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mache mir sorgen um mein dad

  • sonja0303

    Rang: Gast
    am 15.07.2009 13:37:07
    hallo.....

    es geht nicht um mich , sondern um mein dad. er ist diabetiker typ 2 . er spritzt insulin nimmt auch medi ein. er ist ein ganz schwieriger fall, er erzählt nie was der arzt so sagt und auch nimmt er die krankheit nicht ganz so ernst. er war letzte woche wieder beim arzt und er hat es mir erzählt das der doc nicht zufrieden war sein langzeitwert liegt bei 10 . sie sollten bei 5 oder 6 sein!? ich kenne mich mit der krankheit nicht so aus. auch sagte meine mum mir das er bei tv gucken in letzter zeit immer am zwinkern ist. dann hat er tagelang knochenschmerzen. aber er sagt ja nie etwas.
    er ist 60jahre, raucher und übergewichtig. treibt kein sport und ernährt sich nicht wirklich gesund. ich finde das echt leichtsinnig. was wenn er mal zum pflegefall durch einen schlaganfall wird? er hatte es schonmal das er kein frühstück zu sich genommen hat und er draussen am arbeiten war das ihn ganz komisch wurde, ein trillern am ganzen körper.... da hat er es noch schnell zum kühlschrank geschafft.
    nun sagte er gestern zu meiner tante das er schon 3 tage nicht mehr gespritzt hat. oh mein gott. was kann denn dann passieren wenn er es nicht einhällt? er soll zum zuckerdoc aber das möchte er nicht. hat keine lust auf ein seminar, super oder?
    er nimmt auch herztabletten und er hat auch immer ein kribbeln im körper, hände.... dann hat er wie so blitze die ihn durch den kopf gehen , so ein flimmern vor den augen. er sollte am selben tag zum mrt aber da er platzangst hat , ist es nix geworden er bekam panik und das wars. ein hoffnungsloser fall!? ich rede ständig mit meiner mum darüber aber er will davon nix wissen.
    also was kann passieren wenn er sich nicht so das insulin spritzt oder es sogar weglässt. er sagte nur ... wieso mir geht es doch gut.
    danke schonmal
  • Thomas

    Rang: Gast
    am 15.07.2009 14:27:03
    Hallo Anonym,

    wie wäre es erstmal mit 'ner neuen Tastatur? Bei Deiner ist die Shift Taste kaputt.

    Ansonsten finde ich, könntest Du dir beim Trollen ruhig etwas mehr Mühe geben! von Thomas
  • sonja0303

    Rang: Gast
    am 15.07.2009 15:48:00
    @ Thomas danke dir für die nette Antwort.

    von sonja0303
  • Jürgen

    Rang: Gast
    am 15.07.2009 20:32:43
    Moin Sonja,

    wenn er nicht wider Erwarten einen Aspekt an seinem Diabetes findet, der IHM die gesunde Blutzuckersteuerung interessant und wichtig macht, bleibt da absolut nichts zu tun. Ihr könnt jeden Tag neu drum diskutieren und euch in die Haare kriegen, und nichts damit erreichen, als dass er Euch mehr und mehr aus dem Weg geht, wenigstens innerlich und vielleicht sogar vermehrt äußerlich, z.B. in die nächste Kneipe. Einen Erwachsenen, der seine Gewohnheiten und Wehwehchen über Jahrzehnte in welcher Form auch immer kultiviert hat, krempelt niemand mehr einfach so um. Und für Menschen, die ihn lieb behalten wollen, ist tatsächlich der einzig mögliche Weg, ihn so zu akzeptieren.

    Klar kann darauf der Zusammenbruch folgen, aber ich hab so kurzfristig noch nie einen gesehen, obwohl ich mir den früher zumindest in manchem Fall gewünscht hätte. Dabei hatte ich gedacht, dass die Unterbrechung des Alltags und die engmaschige ärztliche Aufsicht im kranken Haus praktisch Umdenken und Umhandeln erzwingen müssten. Aber den wenigen erlebten Fällen war die sogenannte Blutzucker-Einstellung im kranken Haus bisher immer ähnlich mies wie die, mit der die Betroffenen eingeliefert worden waren. Sie wurden halt aufgepäppelt und zur weiteren Behandlung an die selben Ärzte verwiesen, die schon zuvor keinen größeren Behandlungserfolg erreicht hatten.
    Aber meistens bricht es sich nicht so schnell zusammen, sondern die Gesundheit baut halt wie bei den meisten anderen Menschen auch so nach und nach weiter ab. Und dieses Nachundnach fällt im Alltag praktisch nicht auf, weder den Betroffenen selbst, noch den regelmäßigen Zuschauern.

    Doch, Dein Vater könnte z.B. mit seinem deutlich gesünder geführten Blutzucker sehr viel munterer und nicht so schnell müde und erschöpft sein. Aber könnte er das z.B. überhaupt wahrnehmen, oder würden müde machende Medis für andere Krankheiten diesen günstigen Effekt einfach überlagern? Oder würde ihm das beständige Müdesein am Ende sogar fehlen? Zur Zeit kann er damit nämlich einfach bei der Tagesschau die Augen zu fallen lassen (ist nur ein Beispiel) und muss nichts von dem Blödsinn mitkriegen, der um ihn herum stattfindet. So kann er seine Müdigkeit durchaus als entlastend empfinden, auch wenn er das vielleicht nie so ausdrücken würde.

    Und was kannst Du machen? Was wir alle wirklich tun können, nämlich uns in ähnlichen Fällen so verhalten, wie wir es von den Betroffenen - hier Dein Vater - optimal erwarten möchten :-)

    Daumendrück, Jürgen
  • Rat

    Rang: Gast
    am 16.07.2009 12:21:00
    Hi Sonja,
    sei nicht böse, aber solche Berichte sind leider hier schon zu oft wirklich von Trollen verbreitet worden.
    Daher die Skepsis, und ich habe ebenso gedacht wie Thomas.
    Egal, ob sie stimmt oder nicht. Ich kann dazu nur eins sagen, und bitte nicht böse sein, es klingt sicher krass und direkt, aber die Situation, in die dein Vater Euch bringen kann, kann richtig krass werden...
    Dein Vater hat auch Verantwortung für seine Familie. Richtig? Die Familie scheint ihm grad schei...egal zu sein, denn sonst würde er anders mit seinem DM umgehen. Er WEIß, dass Ihr Euch Sorgen macht. Es scheint ihm egal zu sein.
    Er WEIß, welche Folgen ein luschiger Umgang mit Diabetes haben kann, nämlich Nierenversagen, Dialyse, Beinamputation, Erblindung. Was meinst du, WER ihn dann pflegt? und er könnte es abwenden....tut er aber nicht.
    Er WEIß, dass diese Schäden NICHT rückgängig zu machen gehen, es scheint ihm egal zu sein.
    Als Partnerin würde ich, wenn ein ernsthaftes Gespräch nix bringt, ihm ein Ultimatum setzen. Entweder er nimmt die Verantwortungfür seine Familie wahr oder ich helfe ihm beim Koffer packen.

    Die Schmerzen, die du jetzt schilderst, klingen schon nach Neuropathien, und auch die sind NICHT rückgängig zu machen.

    Menschen, die man liebt, erspart man möglichst Kummer und Sorgen, er tut es nicht. Warum nicht? Welche Rolle spielen deine Mutter und du in seinem Leben?

    Es klingt sicherlich sehr hart, aber es ist leider die Realität. Und das Perverse an Diabetes ist, dass de Spätfolgen erst dann weh tun, wenn sie irreversibel eingetreten sind....aber AUCH DAS weiß dein Vater.... von Rat