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Meine Mutter braucht Hilfe und ich weiß nicht, wie...:-(
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am 05.04.2012 13:42:30
hallo zusammen,
ich kenne zwar die Stimme der Mutter nicht aber ich muss da den "Tocher-Kritikern" schon teilweise Recht geben.
Meine Mutter (84) hatte auch DM und kam damit auch solala klar. Wissensmässig mangelte es allerdings erheblich.
Und an dieser Stelle traten ihre Söhne auf den Plan und überhäuften sie mit Ratschlägen, Hinweisen und Verhaltensmassregeln.
Im nachhinein (sie verstarb vor 2 Jahren) muss ich sagen dass es nicht der DM war der sie überforderte sondern die Flut an Informationen die auf sie einprasselten. Zum Einen hatte sie in ihrem Leben nie gelernt wie man sich Wissen aneignet noch wie man damit umgeht.
Ich selbst habe mein Leben lang gelernt mich schnell neuen Situationen anzupassen und mir je nach Bedarf mein Wissen zu erweitern. Für mich, der vor 1,5 Jahren DM-Diagnose hatte war es also ein Leichtes mich darüber zu informieren und dementsprechend zu handeln.
Und heute sehe ich auch dass etliche meiner Ratschläge von damals schlichtweg falsch waren.
Manche alte Menschen sind m.E. einfach mit einem zuviel an Infos und dann auch noch von allen Seiten total überfordert.
Angehörige und Verwandte sind dabei auch häufig der falsche Ratgeber denke ich weil sie selbst zu sehr mit den eigenen Emotionen beschäftigt sind.
Tochter schrieb:
Alles dreht sich bei ihr nur noch um ihre "Spritzzeiten", ihren BE-Wert....Meine Tante (ihre Schwester, die ja ihren Mann verloren hat), war schon richtig sauer und meinem Vater war das ganze schon richtig peinlich
hallo "Tochter"
Sicher ist es oft nervend dass es für deine Mutter nur noch das Thema DM gibt. Aber das ist halt mal so. Es ist wahrscheinlich seit langem eine einschneidende Veränderung in ihrem Leben.
Oberflächlich gesehen sollte man ja eigentlich froh darüber sein dass sie sich penibel um Spritzzeiten und BE-Werte kümmert. Das macht nun auch nicht jeder.
Und dass ihre Schwester sauer war ... mein Gott, für deine Mutter ist Leben im Moment wahrscheinlich wichtiger als der Tod (noch eine Belastung). Man darf das jetzt nicht mit mangelnder Anteilnahme gleich setzen.
Zum Thema "Peinlich":
Wenn deinem Vater das Verhalten seiner eigenen Frau peinlich ist, dann nur weil ihm in diesem Fall das angepasste Auftreten vor den Anderen wichtiger erscheint. An deine Mutter wird dabei garnicht gedacht.
Seh das jetzt nicht als "Schelte". Ich kann mir schon gut vorstellen dass die ganze Situation nicht immer leicht ist und wie einige auch schon schrieben ist etwas mehr Zurückhaltung vielleicht sogar der bessere Weg.
Grüße Havier
Bearbeitet von User am 05.04.2012 13:44:52. Grund: Nicht angegeben -
am 05.04.2012 13:47:40
Gast schrieb:
EMM schrieb:
Noch einer, der Leseprobleme hat. Oder ist es euch egal, wenn Angehörige in ihr Unglück laufen? Nicht jeder hat so eine Einstellung, es soll Menschen geben, die sich um ihre alten Eltern kümmern.
Liebe EMM,
ich sehe niemanden mit Leseproblemen, oder in sein Unglück rennen. Wenn Du dich jemals mit alten Menschen beschäftigst hättest, wüstest Du das sie schon bei leichteren Erkrankungen über reagieren. Da reicht oft schon der Bluthochdruck oder ein anfänglicher Typ2 der mit einer Tablette am morgen behandelt wird. Nicht selten geschieht es um Aufmerksamkeit zu erlangen.
Die Dame bekommt in Ihrem hohen Alter nun ausgerechnet einen Typ1 (ein 6er im Lotto ist wahrscheinlicher) und so mit sofort Insulin, BZ-Messgerät und jede Menge neue Verhaltensregeln. Ich kann mir gut vorstellen das Sie einfach Verunsichert ist und natürlich eine so große Sache, was es ja für sie ist, in den Lebensmittelpunkt rückt.
