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Beratungsresistenz und Aggression
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Gast
Rang: Gastam 12.12.2011 11:10:48
Hallo,
zum wiederholten Mal wende ich mich an dieses Forum.
Über die Diabetesgeschichte meines Mannes habe ich schon einige Male gepostet.
Akutell hat sich die Lage zugespitzt.
Mein Mann wähnt sich mit der aktuellen Medikation gut eingestellt. Lebt auf diese Weise ernährungstechnisch so weiter wie gehabt. Seine Devise lautet: Lieber 50 Jahre gut gelebt, als 100 Jahre Verzicht geübt.
Mein Mann war schon immer sehr cholerisch und launisch veranlagt. Im Laufe des letzten Jahres hat sich sein Verhalten jedoch massiv verstärkt. Seine unverhältnismäßigen Ausbrüche wg. Kleinigkeiten werden immer schlimmer. In der letzten Woche hatte ich erstmalig das Gefühl er hätte fast zugeschlagen. Dabei hat er mir Dinge unterstellt, die einfach lächerlich sind. Ich hatte das Gefühl er verliert langsam seinen Verstand.
Im Augenblick weiß ich nicht, ob ich noch die Kraft habe dieses Verhalten länger zu erdulden. Sollte Diabetes der Auslöser für diese Ausbrüche sein, fühle ich mich schlecht dabei einen kranken Mann zu verlassen. Aber so geht es für mich nicht weiter.
Wie gehen andere damit um? Kennt jemand solche Aggressivitätsausbrüche auch von sich selbst? Leider nehme ich das leider doch sehr persönlich und bin immer sehr verletzt hinterher. Und anschließend entschuldigt hat sich bisher auch nie.
Lg
Jule -
am 12.12.2011 11:46:37
Hallo Jule,
hat Dein Mann vielleicht Depressionen? Die sind nämlich mit Agressionen verbunden, auch wenn das nicht dem landläufigen Bild entspricht. Und Diabetiker haben deutlich häufiger Depressionen als Gesunde.
Viele Grüße
Katja -
Gast
Rang: Gastam 12.12.2011 12:18:49
Liebe Jule,
nicht alles darf man dem Diabetes unterstellen, die Reaktionen, die du beschreibst, würde ich einfach nur seinem Charakter zuschreiben.
Ich denke, es ist an dir zu handeln!
Viele Grüße und viel Kraft -
Jule
Rang: Gastam 04.04.2012 07:43:16
Hallo Zusammen,
nachdem die Werte meines Mannes im letzten Quartal unter der Medikation "ok" waren, sind die neuesten Werte so, dass der Arzt Glimepirid auf 1,5 morgens erhöhen musste. Nüchterzucker war diesmal 200. Lt. Aussage meines Mannes hat der Arzt diesmal gesagt, dass er viel mehr nicht für ihn tun könne.
Ist in seinem "resistenten" Fall nicht langsam das Umstellen auf Insulinspritzen angeraten? Verstehe auch nicht, dass der Arzt ihn nicht auffordert wenigstens mal sporadisch nach den Mahlzeiten den Blutzucker zu messen.
Der Arzt hat ihm geraten auf Äpfel und Co, zu verzichten, leider hat mein Mann schon angesagt, dass er dies nicht machen wird.
Gruß
Jule -
Gast
Rang: Gastam 04.04.2012 10:07:00
Liebe Jule,
wo lässt dein Mann denn seine Diabetes behandeln? Etwa beim Hausarzt?
Falls ja, kann ich nur dringend raten, eine diabetologische Schwerpunktpraxis oder die endokrinologische Ambulanz eines Krankenhauses aufzusuchen.
Ich meine, da wird viel besser behandelt! -
Gast
Rang: Gastam 04.04.2012 16:28:16
Hallo,
ja mein Mann ist beim Hausarzt in Behandlung. Allerdings ist der ziemlich gut ausgerüstet und macht einiges mehr als z. B. mein Hausarzt.
Naja, meinem Mann arbeitet bei der Behandlung eben nicht mit, kauft gerade heute wieder statt dessen massenhaft ungesunde Lebensmittel. Er hat selbst gar kein Interesse an einer Verbesserung seines körperlichen Zustandes. Ich fürchte es geht ihm noch zu gut.
Lg
Jule -
Gast
Rang: Gastam 04.04.2012 18:06:24
Es wird Ihm noch eine ganze Weile "Zu Gut" gehen. Die Probleme bekommt er später.
Was soll man in so einem Fal machen. Ähnlich wie beim Alkoholiker sollte man jegliche Hilfe einstellen.
Erst wenn die Menschen ihr Problem erkennen, lassen sie sich auch helfen. Ist hart, aber warum sollst Du dein restliches Leben verschenken. Sag es ihm ins gesicht. Wenn es nichts hilft handle und geh.