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    am 17.05.2011 11:42:23
    hallo zusammen, folgendes Problemchen:
    Mein letzter HbA1c vor etwa 3,5 Monaten war 7,9 Labor. Heute beim Arzt wurde 8,8 festgestellt.
    Meine Berechnungen/Schätzungen lagen bei knapp unter 7.
    Wie die meisten ja wissen messe ich sehr pingelig und da sehe ich dass gute 99% aller Werte unter 175 mg/dl liegen. ca 75% liegen zwischen 110 und 150 mg/dl.
    Die wenigen Spitzenwerte über 175 sind grundsätzlich kurzer Natur (1-2h)

    Selbst wenn ich die Kurve vor dem 7,9 Wert mit der danach bis um 8,8 Wert vergleiche ist da eine deutliche Besserung zu sehen.
    Irgendwie passt das für mich jetzt nicht ganz zusammen. Und mit den Tabellen bzw. Formeln zur abschätzung schon garnicht.

    Hat jemand Ahnung wie hoch die Abweichung zwischen Labor und "Schnellmessung" beim Arzt sind ?
    Oder sonst ne Erklärung ?

    Grüße
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    am 17.05.2011 12:40:07
    Hi havier !

    Vill. war dein NBZ zur Blutkontrolle nicht wirklich ganz nüchtern?
    Da können Werte schon mal verfälscht sein.
    Hast du vill. in der späten Nacht ( um 3.00uhr oder so die Zeit ) gegessen ?
    Dann kann noch rest im Magen ( Fleischgerichte ) verblieben sein und mein Arzt sagt das dann kein genauer Wert entspringt.


    ---- manchmal spinnt eben alles ---

    LG Anni
  • Gast

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    am 17.05.2011 12:45:58
    keine ahnung, wie du den hba1c berechnen willst (den bz-durchschnitt als grundlage kannst du vergessen) und bei schätzungen... (da muss man sich wohl nicht drüber auslassen). dein "pingeliges" messen macht als vergleich zum hba1c absolut keinen sinn, weil du nicht weisst, wie hoch die abweichung deines bz-schätzers ist (+/- 15% sind standard)
  • Gast

    Rang: Gast
    am 17.05.2011 13:05:28
    manchmal stimmen solche ?"gerechneten"? hba1c werte mit dem tatsächlichen wert einigermaßen also +-1% überein sagt nichts aus und ist deshalb sinnlos.
    was dein arzt da gemacht hat weiß niemand. denn du sagtst nichts darüber. ein ganz normalrer hplc test mit einem modernen gerät dauert knapp 10 minuten(das ist labor), es gab mal einen kurztest von bayer(vor ca 10 jahren) den haben aber die ärzte an apos abgegeben wegen sinnloser werte.(war sogar malbei e.... zu ersteigern (hat ca 500gebracht)(rausgeschmissenens geld)
    ein wirklicher hba1cwert muß mit einem hplc-gerät gemacht werden und dazu mit der angabe der sog. referenzwerte, das sind ie werte der beiden lösungen mit denen das gerät eingestellt wird (nicht kalibriert nicht geeicht, denn dazu sind diese lösungen nicht zuverlässig genug)
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    am 17.05.2011 13:38:30
    AnnimauS11 schrieb:
    NBZ nicht wirklich ganz nüchtern?... in der späten Nacht ( um 3.00uhr oder so die Zeit ) gegessen ?


    hallo Anni, nüchtern war ich... ähhh er der NBZ.´;-) Und der Morgenwert war wie immer hoch. So um die 130.
    Gast1 schrieb:
    weil du nicht weisst, wie hoch die abweichung deines bz-schätzers ist (+/- 15% sind standard)


    Natürlich weiss ich das. Nur wenn die Gesamtkurve incl. Messfehler sinkt sollte eigentlich auch der HbA1 sinken. Dachte ich zumindest bisher.
    Gast2 schrieb:
    also +-1% überein sagt nichts aus und ist deshalb sinnlos.... hplc-Gerät... Labor...


    Jetzt wo du es sagst... 7,9/8,8 wären das nicht 10% ? Egal, ist aber auch noch im Rahmen denke ich. Deine Erklärung scheint mir jedenfalls bisher die schlüssigste zu sein.

