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  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 19.10.2011
    am 19.10.2011 16:23:49
    Hallo Allerseits :o)
    Ich habe öfters das Problem, dass ich ganz schwach und zittrig werde, oft auch verbunden mit kaltem Schweiss. Ich habe mir vor einiger Zeit dann ein Blutzuckermessgerät besorgt, um das ganze zu beobachten. Es zeigt, wenn ich mich normal fühle, Werte um 120 mg/dl an, wenn ich die oben beschriebenen symptome habe, zeigt es 60 und weniger.
    Komischerweise passiert mir das aaber nicht, wenn ich länger nichts gegessen habe, sondern eher wenn ich gut gegessen habe. Gestern habe ich auch z.B. ein Glas Tee mit zwei Teelöffeln Traubenzucker gesüßt und 10 Minuten später war ich am zittern. Manchmal habe ich Stress und komme den ganzen Tag kaum zum essen, dann passiert nichts.
    Beim Arzt wurde der Unterzucker auch schon bei einer Blutuntersuchung festgestellt. Eine klare Aussage erhielt ich aber nicht dazu. Seit ich diese Symptome habe, habe ich über 10 kg zugenommen.
    Was ist das genau und wie sollte ich mich damit verhalten?
    Vielen Dank im Voraus.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 19.10.2011 18:49:41
    das nennt sich reaktive hypo, und folgt auf eine kh bombe, wie zb die (sorry, aber weshalb sowas ?) idiotische süßung von tee mit traubenzucker.
    das ganze ist eine vorphase von diabetes. wird meist mit irgendwelchen phantasienamen belegt.
    einzige möglichkeit dies zu verhindern, keine schnellen kohlenhydratbomben zu essen/trinken.
    um einen überblick zu bekommen mal bei bz-geräte - insulin-pillen- herstellern nach einer kh-austauschtabelle fregen (kostet nix,) seht lesbar die von accu chek günstig für die kühlschranktür.
  • Gast

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    am 19.10.2011 19:05:37
    Was das genau ist, kann ich nicht sagen, aber "Normalwerte" um 120 mg/dl sind für einen Gesunden zu hoch! Und nach dem Genuss von KH sackt der BZ "mächtig" ab (als wenn ein "Gesunder" einen oGTT macht) - hört sich fast wie eine provozierte "Gewaltaktion" der BSD an. Könnte auf eine beginnende Typ-2-Karriere hinweisen (als 1er würde der BZ nach KH ansteigen!). Ist aber echt nur eine Vermutung als 1er ...
    Gruss nach Floh von der Hallenburg
  • Gast

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    am 19.10.2011 19:06:30
    borstel1973 schrieb:
    ...Gestern habe ich auch z.B. ein Glas Tee mit zwei Teelöffeln Traubenzucker....


    Warum tust Deiner Bauchspeicheldrüse so etwas an? Jetzt wo ich das lese, entsinne ich mich aber auch dunkel, dass ich früher immer "Kreislaufprobleme" bekommen habe, wenn ich so einen Dextroenergen-Mist geschluckt habe. Möglicherweise war das auch eine Unterzuckerung. Allerdings habe ich damals nie den Blutzucker gemessen.
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    am 19.10.2011 19:09:14
    also für jemanden, der bisher nie an Diabetes gedacht hat, ist es nicht unbedingt idiotisch, seinen Tee zu süßen, auch nicht mit Traubenzucker, gerade wenn man vorhat, eine größere Strecke mit dem Rad zu Fahren. Anscheinend kann man sich im Internet nirgendwo äussern, ohne gleich beleidigt zu werden. Ansonsten trotzdem danke
  • Gast

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    am 19.10.2011 19:16:32
    Also, wenn ich eine größere Strecke mit dem Rennrad fahre, esse ich Nudeln, Banane, Müsli, Müsliriegel oder andere "langsame" Kohlenhydrate aber niemals Traubenzucker!
  • Rang: Anfänger
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    am 19.10.2011 19:23:37
    Naja, wenn ich jetzt eine Diabetikerkarriere starte, werd ich das auch noch lernen. Sorry bin heut etwas empfindlich, weil ich heute nur nervige Kunden und schon genug doofe Sprüche hatte.
    Anscheinend ist meine BSD dann wohl ziemlich durcheinander. Mal zu hoch-mal zu niedrig, könnten das vielleicht sozusagen die letzten "Zuckungen" sein, bevor sie die Insulinproduktion ganz aufgibt?
    Sind Kartoffeln auch langsame KH?
  • Gast

