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Dringend
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taniäschen
Rang: Gastam 05.06.2002 23:54:23
Hallo
ich habe ein Probelm mit meinem Opa,
Er ist 75 Jahre alt und hat seit ca. 6 Jahren Diabetes.
Die letzten Jahre hat er Tabletten dagegen genommen. Seit Februar 2002 spritzt er nun Insulin. Ich weiß nur, dass er sich früh 10 Einheiten spritzen muß (wurde im Krankenhaus eingestellt). Das hat bei ihm viele negative Auswirkungen:
1. ihm ist dauernd Schwindlig, z.T. so stark , dass er auch schon umgekippt ist.
2. sein Blutzucker schwankt total, manchmal hat er morgens Unterzucker und manchmal ist der Spiegel schon bei 150. Abends genauso.
3. seit 4 Wochen sieht er immer schlechter. Sein Augenarzt hat gestern zu ihm gesagt, dass mit Lasern nicht mehr viel zu machen ist, und: Er wird Blind!!
Seine Sehleistung hat in den letzten Wochen total nachgelassen. Im Januar war er schon beim Augenarzt, und der hat gesagt, wenn es so bleibt, ist alles ok.
Jetzt ist es auf einmal so schlecht. Mein Opa ist total fertig, mit dem Ausspruch seines Arztes ist für ihn eine Welt zusammen gebrochen und er ist völlig am Ende.
Mein Opa meint, es ist erst schlecht geworden seid er Insulin spritzt. Kann das sein.
Wenn der Blutzuckerspiegel schwankt, ist auch seine Sehleistung unterschiedlich.
Kann mir bzw. uns jemand helfen?
Der Arzt kann ihn angeblich auch keine anderen Medikamente verschreiben. Muß das Insulin gewechselt werden oder ein anders Insulin genommen werden?
Mein Opa hat schon Selbstmordgedanken, weil er sich nicht zu helfen weiß und mit Blindheit nicht leben könnte. Danke für evtuelle Hilfe oder Anregungen wie ich meinen Opa aus seinem Tief befreien kann.
Taniäschen
von taniäschen -
Andreas
Rang: Gastam 06.06.2002 09:46:51
Hallo Taniäschen,
aus der Diagnose ergibt sich zunächst ein psychisches Problem, welches letztlich auch zu verschiedenen Symptomen führen kann.
Wenn schon von einer Suizidgefahr gesprochen wird, ist auch eine Depression, die dann Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat, anzunehmen. Schwindel und Sehstörungen treten oftmals zu Beginn einer Insulintherapie auf, können aber auch als Psychosymptome gedeutet werden.
Nun weiß ich allerdings selbst wie schwer es ist, einen älteren Herrn dazu zu bewegen, einen Therapeuten aufzuchen und in dieser Hinsicht wird dein Großvater wahrscheinlich keine Ausnahme sein.
Es wäre wichtig, daß dein Großvater die Praxis eines kompetenten Diabetologen aufsucht, um ihm seine Probleme zu schildern. Die Aussage des Augenarztes sollte natürlich ein weiteres Mal Bestätigung finden, bevor hier vielleicht zu früh in Untätigkeit verfallen wird. Vielleicht gibt es auch am Wohnort eine Selbsthilfegruppe, bei deren Mitgliedern man sich entsprechende Hilfe holen könnte.
Laß deinen Großvater nicht mit seinen Sorgen allein und gibt ihm das Gefühl, daß du immer für ihn da sein wirst!
Herzliche Grüße
Andreas -
Albertine Ganshorn
Rang: Gastam 19.05.2007 05:00:50
Hallo,
achtung ist geboten. Mir ging es genauso, nach Beginn mit Insulin wurde es mir schlecht, stakre Kopfschmerzen und Augenprobleme. Ich ließ mich als nNeuling auch vertrösten und habe dadurch massive Retinopathie. Heut weiß ich, dass ich zu schnell heruntergesenkt wurde. Also auf gut deutsch einem Ärztepfusch mein kaputtes Sehvermögen verdanke.
Ich habe auf eigene Faust das Langzeitinsulin abgestzt, meinen Blutzucker nicht zu sehr gesenkt, unter 160 fangen meine Augen an weh zu tun und Punktblutungen setzten ein. Aber ich sehe wieder besser und die Krankheit scheint momentan zu stoppen, Fühle mich wieder topfit.
Viel Erfolg
Albertine von Albertine Ganshorn