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Meine Mutter braucht Hilfe und ich weiß nicht, wie...:-(

  • Gast

    Rang: Gast
    am 31.03.2012 13:53:47
    Hanna schrieb:
    ...keine Ahnung von der Zusammensetzung unserer Nahrung und vom menschlichen Stoffwechsel ...Halbwissen ... aus Frauenzeitschriften


    ich glaube hier liegt der "Hund begraben". Nichtwissen fördert in der Regel Angst, Unsicherheit und Blockade.

    Die Idee von Rainer - Austausch mit Gleichgeplagten - halte ich persönlich für den besten Vorschlag weil die Mutter sich so nebenbei leicht auch noch etwas Wissen aneignen kann. Mithilfe von Büchern dürfte das eher schwierig werden.

    Grüße Havier
  • Gast

    Rang: Gast
    am 31.03.2012 17:09:37
    Rainer schrieb:
    Hallo Gast,

    wie alt ist deine Mutter, würde sich die Anschaffung und Einarbeitung in einen Computer lohnen?

    Für solche Leute wie deine Mutter ist die beste Medizin der Austausch mit anderen. Das ist manchmal in einer guten SHG möglich, aber viel besser in Internetforen. Dort kann sie ihre Probleme mit anderen Diabetikern besprechen (darüber reden hilft oft schon sehr viel), kann sich ansehen wie andere es machen und kann sich Ratschläge und beruhigende Worte abholen. Aus Büchern kann an das nicht bekommen. Ein Computer lohnt sich für sie also sehr.

    Beste Grüße, Rainer


    P.S.: Es gibt andere Foren, in denen der Austausch gepflegter vor sich geht als hier. Ein gutes Beispiel ist dieses Forum in seine Unterthema Diabetes oder auch dieses Forum.



    Hallo!

    Meine Mutter ist 69. Mein Bruder und ich haben meinen Eltern schon mal vorgeschlagen, einen Laptop zu kaufen.. Aber das wollten die beiden nicht, weil es bei denen auf dem Dorf keine Schulungen gibt und mein Bruder und ich zu weit weg wohnen, um meinen Eltern Computerkenntnisse zu vermitteln...
    Danke für die Forentipps! Werde ich mir mal anschauen! :-)
    Was ist den eine SHG?
    Und: Das Problem ist ja auch der Starrsinn meiner Mutter: Sie denkt, sie weiß am besten bescheid, es soll ihr keiner mit Vorschlägen kommen... Es ist zum Verrücktwerden. Es gibt eine Diabetes-Klinik in Quakenbrück, die wäre genau richtig für sie... Aber was nützt es, wenn man selber das Problem sieht, der Betroffene selber aber nicht, und er sich nichts sagen lassen will :-(
  • Gast

    Rang: Gast
    am 31.03.2012 17:13:00
    Gast schrieb:
    alllg gesagt, nein deine mutter hat kein basiswissen zum diabetes, denn ihr fehlt eine gute insulinschulung. sonst würden ihr nicht ständug denkfehler - die zt auch andere folgen haben als sie denkt, unterlaufen.
    zb rumlaufen um den bz nicht ansteigen zu lassen, wenn es stimmt daß sie t1 ist hat dies bei insulinmangel zur folge daß der bz steigt, und sie ketone produziert.
    sind noch einige kinken drin, also fehlt grundlagenwissen, und das ist bei diabetes spezialwissen .
    ansonsten fehlen alle angaben
    ct ocer ict, welche insuline, usw
    wir wissen alle daß es schulungen von sehr gut bis schlecht gibt, trotzdem wäre selbst eiine schlechte schulung noch wesentlich besser als gar keine.




    Ja, daß meine Mutter kein Basiswissen über Diabetes hat, ist mir schon klar, aber IHR nicht... Das ist das Problem. Und sie läßt sich wirklich NICHTS sagen: Dann heißt es: Ach, ihr seid ja nicht zuckerkrank.. ich weiß da am besten bescheid...
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    am 31.03.2012 18:13:20
    Gast schrieb:
    Was ist den eine SHG?


