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Fragen eines Frischlings
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am 08.11.2011 12:33:57
Ich habe jetzt die rechtlichte Grundlage für das DMP rausgesucht:
Anlage 1 (zu §§ 28b bis 28g)
Anforderungen an strukturierte Behandlungsprogramme für Diabetes mellitus Typ 2:
"1.8.1 Koordinierende Ärztin oder koordinierender Arzt
Die Langzeitbetreuung der Patientin oder des Patienten und deren Dokumentation im Rahmen des strukturierten Behandlungsprogramms erfolgt GRUNDSÄTZLICH durch die Hausärztin oder den Hausarzt im Rahmen der in § 73 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch beschriebenen Aufgaben.
IN AUSNAHMEFÄLLEN kann eine Patientin oder ein Patient mit Diabetes mellitus Typ 2 eine diabetologisch qualifizierte, an der fachärztlichen Versorgung teilnehmende Ärztin oder einen diabetologisch qualifizierten, an der fachärztlichen Versorgung teilnehmenden Arzt oder eine diabetologisch qualifizierte Einrichtung, die für die vertragsärztliche Versorgung zugelassen oder ermächtigt ist oder die nach § 116b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch an der ambulanten ärztlichen Versorgung teilnimmt, auch zur Langzeitbetreuung, Dokumentation und Koordination der weiteren Maßnahmen im strukturierten Behandlungsprogramm wählen. Dies gilt INSBESONDERE dann, wenn die Patientin oder der Patient bereits vor der Einschreibung von dieser Ärztin, diesem Arzt oder von dieser Einrichtung dauerhaft betreut worden ist oder diese Betreuung aus medizinischen Gründen erforderlich ist."
[Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/rsav/anlage_1_66.html]
[Hervorhebungen von mir]
Ich habe spaßeshalber mal nachgesehen, wie es aussähe, wenn mein Diabetes immer noch genauso behandelt würde wie vor 48 Jahren - am 08.11.1963: Meine Mutter würde mir morgens 8 IE Depotinsulin Hoechst Klar CR (Rinderinsulin) spritzen. Danach würde ich um 8:30, 10:30, 12:00, 15:00, 18:00 und 22:00 essen. Dazu kämen ein paar Harnzuckerkontrollen (wegen meines jungen Alters damals in der Windel). Mit einer einzigen Spritze käme ich normalerweise harnzuckerfrei bis zum nächsen Morgen. Oh sorry: ich vergaß, daß meine Mutter nach der Spritze diese auseinanderschraubte, in einen Topf tat und auskochte. Anders wären Glasspritze und Kanüle nicht steril geworden... Ich kann aber nicht mehr sagen, wie oft die Kanüle gewechselt wurde, aber wöchentlich bestimmt nicht! Sie war jedoch dick genug, um sehr viele Injektionen auszuhalten. Meine Eltern waren den Medizinern damals rund 15 Jahre voraus, weil sie bereits den Nutzen von Selbstkontrolle erkannt hatten. Ansonsten hätte dieses Programm im kompletten Blindflug stattgefunden.
Diese Angaben sind deshalb nur 48 Jahren alt, weil ich den größten Teil der ersten Monate im Krankenhaus verbracht habe.
Bearbeitet von User am 08.11.2011 12:41:33. Grund: Nicht angegeben -
am 08.11.2011 12:36:49
Moin Peter,
an unserem Kette rauchenden Altkanzler kannst Du sehen, dass Kette rauchen gesund sein kann. Und dann gibt es Leute, die mit nur 20 Zigis am Tag schon Lungenkrebs haben. Von daher wird individuell sehr verschieden sein, mit wie vielen Zigis pro Tag der eine keinen und der andere einen Lungenkrebs entwickelt. Dumm nur, dass man das nicht im Voraus sehen und mit seinem Arzt passend aushandeln kann. Im Voraus kann man daher nur zu Null Zigis raten.
Ganz ähnlich ist das mit dem BZ. Natürlich gibt es den einen oder anderen Diabetiker mit Jahrzehnten recht hohem BZ ohne diabetische Folgekrankheiten. Und dann gibt es Diabetiker mit Jahre lang HBA1c 6-7 und diabetischen Netzhautschäden oder PNP oder... Von daher ist mit Sicherheit sehr verschieden, mit welchem höheren BZ der einen keine und der andere wenigstens eine diabetische Folgekrankheit entwickelt. Dumm nur, dass man das nicht im Voraus sehen und mit seinem Arzt passen aushandeln kann. Im Voraus kann man daher ALLEN zur zum gesunden BZ raten.
Bisdann, Jürgen -
Gast
Rang: Gastam 08.11.2011 12:42:58
da mein ha die rezepte für insulin ,kanülen, lanzetten, streifen, und anderes ausstellt, ist dein ha wohl nicht informiert, unwillig, oder es ist in anderen bl wieder anders geregelt.
