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Rückverfolgung
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am 04.08.2011 00:43:38
hallo zusammen,
wie ich im anderen Thread (Annis Mann) grad schrieb dass wenn ich nicht im KH gelandet wäre ich wahrscheinlich noch heute "lustig" mit 300er Werten herumlaufen würde.
Jetzt frag ich mich ob man eigentlich abschätzen kann wie lange man schon vor der Diagnose mit seinem DM herumglaufen ist. 1 Jahr ? 2 Jahre ? oder mehr ?
Das einzigste Symptom das mir jetzt auffallen würde wäre eine ständige Müdigkeit die ich seit der Diagnose nicht mehr habe. Und die hatte ich schon gute 2 Jahre lang davor.
Grüsse
--- ist aber auch nicht so wichtig jetzt ---
Bearbeitet von User am 04.08.2011 09:17:58. Grund: Nicht angegeben -
Gast
Rang: Gastam 04.08.2011 23:31:15
Hallo Havier und die anderen,
diese Frage stelle ich mir auch schon eine Weile und denke, es kann bei mir nur ca. ein halbes bis dreiviertel Jahr gewesen sein...
Mein Diabetes Typ 2 fiel dieses Jahr im Mai im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffes auf, der eigentlich ambulant gemacht werden sollte. Bei der Voruntersuchung hatte ich einen Zuckerwert von 398 und Hba1c von 11,5. Weil das schon recht heftig ist, war nichts mit ambulant und ich lag dann ca. 2 Wochen in der Klinik, bis ich vernünftige Werte hatte.
Im Mai letzten Jahres hatte ich ebenfalls einen kleinen operativen Eingriff, da war man mit meinen Werten zufrieden. Offenbar hatte ich da keinen Diabetes.
Schlecht ging es mir seit ca. Herbst letzten Jahres, es ging mir wie dir, ich war unter anderem ständig müde und noch ein paar andere Beschwerden, von denen ich heute weiß dass sie typisch für DB sind. Meine Frauenärztin meinte aber, das seien normale Wechseljahresbeschwerden. Das habe ich so hingenommen und dachte, naja, da muss ich eben durch.
Vermutlich hatte ich den DB also seit Herbst oder so. Warum ich dann aber gleich so derart hohe Werte hatte, ist mir noch nicht wirklich klar.
Viele Grüße aus Franken -
am 05.08.2011 00:01:47
Die Rückverfolgung ist ein interessantes Spiel ;-)
Gesund Nüchtern-BZ ca 55-85mg/dl, 1 Stunde nach nem Eimer Cola max 140 und 1 Stunde weiter wieder zurück in oder wenigstens nahe bei 55-85.
Diabetes Nüchtern-BZ 126 und mehr, 2 Stunden nach gerade 6 BEs noch über 200.
Von gesund bis Diagnose Diabetes 5-10 Jahre, in kranken Häusern alles ausreichend i.O. von gesund bis um 400mg/dl. Die einfache in-Ordnung-Aussage spielt über die ganze Bandbreite. Wer eine belastbare will, muss immer nach den konkreten Zahlen und Bezeichnungen fragen ;-( -
am 05.08.2011 00:07:50
Hallo !
Havier eine gute Frage !
Aber mir ist viel wichtiger ob mein Körper schon schleichenden Schaden genommen hat den man jetzt noch nicht feststellen kann.
Und was die zukünftige Entwicklung mit sich bringt.
Kann ich mich ein ganzes Leben lang Stabil halten.
Was wenn noch andere Erkrankungen dazukommen die nichts mit Folgeschäden zu tun haben, wie Krebs.
Ist dann die Chance zum Überleben überhaupt noch gegeben.
( Chemo vs Insulin ? )
Wir versuchen hier uns so schlau wie möglich zu machen um den DM im Zaum zu halten aber kann er trotzdem aus dem Ruder laufen ?
Das sind eigentlich die Fragen die mich nun Interessieren.
Letztendlich sitzen wir alle "Allein" zu Hause und müssen täglich mit dem DM kämpfen.
Wenn ich den PC ausschalte dann denke ich manchmal über Einige und deren Texte hier im Forum nach und erkenne mich oft wieder.
Dann hab ich auch schon mal Angst vor der Zukunft.
LG Anni
Bearbeitet von User am 05.08.2011 00:08:32. Grund: Nicht angegeben -
am 05.08.2011 06:28:49
hallo,
@Gast: In dieser kurzen Zeit ist schon eigenartig. Ich hatte vor einem Jahr mal testweise mit dem Gerät meiner Mutter gemessen und ich glaub es zeigte um die 300 an. Mein Kommentar "das Ding ist ja kaputt, das kann nicht sein". Heute weiss ich... es war so ;-)
@Jürgen: Im KH (1 Woche) haben die mich natürlich nur notdürftig runtergespritzt und anschliessend zum Hausarzt (Diabetologin) geschickt. Das war aber in Ordnung so denke ich. Bei mir schätze ich momentan gute 5 Jahre werd ich wohl schon "Überwerte" haben.
@Anni: So pessimistische Töne? Das kenn ich ja garnicht von dir!
Klar denke ich auch an vieles was noch alles kommen könnte (könnte!) Aber das ist normal solange es nicht Oberhand gewinnt.
Selbst mit gesund leben (was immer man auch unter gesund versteht) wird man vieles nicht verhindern können. Vielleicht denkst du ja wieder "zuversichtlicher" wenn dein Mann den Gang zum Arzt geschafft hast.
Manche Kommentare hier "verfolgen" mich schon auch den ganzen Tag. Aber so bin ich. Schlimm wär es wenn mir das nicht mehr passieren würde ;-)
--- heute mal Grüsse nach Franggn. Franggn mit haddm G! ;-) ---
Bearbeitet von User am 05.08.2011 06:31:42. Grund: Nicht angegeben -
Gast
Rang: Gastam 05.08.2011 11:04:44
Danke @Havier für die fränggischn Grüßli,
ja, ich verstehe es auch nicht, wie ich in so kurzer Zeit sowas entwickeln kann. Wobei ich auch nicht weiß, wie die Werte ein Jahr vorher in dem anderen Krankenhaus waren. Man hat mir nur gesagt, es sei alles in Ordnung und der Operation mit Vollnarkose usw. steht nichts im Wege. Mit der Aussage war ich zufrieden und habe nicht weiter nachgefragt.
Muss aber auch sagen, dass ich seit letzten Herbst Nervenentzündungen in beiden Ellbogen hatte und seit dem eine sehr hohe Dosis Diclofenac einnahm. Außerdem noch einen extrem hohen beruflichen Stressfaktor. Ich denke, das alles hat dazu beigetragen.
Ob ich eine genetische Disposition zu Diabetes habe, weiß ich nicht einmal.
Aber es ist irgendwie auch egal, jetzt habe ich es und muss zusehen, dass ich gut damit umgehe, um vernünftige Werte zu bekommen und Folgeschäden vorbeuge.
Liebe Grüße aus Franggn (Underfranggn) *g*