    SHG heißt Selbsthilfegruppe. Es ist aber nicht einfach, eine gute SHG zu finden. Häufig sind das auch nur Kaffeekränzchen mit Diabetikern unter sich. Aber vielleicht hilft das deiner Mutter schon weiter. Erkundige dich mal nach SHG in ihrer Nähe.

    Um die Foren zu testen gibt es noch eine light-Variante. Stell einfach mal für deine Mutter eine Frage ein, die sie dringend interessiert und lies ihr dann die Antworten vor. Wenn gute Antworten kommen, dann machst du ihr vielleicht damit Lust auf mehr.

    Rainer
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 31.03.2012 19:20:52
    Moin Rainer,

    Dein Zureden in allen Ehren, aber wer im fortgeschrittenen Alter nicht von selber will, hat nix vom schönsten Läppi. Und ich kenne reichlich Betroffene, die mit noch so informativen Foren absolut nix anfangen können und wollen.

    Ich hatte dem Fragesteller FIT von Frau Dr. Kinga Howorka empfohlen, weil mich die 89ger Version davon (aktuelle von 2011) 91/92 aus meinem Tief nach der Diagnose raus geholt hat. Ich hatte damals keine Ahnung von Diabetes, selbst ja "nur" Typ2, aber die Frau hat mir damals mit ihrem inzwischen Standardwerk in direkt ansprechender Schreibe überzeugend beigebogen, dass ich mit dem Diabetes tatsächlich nur eine leichte und leicht ausgleichbare Behinderung habe. Und das zu einer Zeit, zu der fachoffiziell noch die erhebliche und unausweichliche Lebensverkürzung durch Diabetes verkauft wurde.

    Aber unser Gast hier sucht halt wohl nach sowas wie ner Art geschmackloser Weisheits-Tropfen, die er seiner Mutter mit ihrem normalen Getränk verabreichen kann und mit der sie plötzlich alles richtig rafft ;)

    Bisdann, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 01.04.2012 14:57:13
    hjt_Jürgen schrieb:
    Moin Rainer,

    Dein Zureden in allen Ehren, aber wer im fortgeschrittenen Alter nicht von selber will, hat nix vom schönsten Läppi. Und ich kenne reichlich Betroffene, die mit noch so informativen Foren absolut nix anfangen können und wollen.

    Aber unser Gast hier sucht halt wohl nach sowas wie ner Art geschmackloser Weisheits-Tropfen, die er seiner Mutter mit ihrem normalen Getränk verabreichen kann und mit der sie plötzlich alles richtig rafft ;)

    Bisdann, Jürgen



    Hallo Hit-Jürgen!

    Ich finde die Bemerkung etwas unsensibel von Dir :-( Ich suche keine "Art geschmacksloser Weisheitstropfen", sondern habe mich nunmal für die Bestellung eines anderen Buches entschieden als zu dem, was Du mir empfohlen hast, und ich glaube, daß ich mich so entschieden habe, gefällt Dir nicht.. Bei dem Buch, das ich bestellt habe, geht es, so wie ich verstanden habe, nicht nur um Psychologische, sondern auch um das Basiswissen, was man sich aneignen muß.. Hier ein Bewertungsurteil:

    Sehr gut, informativ und äußerst hilfreich für mich! "Alte Hasen" kennen davon sicher schon einige Bereiche und haben auch bereits gelernt mit dieser Krankheit umzugehen.
    Für mich war es aber wichtig, Informationen zu erhalten die es mir ermöglichen, so normal wie nur möglich mit Diabetes umzugehen und etwaige Tiefpunkte nicht zu Gebirgen anwachsen zu lassen.

    Daß meine Mutter das " plötzlich alles richtig raffen soll" habe ich nie behauptet, sondern vielmehr wünsche ich mir für sie, dass sie erkennt, daß sie mit ihrem Starrsinn und ihrem Verhalten auf dem Hozlweg ist und daß sie Hilfe annimmt...

