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Kosten für BZ-Messung?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 9
    Beiträge: 0
    Mitglied seit: 20.01.2012
    am 20.01.2012 14:33:04
    Bei der Messung des Blutzuckers entstehen laufende Kosten.

    Muss man diese selbst tragen oder werden die Teststreifen übernommen?


    Wenn sie übernommen werden, was muss man tun?
    - Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
    - Wo kaufen? an wen die Rechnung?
    - Welche Formulare/Anträge an welche Einrichtungen?

    Wenn man alles selbst zahlen muss, welche Streifen sind die günstigsten?


    Vielen Dank
    Matze
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.01.2012 15:32:53
    wenn du diabetiker wärst, wüßtest du auf alle deine fragen die antwort.
    INSULINER bek die auf rezept.
    die günstigsten findest du im netz, bzw ab ca 15€/50 bei dicountern.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.01.2012 16:27:25
    schrieb:
    wenn du diabetiker wärst, wüßtest du auf alle deine fragen die antwort


    Wenn du erst recht kurz Diabetiker bist und die erste Packung per Rezept vom Arzt hattest, woher wüsstest du dann die Antwort auf all die Fragen? Etwas "unüberlegte" Antwort! Allerdings ist es genauso, die Fragen in ein Forum statt in Google zu suchen. Aber das macht vllt. etwas Arbeit!
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.01.2012 17:01:20
    Vielleicht ist Matzes Google kaputt.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.01.2012 17:28:54
    wer die erste packung streifen auf rezept bekommen hat, fregt nicht welche formulare man ausfüllen muß, ev vor dem motzen die frege/n richtig lesen.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 318
    Beiträge: 36
    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 20.01.2012 18:42:07
    Hallo matze1981,

    die wichtigste Frage ist, ob Du mit Insulin behandelt wirst oder nicht! Spritzt Du Insulin, sind die Teststreifen verschreibungsfähig und werden voll (ohne Zuzahlung) von der GKV übernommen. Die Frage ist dann nur noch, wie viele Teststreifen Du brauchst und ob Deine Apotheke evtl. versucht, Dich mit billigen Teststreifen und technisch veralteten Geräten abzuspeisen.

    Bist Du allerdings Typ-2-Diabetiker, der nicht mit Insulin behandelt wird, hast Du Pech gehabt! Seit Oktober 2011 gelten die Teststreifen als nicht mehr verordnungsfähig und werden seither nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt. Aber auch hier gibt es zwei Ausnahmen: bei einer Therapieumstellung (z.B. neues AntiDiabetikum) kann Dir der Arzt eine Packung á 50 Stück verschreiben. Dasselbe gilt, wenn eine zusätzlich Erkrankung (z.B. grippaler Infekt) dazukommt.

    Die günstigsten Teststreifen heißen BETACHEK. 50 Streifen kosten 11,50 € und können über den INSULINER bestellt werden: http://www.insuliner.de/insublog/wordpress/servicebestellung/betachek-teststreifen/
    Bei BETACHEK handelt es sich um visuell ablesbare Teststreifen, d.h., Du brauchst kein Meßgerät dafür. Den Wert ermittelst Du über einen Farbvergleich.

    Viele Grüße

    Katja
  • Gast

    Rang: Gast
    am 20.01.2012 18:47:21
    Nachtrag:
    Die Betachek Streifen kannst Du ohne Funktionsverlust einmal durchschneiden, so dass der einzelne Test auf knapp 12 Cents kommt, und ich weiß von Usern, die aus einem Streifen sogar 3 machen.
  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 0
    Mitglied seit: 20.01.2012
    am 21.01.2012 00:37:21
    @Katja

    Danke, deine Antwort ist die einzige, die kein Gemecker enthält.
    Wenn die meisten Leute mit "Such bei Google" antworten, ist es kein Wunder, wenn das Forum bald keine Besucher mehr hat.

