein könnte und werde das mal meinem Internisten der mich im Moment betreut ( Leberspezi ) nahe legen von dagmar -
Lulu
Rang: Gastam 26.08.2009 12:53:34
Danke, Jürgen,
ich lese Deine Ausführungen immer gern! Diese hier haben mir besonders viel Erleuchtung gebracht!
Schönen Tag noch! von Lulu -
Rainer
Rang: Gastam 26.08.2009 16:16:31
Hallo Dagmar,
die Internistin wird dich mit deinem Verdacht auf Typ 1 auslachen und das zu Recht, weil bei dir nichts darauf hindeutet. Du hast trotz deine leicht angeknacksten Phase 1 der Insulinausschüttung auch keinen Diabetes Typ 2 und nicht einmal Prädiabetes. Es ist auch nicht raus, ob du jemals Diabetes bekommen wirst - dazu brauchst du nämlich erst einmal regelmäßig höhere oGTT-1h-Werte und dazu dann noch eine Betazellen-Dysfunktion, die bei vielen Menschen auch bei höheren BZ-Spitzen nicht auftritt.
Die Empfehlung von Jürgen, so zu essen, dass dein BZ eine Stunde nach den Mahlzeiten höchstens auf 140 steigt, kann dir mit ziemlicher Sicherheit garantieren, dass du nie Diabetes bekommen wirst. Da diese gute BZ-Führung außerdem im Kampf gegen Gewichtsprobleme gut sein kann, lohnt es sich bestimmt.
Wenn du jetzt aber daraus schließen willst, dass du schon sehr krank bist und dir wegen Diabetes vielleicht schon morgen oder übermorgen die Füße abfaulen werden, dann ist das ganz großer Blödsinn. Du bist nicht kränker, als viele andere Leute, die ihren oGTT-1h-Wert gar nicht kennen, obwohl der noch viel höher steigen kann.
Betrachte dein Wissen und die gegebenen Empfehlungen als Chance auf eine ausgezeichnete Gesundheit - zu Angst und Panik besteht bezüglich deines BZ überhaupt kein Anlass.
Alles Gute, Rainer
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Frage
Rang: Gastam 27.08.2009 12:10:03
Hi Dagmar, wie kommst du eigentlich dann darauf, dass du Diabetes haben könntest? Das hat dein Arzt doch dann sicher ausgeschlossen? Wenn dem so sein sollte, kann ich persönlich nicht nachvollziehen, dass man sich mit Diagnosen so ausgiebig beschäftigt, über die man froh und glücklich sein sollte, dass man sie NICHT hat. Oder hat ER gesagt, dass du DM hast? Fettleber bekommen geht fix, aber die Leber ist DAS Organ, das sich sehr gut und auch schnell regnerieren kann. Und das kann man durch eine gesunde Lebensweise auch sicher gut unterstützen. Wie sind eigentlich deine Alkoholtrinkgewohnheiten? von Frage