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    am 19.10.2011 19:25:13
    weshalb so empfindlich ? die entschuldigung war doch dabei,
    trotzdem ist auch für gesunde tz daneben, und völlig sinnlos gerade vor körperlicher betätigung, du solltest dir darüber klarwerden, werbung ist niemals zur aufklärung gemacht,
    immer nur um den schrott zu vertickern. was glaubst du wieviel meter fahrradfahren man braucht um die zwei teel glucose zu verbrauchen ? geschätzt 30m !
    nur bei dir waren sie überhaupt nicht mehr vorhanden, wie du ja selbst gemerkt hast,
    das alles hätte dir ein kompetenter arzt auch in 5 min. sagen können. - es gibt kompetente ärzte, die reaktive hypos kennen.
  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 19.10.2011
    am 19.10.2011 19:41:53
    naja, kompetente Ärzte muss man erstmal finden.
    Zitat (http://www.aikf.ch) :"In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich wird der sechsstündige Glukosetoleranztest von der offiziellen Medizin ... nicht ausgeführt und die reaktive Unterzuckerung ist als Störung ebenfalls nicht bekannt. Im angelsächsischen Raum hingegen gibt es Spezialisten, die die Untersuchung auf reaktive Unterzuckerung kennen und an Patienten vornehmen. Ein Fachmann dafür ist der Naturarzt und Ernährungstherapeut Martin Budd, der einige Bücher über seine Erfahrungen mit reaktiver Hypoglykämie (= reaktive Unterzuckerung) und auch über Diabetes in englischer Sprache veröffentlicht hat.
    Nach allem was ich gelesen habe, muss ich in Zukunft also auf jeden Fall mehr kleine Mahlzeiten mit "langsamen" Kohlehydraten zu mir nehmen. Mal sehen wie es dann klappt. Nochmals danke.
  • Gast

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    am 19.10.2011 20:12:13
    was da behauptet wird ist unsinn, praktisch alle sp diabetologen wisssen um die reaktive hypo, und um diese festzustellen braucht man keinen 6 stündigen test, ha bei dir ja auch keine 6 stunden gedauert.
    auch auf dm foren ist das allg. bekannt.
    auch der obige hinweis auf zu hohe normalwerte ist zu beachten, du bist also in der spur.
    weiteres zunehmen nach möglichkeit vermeiden, kohlenhydrate allg reduzieren ist dabei nützlich, von mir kommt auch nicht der rat darauf zu verzichten, reduzieren !
    bewegung hilft den bz zu drücken, dabei vermeiden zu niedrig zu kommen - heißhungergefahr.
    kh tabelle schicken lassen, es ist nicht der zucker der das hauptgewicht für hohe bz werte macht sondern die sog sättigungsbeilagen, brot kartoffeln reis nudeln.
    wichtig dabei noch -ernährungsberater- kann sich jeder nennen ist ein pseudotitel,.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 19.10.2011 20:34:05
    und ihr glaubt allen ernstes, dass man von 2 teelöffeln traubenzucker eine reaktive hypo bekommt?! dann müsste ja 3-4 löffel honig im tee gelöst jeden auf die bretter hauen! unabhängig davon würde ich meinen tee auch nicht mit tz süssen, weil tz bei weitem nicht die süsskraft hat! jedoch halte ich die 120 bz auch für zu hoch...
  • Gast

    Rang: Gast
    am 19.10.2011 21:26:11
    wer hat denn gesagt -jeder- bekommt eine reaktiive hypo, die meisten t2 beginner bekommen keine, manche schon wie man sieht.
    wobei 50 noch die grenze zur hypo ist, entscheident ist der schnelle bz abfall.
    andere laufen bei 30 noch rum, aber jeder empfindet es anders.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 19.10.2011 23:00:51
    Hallo.

    dies ist zwar ein Diabetes Forum, dennoch sollte man nicht jedem, der hier eine diesbezügiche Frage stellt, gleich einen Prädiabetes in Aussicht stellen. Die zwei TL Traubenzucker, egal wie sinnvoll diese als Süssungsmittel sind oder nicht, können keinesfalls eine so verstärkte Insulinausschüttung verursachen, dass es zu einer HYPO bei einem Nichtdiabetiker kommt.
    Vorher sollten andere Indikatoren beim Arzt abgeklärt werden, denn es gibt viele Möglicheiten, die die beschriebene Reaktion hervorrufen könnten. Z.B. eine Zöliakie, die ev. lange nicht erkannt wurde. Dadurch können Nährstoffe nicht ausreichend verwertet werden. Auch Störungen der Nebennierenrinde oder der Schilddrüse könnten in Frage kommen.

    Und der permanente Hinweis auf reduzierung der Kohlehydrate wird durch mehrfache Wiederholung auch nicht richtiger!
    Eine solche Reduzierung geht schlichtweg auf Kosten einer ausgewogenen Ernährung mit allen daraus resultierenden Risiken für Herz, Kreislauf, Nieren u.s.w.. Denn es ist mit überzeugender Evidenz nachgewiesen, dass zwischen Kohlehydratanteil in der Nahrung und dem Risiko, an Diabetes TYP 2 zu erkranken, kein Zusammenhang besteht.
    (Quelle: Leitlinie Kohlenhydrate kompakt, DGE 2011, Seite 23).

