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Streß und hohe Werte

  • Britta

    Rang: Gast
    am 13.02.2002 10:00:07
    Hallo zusammen,

    wie wirkt sich Streß nur wirklich auf den BZ aus.Ich arbeite zur Zeit ca. 60 Stunden die Woche und bin in der Zeit an ungefähr 3 Tagen bis zu 14 Stunden in der Firma. Die ersten 2 Tage liegt mein BZ noch im "Normalbereich" aber am 3-5 Tag bekomme ich meinen BZ nicht unter 200. Ich glaube ja und auch lt. meines Arztes soll es am Streß liegen, aber was ich mir jetzt von Euch wünsche sind eigene Erfahrungswerte.
    Ach ja, ich möchte eigentlich nicht meine Job aufgeben, denn er bringt mir sehr viel Spaß, aber was für Alternativen gibt es.

    Freue mich auf Eure Antworten und liebe Grüße von Britta
  • Marga

    Rang: Gast
    am 13.02.2002 11:45:11
    Hallo Britta,

    Streß kann schon den Diabetes negativ beeinflussen,
    aber das sollte kein Dauerzustand sein. Leider
    schreibst Du gar nichts über Deine "Einstellung",
    bei den heutigen Möglichkeiten sollte eine Lösung
    gefunden werden können. von Marga
  • Sabine

    Rang: Gast
    am 13.02.2002 13:15:32
    Hallo Britta,
    Marga hat vollkommen recht, da gibt es eine Lösung. Das sollte man mal mit einem Diabetologen durchgehen.
    Sehr gut ist, dass Du den Streß selbst als positiv bewertest und Dir der Job Spaß macht. Früher hatte ich mit Streß + Einstellung auch Probleme, habe dann in diesen Phasen die BE's leicht reduziert sowie Vollkornprodukte bevorzugt.
    Gruß Sabine
  • Britta

    Rang: Gast
    am 14.02.2002 10:01:04
    Danke, Ihr beiden für Eure Antwort.

    Ich habe seit 6 Jahren eine Insulinpumpe. Leider weis man ja nicht vor Dienstbeginn, ob ein Tag streßig wird. Und erst so eine Stunde nach Feierabend merkt der Körper erst ob es so richtig anstrengend war oder nicht. Habe es schon mit autogenen Training probiert, aber leider kein Erfolg.

    Liebe Grüße von Britta
  • Marga

    Rang: Gast
    am 14.02.2002 21:47:12
    Hallo Britta,

    schick Dein posting mal in die Diabetes newsgroup
    de.sci.medizin.diabetes, da sind jede Menge
    Pumpis aktiv, die konkret helfen könnten. von Marga
  • Gyuri

    Rang: Gast
    am 18.02.2002 23:21:56
    Streß hat auf den Blutzuckerspiegel überhaupt keinen Einfluß.

    Bevor ich jetzt geschlagen werde ;-) , muß ich aber gleich hinzufügen: Durch Streß kann der BZ steigen oder fallen, sogar bei der selben Person. Diese Tatsache sollte schon Beweis genung für meinen ersten Satz sein.

    Aber:
    Steßbewältigung sieht eben bei jedem anders aus. Dem einen vergeht der Appetit und er lässt Mahlzeiten ausfallen, der andere tröstet sich mit Schokolade oder mit Alkohol oder mit einer deftigen Brotzeit.

    Alkohol ist in vielerlei Hinsicht gerade für den Diabetiker besonders kritisch. Das sage ich hier nur so am Rande und es hat keinen direkten Bezug zu diesem Thema.

    Meiner Meinung nach muss man lernen mit Streß bewußt fertig zu werden.
    von Gyuri
  • Britta

    Rang: Gast
    am 20.02.2002 19:41:40
    Hallo Gyuri,

    natürlich können viele Sachen da mit einwirken, ich gebe Dir auch in Teilen Recht (jetzt kommt das berühmte "aber") natürlich lasse ich mal eine Mahlzeit aus, funktioniert mit der Pumpe auch ganz gut.

    Was bitte meinst Du mit "Meiner Meinung nach muss man lernen mit Streß bewußt fertig zu werden. Wie soll da die Umsetztung erfolgen??