    Meine Mutter hat morgen einen Arzttermin.. Mein Vater, der sie begleitet, möchte diesmal mal mit ihm alleine reden und auf die Problematik meiner Mutter berichten.. Vielleicht denkt sie ja mal über ihr Verhalten nach, wenn ein Fachmann ihr vermittelt, daß sie nicht genug Bescheid weiß über die Erkrankung..
  • Gast

    Rang: Gast
    am 01.04.2012 15:14:03
    Hallo Rainer!

    Danke für die Erklärung für SHG. Ja, eine Selbsthilfegruppe fände ich auch nicht schlecht... Aber bei ihr im Dorf (2500 Einwohner^^) gibt es keine SHG. Ich glaube, ich mach das jetzt mal so, wie Du beschrieben hast, daß ich immer, wenn ich zu meinen Eltern fahre, meinen Läppi mitnehme mit Internetstick und einfach frage, ob sie Lust hat, mit mir in den Foren zu stöbern.. Vielleicht bringt das was... Aber vielleicht bringt ja auch das Gespräch mit dem Arzt morgen was und er kann sie zu einer Schulung bewegen oder etwas ähnlichem..
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    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 01.04.2012 15:30:51
    Zugegeben, ich bin an der Stelle unsensibel. Dr. Hirsch ist recht regelmäßiger Autor im Diabetes-Journal und schreibt in meinen Augen in einer Weise, die Probleme eher macht und nicht löst. Aber es gibt durchaus Betroffene, die sich auf diese Weise ernst genommen und verstanden fühlen. Ich wünsche Deiner Mutter und Dir gute Erfahrungen mit der Lektüre.

    Bisdann, Jürgen
  • Gast

    Rang: Gast
    am 01.04.2012 23:17:02
    hjt_Jürgen schrieb:
    Zugegeben, ich bin an der Stelle unsensibel. Dr. Hirsch ist recht regelmäßiger Autor im Diabetes-Journal und schreibt in meinen Augen in einer Weise, die Probleme eher macht und nicht löst. Aber es gibt durchaus Betroffene, die sich auf diese Weise ernst genommen und verstanden fühlen. Ich wünsche Deiner Mutter und Dir gute Erfahrungen mit der Lektüre.

    Bisdann, Jürgen



    Danke für Deine Antwort und Deine guten Wünsche!
    Ich wußte ja nicht, daß Du eine nicht so gute Meinung über diesen Autor hast.. Naja, ich bin trotzdem gespannt auf das Buch. Vielleicht bestelle ich mir das Buch, das Du vorgeschlagen hast, ja auch noch... Aber erstmal muß meine Mutter ja bereit sein, Hilfe anzunehmen und einsehen, daß sie Hilfe braucht. Genau wie bei einem Süchtigen; Er muß erstmal einsehen, daß er süchtig ist, sonst beginnt er keine Therapie..
    Hoffentlich kann mein Vater morgen beim Arztgespräch etwas erreichen..

    LG
  • Gast

    Rang: Gast
    am 04.04.2012 15:15:17
    Gast schrieb:

    Aber erstmal muß meine Mutter ja bereit sein, Hilfe anzunehmen und einsehen, daß sie Hilfe braucht. Genau wie bei einem Süchtigen; Er muß erstmal einsehen, daß er süchtig ist, sonst beginnt er keine Therapie..



    Lieber Gott, bewahre mich vor einer solchen Tochter! Hast Du kein eigenes Leben, dass Du dich laufend in das deiner Mutter mischt? Deine Mutter ist fast 70 Jahre, und wird in dem hohen Alter noch mit einem Typ1 Diabetes geschlagen. Mit fast 70 kann man nicht so einfach Standard geschult werden. Dazu braucht es einfach einen geduldigen Arzt der sie ausreichend und so einfach für deine Mutter wie nur möglich einstellt.

    Auch wenn es makaber klingt mit einem DM ab 70 braucht es keinen HBA1c <6.5 da reicht auch 7 - 7,5. Wichtiger ist das deine Mutter mit der Therapie gut klar kommt und sie darauf aufbaut was die alte Dame im Stande ist zu leisten.