    @Borstel

    Ich wollte Dir mit diesem Beitrag keine Angst vor schweren Krankheiten machen, das liegt mir fern. Letztendlich kann nr eine kompetente Untersuchung beim Arzt eine richtige Diagnose erbringen.

    Ich wünsche Dir jedenfalls, dass Du einen solchen findest und sich für das ganze eine Harmlose Ursache findet.

    Viele Grüße
    Peter
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.10.2011 03:14:22
    nicht die reaktion auf 2 tl traubenzucker (was auch nur ein beispiel war!) lassen eine prädiabetes vermuten, sondern die anderen geschriebenen dinge -
    zitat: "Ich habe öfters das Problem, dass ich ganz schwach und zittrig werde, oft auch verbunden mit kaltem Schweiss. Ich habe mir vor einiger Zeit dann ein Blutzuckermessgerät besorgt, um das ganze zu beobachten. Es zeigt, wenn ich mich normal fühle, Werte um 120 mg/dl an, wenn ich die oben beschriebenen symptome habe, zeigt es 60 und weniger."
    bz-werte um 120 mg/dl sind nicht "normal" und würden einem a1c von über 6,0 entsprechen und wären als durchschnittswert klar zu hoch. deshalb kann ein ogtt (den jeder selbst machen kann) so verkehrt nicht sein.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 20.10.2011 07:09:04
    Hallo Gast,

    natürlich sind die Werte auffällig und selbstverständlich kann man einen oGTT machen (lassen). Aber es ist doch absolut untypisch für einen beginnenden Diabetes, sich mit HYPO's anzukündigen. Deshalb sollte nach meiner Meinung hierfür die Ursache gefunden werden und die muss eben nicht zwangsläufig Diabetes lauten.

    Viele Grüße
    Peter
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 20.10.2011 07:58:35
    10 Minuten nach dem Input auch von 10 Teelöffeln Traubenzucker ist noch keine nennenswerte BZ-Wirkung davon messbar. Das Zeug muss erst einmal durch Magen und Darm, und da fängt die messbare Wirkung erst ca. 20 Minuten nach dem Einverleiben an und erreicht ihren höchsten Stand nach so um 45-60 Minuten.

    Eine alimentäre oder reaktive Hypo tritt typisch 2-3 Stunden nach dem Essen von viellen KHs ein, also zu einer Zeit, zu der die wenigsten NichtINSULINER und erst recht Nichtdiabetiker einen BZ-Zusammenhang vermuten. Und sie kommt mit Prädiabetes und gerade diagnosereifem Typ2 tatsächlich gehäuft vor und kann als Grund für die dann besonders häufig zu beobachtende Gewichtszunahme gelten. Das ist praktisch Insulinmast mit Eigeninsulin.

    120-140 messen gesunde Menschen im Rahmen um 1 Stunde nach dem Einverleiben von vielen KHs, ansonsten immer deutlich unter 90.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.10.2011 09:35:20
    hallo peter,
    hast du schon mal darüber nachgedacht , daß die dge ein -verein - ist weiter nichts,
    daß solche -empfehlungen- in der vergangenheit schon verworfen wurden.
    weißt du daß die sogenannte ernährungspyramide ein -werbeerzeugnis- eines cornflakes herstellers ist.
    auch die behauptung wer mehr eiweiß ißt würde seine nieren gefährden ist seit jahren wiederlegt.
    auch wenn es dir nicht gefällt ist die reduzierung von kh gerade bei dm anfängern recht nützlich, denn für medis sind die einfach festgelegten werte zu niedrig, und zum bermehrten kh konsum zu hoch. vor allem da bei solchen verhältnissen alle kh als fett in den depots landen.
    nur nebenbei -eine zölliakie- macht sich nicht durch hypos bemerbar.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 07:24:16
    Gast schrieb:

    auch wenn es dir nicht gefällt ist die reduzierung von kh gerade bei dm anfängern recht nützlich, denn für medis sind die einfach festgelegten werte zu niedrig, und zum bermehrten kh konsum zu hoch. vor allem da bei solchen verhältnissen alle kh als fett in den depots landen.