    --- Messfehler und Essfehler kein Wunder dass ich noch lebe ;-) ---
    Bearbeitet von User am 17.05.2011 13:40:54. Grund: Nicht angegeben
  • Gast

    Rang: Gast
    am 17.05.2011 14:24:58
    havier schrieb:
    hallo zusammen, folgendes Problemchen:
    Mein letzter HbA1c vor etwa 3,5 Monaten war 7,9 Labor. Heute beim Arzt wurde 8,8 festgestellt.


    Ich hatte auch schon einmal so einen Ausreißer, den ich mir absolut nicht erklären konnte, da die Messungen am Tag nicht auf ein so schlechtes HbA1c-Ergebnis hindeuteten. Ich schlussfolgerte daraus, dass da nachts im Schlaf etwas vor sich gehen musste. Seitdem ich nach 18 Uhr nichts mehr esse, ist wieder alles im grünen Bereich. Als der Langzeitzucker schlecht war, habe ich immer erst gegen 20 Uhr gegessen.

    Gruß, Robert
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    am 17.05.2011 17:42:37
    Robert schrieb:
    ..Als der Langzeitzucker schlecht war, habe ich immer erst gegen 20 Uhr gegessen


    Da liegt bei mir natürlich schon ein Problem. Ich bin so ein Spätabendesser. Die Werte sinken eigentlich erst zwischen Morgen und Abend. Also tagsüber.
    Könnte das also heissen dass 140mg/dl über 8h konstant den HbA1 weitaus mehr beeinflussen als ein Mittelwert von 140 über 8h mit Werten zwischen 120 und 160?
    (Dass die Dauer eines Wertes massgebend ist wusste ich zwar ...)

    Also kann man die HbA1c - BZ-Mw Tabellen eigentlich komplett vergessen.

    Danke erstmal allen für die informativen Antworten.

    --- vielleicht sollte man besser die Chaostheorie zu Rate ziehen ---
    Bearbeitet von User am 17.05.2011 17:43:21. Grund: Nicht angegeben
  • Gast

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    am 17.05.2011 19:06:51
    chaostheorie brauchts nicht aber du hast schon verstanden,
    der mittelwert ist nicht der durchschnitt.
    beisp. 10 leut im raum, 9 arme schlucker, 1 10fach miollionär,
    vom mittelwert sind da 10 millionäre im raum.
    wer den echten durchschnitt will muß representativ arbeiten(da das selten gemacht wird, simmen wahlprognosen meist nicht.)
    daher auch nicht der bz - duchschnitt.
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    am 17.05.2011 19:49:42
    Hallo

    1.
    HBA1c kan mann nur vergleichen als die Werte von selben Labor kommen. Die Messgeräte haben auch eine Abweichung unter ein ander. Schnelltest beim Artz kan 10% abweichen von Labor.

    2.
    Wert errechnen von BZ test ist redlich sinnlos, da Messgeräte redlich ungenau sind, und die BZ Werte erst nach 2 Stunden in den HBA1c einfliessen. Da mann Nachts nicht messt kann Tagüber alles super sein, Nachts höher und diese Werte stehen dann 8 Stunden hoch und fliessen überproportional in den HBA1c ein.

    LG

    Hajo Janse
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    am 17.05.2011 21:40:47
    Gast schrieb:
    ...vom mittelwert sind da 10 millionäre im raum


    ich liebe solche Vergleiche :-) Mathematisch gesehen wäre dann eigentlich die Fläche unter der Kurve (Integral) weitaus aussagekräftiger.

    @Hajo: Stimmt. Die Hauptmesszeiten sind nicht gerade repräsentativ. Was dazwischen passiert weiss man nicht, man interpoliert einfach. Das kann schnell runter gehen und auf dem Level bleiben oder lang auf hohem Level bleiben und dann schnell runter gehen zB.

    @Gast: Die Millionärsfrage würde dann lauten: Wievel Geld befindet sich zB. pro Minute im Raum.

    --- wenn das mein Arzt liest ;-) ---

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    am 17.05.2011 23:48:23
    Nachtrag: ich hab grad HbA1c und Integral gegoogelt und musste zu meiner Enttäuschung feststellen dass diese Idee schon andere vor mir hatten. Zumindest war der Weg schonmal richtig.

    --- also wieder nix mit dem Nobelpreis. Trotzdem Danke dem Arbeitskreis ;-) ---
    Bearbeitet von User am 17.05.2011 23:49:08. Grund: Nicht angegeben
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    am 18.05.2011 15:41:59
    Hi havier !