    Zu mir: Ich habe meinen Diabetes (Typ1) in den letzten Jahren sehr sehr schlampig behandelt, habe kaum BZ gemessen und war auch nie beim Arzt, außer für Insulin-Rezepte. Die Dosierung habe ich selbst erprobt und beim Essen habe ich mich weitestgehend an die Regeln gehalten.
    Diese Situation möchte ich nun ändern und suche einfach einen "Einstieg".

    Damals war ich Schüler und habe eh alles umsonst bekommen. Nach der Schulzeit ging das Geplärre der Krankenkassen und Ärzte los...von wegen Kostenübernahme...und "Ich darf Ihnen nur 3 packungen Streifen mitgeben..."

    Da nun ca. 6 Jahre der Schlamperei vergangen sind, vermute ich, dass sich die Welt des Diabetiker-Zubehörs und die damit verbundenen Umstände geändert haben.
    Ich habe dieses Forum gesucht, weil Foren zur Diskussion da sind und ich fragen wollte, wie die Beschaffung von "Zubehör" abläuft.

    Und ja, zum Diabetologen (der mir das auch sagen wird) werde ich in Kürze gehen.
    Ich dachte nur, es sei sinnvoll, sich vorzubereiten.


    VG
    Matze
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 318
    Beiträge: 36
    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 21.01.2012 01:30:39
    Hallo Matze,

    erst mal herzlichen Glückwunsch zu Deiner Entscheidung!

    Ich würde Dir ganz dringend empfehlen, Dir vor dem Besuch zu überlegen, wie viele Teststreifen Du für ein Quartal brauchst und dazu noch eine kleine Sicherheitsreserve zu addieren! Diese Gesamtmenge läßt Du Dir dann von Deinem Arzt verschreiben. Es ist nämlich kein Problem, eine einmal verordnete Menge zu reduzieren - eine Erhöhung ist aber praktisch aussichtslos!

    Es gibt auch noch ein Mengenproblem, wobei ich nicht weiß, was der Grund dafür ist. Manche Diabetologen sagen, sie können nur 400 Teststreifen pro Quartal verschreiben, andere 600. Mein Diabetologe hat mir früher 800 verschrieben, verordnet mir aber auch nur noch 600 - den Rest muß ich mir über den Hausarzt besorgen. Hausärzte können aber generell nur kleine Mengen Teststreifen verschreiben. Der Punkt ist, daß Teststreifen zwar Hilfsmittel sind, aber wie Medikamente behandelt werden. Du mußt zwar nicht zuzahlen, aber sie belasten das Budget des Arztes. Der Diabetologe hat da einfach einen größeren Spielraum. Worauf die oben angesprochenen Mengen von 400 bzw. 600 basieren, weiß ich nicht. Ob die Mengen vom Bundesland abhängen oder von der Krankenkasse - keine Ahnung! Inzwischen habe ich aber die Erfahrung gemacht, daß Ärzte teilweise aberwitzige Begründungen heranziehen, um etwas zu verordnen - oder auch nicht.

    Ich bestelle meine Teststreifen seit vielen Jahren beim Diabetes-Versandhandel. Dort sind sie um einiges billiger als in der Apotheke. Aber auch Online-Apotheken verlangen meist sehr viel weniger. Meine Teststreifen kosten in der Apotheke am Ort 36 €. Im Internet werden sie für 25 bis 30 € angeboten ...
    Für andere Sachen gibt es wiederum Rabattverträge. Mein Pumpenzubehör darf ich seit letztem Jahr nur noch direkt bei Minimed bestellen :-(
    Mit den Rezepten läuft es unterschiedlich: bei den einen (z.B. Minimed) muß ich erst das Rezept einschicken und bekomme dann das Zubehör. Bei meinem Internetversender bestelle ich dagegen per Internet und schicke ihm nach Erhalt der Lieferung das Rezept mit dem beiliegendem Freiumschlag. Vorteil des Versenders: dem Paket liegt immer eine sinnvolle Zugabe bei! Normalerweise sind es Lithium-Batterien für das verwendete BZ-Meßgerät, aber da ich normale Batterien brauche, bekomme ich Desinfektionsmittel, das ich für meine Katheterstellen brauche. Viele andere legen irgendwelche Proben oder anderen Blödsinn bei.