    Hallo Gast,

    Das ist jetzt aber definitiv nicht richtig. Die Umwandlung von Kohlenhydraten in Fett erfolgt erst nach Zufuhr unrealistisch großer Mengen von 500 g bis 600 g Kohlenhydraten pro Tag. Dabei ist diese Umwandlung dazu sehr uneffektiv, denn aus 100 g Kohlenhydraten können nur 30 bis 35 g Fett gebildet werden. Und niemand hat etwas gegen Reduzierung von KH gesagt, allerdigs im Rahmen der Ernährungsempfehlungen, die derzeit einen KH Anteil von 40-50 % der täglichen Nahrung entsprechen. Und hier ist der Wechsel auf Vollkornprodukte der weitaus bessere Rat für DM Anfänger.

    Und aus welchem Grund Du behauptest, die Niere würde durch ein zu viel an Eiweiß nicht belastet, entzieht sich meiner Kenntnis. Das erkläre mal den Diabetikern, die aufgrund solcher Aussagen ihre Ernährung entsprechend "angepasst" haben und heute mit schweren Nierenleiden zu kämpfen haben. Denn selbstverständlich ist diese Behauptung in keiner Weise wiederlegt. Es ist eben so wie beim Rauchen. Jeder weiß, es ist gefährlich aber es wird immer mal Raucher geben, die auch nach Jahren keine Raucherbedingte Krankheit bekommen. Die könnten dann Deiner Logik nach auch behaupten, es sei unschädich, zu rauchen.

    Und natürlich ist die DGE ein Verein mit Förderung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Du wirst doch jetzt hier nicht allen Ernstes behaupten wollen, die dort erarbeiteten Empfehlungen entsprächen nicht dem Ergebnis vieler Studien sondern seien dem Interesse von Geldgebern geschuldet? Das kann nicht Dein Ernst sein.

    Im übrigen darf jeder sich so ernähren, wie er will und wie es ihm schmeckt. Aber keine/r sollte aufgrund der Behauptung, tausende von Ernährungsberaterinnen/ Diabetesaststentinnen, Ärzten u.s.w. würden die Patienten im Interesse einiger Sponsoren falsch beraten, ihre Ernährung an den Empfehlungen solcher "Diätapostel" ausrichten.

    Viele Grüße
    Peter




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    am 21.10.2011 08:42:08
    Moin Peter,

    ich sehe, Du magst Eigentore ;-)
    schrieb:
    Dabei ist diese Umwandlung dazu sehr uneffektiv, denn aus 100 g Kohlenhydraten können nur 30 bis 35 g Fett gebildet werden.


    Das ist sogar wahnsinnig effektiv, denn die 30-35g Fett enthalten praktisch alle Energie aus 100g KH ;-)

    Danke für den Lacher am Morgen! Jürgen
  • ferrato

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    am 21.10.2011 09:32:53
    Guten Morgen Jürgen,

    freut mich, dass Du noch lachen kannst :-)

    Aber dies ist eine mathematische Rechnung und kein Eigentor. 100 g Kohlenhydrate ergeben 400 Kcal, die gleiche Kalorienzahl errechnet sich aus 33 g Fett. Und für den Körper ist dies sehr uneffektiv, da ein Nährstoff mit geringerer Energiedichte in einen Nährstoff mit sehr hoher Energiedichte in mehreren chemischen Zwscheschritten umgewandelt wird, was selbst auch wieder mit einem Energieverbrauch verbunden ist.

    Viel lustiger ist es doch, dass man einerseits KH verringern will, weil es angeblich zu dieser Fettumwandlung führt und dafür vermehrt Fett isst Der Körper bedankt sich natürlich, spart er sich doch die Energieaufwändige Umwandlung und bekommt den Nährstoff schon in nahezu fertig ablagbarer Form zugeführt. Das nenn ich konsequente Logik :-)

    Im übrigen habe ich ja geschrieben, dass diese Umwandlung erst bei abnormal hohen KH Mengen einsetzt.

    Mir ist natürlich klar, dass man tatsächlich bei einer starken Rücknahme der KH zu gunsten einer Fett- und EiweißreicherenNahrung erst einmal abnehmen kann. Dies erfolgt aber ganz klar zu Lasten der Gesundheit aufgrund der im Körper erzeugten Giftstoffe. Ich hatte in der Anfangszeit vor der Diagnosestellung innerhalb 4 Monate über 30 kg abgenommen. Da die Glucose nicht mehr in die Zellen kam, hat der Körper umgestellt auf Fettverwertung. Dies hat meine Nieren geschädigt, zum Glück noch auf niedrigem Niveau. Aber der Schaden ist irreparabel. Ich bin also selbst betroffener betrachte daher jeden leichtfertigen Rat zu einer solchen Ernährungsumstellung als fahrlässig und für die Betroffenen potentiell gefährlich.

    Aber da Du so gerne lachst:

    Ein zum Tode verurteilter wird nach seinem letzten Wunsch gefragt und er bittet um eine heiße Tasse Kaffee.
    Fragt der Gefängnisdirektor: "Mit Milch und Zucker?"
    "Zucker??? Sind Sie wahnsinnig? Ich bin Diabetiker..."