Die Tochter schildert die Beerdigungsfeier, wie peinlich es angeblich auch für den Vater war...
Liebe Tochter vielleicht leihst Du dir bei eurer nächsten Betriebsfeier mal das DM-Equipment Deiner Mutter aus. Wenn alle Kollegen, Abteilungsleiter versammelt sind und es ans Essen geht, zückst Du deine Stechhilfe, BZ-Messgerät und misst erst mal deinen Blutzucker. Dann packst Du deinen Insulinpen aus, und machst schön den Bauch frei, um dir ein paar IE zu verabreichen. Anschließend beantwortest Du dämliche Fragen...ach...das ist Peinlich?
Ich habe zwei sture Diabetiker in der Familie erlebt und ich weiß, wie es ist, wenn man sieht, was falsch läuft und man nicht helfen kann. Meine Mutter und meine Schwester haben sich ähnlich verhalten wie die Mutter der TE. Wie das endete brauch ich hier nicht aufzuführen, jedem denkenden Menschen dürfte das klar sein.
Postings wie deines beweisen mir immer wieder meinen Verdacht, daß hier Leute mitschreiben, die keine Ahnung von Diabetes haben, geschweige selbst davon betroffen sind, sondern daß sich hier Leute aufmandeln, dummes Zeug reden und andere niedermachen um sich in den Mittelpunkt zu drängen. Von der Materie selbst haben sie absolut keine Ahnung.
Ich finde das ekelhaft. -
am 05.04.2012 13:59:22
@ Havier
Hast du das Ursprungspostung gelesen? Dann müßtest du eigentlich bemerkt haben, daß die alte Dame dringend Hilfe braucht. Du fragst warum, die Tochter hat das sehr genau beschrieben und wird dafür hier im Forum angepöbelt, weil sie die Mutter nicht einfach links liegen läßt.
Aus der Ferne über den Dingen zu stehen ist sehr einfach und "gute" Ratschläge sind billig. Die alte Dame hat 20 kg abgenommen und ist dabei sich zu Tode zu hungern, weil sie nicht weiß, was sie essen darf und sich weigert sich zu informieren.
Du würdest also als ihr Sohn danebenstehen, Beifall klatschen und deine Mutter so weitermachen lassen.
Allzuviel Ahnung von alten Menschen scheinst du nicht zu haben.
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Gast
Rang: Gastam 05.04.2012 15:38:20
EMM schrieb:
Postings wie deines beweisen mir immer wieder meinen Verdacht, daß hier Leute mitschreiben, die keine Ahnung von Diabetes haben, geschweige selbst davon betroffen sind, sondern daß sich hier Leute aufmandeln, dummes Zeug reden und andere niedermachen um sich in den Mittelpunkt zu drängen. Von der Materie selbst haben sie absolut keine Ahnung.
Ich finde das ekelhaft.
Nach fast 30Jahren Typ1 habe ich glaube einiges an Erfahrung sammeln können.
Ekelhaft finde ich militante Möchtegerndiabetologen. -
am 05.04.2012 15:53:52
hallo EMM,
hmmm ... ich bin ja eher das Sensibelchen in Sachen Pöbeleien, doch ich sehe nicht dass die Schreiberin angepöbelt wurde.
Auch tendiert hier offensichtlich niemand zu der Auffassung die Mutter links liegen zu lassen.
Ich nehme die Beschreibung der Tocher über den Zustand ihrer Mutter wirklich ernst.
Wir kennen aber weder die Seite der Mutter oder des Vaters und schon garkeine realen DM-Werte.
Die 20kg Gewichtsabnahme sind auch nur eine Vermutung.
Deshalb sollten wir uns davor hüten aus einzelnen Sätzen auf einen realen Sachverhalt zu schliessen.
Wenn du nicht weisst wieviel jemand wirklich abgenommen hat und wieviel er vorher wog kannst du nicht gleich auf zu Tode hungern schliessen. Oder?
Dass wir in diesem Thread von der Frage der Tochter auf eine Diskussion über Hilfe bei alten DMlern kommen ist zwangsläufig. Und jeder hat seine eigene sichtweise darüber.
