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Krankheit akzeptieren
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Roland
Rang: Gastam 11.01.2002 11:48:04
Hallo,
ich finde es interessant, egal in welchen Foren ich mich ruMTReibe finde ich immer wieder die gleichen Namen.
Ic h habe das Problem, dass ich mein Diabetes (der seit Jahren unbehandelt ist) nicht wahrnemen will. Die damit einhergehenden Einschränkungen in meiner sogenannten Lebensqualität haben mich davon abgehalten mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Obwohl ich einen groben Überblick über die Auswirkungen einer unbehandelten Diabetes habe ist es mir nicht gelungen eine Veränderung herbei zu führen.
Eventuell hatte ja jemand das gleiche Problem und kann mir mailen wie er/sie das Problem angegangen ist
Danke
Roland -
Jenni
Rang: Gastam 04.02.2002 22:14:18
hi,
Sorry aber ich kapier dein problem nicht ganz... Ich habe seit 10 Jahren Diabetes und muss mich überhaupt nich einschränken. Es kommt aber auch sehr auf deinen Diabetes-Arzt an. Ich wohne in essen und bin bei einem sehr guten arzt, Dr.F.Best. Ich weiss ja nicht wo du wohnst, aber du solltest dich vielleicht wirklich mehr für deine Krankheit interesieren. du bekommst sonst, wenn du sie nicht behandeln lässt spätfolgen und kannst an diesen sterben! Sie doch mal auf meine page unter dieabetes nach: www.tiger2001.de wäre vielleicht interessant... von Jenni -
Hannah
Rang: Gastam 01.03.2002 23:29:48
... ist ein großes Wort!
Hallo Roland.
Ich kann Dich gut verstehen... so leicht ist es nicht, sich damit abzufinden, dass man eine "Krankheit" nicht mehr los wird.
Ich konnte das lange Zeit auch nicht akzeptieren. Allerdings war mir das gar nicht so bewusst. Von daher finde ich es schon einen guten Anfang, dass Du Dein "Problem" erkannt hast. Bist Du wirklich bereit, etwas dafür zu tun?
Dann würde ich z.b. versuchen, direkten kontakt zu anderen Diabetikern zu suchen (nicht nur übers Internet). Es ist sooo hilfreich, sich mal mit jemandem zu treffen, der auch weiß, wie sich ne Hypo anfühlt, oder der versteht, wie es ist, wenn man mal wieder keinen Bock hat, die werte aufzuschreiben. Selbsthilfegruppen sind ziemlich sinnvoll (für manche jedenfalls).
Das A & O ist aber auch Information.
Suche Dir einen guten Diabetologen, der Dich in Sachen Diabetes und Behandlung gut beraten kann, und dem Du auch Deine "Probleme" mit der Krankheit anvertrauen kannst. Mach eine Schulung - und wenn Du schon mal eine gemacht hast, dann mach noch mal eine!
Und dann noch ein ganz anderer Denkanstoß:
Meiner Erfahrung nach ist das Problem meistens gar nicht der Diabetes an sich. Wenn Du also den Diabetes nicht akzeptieren kannst, überlege Dir mal, warum das so ist. Vielleicht bist Du ja grundsätzlich nicht mit Dir zufrieden? (das ist jetzt natürlich reine Spekulation, aber es lohnt sich, sich mal Gedanken darüber zu machen!)
Viel Erfolg wünscht Hannah
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Ruth Reiferscheid
Rang: Gastam 02.03.2002 19:43:13
Hallo Roland! Ich nehme mal an Du bist Typ II Diabetiker. Mein Göttergatte ist das auch schon seit 6 Jahren (wurde bei ihm mit 30 Jahren festgestellt). Anfangs hat man ihm erklärt er müsse Diät leben und brav seine Tabletten schlucken, außerdem sollte er auf alle Fälle abnehmen und ganz wichtig: keinen Süßkram mehr! mein Mann ist Koch... das konnte nicht funktionieren und so hat er seinen Zucker absolut ignoriert. Ging ja auch ganz leicht, denn es tat ihm ja nichts weh! Anfangs habe ich immer versucht ihn zu unterstützen und so, aber es war so einfach die Krankheit zu ignorieren, denn sie machte sich ja nicht wirklich bemerkbar. Vor 1 Jahr wurde dann in letzter Sekunde bei mir (28 Jahre) Typ I Diabetes festgestellt, ich wurde mit über 1000mg Zucker eingeliefert. Es war schrecklich und ich wäre beinahe gestorben. Ich habe vom 1. Tag an versucht alles über diese Erkrankung zu erfahren. Ich bin dann auf eine Diabetikerschulung gegangen und mein Mann hat mich begleitet. Dadurch und auch durch die Tatsache das ich gemessen und gespritzt habe, hat er sich mit seinem Zucker auseinandergesetzt. Ich habe einen tollen Diabetologen gefunden, der damit einverstanden war, meinen Mann auf Insulin umzustellen (Basal und schnell wirkendes Novorapid). Er hatte immer Angst vor dem spritzen gehabt, aber mit dem Pen ist das kein Problem. Heute geht es ihm super, die Werte sind zwar noch immer nicht 100%ig, aber viel besser geworden. Er kann alles Essen muß sich an keine bestimmten Essenszeiten halten und auch Schokolade und Eis sind kein Problem mehr. Wir beide leben wie vor dem Diabetes nur bewußter, naja und wir haben gelernt unsere BE´s auszurechnen und zu spritzen. Glaub mir wir verzichten auf nichts (außer Cola, Fanta, Säfte, Zucker im Kaffee und so´n zeug). Ich habe meine Schulung im Klinikum München Schwabing gemacht (1 Woche) danach war ich fit! (Und mein Mann auch!) Ich weiß nicht wo Du wohnst, aber Dein Hausarzt kann Dir sicher die Adresse eines Diabetologen geben. Während der Schulung habe ich Leute wie Dich kennen gelernt, die über Jahre Ihren Zucker ignoriert haben.... Amputationen und Erblindungen gaben sich da die Klinke in die Hand! Laß es nicht so weit kommen. Wenn Du Hilfe brauchst oder noch Fragen hast, dann Mail mir!
Paß auf Dich auf und überwinde Deinen inneren Schweinehund
Gruß Ruth von Ruth Reiferscheid