    Bis denn also
    Peter
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    am 21.10.2011 10:10:48
    Der Witz war gut - ich musste herzhaft lachen.:-)

    ferrato schrieb:
    Ein zum Tode verurteilter ... Sind Sie wahnsinnig? Ich bin Diabetiker..."



    Aber die Aussage ist nicht viel weniger witzig - nur dass ich darüber nicht so sehr lachen kann.:-(

    ferrato schrieb:
    Dies erfolgt aber ganz klar zu Lasten der Gesundheit aufgrund der im Körper erzeugten Giftstoffe.


    Welche Giftstoffe sollen das denn sein die bei der Fettverbrennung entstehen? Ist der Schaden an deiner Niere nicht doch eher durch den hohen BZ entstanden?

    Beste Grüße, Rainer
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.10.2011 10:44:54
    Moin Peter,

    zuallererst kann höher als gesunder BZ die Nieren schädigen, und zwar schon im Bereich des Prädiabetes. Dann spricht man gerne von einem sehr aggressiven Diabetes.

    Fett habe ich bisher noch nirgendwo als belastend für die Nieren gefunden. Warum auch? Fett ist der natürlichste und effizienteste aller Energiespeicher. Es gibt keinen biologischen Speicher, der dichter wäre und weniger Unterhalt erforderte. Ohne die bewundernswert effiziente Speicherung JEDER gerade nicht anderweitig gebrauchten Kalorie in Form von Fett und deren ebenso effiziente Nutzung bei Bedarf würden wir uns heute hier nicht schreiben können. Denn dann hätten es unsere Vorfahren gar nicht erst auf diese Welt gepackt. Und ebenso die gesamte Fauna, wenn das Fett so schädlich für die Entwässerung wäre, wie Du schreibst.

    Bisdann, Jürgen
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 12:01:25
    Hallo Rainer, Hallo Jürgen,

    hier scheine ich mich doch etwas unklar ausgedrückt zu haben, sorry

    Nicht die Fettverbrennung ist bedenklich, ausser in Hinsicht auf Gewichtszunahme. Wenn mein BZ aber dauerhaft erheblich zu hoch ist, wie bei mir z.B. vor der Diagnosestellung, dann herrscht aus Sicht der Zellen ein Glucosemangel, da der "Stoff" zwar reichlich im Blut vorhanden ist, aber aufgrund des Insulnmangels nicht in die Zellen gelangt. Dies gleicht der Körper dadurch aus, indem er den Stoffwechsel umstellt und Fettsäuren in der Leber als Glucoseersatz in so genannte Ketonkörper verwandelt. Diese können die Filterfunktion der Niere schädigen und dadurch zu Niereninsuffizienz führen. Bei mir wurde dieser Prozess nach Normalisierung der BZ Werte komplett gestoppt und ist seiter auch nicht schlechter geworden.
    Aber ich denke doch, dass ich dies nicht weiter präzisieren muss, nach Euren bisherien, doch sehr fundierten Beiträgen hier im Forum kennt ihr diese Zusammenhänge doch sicher genau so gut.

    Übrigens, wisst Ihr, was es bedeutet, wenn es in einem Krematorium nach Karamell riecht?
    Ein Diabetiker wird eingeäschert...

    In diesem Sinne

    Peter
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    am 21.10.2011 14:04:44
    Moin Peter,

    die ketogene Ernährung war bis zum flächendeckenden Einsatz der Landwirtschaft unter unseren Vorfahren die einzig mögliche. Wenn damit die von Dir genannten Vergiftungserscheinungen normal gewesen wären, würde es uns genau so wenig geben wie ohne Fettspeicher.

    Niereninsuffizienz ist das Resultat von lange Zeit meistens gewaltig zu hohem Blutzucker. Der allein zeigt schon unübersehbar deutlich erheblichen Insulinmangel an. Wenn sich dazu dann noch Ketone gesellen, schreit dieser Organismus nach Insulin. Nicht weil die Ketone gefährlich wären, sondern weil große Mengen Insulin fehlen und große Mengen Glukose die Nieren akut schädigen.

    Wenn bei normal gesundem BZ (nüchtern gut 60-80 und in der Spitze 1 Stunde nach dem Essen 120-140mg/dl) Ketone nachgewiesen werden, handelt es sich auch beim Diabetiker um eine völlig gesunde ketogene Stoffwechsellage.

