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Unterschiedlicher Blutzuckerverlauf Typ 1 und Typ 2?

  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.05.2011 11:33:09
    Natürlich liegt es zum größten Teil an der Einstellung. Ich habe ja auch nur von einer kleinen Tendenz gesprochen. Wenn ein Typ 2er eine nicht passende Basalrate und nicht passende BE-Faktoren hat, wird er natürlich große Schwankungen haben.

    Du hast Typ 1 seit 2 Jahren. Da ist es sehr wahrscheinlich, dass du noch ein wenig Restinsulin und vor allem noch funktionierende Gegenregulationsmaßnahmen, vor allem durch alpha-Zellen hast. Das kann sich aber in den nächsten Jahren ändern und dann wird der BZ trotz guter Einstellung Ausreißer nach oben oder unten aufweisen, die sich nicht unbedingt erklären lassen, weil der BZ sehr empfindlich auf vielerlei Faktoren reagiert, wie z.B. Hormone, Stress, Schlaf, Jahreszeit etc., die sich nicht alle vorhersehen lassen.

    Viele liebe Grüße!
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    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 20.05.2011 12:04:12
    Spätestens dann, wenn beide Insulin spritzen, ist doch der Typenunterschied absolut unerheblich. Denn dann haben sowohl Typ1 wie auch Typ2 das Vergnügen, sich damit einen möglichst gesunden BZ-Verlauf zu machen. Und wenn beide nach der gleichen Scheibe Brot mit Start bei 80mg/dl vor dem Essen so spritzen, dass ihre BZs 1-2-3 Stunden nach dem Essen im Rahmen von max 140-120-100 bleiben, ist an dem Verlauf halt kein Unterschied abzulesen.

    Meistens wird der Typ2 dafür allerdings mehr Insulin und eher und einen größeren Spritz-Ess-Abstand brauchen. Wenn also nach einer Typentendenz gefragt worden wäre, die sich aus Insulinmengen und Wirkkurven vermuten ließe, hätte ich nie widersprochen und sofort bestätigt.

    Nur, inwiefern sollte der Typenunterschied im persönlichen Alltag interessant sein? Ich kenne in allen Typen Betroffene, die ihre BZs munter weiträumig schwanken lassen, und solche, die sie noch enger als 140 1 Stunde nach dem Essen anleinen. Der Verlauf, den sich jemand mit seinem Insulin macht, hängt einzig davon ab, wie passend für seine individuelle Situation er es jeweils für die Dauer seiner Wirkung spritzt.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.05.2011 19:10:56
    hjt_Jürgen schrieb:
    Die ausgeprägten Gegenregulationen, von denen dieser asiatische Katzenprof namesgebend geträumt hat ...


    drehten sich eher um 180 ;-)[/quote]
    Mal abgesehen davon, dass es selbstverständlich das Somogyi-Phänomen gibt, auch wenn das oft fälschlich als bequeme Erklärung herangezogen wird.
    Es ist erstaunlich, wie Du das burgenländische Reinersdorf nach Asien verschiebst um aus dem ungarischen k.u.k. - Biochemiker Michael S., aus dessen Laborküche die erste in den USA einem Menschen verabreichte Insulindosis kam, einen "asiatischen Katzenprofessor" zu machen. =:-)))

    Gruß
    Joa





  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.05.2011 20:43:13
    Hi,

    Gast schrieb:

    habe eine Frage an euch: gibt es Unterschiede in den Blutzuckerverläufen bei mit Insulin behandelten Typ 1- und Typ 2-Diabetikern? D.h. könnte man anhand der gemessenen Werte zwischen Typ 1 und Typ 2 unterscheiden (das geht sicher nicht hundertprozentig, das ist klar, aber gibt es Anhaltspunkte/Unterschiede??)??



    an den BZ-Verläufen eher nicht. Allerdings braucht der überwiegende Teil der Typ2er, durch eine Resistenz bedingt, erheblich mehr Insulin.
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    am 20.05.2011 22:02:49
    Moin Joa,

    danke für die Nationalitäten-Richtigstellung.

    Den Namen hab ich halt vor allem im Zusammenhang mit Katzen mit Diabetes besonders häufig gefunden - das Phänomen der überschießenden Gegenregulation allerdings in allen Foren immer gerne genommen - und mit engerer BZ-Überwachung bei Menschen eher weniger bis gar nicht überschießend belegt.

    Bisdann, Jürgen