    Freue mich über Rückantwort und noch einen schönen Abend

    Britta
  • Gyuri

    Rang: Gast
    am 21.02.2002 20:32:02
    Hallo Britta,
    was ich gemeint habe ist, dass man sich nicht vom Stress fertig machen lassen soll. Dagegen ankämpfen ist meistens nicht möglich. Bleibt also nur noch ein leben _mit_ dem Steß.

    Schwer zu erklärren:
    Ich erlebe den Streß und kann aber damit leben. Er ist allgegenwärtig, aber er tut mir nichts. Meistens gehts, aber leider, manchmal laufe ich umher und schieb mir irgend etwas in den Mund. Wenn nur Obst rum liegt, mag das noch gehen. Liegen aber Süßigkeiten von den Kindern da, ist der Überzucker vorprogrammiert. Auf eine Mahlzeit wegen Appetitlosigkeit verzichten tu ich eher weniger.
    von Gyuri
  • Gyuri

    Rang: Gast
    am 22.02.2002 22:34:47
    Stress schreibt man scheinbar seit neuestem mit ss ;-)

    Ich habe mir heute das neue GEO 03/März 2002 gekauft. Den ganzen Beitrag hier reinschreiben möchte ich mir ersparen. Wer sich von Euch dafür interessiert, möge sich das Heft selber kaufen.

    Meine Behauptung, Stress hat keinen Einfluss auf den Blutzucker, habe ich auf einer Schulung so gelernt. In diesem GEO-Beitrag gibt es hierzu eine Abweichung. Ich lese da: (Zitat)
    ... und die Folgen von Dauerstress
    ...
    Bauchspeicheldrüse
    Cortisol verringert die Wirkung von Insulin auf die Körperzellen. Eine chronische Erhöhung interpretiert der Körper als Insulinmangel. Folge: Die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse produzieren immer mehr Insulin, bis sie erschöpft sind. So entsteht tatsächlich ein Insulinmangel, der Blutzucker steigt - und folglich das Diabetesrisiko. (Zitatende)

    Ich glaube trotz allem, dass man den Stress mit entsprechender Einstellung begegnen kann und ich nicht lauter Blödsinn erzählt habe. von Gyuri
  • Hannah

    Rang: Gast
    am 02.03.2002 23:33:02
    Hallo Britta,
    meiner Erfahrung nach wirkt sich Stress nur insofern auf den BZ aus, indem man sein verhalten ändert (wie ja auch schon in anderen Beiträgen geschrieben wurde: z.B. indem man plötzlich mehr Schokolade isst, oder ständig Mahlzeiten ausfallen lässt).
    Mein Tipp: beobachte DICH genau und finde selbst heraus, wie Du in welchen Situationen reagierst. Da Du ja eine Pumpe hast, müsstest Du optimal auf die verschiedenen Anforderungen reagieren können. Und selbst, wenn es erst am Abend ist... mit Pumpe kann man ja relativ schnell reagieren... wenn Du also bemerkst, dass Deine WErte steigen (und Du vermutest, dass es mit dem Stress zusammenhängt), dann erhöhe Deine Basalrate. Musst natürlich ausprobieren, wieviel da mehr nötig ist. Vielleicht hilft es in diesen Situationen auch, den BE-Faktor zu erhöhen?
    Falls sich dauerhafter Stress doch auch auf den Stoffwechsel auswirkt / bzw. auf die Insulinresistenz (siehe Beitrag von Gyri, glaub ich), dann wäre das trotzdem die Strategie der Wahl.
    Eine andere und zusätzliche (diabetes-unabhängige) Strategie wäre bestimmt auch so etwas wie die Entwicklung von besseren Coping-Strategien, also von Methoden, wie man mit dem Stress besser umgehen kann, sei es emotional oder sozial oder physisch. Z.B. Entspannungstrainings (es gibt da auch noch viele andere außer Autogenem Training, z.B. Progressive Muskelralaxation oder Yoga), besseres Zeitmanagement, Unterstützung durch Freunde oder Arbeitskollegen, und, und, und...

    Ich hoffe, das hilft Dir ein bisschen
    Liebe Grüße an alle von Hannah
  • Lothar

    Rang: Gast
    am 03.07.2008 11:18:14
    Habe gerade um hilfe deshalb gebeten:http://www.diabetes-forum.com/scripts/menu_forum.asp?page=Forum1&action=show&ID=41558

    Kann nur sagen - ich habe probleme damit...