    Bisdann, Jürgen

    Nachtrag zu Deinen blöden Witzen:
    Der Unterschied zwischen einem gesunden Menschen mit 80mg/dl und einem Diabetiker mit hohen 280mg/dl sind ganze 2 (zwei!) Gramm Glukose pro Liter Blut. Ein Erwachsener hat im Schnitt 5 Liter, was eine Differenz von 10 Gramm macht. - Die 10 Gramm machen Deinen witzigen Unterschied?
    Bearbeitet von User am 21.10.2011 14:10:14. Grund: Nicht angegeben
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 14:35:19
    Es gibt keine blöden Witze - nur Leute, die sie nicht verstehen! Denn wenn die Zuckerdifferenz eines Gesunden und eines Diabetikers ja so gering (eigentlich sollte sie Null sein!) ist, kann es sich nur um einen Witz handeln (auch wenn er nicht toll ist!). Aber es zeigt sich wieder, dass man mit LCHF-Vertretern nicht diskutieren kann, denn nur ihre Meinung ist ja richtig! Sie vergessen, dass eben jeder seine eigene Ernährungsform (mit der er leben kann und die keinen hohen BZ macht) finden muss/soll. Was für den einen richtig ist, kann für den anderen falsch sein. Und nur weil "früher" mal etwas richtig/nötig war, muss es heute noch lange nicht stimmen. Oder ist die Erde immer noch eine Scheibe?
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.10.2011 14:57:54
    schrieb:
    Oder ist die Erde immer noch eine Scheibe?


    die selbe, auf der unsere Vorfahren gelebt haben ;-)

    Kann das sein, dass Du irgendwelche Lehren oder Moden mit Realität verwechselst?
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 15:21:52
    hjt_Jürgen schrieb:

    Nachtrag zu Deinen blöden Witzen:



    Hallo Jürgen,

    Du darfst meine Witze, die allein der Auflockerung denten, natürlich blöde finden, aber letztedlich outest Du Dich damit nur als völlig Humorlosen Menschen, der im Fall eines Wiederspruchs gegen die eigenen Thesen nur empfindlich reagiert.

    Und entschuldige, wenn ich das jetzt so deutlich sage: Es ist schon extrem arrogant und besserwisserisch, wenn Du gesicherte Diagnosen, die meine Person betreffen und die von kompetenten Ärzten erstellt wurden, hier per Ferndiagnose in Frage stellen willst, nur, weil diese nicht in Dein (Diabetes)Weltbild passen.

    Mit solchen Äußerungen disqualifizierst Du Dich entgegen meiner bisherigen Meinung als kompetenter Gesprächspartner.

    Aber wie der Gast vorher schon schrieb, mit LCHF Anhängern kann man offensichtlich kein sachliches Gespräch führen.

    Peter
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    am 21.10.2011 15:56:58
    Sorry Peter,

    aber es gibt keine Literatur zu Nierenschäden durch Ketone. Selbst konservative Diabetologen, die Low Carb eigentlich ablehnen, gestehen zu, dass ketogene Diät Nierenschäden beheben helfen(!) kann, helfen in dem Sinne, dass sich damit einfacher ein gesunder Blutzucker herstellen und einhalten lässt. Denn der höhere Blutzucker gilt überall unbestritten als der Schadenstifter an den Nieren. Das ist Fakt und keine Ferndiagnose. Bedauerlich, wenn Du Deinen Arzt da so missverstanden hast - und noch bedauerlicher, wenn er das tatsächlich so gesagt haben sollte.

    Wie kommst Du eigentlich auf die Idee, dass ich LHCF mache? Ich wollte das Anfang des nächsten Jahres mal ausprobieren, und Du meinst, das kannst Du jetzt schon lesen?

    Bisdann, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 16:47:32
    wenn du kein lchf machst, dann lchp, denn du bist einer der "so-wenig-wie-möglich-kh"-verfechter.
    schrieb:
    es gibt keine Literatur zu Nierenschäden durch Ketone


    glauben ist nicht wissen: http://flexikon.doccheck.com/Kohlenhydratarme_Di%C3%A4t
  • Bild User
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    am 21.10.2011 16:49:20
    Nur mal so als Hinweis für Ungläubige: http://www.ironsport.de/KetoTheorie.htm
    zumindest als "Theorie"...
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    am 21.10.2011 17:03:11
    meintest Du das?
    schrieb:
    4.7. Folgen der Ketonkörperbildung [bearbeiten]
    Die vermehrte Bildung von Ketonkörpern kann zu Mundgeruch und Übelkeit führen.


    wird in der Tat in den ersten Tagen der Umstellung beobachtet

    oder das?
    schrieb:
    4.2. Nierenschäden [bearbeiten]
    Die Aufnahme großer Mengen an Fleisch kann zu Nierensteinen oder Nierenschäden führen.