meine üw bestelung/en diskutiere ich nicht mit dem arzt die gebe ich an der theke ab,
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Gast
Rang: Gastam 08.11.2011 13:18:17
schrieb:
Ich habe spaßeshalber mal nachgesehen, wie es aussähe, wenn mein Diabetes immer noch genauso behandelt würde wie vor 48 Jahren - am 08.11.1963: Meine Mutter würde mir morgens 8 IE Depotinsulin Hoechst Klar CR (Rinderinsulin) spritzen. Danach würde ich um 8:30, 10:30, 12:00, 15:00, 18:00 und 22:00 essen. Dazu kämen ein paar Harnzuckerkontrollen (wegen meines jungen Alters damals in der Windel). Mit einer einzigen Spritze käme ich normalerweise harnzuckerfrei bis zum nächsen Morgen. Oh sorry: ich vergaß, daß meine Mutter nach der Spritze diese auseinanderschraubte, in einen Topf tat und auskochte. Anders wären Glasspritze und Kanüle nicht steril geworden... Ich kann aber nicht mehr sagen, wie oft die Kanüle gewechselt wurde, aber wöchentlich bestimmt nicht! Sie war jedoch dick genug, um sehr viele Injektionen auszuhalten. Meine Eltern waren den Medizinern damals rund 15 Jahre voraus, weil sie bereits den Nutzen von Selbstkontrolle erkannt hatten. Ansonsten hätte dieses Programm im kompletten Blindflug stattgefunden.
sehr passend zum thema! und bitte nicht schon wieder den "unfug" von der selbstkontrolle - welche gab es denn damals?? und ganz am rande: früher hatten wir auch einen kaiser. -
Gast
Rang: Gastam 08.11.2011 13:27:49
Ich denke nicht, daß meine Hausärztin nicht informiert oder unwillig ist. Bis vor einigen Jahren hab ich mir alles von ihr verschreiben lassen. Vielleicht liegt es am Bundesland.
Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit dieser Regelung, denn ich schätze meine Hausärztin, aber was Diabetes betrifft, ist sie nicht auf dem neuesten Stand - ganz im Gegensatz zu meinem Diabetologen. Ich habe bis jetzt noch keinen Hausarzt getroffen, der meine diabetischen Probleme auch nur verstanden hätte und habe immerhin 20 Jahre gebraucht, bis ich auf meinen gegenwärtigen Diabetologen gestoßen und da er um einiges jünger ist als ich, hoffe ich, daß das Suchen für mich ein Ende hat.
Ich kenne keinen Arzt, der sich von seinen Patienten voschreiben läßt, was er zu verordnen hat. Du sagst, du diskutierst nicht mit ihm, wenn er sich aber weigert, deinen "Bestellungen" nachzukommen, wird es dir nicht viel helfen. -
Gast
Rang: Gastam 08.11.2011 13:33:37
Gast schrieb:
schrieb:
sehr passend zum thema! und bitte nicht schon wieder den "unfug" von der selbstkontrolle - welche gab es denn damals?? und ganz am rande: früher hatten wir auch einen kaiser.
Die sog. Selbstkontrolle gibt es noch nicht allzulange und sie hat die Behandlung des Diabetes revolutioniert.
Früher ging man alle 4 Wochen mal zum "testen". Das war's dann. Die ersten Geräte zum selbstmessen gab es Anfang der 80er (glaube ich mich zu erinneren).
Die waren aber ziemlich umständlich und für unterwegs waren sie nicht zu gebrauchen.
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am 08.11.2011 14:12:53
@34
wie Du aus Katjas Beitrag auf Selbstkontrolle kommst, die es zu Kaisers Zeiten noch nicht gab, wo Katja eindeutig von Pipistreifen geschrieben hat, die es allerdings vor 50 Jahren schon gegeben hat, will sich mir beim besten Willen nicht erschließen. Kannst Du's bitte mal erklären? -
Gast
Rang: Gastam 08.11.2011 16:26:34
klar doch, speziell für hjt: wer lesen kann ist klar im vorteil, denn "kaisers" zeiten waren nur am rande (und hatten mit der selbstkontrolle nichts zu tun)! was bitte haben pippistreifen mit der gerade von dir immer lautstark geforderten "gesunden" selbstkontrolle zu tun? schön zu wissen, dass man irgendwo unter 180 mg/dl liegt, wenn sich der streifen nicht verfärbt - aber ob das gesund ist/war?? und weiter: mit pippischnipseln die es vor 50 jahren schon gab, kann a.nonyma nicht 15 jahre voraus gewesen sein. -
am 08.11.2011 17:30:19
@38
wenn Du auch 34 bist, hast Du von der Selbstkontrolle angefangen und von Kaisers Zeiten und solltest den offenbar von Dir gesehenen Zusammenhang wenigstens selbst erklären können ;-)
schrieb:
und weiter: mit pippischnipseln die es vor 50 jahren schon gab, kann a.nonyma nicht 15 jahre voraus gewesen sein.
Doch, konnten ihre Eltern, und das sogar noch mit einigen Jahren Luft. Denn erst Anfang der 90ger Jahre mit dem Abschluss der DCCT wurde fachoffiziell anerkannt und in die Therapie eingearbeitet, dass der BZ auch über den Tag weniger hohe Ausflüge machen sollte. Und max 180 (also ungefärbter Pipistreifen) war damals und bis über die Jahrtausendwende eine durchaus proaktive Marke, die der Dok normal eher für Schwangere reserviert hielt. -
Gast
Rang: Gastam 08.11.2011 18:26:06
#31: "Meine Eltern waren den Medizinern damals rund 15 Jahre voraus, weil sie bereits den Nutzen von Selbstkontrolle erkannt hatten." ah ja! und weshalb hat mir dann mein arzt schon vor über 50 jahren empfohlen, mindestens 1x tgl. den urin mit der bekannten reagenz zu testen? keine ahnung, in welcher welt ihr gelebt habt. du hast wie immer recht und ich meine ruhe.