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kontinuierliches Glukosemonitoring

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 3
    Beiträge: 0
    Mitglied seit: 30.04.2011
    am 30.04.2011 13:26:52
    seit Dezember 2010 habe ich die Medtronic Insulinpumpe Paradigm Veo754 und konnte drei Monate das kontinuierliche Glukosemonitoring auf eigene Kosten (rund 1000 Euro) nutzen. Meine Basalraten wechseln leider immer wieder mal unvorhergesehen, von zB 9,8 auf 18,5 Insulineinheiten pro Tag und umgekehrt. Dadurch habe ich oefter markante Hypoglukaemien, die ich wegen einer Hypowahrnehmungsstoerung nicht bemerke und dann schon mehrmals ohnmaechtig auf der Intensivstation erwachte. Gerade erst am 13. Maerz. Ausserdem ist bekannt, dass ich dadurch Folgeschaeden habe, einmal musste ich ein halbes Jahr in Krankenhaeusern und Reha verbringen (2005) um ueberhaupt wierder laufen, sprechen und die Kleinfingermotorik zu lernen. Mein Gleichgewichtissystem ist seither auch geschaedigt. Nun kaempfe ich mit der TKK um ein kontinueierliches Blutzuckermonitoring, dass mir die Hyos meldet und auch die Pumope abschaltet, wenn der Zucker zu niedrig ist, mir also immer wieder das Leben rettet. Wer hat schon einmal erfolgreich dieses Monitoring bei seiner Krankenkasse durchgeboxt und kann mir helfen. Ich bin total verzweifelt, denn die erste Antwort trotz mehrmonatiger DDokumentation an den medizinischen Dienst war eine Ablehnung. Ich bin alleinstehend und kann mit keine taegliche Begleitperson leisten, die mir meine Hypos bekaempft und die Hypowahrnehmungsschulung brachte keinen Erfolg, ich merke nix, werde gleich benommen und ohnmaechtig.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 197
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 30.04.2011 23:58:43
    Hi !

    Leider kann ich nicht viel dzu Beitragen das du zu deinem Recht kommst.
    Aber eins sei Gewiss -- Schade das die Krankenkassen und egal welche - immer am falschem Ende sparen.
    Und so oft sinnlos Gelder zum GFenster rausfeuern.
    Hoffe du findest noch eine hilfreiche Antwort.

    LG Anni
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 01.05.2011 17:19:00
    Es gibt nix, das es nicht gibt. Aber meistens folgt auch noch so weit variierender Basalbedarf eigenen Mustern, die sich individuell beobachten und dann steuernd nutzen lassen. Große BZ-Schwankungen sind in aller Regel unzulängliche Berücksichtigungen solcher persönlichen Muster zusammen mit der unzulänglichen Berücksichtigung der eigenen Bolus-Wirkmuster.

    Häufig denken Betroffene mit großen BZ-Schwankungen, dass
    -KHs sofort mit dem Runterschlucken wirken - und nicht erst 15-20 Minuten danach mit dem Wirken anfangen und 45-75 Minuten für ihr Wirkmaximum brauchen.
    -dass Analog-Insulin sofort nach dem Spritzen zu wirken anfängt - und nicht erst 15-20 Minuten danach und sein Wirkmaximum je nach Menge (auch wenn die Werbung gegenteiliges sagt) nach 60-120 Minuten erreicht und mit Auslauf 3-5 Stunden messbar wirken kann.

    Häufig beobachtetes Beispiel:
    Der Betroffene isst meistens 4-5-BE-Portionen und hat dabei die Erfahrung gemacht, dass er mit seinen Bolus-Faktoren dann nach 2 Stunden meistens bei 130-160 auskommt. Auf der Grundlage diesmal etwas mehr passende IEs und 10 BEs zur Tagesschau, Nachmessen um 20.00 Uhr BZ deutlich über 200, Nachspritzen, weil ja das Insulin offenbar nicht gewirkt hat, 23 Uhr mit immer noch 180 zu Bett gehen und um 24-1 Uhr tiefe Hypo. Warum? Weil die zusätzliche Insulin-Portion um 22 Uhr zu viel war und das um 20 Uhr gespritzte Insulin noch mächtig am Wirken und bis 24 Uhr oder spätestens bis 1 Uhr die Glukose endlich auch ohne Nachspritzen weg gepackt hätte.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 01.05.2011 18:47:33
    schrieb:
    Meine Basalraten wechseln leider immer wieder mal unvorhergesehen, von z.B. 9,8 auf 18,5 Insulineinheiten pro Tag und umgekehrt. Dadurch habe ich öfter markante Hypoglykämien...

    Ich bezweifle stark, dass du bei einer Steigerung des Basalbedarf von 8 IE (was 0,3 IE/h wären) markante Hypos bekommst (oder umgekehrt). Da scheinen eher die Boli-Dosen nicht zu passen! Wie Jürgen schon angesprochen hat, dürfte es allein am falschen DM-Management liegen. Da würde ein CGMS nur bedingt helfen. Im Übrigen wärest du mit einer Pumpe der vermutl. Einzige, der kein halbwegs "normales, geregeltes" Leben führen könnte (was natürlich Fehler nicht ausschliesst). Aber Ausnahmen bestätigen die Regel
  • Gast

    Rang: Gast
    am 01.05.2011 22:42:22
    hjt_Jürgen schrieb:

    Häufig denken Betroffene mit großen BZ-Schwankungen, dass ...



    Spätestens wenn jemand über 3 Monate ein CGMS genutzt hat, sollte er bemerkt haben, wie sich der Glucoseverlauf nach KH-Zufuhr verschiedensten GI's verhält?

    Und auch nach Insulingaben.

    Gruß
    Joa
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 01.05.2011 23:53:45
    Moin Joa.

    so hatte ich auch gedacht, bis ich mich mal ein bisschen mehr in den Blogs auf der anderen Seite vom Teich umgesehen hab, wo es CGM-Kurse gibt und am anderen Ende der Skala für Leute, die's nicht bezahlen können, kein Insulin.
    "Wie kann das sein, dass bei dem selben BZ vor dem Essen und dem selben Essen der BZ nach dem Essen so völlig anders verläuft? Mein BZ ist eben völlig unberechenbar:"

    Bisdann, Jürgen