    aber Fleisch=Protein, nix Keton
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 17:15:39
    danke rudi,
    so ähnlich gibt es mehrere studien,
    aber peter sollte mal die auf seine behauptung daß nur riesen kh mengen in fett umgeandelt werden, bitte erklären wo denn die glucose bleibt ? denn irgendwo muß sie bleiben
    zudem solltest du mal aufhören alles zu glauben was ärzte mal so von sich lassen, denn was du berichtest außer der dm diagnose sind keine diagnosen sondern bemerkungen.
    übrigens hat ein prof im kh meiner kollegin in der shg als sie 15 war gesagt an kinder soll sie garnicht erst denken, da sie vor dem 30. tot sei. sie ist heute ü 60 und hat zwei völlig gesunde kinder. soviel zu sprüchen von experten.
    und mal drüber nachdenken daß die experten jahrzehntelang die sog managerkrankheit
    (magengeschwür) professional mit den sinnlosesten sachen behandelt haben rollkuren etc.
    und das waren alles kapazitäten. bis mal zwei dorfdoctoren aus downunder gekommen sind und alles als fabel entlarvt haben.
    auf dem irrtum eines nobelpreisträgers beruhen heute noch die sinnlose beigabe von vitamin c zu erkältungsmedis, usw usw
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 18:08:13
    Hallo Jürgen,

    Nochmals in Kurzform: Bedingt durch meinen hohen BZ vor der Diagnose kam es zu einer Stoffwechselumstellung auf ketogene Verbrennung. Dies ist eine unter diesen Umständen normale Reaktion des Körpers auf das fehlen von Glucose in den Zellen, bedingt durch den Mangel an Insulin. Dieser Und dies schädigt selbstverständlich die Nieren. Hier auch von mir einen Link dazu:

    http://www.dr-moosburger.at/pub/pub079.pdf

    Das Dokument bezieht sich zwar primär auf die Atkins Diät, kann aber auch auf andere ketogene Diäten übertragen werden.
    Indirekt hast Du recht, der primäre Auslöser ist natürlich der DM

    Zu meiner Diagnose möchte ich ab jetzt hier nichts mehr schreiben.

    @ Gast

    Die Kohlenhydrate werden im Darm zu Glucose umgewandelt, dadurch steigt unser BZ. Würden die Kohlenhydrate in Fett umgewandelt, bräuchten sie ja nicht mehr berechnet werden. Kannst Du mir mal erklären, wie dann noch ansatzweise eine Insulintherapie möglich wäre? Entweder wird in Fett umgewandelt oder in Gykose. Beides geht ja wohl nicht.

    Und der vollständigkeit halber auch hier noch eine Quelle:

    http://www.glyx-institut.de/projekt01/index.php?idcatside=49&sid=5943406c40ad4460194ff2c31e4b97ee

    Und abschließend noch ein Vorschlag:
    Sollten wir diese Diskussion hier nicht abbrechen? Sie hat ja etztlich nichts mehr mit dem Eingangsbeitrag zu tun.

    Und auch wenn Jürgen meine Witze nicht gefallen, hier noch ein Spruch:

    Diabetes ist kein Zuckerschlecken...

    Viele Grüße
    Peter

  • Bild User
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 21.10.2011 19:03:35
    Moin Peter,

    die Reihenfolge ist > über viele Stunden viiiiiel zu wenig Insulin > stark ansteigender BZ > einsetzende Ketose > Ketoazidose mit lebensbedrohendem Zusammenbruch des Stoffwechsels. Du hast nicht vernünftig gespritzt. Abhilfe und Vermeidung ist die ausreichende Insulin-Zufuhr.

    Und noch einmal ausdrücklich: Die Nieren werden nicht durch Ketone geschädigt, sondern durch den zu vielen Blutzucker. Wer mit Diabetes seinen BZ im gesunden Rahmen steuert, braucht keine diabetischen Nierenschäden zu fürchten.

    Deine KH-Theorie scheint mir sehr verworren. Alles von unserem menschlichen Organismus verwertbare an KHs wird nicht in Glukose umgewandelt, sondern ist Glukose. Alle Stärke in Mehl, Kartoffeln und Reis ist nichts anderes als genau solche Glukose, wie die in Haushaltszucker oder pur in Traubenzucker.

    Was das allerdings jetzt mit Insulin-Therapie zu tun hat, will sich mir nicht so recht erschließen. Denn auch bei der normalen Standardernährung mit ca. 50% KH-Anteil kommt etwa die Hälfte unseres täglichen Glukoseumsatzes nicht direkt durch die Futterluke, sondern aus Leber und Nieren. Und selbstverständlich müssen wir INSULINER auch für diesen Anteil spritzen.

    Bisdann, Jürgen
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 19:27:24
    Hallo Jürgen,

    langsam frage ich mich, ob Du einen Beitrag überhaupt richtig liest, bevor Dui antwortest. Ich habe doch mehrfach deutlich geschrieben, dass dieser Schaden vor Diagnosestellung auftrat!!!!! Hast Du schon Insulin gespritzt, bevor Du die Diagnose überhaupt hattest???