    Viele Grüße

    Katja
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 9
    Beiträge: 0
    Mitglied seit: 20.01.2012
    am 21.01.2012 14:55:30
    Oh vielen Dank für die Infos. Jede kleine Info ist schonmal gut.
    Ich denke, ich komme mit 4 Messungen am Tag aus, wobei ich am Anfang mehr brauche.
    Denke, es ist sinnvoll , zunächst an mehreren Tagen ein 2-Stunden-Profil zu erstellen, damit ich meine Basal-Rate korrekt hinbekomme.

    Etwas Scheu hab ich ja vor der Diskussion mit dem Diabetologen...vor allem zum Thema Schulung. Der Grund für meine Schlamerei war Faulheit und nicht Unwissenheit.
    Ein Arzt wird aber kaum glauben, dass ein Patient seine Krankheit versteht UND selbst behandeln kann. Ich sehe Ärzte nur als Rezept-Unterschreiber und Assistenten zum Erstellen eines Blutbildes; Das nötige Fachwissen zur Behandlung habe ich.
    Auf der anderen Seite habe ich nämlich keine Zeit für eine Schulung. Ich kann am Arbeitsplatz nicht fehlen und könnte eine Schulung bestenfalls im Sommerurlaub machen. Ergo: wieder ein Grund zum Meckern für den Arzt. :-(

    Nagut, wie dem auch sei....Ich besorg mir erstmal Messgerät und Streifen..und dann bringe ich meine Werte wieder auf Normalmaß.

    Vielen Dank nochmal!


    LG
    Matze
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Beiträge: 36
    Mitglied seit: 06.11.2011
    am 21.01.2012 16:40:28
    Hallo Matze,

    ich würde mir auf jeden Fall den Anfangsbedarf plus kleine Reserve verschreiben lassen. Unter keinen Umständen würde ich aber darauf hinweisen, daß sich dieser Bedarf später reduzieren kann! Vier Messungen sind als Planung okay, aber dann gibt es mal 'ne Fehlmessung oder Verdacht auf Hypo oder Zusatzkontrolle bei Sport oder beim Autofahren ... Das alles sollte mit abgedeckt werden können! Reduzieren kannst Du immer, wenn Du dauerhaft(!) weniger Teststreifen brauchst als angenommen, Aufstocken ist aber fast unmöglich!

    Diese Diskussionen mit Diabetologen kenne ich nur allzu gut! Eines der Probleme besteht häufig darin, daß sie Dich nur nach Lehrbuchwissen beurteilen, ein anderes, daß viele nicht bereit sind, auch mal die Sicht des Patienten einzunehmen.

    Ich habe mir mal Gedanken darüber gemacht, was Diabetes eigentlich heißt:
    Egal, ob man frisch verliebt ist oder die Partnerschaft gerade in die Brüche geht; ob man mitten im dicksten Arbeits- oder Prüfungsstreß steckt oder gerade seinen Traumurlaub macht; ob man eine dicke Erkältung hat oder einfach das Normalprogramm läuft - der Diabetes ist immer da und verlangt Aufmerksamkeit! Tag und Nacht, sonntags wie werktags, im Sommer wie im Winter, jahrein, jahraus und das jahrzehntelang ...
    Ich bin mir sicher, daß kaum ein Arzt jemals über diese ständige Belastung(!) nachgedacht hat! Du kannst damit auf jeden Fall Deinen früheren Umgang mit dem Diabetes erklären und auch, warum Du jetzt keine Schulung machen kannst. Das Thema Schulung würde ich aber von mir aus gar nicht ansprechen!

    Ärzte als "Rezept-Unterschreiber" - jein. Diese Sorte gibt es natürlich, aber es gibt auch andere! Ich habe schon Ärzte gehabt, die wirklich den ganzen Menschen gesehen und ernstgenommen und auch auf Gebieten gehandelt haben, die gar nichts mit ihrem Fachgebiet zu tun hatten! Das war aber keine unerwünschte Einmischung, sondern ein ehrliches Hilfsangebot, das mir später sehr geholfen hat! Und es gibt natürlich alle Schattierungen dazwischen.