Meine Sichtweise ist vielleicht aus der "Angst" man könne alte Menschen zu sehr überfordern getrieben und deine aus der "Angst" man könne sie vernachlässigen.
Es gibt aber nicht nur schwarz oder weiss.
Grüße Havier
--- ich und keine Ahnung von alten Menschen haben. Hihi, weisst du wie alt ich überhaupt bin ? ;-)) --- -
am 05.04.2012 16:28:24
havier schrieb:
hallo EMM,
hmmm ... ich bin ja eher das Sensibelchen in Sachen Pöbeleien, doch ich sehe nicht dass die Schreiberin angepöbelt wurde.
Auch tendiert hier offensichtlich niemand zu der Auffassung die Mutter links liegen zu lassen.
Ich nehme die Beschreibung der Tocher über den Zustand ihrer Mutter wirklich ernst.
Wir kennen aber weder die Seite der Mutter oder des Vaters und schon garkeine realen DM-Werte.
Die 20kg Gewichtsabnahme sind auch nur eine Vermutung.
Deshalb sollten wir uns davor hüten aus einzelnen Sätzen auf einen realen Sachverhalt zu schliessen.
Wenn du nicht weisst wieviel jemand wirklich abgenommen hat und wieviel er vorher wog kannst du nicht gleich auf zu Tode hungern schliessen. Oder?
Dass wir in diesem Thread von der Frage der Tochter auf eine Diskussion über Hilfe bei alten DMlern kommen ist zwangsläufig. Und jeder hat seine eigene sichtweise darüber.
Meine Sichtweise ist vielleicht aus der "Angst" man könne alte Menschen zu sehr überfordern getrieben und deine aus der "Angst" man könne sie vernachlässigen.
Es gibt aber nicht nur schwarz oder weiss.
Grüße Havier
--- ich und keine Ahnung von alten Menschen haben. Hihi, weisst du wie alt ich überhaupt bin ? ;-)) ---
Die Tochter sucht Hilfe in einem Forum und statt dessen wird sie angemacht, man unterstellt ihr, daß sie falsche Behauptungen verbreitet etc. Wenn das kein pöbeln ist, dann weiß ich nicht. Aber sie ist ja nicht die erste, der das in diesem Forum passiert und sie wird auch nicht die Letzte sein.
Aber sie hat ja offensichtlich auch schon die Konsequenzen gezogen, sehr vernünftig von ihr.
Wenn ich einen Beitrag lese, dann gehe ich davon aus, daß es kein Fake ist, sondern wahrheitsgemäß Hilfe gesucht wird. Ich kann mir die Situation gut vorstellen, denn ich habe sowas schon mehr als einmal erlebt. Meine Schwester ist fast ein Jahr lang mit einem blauen großen Zeh herumgelaufen und hat sich geweigert mit dem Arzt darüber zu sprechen. Man mußte ihr den Fuß scheibchenweise amputieren und sie starb in der Folge am plötzlichen Herztod. Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn ich davon gewußt hätte. Und ja, ich hätte mich eingemischt und meine Schwester "bevormundet".
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Gast
Rang: Gastam 05.04.2012 16:49:10
hallo EMM,
ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher ob du die selben Texte liest die ich lese.
Gruß Havier
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Gast
Rang: Gastam 06.04.2012 00:16:11
schrieb:
ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher, ob du die selben Texte liest, die ich lese.
Da kannst du dir sicher sein, H4 - aber das Problem ist die sehr spezifische Betrachtungsweise von normalen Dingen, die etwas seltsame Meinung über sich selbst, das vermeintliche "Wissen" und daraus resultierend, das Verständnis (besser: Unverständnis) des Gelesenen. Was über den eigenen Verstehens-Horizont geht wird als "Pöbelei" abgetan (ohne, selbst auf Nachfrage, darauf zu antworten...)
- Ein echter Rechthaber hält selbst die Meinung seines Echos für unhaltbar.
- Wer Recht hat, muß sich nicht rechthaberisch aufführen. -
am 06.04.2012 10:18:40
Gast schrieb:
hallo EMM,
ich bin mir jetzt nicht mehr ganz sicher ob du die selben Texte liest die ich lese.
Gruß Havier
Das scheint mir auch so, denn du gehst nie auf das ein, was ich schrieb. Ist ja auch einfacher so, allerdings völlig sinnfrei.