    Du würdest wohl noch einem Blinden weismachen wollen, er könne noch sehen.

    Und zu meiner verworrenen KH Theorie:
    Ein Gast hatte heute Morgen doch in einem Beitrag die Behauptung aufgestellt, alle KH werden in Fett umgewandelt. Du selbst hast ja meine antwort darauf als Lacher des Morgens bezeichnet. Erinnerst Du Dich noch?
    Ein weiterer Gast hat in Beitrag #35 gefordert ich solle dann auch erklären, wo denn die glucose bleibt. Und das ist doch klar, wenn diese in Fett umgewandelt wird, bräuchte man diesen Anteil nicht berechnen, da er den BZ nicht mehr belasten würde.

    Die Formulierung "in Glucose umgewandelt" war eine Fehlformulierung, aber daraus abzuleiten, mein Wissen über KH sei verworren, ist schon sehr oberlehrerhaft.

    Und da ich mittlerwelile erkannt habe, dass Du Beiträgen nur um des Wiederspruchs Willen Wiedersprichst und in jedem Fall das letzte Wort haben musst, egal wie, lasse ich Dir das letzte Wort und klinke mich hiermit aus dieser Diskussion aus.

    Peter
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 20:01:43
    ja lieber peter,
    da ist was nicht verstanden, der körper braucht dieses insulin um glucose in fett umzuwandeln. und genau deshalb ist eine kh reduzierung sinnvoll, auf zwei wegen
    ersten viel kh braucht viel insulin, und folge viel fett.
    übrigens haben nicht nur t1 gewichtsprobleme bei viel kh und viel insulin, das gilt für t1 genauso.
    und wenn du noch etwas weiter gehst in der erkenntnis , auch eiweiß und fett benötigen insulin.
  • ferrato

    Rang: Gast
    am 21.10.2011 20:39:50
    Gast schrieb:

    da ist was nicht verstanden, der körper braucht dieses insulin um glucose in fett umzuwandeln. und g



    Hallo Gast,

    falsch. Zu einer Umwandlung in Fett braucht man kein Insulin. Dieses wird lediglich dazu gebraucht, die Glucose in die Zellen zu bringen. Deshalb wäre auch eine Insulintherapie nicht möglich, da unkalkulierbar, wenn die These stimmen würde, dass KH in Fett umgewandelt wird. Wenn ich z.B. 6 BE Kohlenhydrate essen würde, könnte ich ja nicht sagen, welcher Anteil daran als Glucose in die Zellen geht (mit Insulin) und welcher Anteil davon in Fett verwandelt wird.

    Viele Grüße
    Peter
    Bearbeitet von User am 21.10.2011 20:40:39. Grund: Nicht angegeben
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    am 21.10.2011 21:35:31
    Moin Peter,

    Mensch isst die 6 BEs, und die werden dann aus dem Darm in den Blutkreislauf übergeben. Und dazu bestellen beim Gesunden die Inkretine (Darmhormone) die passende Menge Insulin. Beide treffen in der Pfortader auf dem kurzen Weg in die Leber zusammen, wo mit Hilfe des Insulins in den Glykogenspeicher gepackt wird, was gerade fehlt, in Triglyzeride zum Speichern in die Speckröllchen und so viel, dass 140 nicht überschritten und im Rahmen der nächsten Stunde auf um 80 abgearbeitet werden können, in den Kreislauf weitergegeben wird. Die bis zu 140 machen sich aus der Leber auf den Ganzkörper-Umlauf und bestellen beim Durchlauf durch die Betas selbst ihr Insulin. Genauso, wie das ja auch die Glukose tut, die die Leber zwischen den Mahlzeiten und in der Nacht aus ihrem Glykogenspeicher ausgibt und für die, die sie und die Nieren aus Eiweiß im Wege der Glukoneogenese ausgeben - entspricht bei etwa 50% der täglichen Nahrung in KHs etwa 50% des gesamten täglichen Glukose-Umsatzes.

    Für all diese gesunden Insulin-Anwendungen sollten wir INSULINER passend spritzen - und wenn Du es ganz genau nimmst, auch für die FPEs, die Fett-Protein-Einheiten, die seit der letzten DDG-Jahrestagung auch hier in D so anerkannt sind.

    Bisdann, Jürgen

    Ach ja, nicht vergessen, wenn der Glukose-Anteil, der mit seinem Insulin als Glykogen gespeichert wurde, aus der Leber wieder in den Blutkreislauf abgegeben wird, braucht der wieder passend Insulin ;-)
    Bearbeitet von User am 21.10.2011 21:36:43. Grund: Nicht angegeben