    Viele Grüße

    Katja
    Bearbeitet von User am 21.01.2012 16:49:19. Grund: Nicht angegeben
  • Gast

    Rang: Gast
    am 21.01.2012 16:51:26
    Hallo Matze, eigentlich hätte sich die Beantwortung deiner Fragen von selbst gelöst, wenn du deinen Arzt danach gefragt hättest. Da du ihn aber nur als Rezeptunterschreiber siehst, wird manches klar. Gerade bei DM sollte ein etwas anderes Verhältnis Arzt-"Patient" herrschen, da du und nicht dein Arzt die "Krankheit" managen muss. Und dafür braucht es leider etwas Zeit (z.B. für Schulungen). Aber das darf jeder für sich selbst entscheiden. Interessant ist für mich, wie jedesmal aus einer (oder mehreren) einfachen Frage(n) ein seitenlanger Disput über "Gott und die Welt" wird. Aber scheinbar haben manche mehr Zeit als ich, sich mit lapidaren Dingen auseinanderzusetzen und sich dabei als DM-Guru zu fühlen. Warum nicht!
    Viel Erfolg bei der Erlangung deiner Teststreifen!
  • Kati

    Rang: Gast
    am 28.01.2012 09:59:17
    Bei mir war es nach meiner Diagnose (Typ1) so:

    Ich bekam von meiner Diabetologin das Messgerät (Contour) inkl. Teststreifen und allem was dazu gehört. Ebenfalls 2 Pens (1 x für Humalog, 1x für Lantus). Und ein dickes Rezept mit Kanülen, Ketostreifen, Insulin etc. Bin mit ner riesen Tüte aus der Apotheke.

    Ich habe für 2011 bei der Krankenkasse eine Zuzahlungsbefreiung beantragt, die 2% vom Einkommen beträgt, ab Sommer 2012 ist es dann 1%. Das liegt daran, dass Diabetes erst nach einem Jahr als chronisch von der Krankenkasse angesehen wird. Die Anträge bekommt man bei seiner KK. Ich versteh zwar nicht warum erst nach einem Jahr weil man es ja nicht mehr los wird aber im Bürokratendschungel in Deutschland sieht man eh nicht durch. Ich nehms so hin.
  • Kati

    Rang: Gast
    am 28.01.2012 10:00:42
    Achja, ich bekomme meine Teststreifen ganz normal auf Rezept, so viel ich eben brauche, von meiner Diabetologin.
  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.01.2012 12:11:00
    Hallo

    1. Apotheken versuchen algemein keine Leute ab zu speisen, die liefern was verordnet wird.

    2. http://www.betanet.de/download/verordnung-blutzuckerteststreifen.pdf hier ssteht pro KV (Kassenartzliche Verein) die standard Verordnungsmenge.

    Allerdings die Haupt Aussage ist:
    Grundsätzlich gilt, dass es sich bei den nachfolgenden Angaben um Empfehlungen und
    Orientierungsrahmen handelt. Ärzte können bedarfgerecht jederzeit die Anzahl an
    Blutzuckerteststreifen verordnen, die nach medizinischer Notwendigkeit geboten sind, wenn
    sie die Anzahl begründen können.

    LG

    Hajo Janse
  • Gast

    Rang: Gast
    am 28.01.2012 16:39:40
    schrieb:
    Ärzte können bedarfgerecht jederzeit die Anzahl an Blutzuckerteststreifen verordnen, die nach medizinischer Notwendigkeit geboten sind, wenn sie die Anzahl begründen können.


    wo der hajo recht hat, hat er recht! aber: einige ärzte meinen, mit ihren monatlich "verdienten" 6000 € ihre familie nicht mehr ernähren zu können, wenn sie zuviel verschreiben und in "regress" genommen werden! und lieber mit den patienten streiten, als mit der kk...