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Kaiserschnitt und Insulinpumpe

  • Grisu

    Rang: Gast
    am 23.05.2009 19:26:06
    Liebe ForumianerInnen !

    Ich darf mich an jene Pumpenträgerinnen richten, die bereits per Kaiserschnitt entbunden haben.

    Bei mir ist es in Kürze soweit, aber ich habe noch immer keine richtigen Informationen darüber, wie ich das mit der Insulinpumpe während und nach dem Kaiserschnitt machen soll.

    Ich entbinde übrigens im AKH Wien.

    1) Muss ich die Pumpe für die OP abnehmen?
    2a) Wenn die Pumpe dranbleiben kann, wo habt ihr den Katheder gesetzt bzw. wie habt ihr die Pumpe befestigt?
    2b) Wenn Pumpe dranbleibt, habt ihr dann schon eine reduzierte Basalrate aktiviert? und wenn ja um wieviel?
    3) Kann der Katheder (ich setze ihn meist am rechten oder linken Taillenrand) gesetzt bleiben oder muss der auch weg?
    4) Wie oft wurden Blutzuckermessungen während des Kaiserschnittes durchgeführt ? Wurde die Blutzuckermessung während des Kaiserschnittes von eurem Partner gemacht oder wurde das vom Arzteteam übernommen? Habt ihr eventuell Glukose und INsulinfusion gehabt?
    5) Wie ändert sich der INsulinbedarf ab dem Zeitpunkt wo das Baby draussen ist - dh. in der Zeit, wo man zugenäht wird - ist hier schon der voll reduzierte Basalbedarf notwendig? und gibt es eine Regel, um wieviel man die BR reduzieren sollte ?
    6) Wie sieht die Basalrate in der Zeit aus, wenn die Betäubung des Kreuzstiches nachlässt und man im Aufwachzimmer liegt?
    7) Gab es in der ersten Zeit besonders kritische Momente für einen heftigen Hypo?
    8) Wann ward ihr nach dem Kaiserschnitt in der Lage, den Katheder wieder zu setzen?
    9) Kann man sich den Katheder denn in der Bauchregion überhaupt setzen?
    10) Ich wäre auch dankbar über weitere Erfahrungsberichte, wie es euch nach dem Kaiserschnitt ergangen ist und wielange ihr einerseits im KH bzw. im Wochenbett geblieben seid.

    Nachdem dies meine 1. Geburt ist, seid ihr mir hoffentlich nicht allzu böse über die Fülle an Fragen- ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir hier weiterhelfen könntet.

    Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle
    Grisu
  • Pia

    Rang: Gast
    am 26.05.2009 12:59:05
    Ne Menge Fragen, aber ich würd dir empfehlen, mach einen termin mit dem Operateur und besprich das mit ihm ganz konkret für deine Situation, oder ist das nicht möglich? von Pia
  • Chrissy

    Rang: Gast
    am 26.05.2009 13:58:44
    Hallo Pia,
    danke für deine Rückmeldung. Mein Operateur ist mein Gynäkologe und der ist nicht wirklich auf Pumpenträger (Diabetes) spezialisiert, daher bin ich für jede noch so kleine Hilfestellung dankbar.
    Und nachdem das meine erste Geburt ist, möchte ich vorab soviel wie möglich erfahren, als dann vor Ort ratlos dazustehen ..
    vorallem würde ich gerne
    * Alternativstellen für den Katheder bzw.
    * Tragemöglichkeiten der Pumpe bzw.
    jetzt vorab mal ausprobieren (dh. Ausprobieren mit Stechen und Checken der Resorbtion des Insulins an einer anderen Stelle),damit ich bereits Erfahrungswerte habe
    * bzw. die reduzierte Basalrate als 2.BR schon vorab einprogrammieren und mich dann voll und ganz auf die Geburt konzentrieren kann.
    Glg chrissy
  • Pia

    Rang: Gast
    am 26.05.2009 15:06:48
    ..oha, und dennoch darf der dich entbinden? Das ist aber todesmutig. Er wird dich doch operieren und da sollte er auch ind er Materie stehen, ich will nur sagen, du solltest es dennoch mit ihm klären, so. dass er ausreichend Zeit hat, deine Fragen mit einem Diabetologen abzukären und dir diese VOR der OP zu beantworten. Ich find es ja gut, dass du dich informierst, aber was ist, wenn du im OP mal kurz wegtrittst? Dann kannst du nichts mehr dazu sagen.
    Ich will nur sagen, ich meine, es ist die Sache des Operateurs, diese Fragen zu beantworten...
    Also mal aus ganz laienhafter Sicht. Ich hatte im Januar 2008 eine OP, da genügte der Hinweis, dass ich DM habe und schon wurde der BZ im Vorebreitungsraum und während der OP überwacht und auch Insulin gepspritzt, weil durch den infektiösen Prozess der BZ nach oben abpfiff.
    Sollte es erforderlich sein, dass man die Insulinpumpe für die Dauer des Eingriffes beiseite legt, wird man dennoch deinen BZ überwachen. Und im Normalfall wird ein Kaiserschnitt mit einer Spinalanästhesie ausgeführt, das heißt, du bist zwar leicht sediert, aber dennoch bewusst anwesend. von Pia
  • gdhfzrt

    Rang: Gast
    am 26.05.2009 21:02:44
    Nun bin ich zwar "von der anderen Seite" (männlich) denke jedoch, dass eine Kaiserschnitt - Geburt nicht ewig dauert. Wo ist da das Problem, mit relativ niedrigem BZ in die OP zu gehen (ohne Pumpe) und für die Zeit kein Basal zu spritzen. Dass das geht, weiss ich von denen, die die Pumpe zun Duschen oder Baden ablegen. Frag mal den Diabetologen. Der Operateur bzw. der Anästhesist sollten natürlich vom DM wissen (wegen Kontrolle).
  • Pia

    Rang: Gast
    am 27.05.2009 13:24:15
    Seh ich auch so. Und, wenn die Pumpe vielleicht zum Sex abgelegt wird, kommt auch keiner zwischendurch mal BZ-Messen...
    OK, aber ein Kaiserschnitt ist nun mal eine OP und deshalb sollte sie das mit dem Operateur und dem Narkosearzt besprechen und nicht in einem Internetforum. Aber sie schreibt ja, dass der davon keine Ahnung hat..ich hoffe nicht, dass einer aus dem hier Forum mitgehen
    muss;-)) von Pia
  • klausdn

    Rang: Gast
    am 27.05.2009 19:18:19
    es gibt eine standart methode bei ops auch ein kaiserschnitt gehört dazu:
    der operateur operiert - weiter nichts
    der anästesist kümmert sich um die nerkose und die blutwerte - und dazu gehört auch der bz.
    daher kommt im normalfall auch der anästesist zum vorgspräch.
    und mit dem sprich !
  • Daniela

    Rang: Gast
    am 05.06.2009 02:27:20
    Hm, hatte noch keine Geburt, also auch keinen Kaiserschnitt - aber eine 9 h-OP mit Insulinpumpe kenne ich.

    Du sprichst am besten mit dem Narkosearzt, wenn Du Bedenken hast, stelle Deinen Mann in der Nähe ab..
    Nach guter Narkose kann der Insulinbedarf sinken, ging mir jedenfalls so. Ich denke das kriegst Du locker hin, Du wirst ja auch überwacht und bekommst ganz sicher eine Glukoselösung (verdünnt) damit Du nicht unterzuckerst. Red aber wirklich mit dem Narkosearzt, der wird Dich überwachen, nicht der Operateur.

    Viel Erfolg und Grüße, Daniela