    Diskkussion hin oder her .
    Meiner Meinung nach sind deine Werte doch ganz schön hoch?
    Wie lange biste denn schon dabei?
    Hba1c von 7,9 ist leider nicht der Wunschwert.
    Liegt das vill. an deinem Nichtessen am Tag?
    Hatte mich hier schon mal darüber Inform. und als Antwort gabs dann , -- das der BZ auch ohne Essen ansteigt und manchmal sogar mehr als einem lieb ist.
    Hatte gestern wiedermal einen Blutsauger an mir und bekomme am Freitag meine Werte.
    Hab nun doch zum Diabetelogen gewechselt und wünsche mir eine bessere Zusammenarbeit als mit meinen EX -Doc.
    Mein Wunschziel ist erstmal auf 6,5 zu kommen.
    Hoffe das ich nicht all zu weit von meinem Traum bin.
    Letzter Wert war 7,und weiss nicht mehr. ( Alzheimer ) ;-))
    Wünsch dir einen schönen Urlaub falls wir nicht mehr texten.

    LG Anni ;-)

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    am 18.05.2011 15:54:52
    Sorry, aber wenn ich an einer Sache hänge dann gleich richtig. ;-)
    Soweit ist mir einiges klarer geworden nur diese Tabellen wo man den HbA1c aus den BZ-Mittelwerten abschätzen können sollte.... das ist ja wohl doch ein ziemlicher Unfug. Wieso findet man die dann auf etlichen Diabetes-Seiten, Wikipedia etc. ?

    Für mich persönlich stellt das nun weniger ein Problem dar. Wenn ich aber an die vielen Diabetiker denke die nun wenig bis keine Hintergrundinfo haben, die vertrauen dann auch noch darauf, weil es steht ja auf der Dia** oder Med** Seite und die wissen sicher Bescheid.

    --- zumindest ist es rein optisch eine Tabelle, also will ich nicht meckern ---


  • Gast

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    am 18.05.2011 16:18:17
    hallo h4,
    tabelle usw ist nicht schlecht, nur die wird immer verkehrt herum betrachtet, gibts zb auf -diabetes news- oder von bayer gedruckt.
    beisp - hba1c 6% -- entspricht ca. einem durchaschnitt von 10mmol(l -- bzw 180mg/dl.
    wer bei sich das mal ehrlich kontrolliert, wird mit schrecken fesstellen daß sein bz zwischen 250, und niedrig bei ca 130 ist.
    daher ist die tabelle als alarm zu verstehen nicht als rückrechenmethode.
    grundsätzlich ist die hba1c bestimmung noch nicht mal mit der genauigkeit eines zollstocks zu vergeleichen (auch wenn immer so getan wird) sie ist nur verläßlich bei gutem labor, und immer gleichen referenzlösungen.
    man kann ohne probleme, an einem tag bei zwei docs blut spenden, und zwei werte bekommen (5,6% und 6,2%) und niemand weiß ob das die maximale schwankung ist.
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    am 18.05.2011 16:41:27
    Gast schrieb:
    daher ist die tabelle als alarm zu verstehen nicht als rückrechenmethode


    Gut, so kann ich das akzeptieren. ;-)

    --- mein Brandmelder geht ja auch schon los bevor die Flamme lodert ---
  • Gast

    Rang: Gast
    am 18.05.2011 21:07:19
    H4 schrieb:
    --- mein Brandmelder geht ja auch schon los bevor die Flamme lodert ---


    So einen möchte ich auch gerne, denn nicht immer ist soviel Rauch bei einem Feuer, dass der Melder lärmen tun tut! ;0)
    Und, machen wir uns doch nichts vor: wozu ist es gut, den HbA1c zu wissen (ausser er ist zu hoch und damit die Werte für'n Ar***), da man seine Entstehung eh nicht nachvollziehen kann (na gut - als Zielwert vielleicht...)
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    am 18.05.2011 22:33:27
    Gast schrieb:
    Und, machen wir uns doch nichts vor: wozu ist es gut....


    Da hast du recht. Ich mach das jetzt gute 6 Monate und anfangs war ich schon von den Socken wenn die Messung mal über 200 lag. Mittlerweile bin ich da wieder "lässiger" geworden. Die Gesamtentwicklung ist für mich das Wichtigste und die ist fallend.
    Einzelne Ausreisser verunstalten eher meine Kurve.

    Und da fällt mir grad auf... es war ja erst der 3te HbA1c Wert.

    --- weitere Forschungen mangels Daten vertagt ---